LdL/NMR-Theorie für Anfänger

Aufsätze

1.„Weltverbesserungskompetenz“ als Lernziel? (2002)

2. Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle (2018)

Terminologie (bei Bedarf)

LdL-Glossar

Das LdL/NMR-Team

Akteur*innen

Materialien

Neue Menschenrechte: Leporello

Kärtchen:

LdL/NMR-Theorie für Fortgeschrittene

Filed under: Aktionsforschung, Bürgerbeteiligung, Glück, Informationsverarbeitung, Integration,

Ergänzungen zu Maslow

Sollen weltweit Strukturen geschaffen werden, die für die Entfaltung und das Glück der Menschen förderlich sind, so müssen sie folgende Kriterien erfüllen:

Ausgangspunkt: Neue Menschenrechte (Kärtchen – Punkte 2 bis 6 von Maslow inspiriert)

Ergänzungen:

1. Sie müssen Informationsverarbeitung und Konzeptualisierung (Denken) in hohem Maße fördern, insbesondere durch Partizipation und Bürgerbeteiligung.

2. Sie müssen den kontinuierlichen Aufbau von Kontrolle ermöglichen.

3. Sie müssen exploratives Verhalten und den Ausbau von kognitiven Landkarten fördern.

4. Sie müssen dialektisches Denken anregen und notwendig machen.

Quelle: Neubegründung und Reformulierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte S. 123 (2020)

Nicole Kern: Was bedeuten die NMR für jugendliche „Systemsprenger“?

In: Simon W. Kolbe, Jean-Pol Martin, Margret Ruep (Hrsg): Neue Menschenrechte? Bestandsaufnahme eines bedürfnisorientierten Handlungsansatzes. Gabriele Schäfer Verlag. Herne. 2020. (149-171), 2020

NMR. Artikel 1. Das Recht auf Denken

Christoph Anrich zum Begriff der Kontrolle im Zusammenhang mit den Neuen Menschenrechten

„Wir müssen die Kontrolle über die Bedürfnisse der Menschen erhalten, denn sonst diktiert der Strukturwandel, wie wir leben. Das wäre kein Problem, wenn der Maßstab stimmen würde. Die Neuen Menschenrechte bieten ein sinnvolles Fundament, auf dem die Wandlungen innerhalb der digitalen Transformation besser gelingen. Damit Sicherheit und Gesundheit, demzufolge auch Lebensfreude erfahren werden können, müssen wir die verschiedenen Sichtweisen stimmig gewichten. Diese Kontrolle hilft, um Prioritäten nachvollziehbar zu erklären. Darüber müssen wir reden und schreiben. In allen Lebenswelten benötigen wir eine Orientierung, um klug entscheiden zu können. Es ist gegenwärtig bedeutsam, dass die Chancen von stimmigen Konzepten die Menschen ermutigen, das Sinnvolle zu tun.“

LdL/NMR-Theorie für Fortgeschrittene

Hier ist die Grundaustattung für die Gründung von autonomen, vernetzten Gruppen mit dem Ziel einer breiten, bottom-up Transformation der Gesellschaft.

Aufsätze

1.“Weltverbesserungskompetenz“ als Lernziel? (2002)

2.Lernziel Partizipationsfähigkeit und Netzsensibilität (2009)

3.Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle (2018)

4.Neubegründung und Reformulierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (2020)

5. Neue Menschenrechte: Artikel 1 – Das Recht auf Denken (2021)

Terminologie (bei Bedarf)

LdL-Glossar

Das LdL/NMR-Team

Akteur*innen

Materialien

  1. Neue Menschenrechte: Leporello
  2. Kärtchen:

Innovationen 1980-2021…

Bottom-up

Alle Innovationen beruhen auf einer bottom-up Perspektive. Bei Lernen durch Lehren unterrichten nicht mehr die Lehrer sondern die Schüler. Das neue Menschenbild konzentriert sich auf die Bedürfnisse, insbesondere die Selbstverwirklichung und die Partizipation. Die Ingolstädter Geistesgeschichte zeigt den Prozess der intellektuellen Emanzipation der Bürger am Beispiel einer Stadt. Die Neuen Menschenrechte liefern einen bedürfnistheoretisch und kontrolltheoretisch fundierten Hebel, um gemeinsam „glückbringende“ Strukturen von unten nach oben durchzusetzen. Um diesen Hebel zur Anwendung zu bringen, müssen besonders die Bedingungen für produktives Denken geschaffen werden.

1984: Lernen durch Lehren

2004: Internet- und Projektkompetenz (IPK)

2014: Was braucht der Mensch, um glücklich zu sein?

2015: Ingolstadts Geistesgeschichte

2018: Neue Menschenrechte

2021: Art.1: Das Recht auf Denken

NMR-Artikel 1: Recht auf Denken. Kontrolle (Theorie-Überblick)

Denken: Informationsverarbeitung und Konzeptualisierung

Zentraler Begriff: Kontrolle (=>Lebenserhaltung) – Kontrollinstrument: Gehirn (=>Denken)

Damit wir als Gesellschaft unsere Probleme lösen, müssen wir unser kollektives Denken permanent optimieren.  Das kollektive Denken erfolgt in den Führungsschichten. Wir müssen mehr intellektuelle Ressourcen mobilisieren. Wir brauchen mehr bottom-up.

Warum ist es so schwer?

1.Kontrolle als zentrales Bedürfnis (Lebenserhaltung)

2.Kontrolle induziert Top-down-Struktur

-Selbstreferenzialität

-Eigene Mindsets und eigene Terminologie

-Abschottung nach außen und Zugang nur über Insiderkontakte und gruppenkonformen Habitus

-Hohe Affinität zur Autokratie/Oligarchie

-Somit entsteht eine undurchdringliche Machtblase (Verwaltungen, wissenschaftliche communities, Unternehmen, Parteien, Vereine, stabile Gruppen…)

3.Mindsets: Top-down wird kulturell durch die Tradition gefestigt: Pythagoras, Platon, Augustinus, Christentum, Islam, Totalitarismus

4.Mehr bottom-up

-Von unten nach oben

-Gespeist aus allen möglichen Quellen

-Verschiedene Mindsets und Terminologien

-Offen nach außen und Zugang für jede/n

5.Politisch: Bürgerbeteiligung

6. Wir müssen bessere Beteiligungsstrukturen entwickeln, damit die kollektive Reflexion („Eliten“) an Qualität gewinnt.

7. Hebel: Neue Reflexion über unsere Bedürfnisse (NMR) führt zu Gestaltung von neuen, bedürfnisorientierten Strukturen.

AEMR sind top-down. NMR sind bottom-up.

Neue Mindsets von Anfang an vermitteln. Sofort mit den Kärtchen in der Grundschule anfangen.

Reaktionen auf den Band „Neue Menschenrechte“

1.Prof.Dr.Lutz Becker: Hochschule Fresenius. Blogbeitrag.

„Über  Jean-Pol Martin bin ich erstmals vor knapp zwölf Jahren „gestolpert“. (…) Die klassische Hochschuldidaktik hatte keine Antworten, auf Komplexität, Diversität, veränderte Lebenswelten und die immer kürzeren Zyklen in den Wissensständen unserer Gesellschaft. Vor allem meine Fächer, die real existierende BWL und die VWL, waren und sind heute noch von erschütternder methodischer und didaktischer Tristesse geprägt. Es waren zwei Konzepte von Jean-Pol Martin, die mich damals hellhörig machten und fortan mein weiteres wissenschaftliches Leben prägen sollten: „Lernen durch Lehren“ und „Weltverbesserungskompetenz“..“ Hier geht es zum Blog…

2. Dr.Isabella Kreim: Podcast-Sendung: Neue Menschenrechte (25 Minuten)

„Im Herbst erschien ein über 400 Seiten starkes Buch mit wissenschaftlichen Aufsätzen unterschiedlicher Disziplinen, die diese Neuen Menschenrechte von Jean-Pol Martin theoretisch aber auch auf ihre Praxistauglichkeit hin untersuchen.“ Hier geht es zum Podcast..

3. Prof.Dr. Paul Geyer, Romanist, Bonn:

„(…) Dein Aufsatz „Neubegründung und Reformulierung der AEMR“ ist philosophiegeschichtlich, anthropologisch und natürlich sowieso, was die aktuellen Theorien (Glücksforschung, Kognitionsforschung, Systemtheorie, …) anbelangt, die Du maßgeblich mit vorangetrieben hast, enorm differenziert und „érudit“ (…) . Schön, wie Du auch dialektisches Denken jetzt einbeziehst, super Deine Dekonstruktion der Naturrechtslehren (125) und des Begriffs der „Würde“ (126f.). Auch die Integration von christlichen Begriffen wie der „Brüderlichkeit“ (130) finde ich überzeugend. Und die Stellungnahmen von Robert Zelyk, Melek Turan und Günther Bah zeigen mir, wie Du auch nach dem Schuldienst weiterhin Deine didaktische Überzeugungskraft einsetzt.“

4. Petra Kleine, Bürgermeisterin, Ingolstadt.

„(…) Du hast sehr früh formuliert, dass Politik dazu da ist, die Möglichkeiten des Glücklichseins für die Menschen zu organisieren und hast die jeweilige Programmatik daraufhin betrachtet und das fehlende Menschenbild in den Programmen festgestellt. Jetzt bist Du einen Schritt weiter gegangen und formulierst aktiv die Grundbedürfnisse der Menschen und daraus sechs Menschenrechte. Das ist interessant und bringt eine neue, fundierte Perspektive ein, die jenseits von Staatsformen, Verfassungen und Ideologie für alle gültig sein könnte (…)“

5. Alex Sorg (Unternehmer):

„Ich war überrascht wie breit angelegt die Einflüsse sind, z.B. Anleihen von Covey darin zu finden, den ich schätze. Das Recht auf Denken sehe ich im Zusammenhang mit New Work/Agile Leadership tatsächlich in der Praxis auf dem Vormarsch, vielleicht weniger als Recht, mehr als Postulat. Alle sollen denken in einem psychisch als sicher empfundenen Raum vs. Taylorismus. Mit dem zentralen Begriff ‚Kontrolle‘ (Kontrollbedürfnis) habe ich Schwierigkeiten. Sicherheitsbedürfnis sehe ich.“

6. Ralf Schwartz (Publizist)

„Über Ostern kam ich endlich einmal dazu, Dein Buch “NMR?” zu lesen. Ich bin von vorne bis hinten begeistert.Die elaborierte Vivisektion der NMR tut Not, denn nur so kann ihre Eignung, Passung und Relevanz überzeugend und umfassend dargelegt werden. Vor allem gefällt mir sehr gut, dass die NMR auch kritisch hinterfragt werden. Genauso gut gefallen mir die Stimmen der ’normalen’ (im besten Sinne des Wortes) Menschen. Sehr gut ausgewählt besitzen sie gerade ob ihrer einfachen (ebenso im besten Sinne des Wortes) Sprache philosophische Qualität. (Ich bin seit langem geneigt, neben Beuys’ “Jeder Mensch ist ein Künstler” ebenso “Jeder Mensch ist ein Philosoph” zu postulieren – leider wird uns dies in den allermeisten Fällen bereits in den ersten Schuljahren aberzogen. Glücklich diejenigen, die sich nichtsdestotrotz den freien Blick auf die Welt, die Menschen, deren Beziehungen zueinander bewahren konnten.)Beides hebt das Buch wohltuend und weit über den Durchschnitt heutiger Veröffentlichungen hinaus – das Buch und die NMR selbst.In diesem Sinne, lieber Jean-Pol, ich bin gespannt auf weitere ‘Abenteuer‘. 🙂

Siehe auch: Interview mit Jean-Pol Martin (2019): The Fourth Club mit Thomas Koch und Ralf Schwartz

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(to be continued)

Dr.Isabella Kreim interviewt Jean-Pol Martin: Kulturkanal Ingolstadt (25 Min.)

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