Der Artikel von Margret Ruep: eine neue Emergenz im LdL-Projekt!

Skills für das 21. Jahrhundert.
Ich zitiere Margret Ruep, die wiederum mich zitiert:
„Auf meine Frage „Was halten Sie angesichts der globalisierten, informatisierten und technologisierten postmodernen Welt für die wichtigste Fähigkeit, die ein Mensch heute durch seinen Bildungsprozess erlernen bzw. sich aneignen sollte?“ hat Martin folgende Antwort gegeben (per E-Mail am 13. 09. 2016):
‚Aus meiner Sicht ist die Fähigkeit, die Menschen schon sehr früh erwerben sollen, die Kompetenz zur Konzeptualisierung. Damit meine ich, dass man sich aktiv in Handlungsfelder begibt, Probleme identifiziert, qualifizierte Partner zur Problemlösung sucht, gemeinsam Informationen sammelt und sortiert (was im Netz geschieht), und gemeinsam Problemlösungen erarbeitet (Konzeptualisierung).
Der Hauptakteur hat also die Aufgabe, sich permanent einen Überblick über die aus einem bestimmten Feld stammenden Informationen zu verschaffen, ein Problem identifizieren, Partner zu suchen und die kollektive Reflexion zu organisieren bis eine Lösung gefunden wurde.
All das muss intensiv in der Schule trainiert werden. Das geschieht am besten, wenn der gesamte Unterricht zum Projekt gestaltet wird, wie es eben bei LdL der Fall ist.
Dabei ist die zentrale Kompetenz die Fähigkeit, sehr schnell Informationen zu sortieren (in Foren, Artikeln und sonstigen Informationsflüssen), zu bündeln, zu hierarchisieren und Handlungskonzepte zu entwerfen (Konzeptualisierung) und umzusetzen (Handeln). Dadurch entsteht eine neue Problemsituation und der Prozess setzt sich weiter fort.‘ “
978-3-658-26278-5
Der Ganze Abschnitt über „Lernen durch Lehren“

(…)

2          Lernen durch Lehren – ein Bildungskonzept in der globalisierten Welt

Der Eichstätter Didaktiker Jean-Pol Martin hat 1994 eine Habilitationsschrift vorgelegt, in der er den ‚Vorschlag eines anthropologisch begründeten Curriculums für den Fremdsprachenunterricht’ unterbreitet (vgl. Martin 1994). Mit dieser Arbeit entsteht zugleich ein pädagogisches Konzept, Lernen durch Lehren (LdL), dem Martin sich als Gymnasial- und Universitätslehrer widmet und es bis heute auch über die aktive Dienstzeit hinaus gemeinsam mit einem Netzwerk von Experten, etwa Joachim Grzega, weiterentwickelt hat. Für Martin ist das Prinzip von LdL, dass hier der Unterricht weitgehend von den Lernenden verantwortet wird (vgl. Martin 2002, S. 3-9). Er grenzt es ab von anderen Lernkonzeptionen wie Frontalunterricht, handlungsorientierten Unterricht oder dem Modell von Heinz Klippert und begründet die neue Qualität seines Ansatzes damit, dass es sich hier nicht um eine einseitige Methode handelt, sondern dass LdL vielmehr so angelegt ist, dass die in vorgegebenen Curricula angestrebten Lernziele in gewünschte Bildungsziele umgesetzt werden können. Grzega bezeichnet Lernen durch Lehren (LdL) ein in erster Linie „schülerzentriertes und schüleraktivierendes Konzept“, insbesondere „vor dem Hintergrund der Kernkompetenzen in einer globalen Wissensgesellschaft und den Bedingungen für erfolgreiches Lernen“ (Grzega in Berger u. a. 2011, S. 11). Jean-Pol Martin hat an einem Gymnasium im Französischunterricht mit diesem Konzept begonnen, hat es auf die Universitätslehre ausgeweitet, hat ein großes Netzwerk von Lehrkräften in Schulen und Hochschulen aufgebaut, wodurch LdL über alle Fächer erprobt und weiterentwickelt wurde. Es ist kein Zufall, dass dieses Konzept zunächst mit Bezug auf das Erlernen eine Fremdsprache entwickelt wurde und sich dabei hinsichtlich der erzielten Resultate als besonders erfolgreich erwies. Das zeigte sich auch in der Muttersprache in gleicher Weise. Wer in der Muttersprache zusammen mit einem Lernpartner spezifische Lernziele verfolgt, muss gleichermaßen die fachliche Seite, methodisches und soziales Vorgehen und das Verhalten der eigenen Person in den Blick nehmen. Die Sprache selbst wird dabei in ihrer Komplexität, Struktur und Semantik vertiefend erlernt und kann darüber hinaus auf andere Fachbereiche immer besser angewendet werden. Sich verständlich auszudrücken wird dabei zu einer dauerhaften Übung. Das gilt zunehmend auch für den Umgang mit moderner Technologie. Martin hat ab 2000 als Schlüsselqualifikationsmodul ‚Internet- und Projektkompetenz’ definiert (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Pol_Martin; Zugriff 12. 09. 2016). Damit wurde LdL in Beziehung gesetzt zur globalen Entwicklung mit ihren Ausprägungen und transkulturellen Herausforderungen (vgl. Oebel 2009).

Auf meine Frage „Was halten Sie angesichts der globalisierten, informatisierten und technologisierten postmodernen Welt für die wichtigste Fähigkeit, die ein Mensch heute durch seinen Bildungsprozess erlernen bzw. sich aneignen sollte?“ hat Martin folgende Antwort gegeben (per E-Mail am 13. 09. 2016):

„Aus meiner Sicht ist die Fähigkeit, die Menschen schon sehr früh erwerben sollen, die Kompetenz zur Konzeptualisierung. Damit meine ich, dass man sich aktiv in Handlungsfelder begibt, Probleme identifiziert, qualifizierte Partner zur Problemlösung sucht, gemeinsam Informationen sammelt und sortiert (was im Netz geschieht), und gemeinsam Problemlösungen erarbeitet (Konzeptualisierung).

Der Hauptakteur hat also die Aufgabe, sich permanent einen Überblick über die aus einem bestimmten Feld stammenden Informationen zu verschaffen, ein Problem identifizieren, Partner zu suchen und die kollektive Reflexion zu organisieren bis eine Lösung gefunden wurde.

All das muss intensiv in der Schule trainiert werden. Das geschieht am besten, wenn der gesamte Unterricht zum Projekt gestaltet wird, wie es eben bei LdL der Fall ist.

Dabei ist die zentrale Kompetenz die Fähigkeit, sehr schnell Informationen zu sortieren (in Foren, Artikeln und sonstigen Informationsflüssen), zu bündeln, zu hierarchisieren und Handlungskonzepte zu entwerfen (Konzeptualisierung) und umzusetzen (Handeln). Dadurch entsteht eine neue Problemsituation und der Prozess setzt sich weiter fort.“ (vgl. dazu auch: https://jeanpol.wordpress.com/2013/06/02/konzeptualisieren-gluck/; Zugriff 14.09.2016)

Diese Antwort zeigt in ihrer Komplexität, wie Lernen und zugleich ein je individueller Bildungsprozess ablaufen sollte. Gleichermaßen wird deutlich, wie exzellent sich diese Vorgehensweise auch für Studierende an Hochschulen und Universitäten eignet, da sie in ihrer Eigenständigkeit und ihrer Selbstverantwortung für ihre eigene Entwicklung herausgefordert und bestärkt werden. Eben das sollte der Sinn eines Studiums sein, das im Ergebnis zu der Fähigkeit führt, sich immer wieder neu auf neue Sachverhalte und Situationen einzulassen und mit anderen gemeinsam die Welt zu einer besseren hin zunächst zu denken, dann (mit) zu gestalten.

2.1     Grundlagen des Konzepts Lernen durch Lehren (LdL)

Martin geht zunächst aus von der Bedürfnislage des Menschen, setzt diese dann in Beziehung zu seinen Dispositionen und entwickelt daraus ein Lernerkonstrukt, um schließlich zu einem Lehr-Lern-Konzept hinzuführen, das diesem Lernerkonstrukt am besten entspricht (vgl.  Berger u. a. 2011, S. 32 f.).

Für die Entwicklung des Lernerkonstrukts nutzt Martin Erkenntnisse über den Menschen aus verschiedenen  Forschungsfeldern wie Psychologie, Soziologie,  Kognitions- und Neurowissenschaften oder Systemtheorie (vgl. ebd). Ausgehend von Maslows Bedürfnisansatz sieht Martin den Menschen im Spannungsfeld einer antinomischen Bedürfnisstruktur, etwa zwischen Chaos und Ordnung, Einfachheit und Komplexität oder Zwang und Freiheit. Dabei geht es dem Menschen stets darum, in seinem Umfeld die Kontrolle zu erhalten, da diese das Grundbedürfnis nach Sicherheit befriedigt. Die zunehmende Komplexität und Dynamik in der globalisierten Welt generiert zunehmende Unsicherheit und erfordert entsprechende Fähigkeiten, um jeweils aus Unsicherheit Sicherheit zu machen. Martin erweitert die Bedürfnisse um das Grundbedürfnis  nach Informationsverarbeitung und sieht als Entsprechung beim Menschen auf der Grundlage der Informationstechnologie die Netzkompetenz und Netzsensibilität. Sie sind die Voraussetzung, um in der heutigen Welt Informationen angemessen zu verarbeiten (vgl. Martin 2009, S. 115-127).

Zur Netzkompetenz und –sensibilität gehört auch die Fähigkeit, sich mit anderen auf die unterschiedlichste Weise zu verbinden. Dialog und Partizipation sind dabei Grundprinzipien, wie sie etwa von Peter Senge als Fundament des Konzepts der Lernenden Organisation angenommen werden (vgl. Senge 1996a, 1996b, 2000; Ruep & Keller 2004). Die Lernende Organisation kann mit diesen Grundprinzipien und den fünf Disziplinen Personal Mastery, Gemeinsame Vision, Teamlernen, Mentale Modelle und Systemisches Denken als die Entsprechung des Lernkonzepts LdL auf Systemebene gelten (Ruep & Keller 2004, S. 26 f.).

Das sinnstiftende Ziel bei der Informationsverarbeitung ist nach Martin die Weltverbesserungskompetenz einerseits und das Streben nach wie das Erreichen von Glück andererseits. Hierbei greift Martin das Konzept des Flow nach Csikszentmyhalyi auf und schlussfolgert dass Lernen unter Beachtung dieser Grundlagen zu Flow-Erlebnissen führt und damit Glück erzeugt. (vgl. https://jeanpol.wordpress.com/2013/06/02/konzeptualisieren-gluck/; Zugriff 15.09.2016 und     https://
de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Jeanpol/Menschenbild#2._Wie_man_sich_als_
Neuron_verhalten_soll_.28nach_Martin.2C_2011.29.5B6.5D; Zugriff 15.09.
2016).

Martin stellt die These auf, dass es pragmatisch ist, beim Informationsverarbeitungsprozess Gruppen von Menschen metaphorisch als Gehirne anzunehmen, bei dem die Einzelnen als Neuronen gelten können. „Bei entsprechender Kommunikationsarchitektur können Personen als Neuronen betrachtet werden, die mit anderen rasch und kontinuierlich interagieren und kollektiv Gedanken als Emergenzen hervorbringen“ (Martin in: Berger u. a. 2011, S. 21). Die Kommunikationsarchitektur kann ein Lehrender in allen Bildungsinstitutionen im Lehrkontext gemeinsam mit den Lernenden adäquat entwickeln. Hilfreich ist es, wenn die Institution sich selbst als Lernende Organisation versteht und entsprechend arbeitet (vgl. Ruep & Keller 2004). Es ist folgerichtig, dass Emergenzen – Neues im Sinne von weltverbessernden Ideen und Handlungen – nur in Lernenden Systemen (Individuen, Gruppen und Organisationen) entstehen können. Wenn dies so ist, sind Lernumgebungen, wie das Konzept Lernen durch Lehren sie vorgibt, nicht nur hilfreich, sondern notwendig. Die hier zu erlangenden Ziele korrespondieren mit den Erfordernissen dessen, was die Informations- und Wissensgesellschaft den Menschen als Aufgabe stellt (vgl. auch Grzega in Berger u. a. 2011, S. 11f.):

  • Fragekompetenz: Es geht darum, die richtigen Fragen zu stellen (im traditionellen Unterricht oder der traditionellen Lehre bekommt man nicht selten die fertigen Antworten, ohne davor Fragen gestellt zu haben).
  • Unschärfekompetenz: Hier kommt es darauf an, mit Unsicherheit, Unbestimmtheit und Unvorhergesehenem souverän und spielerisch umgehen zu lernen (ebd. und Martin in Berger u. a. 2011, S. 32).
  • Vernetzungskompetenz: Es geht dabei um die Vernetzung von Informationen. Dazu gehört das Auffinden qualitativ hochwertiger Quellen und deren kreative Verbindung, woraus erst Neues entstehen kann. Gleichermaßen geht es um die Vernetzung der Menschen, die durch ihre jeweiligen Kompetenzen im Umgang mit den vielfältigen Informationen und zugleich im gegenseitigen Austausch zu einer Qualitätssteigerung beitragen.
  • Kommunikationskompetenz: „Man muss gelernt haben, über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg mit Gleichgesinnten kommunizieren zu können, und zwar in einer Atmosphäre von Empathie, Toleranz und Kooperation“ (ebd., S. 12).
  • Sachkompetenz: Dazu gehören einerseits grundlegendes und vertieftes Wissen in einer spezifischen Domäne, aber auch zugleich eine kognitive Landkarte, die eine schnelle Verfügung neuen Wissens ermöglicht (‚gewusst wo’ ‚gewusst wie’ und ‚gewusst, mit wem’).

Es wird deutlich, dass Lernen in der heutigen Welt weit über Wissen als Sachkompetenz hinausgehen muss. Es kommt gleichermaßen darauf an, zunehmende Unsicherheit zu ertragen und dabei dennoch die richtigen Fragen zu finden. Dass dies leichter möglich ist, wenn man sich mit anderen verbindet und dazu eine angemessene Kommunikationsfähigkeit besitzt, ist offenkundig und konsequent. Es liegt auf der Hand, dass angesichts dieser Entwicklungen gerade die Sprachkompetenz und deren Kultivierung von herausragender Bedeutung ist. Und das dies in einer ganzheitlichen Lehr-Lern-Dramaturgie, wie LdL sie vorsieht, besser geschehen kann als in einseitigen anderen Methoden, liegt auf der Hand. Hinzu kommt, dass dieses Konzept in der Vorgehensweise zutiefst demokratisch ist und durch das partizipative Prinzip alle Beteiligten einlädt, für sich und die Welt verantwortlich zu handeln. Eingeübt werden nämlich notwendige Fragestellungen, das Lösen von Problemen sowie die friedliche Zusammenarbeit mit anderen auf der Grundlage der Berücksichtigung von bei allen gleichermaßen vorhandenen Bedürfnissen.

2.2     Bedingungen für erfolgreiches Lernen nach LdL

Unter Beachtung der Grundlagen von LdL gilt es, die dafür notwendigen Bedingungen zu schaffen. Günstig ist es, wenn die Bildungsinstitution selbst sich als Lernende Organisation versteht und wenn alle ihre Mitglieder die Kommunikation entsprechend gestalten. Nach Niklas Luhmann gehört die Kommunikation neben der Programmatik und den Personen zu den drei wesentlichen Entscheidungsprämissen von Organisationen (vgl. Luhmann 2000). Im Gegensatz zu bürokratischen Systemen achten Lernende Organisationen auf dialogische Gesprächsformen und partizipative Abläufe, auf Lernmöglichkeiten für Einzelne und vor allem auf Lernen in Teams, auf Transparenz hinsichtlich gemeinsamer Ziele und vorhandener mentaler Modelle, nicht zuletzt auf systemisches Denken als ein Bewusstsein von Komplexität und immanenter Unschärfe, die durch kreatives Problemlösen immer wieder geklärt werden muss (vgl. Ruep & Keller 2004; Ruep 2011, S. 119 ff.) . Die Bedingungen für das Lernen im Rahmen dieses Organisationskonzepts zeigt eine hohe Übereinstimmung mit dem Konzept Lernen durch Lehren (LdL) und arbeitet nach demokratischen Prinzipien.

Führt man die Bedingungen bezüglich organisationalen Lernens und des Lernens nach LdL (Grzega in Berger 2011, S. 12 f.) zusammen, ergeben sich folgende Übereinstimmungen:

Organisationslernen Individuelles Lernen
Aktiver Umgang mit neuen Lerngebieten, Themen, Techniken, globalen Bedingungen (exploratives Verhalten) Aktiver Umgang mit Lernstoff, handlungsorientiert
Lernmöglichkeiten anbieten (in vertrauter Sprache und Organisationsumgebung) Erklärungen in vertrauter Sprache
Autonomie hinsichtlich der Auswahl der zu lernenden Themen (Weiterbildungsmöglichkeiten zur Ausweitung der Personal Mastery) Autonomie im Sinne von Alternativen hinsichtlich der Auswahl relevanter Informationen
Teamlernen, Gemeinsame Vision (vielfältige Kompetenzen nutzen für organisationales Lernen) Gemeinschaft – Problemlösen mit anderen im dialogischen Diskurs
Partizipation am Ganzen als Sinnerfüllung, auch mit Blick auf die Möglichkeit, demokratische Strukturen und Kommunikationsweisen einzuüben. Sinnfindung als Bedürfniserfüllung und im partizipativen Modus

Es zeigt sich, dass die Bedingungen für diese Art des Lernens eine große Offenheit auf Seiten der Lehrenden bzw. Führungskräfte von Organisationen erfordert. Dazu gehört stets auch die Ambiguitätstoleranz hinsichtlich größerer Unsicherheit, Unbestimmtheit, Unschärfe und Kontrolle. Hier sind antinomische Spannungen  etwa zwischen Chaos und Ordnung oder zwischen Freiheit und Zwang auszuhalten. Es zeigt sich auch, dass es Sinn macht, Lernstoff, Themen, Forschungsgebiete nicht als abzufragendes Wissen zu präsentieren, sondern das Lernen in Projekten zu gestalten. Martin plädiert zum Beispiel für kreative und Interessen aktivierende Internetprojekte, die ein hohes Maß an Bedürfnisbefriedigung auslösen. Transparenz, Vernetzung mit anderen, Reaktionsschnelligkeit und Empathie sind dabei notwendige Grundregeln (Martin in Berger u. a. 2011, S.  35 ff.). Häufig malen die Analysen über die Globalisierung und die in ihr agierenden Gesellschaften ein düsteres Bild der Zukunft mit vielen Problemen ohne Lösungen, im schlimmsten Fall die Abkehr von demokratischen Systemen im Zuge einer Totalökonomisierung aller Lebensbereiche. Ein Bildungskonzept, das die menschlichen Bedürfnisse beachtet und dabei ein Lernumfeld gestaltet, in der Problemlösungen grundsätzlich mit dem Ziel von Weltverbesserung  und persönlichem Glück angegangen werden, ist ein Gegenmodell mit dem Ziel, ein Bewusstsein zu erlangen darüber, dass jeder durch sein Handeln die Welt beeinflussen und gestalten kann.

2.3     Überlegungen zur Realisierung von LdL mit Studierenden

Die folgenden Überlegungen basieren auf eigenen praktische Erfahrungen in der Lehre an Hochschulen und Universitäten (Pädagogische Hochschule Weingarten, Universitäten Tübingen, Heidelberg und Karlsruhe/KIT). LdL eignet sich besonders gut für die Arbeit mit Studierenden, da sie sich in einem Lernkontext befinden, in dem eine größtmögliche Eigenständigkeit erzielt werden sollte.

Traditionell ist es an Universitäten üblich, dass Studierende zum Semesterthema Referate anfertigen und diese präsentieren oder dass der Lehrende doziert.

Bei Lernen durch Lehren geht es weit darüber hinaus. Die Lehre wird studierendenzentriert und weitgehend von Studierenden verantwortet. Dazu ist es notwendig, die Studierenden von Anfang an einzubinden, also zwar ein Semesterthema anzubieten, dies aber inhaltlich so zu strukturieren, dass Studierende die Möglichkeit haben, eigene Einzelthemen oder Projektideen einzubringen. Zu Semesterbeginn habe ich deshalb zunächst immer die Erwartungen der Studierenden abgefragt und sie dann dazu aufgefordert, eigene Einzelthemen, möglichst kleinere Forschungsprojekte im Tandem zu bearbeiten. Wenn das Semesterthema zum Beispiel lautet „Bildungsinstitutionen als Lernende Systeme“ (durchgeführt im Wintersemester 2015/16 an der Universität Heidelberg und im Sommersemester 2016 am Karlsruher Institut für Technologie), lassen sich die unterschiedlichsten Einzelthemen oder kleinere Forschungsprojekte bearbeiten, die Studierende aufgrund ihres Vorwissens oder ihrer Erfahrung selbst festlegen können. Erfahrungsgemäß sind Studierende sehr gut in der Lage, sich über verschiedene Quellen Informationen zu beschaffen und sich mit Personen zu vernetzen, so zum Beispiel Interviews zu führen, sie auszuwerten und im Plenum zu präsentieren. Im besten Sinne wird hier exploratives Verhalten eingefordert, sowohl was die Wahl eines Themas anbelangt als auch, was die Umsetzung und die Präsentation angeht.

Im Kontext von Lernen durch Lehren kommt es auf die folgenden Dinge an:

  • Beteiligung der Studierenden an der Auswahl ihrer zu bearbeitenden Einzelthemen oder Forschungsprojekte,
  • Arbeit in Tandems,
  • Vertiefte Einarbeitung in das Thema, Aufbau eigenen Fachwissens,
  • Professioneller Umgang mit Sprache hinsichtlich der Klarheit in der Sache, der Genauigkeit im Ausdruck, auch hinsichtlich der Strukturiertheit der Sachverhalte, der sachgerechten Fragestellungen sowie in der Kommunikation,
  • Kommunikation wird durch dieses Konzept stetig eingeübt und dadurch verbessert,
  • Den Stoff so vorbereiten, dass die Teilnehmer als aktives Plenum verstanden werden und entsprechend einbezogen werden,
  • Bei der Einbeziehung des Plenums sicherstellen, dass die Lehre didaktisch so aufbereitet ist, dass das Verständnis bei allen sichergestellt wird,
  • Methodisch in einer Weise arbeiten, dass alle miteinander interagieren, dass also vielfältige Aktivitäten ermöglicht werden, dabei auf Genauigkeit der eigenen Sprache ebenso achten wie auf diejenige der Teilnehmenden,
  • Feedback geben und einholen, wertschätzend und sachgerecht.

Lernen Studierende, auf diese Weise zu arbeiten, lernen sie zugleich, die Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess wie für die Qualität des Lernens der ganzen Gruppe zu übernehmen. Sie erfahren darüber hinaus eine Arbeitsweise, die sie in allen späteren beruflichen Tätigkeiten gleichermaßen anwenden können. Und sie arbeiten in einer Weise, wie auch demokratische Strukturen und Handlungsmuster sie erfordern. Insoweit ist LdL ein ganzheitlicher Ansatz, der in idealer Weise die Auseinandersetzung mit der Welt und mit anderen Menschen erfahrbar macht, der zudem die Persönlichkeitsentwicklung fördert und mit der Problemlösekompetenz die Grundlage für (Welt-)Verbesserungen legt.

3.          Zusammenfassung und Bewertung

Lernen durch Lehren (LdL) ist also ein Lehr-Lern-Konzept, das den Menschen und seine Auseinandersetzung in und mit der Welt sowie mit allen anderen in der Welt in einen ganzheitlichen Zusammenhang stellt. Netz- und Vernetzungskompetenz ist deshalb hier von besonderer Bedeutung, und zwar sowohl im Bereich der Informationsverarbeitung und Wissensgenerierung als auch in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Im globalen Kontext gehört auch erweiterte Sprachkompetenz und transkulturelle Kompetenz dazu. Durch die je eigene Entscheidung für die Themen wird von Anfang an interessengeleitet gearbeitet. Die Zusammenarbeit mit anderen ermöglicht eine Mehrperspektivität im Denken. Die Vorbereitung eines Themas oder Projekts für eine größere Gruppe erzwingt eine Vertiefung in die Sache, um die es geht, somit um ein verstehensintensives Lernen, da gegebenenfalls Erklärungen erfolgen müssen. Die Einforderung einer aktiven Beteiligung der Großgruppe erfordert zudem didaktische und methodische Überlegungen, die im herkömmlichen Referat nicht gegeben sind. Insbesondere wird Sprache als wesentliche Grundlage der bei Lehr-Lern-Prozessen notwendigen Interaktion eingeübt und verbessert. Das jeweilige Feedback führt zur kritischen Reflexion sowohl hinsichtlich der Sache, der Sprache wie auch bezüglich der Vorgehensweise im Lern- und Arbeitsprozess. LdL schult somit das Lernen selbst, die sprachliche Kommunikation und die Herangehensweise an unbekanntes Terrain und nimmt somit die Angst vor Neuem. Exploratives Verhalten in einem ganzheitlichen Sinn wird trainiert. Zugleich wird das Selbstbewusstsein dahingehend gestärkt, dass man sich seiner eigenen Fähigkeit nicht nur bewusst wird, sondern dass man Situationen beeinflussen und bestimmen kann, dies alles unter Berücksichtigung der Interessen aller anderen, mit denen man zusammenarbeitet. Gerade angesichts der Tendenz zur Verschulung an Hochschulen und Universitäten ist LdL ein überzeugendes Verfahren, die Aktivität und Eigenständigkeit von Studierenden und somit ihren Bildungsprozess als dauerhaften Lernprozess in einer Weise zu prägen, dass sie sich auch in ihren Persönlichkeiten weiterentwickeln können.  Die Aussage Martins

„Aus meiner Sicht ist die Fähigkeit, die Menschen schon sehr früh erwerben sollen, die Kompetenz zur Konzeptualisierung. Damit meine ich, dass man sich aktiv in Handlungsfelder begibt, Probleme identifiziert, qualifizierte Partner zur Problemlösung sucht, gemeinsam Informationen sammelt und sortiert (was im Netz geschieht), und gemeinsam Problemlösungen erarbeitet (Konzeptualisierung)“ entspricht dem, was Studierende in einem gelingenden Studium erwerben sollten, wenn es sie denn befähigen soll, in ihren beruflichen Aufgaben entsprechend professionell zu handeln. Ein besonderer Wert des Konzepts liegt auch in seinen zutiefst demokratischen Prinzipien und Handlungsmustern, was für die globalisierte Welt mit ihren Unsicherheiten und Unwägbarkeiten von herausragender Bedeutung ist. Insoweit trägt der Ansatz von LdL seinerseits zu einer Weltverbesserung bei.

Literatur 

Berger, Lutz & Grzega, Joachim & Spannagel, Christian (2011) (Hrsg.): Lernen durch Lehren im Fokus. Berlin: epubli GmbH.

Dürr, Hans-Peter & Fischbeck, Hans-Jürgen (2003) (Hrsg.): Wirklichkeit, Wahrheit, Werte und die Wissenschaft. Berlin: BWV.

Erpenbeck, John & Heyse, Volker (2007, 2. Aufl.): Die Kompetenzbiographie – Wege der Kompetenzentwicklung. Münster: Waxmann.

Erpenbeck, John (2010): Werte als Kompetenzkerne. In: Schweizer, Gert  (2010) (Hrsg): Wert und Werte im Management. Bielefeld: Bertelsmannverlag, S. 40-64.

Habermas, Jürgen (2013): Im Sog der Technokratie. Frankfurt: Suhrkamp.

Haettie, John (2013): Lernen sichtbar machen. Hohengehren: Schneider.

Höffe, Otfried (1999): Demokratie im Zeitalter der Globalisierung. München: C. H. Beck.

Luhmann, Niklas & Schorr, Karl Eberhard (1999, 2. Aufl.): Reflexionsprobleme im Erziehungssystem. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Ders. (2000): Organisation und Entscheidung. Opladen: Westdeutscher Verlag.

Lyotard, Jean-François (2012, 7. Aufl.): Das postmoderne Wissen. Wien: Passagenverlag.

Martin, Jean-Pol (1994): Vorschlag eines anthropologisch begründeten Curriculums für den Fremdsprachenunterricht. Habilitationsschrift Universität Eichstätt. Tübingen: Narr.

Ders.: Lernziel Partizipationsfähigkeit und Netzsensibilität in: Öbel,Guido (2009) (Hrsg): LdL (Lernen durch Lehren) goes global: Paradigmenwechsel in der Fremdsprachendidaktik unter Berücksichtigung kulturspezifischer Lerntraditionen. Hamburg: Verlag Dr. Kovac, S.115-127.

Ders. (2002), in: Die Schulleitung – Zeitschrift für pädagogische Führung und Fortbildung in Bayern. Heft 4. Dezember 2002. 29. Jahrgang, S. 3-9.

Müller-Doohm, Stefan (2014): Jürgen Habermas. Berlin: Suhrkamp.

Oebel, Guido (2009) (Hrsg.): LdL – Lernen durch Lehren goes global: Paradigmenwechsel in der Fremdsprachendidaktik und kulturspezifische Lerntraditionen. Hamburg: Dr. Kovac.

Rekus, Jürgen & Mikhail, Thomas (2013, 4. Aufl.): Neues Schulpädagogisches Wörterbuch. Weinheim und Basel: Beltz und Juventa.

Ruep, Margret (1991): Das Phänomen des teilnehmenden Interesses als Bestandteil von erzieherischem Unterricht bei Johann Friedrich Herbart: der Versuch einer Realisation auf der Grundlage des Bildungsplans für Realschulen in Baden-Württemberg in den Fächern Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde. Dissertation. Darmstadt: Dissertationsdruck 1991.

Dies. (2011): Die Einzelschule im Spannungsfeld zwischen zentralen Vorgaben und kontextgebundener Profilbildung. In: Ruep, Margret (Hrsg.) (2011): Bildungspolitische Trends und Perspektiven. Hohengehren: Schneider.

Ruep, Margret & Keller Gustav (2004): Lernende Organisation Schulverwaltung. Donauwörth: Auerverlag.

Senge, Peter: Die fünfte Disziplin. Stuttgart 1996a.

Ders.: Das Fieldbook zur fünften Disziplin. Stuttgart 1996b.

Ders.: The Dance of Change. Wien 2000.

Stiglitz, Joseph (2008): Die Chancen der Globalisierung. München: Siedler.

Internetadressen:

https://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Jeanpol/Menschenbild#2._Wie_man_
sich_als_Neuron_verhalten_soll_.28nach_Martin.2C_2011.29.5B6.5D.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Pol_Martin.

https://jeanpol.wordpress.com/2013/06/02/konzeptualisieren-gluck/.

https://prezi.com/swkhf1ojkksx/jean-pol-martin-partizipationsfahigkeitnetzsensibilitat/Transkript von Jean-Pol Martin: Partizipationsfähigkeit/Netzsensibilität.

Neue Menschenrechte – Leporello 13.04.2019

Leporello-Fassung-13.04.19  – PdF Datei zum Herunterladen

„Neue Menschenrechte“ – Leporello – PdF

Aktualisierte Version (1.04.2019) siehe: Neue Menschenrechte – Leporello 1.04.2019

PdF zum Herunterladen:

Ein Menschenbild für das 21.Jh. – Die 6 Grundbedürfnisse werden zu Menschenrechten

Neue Menschenrechte. Postkarten zum Downloaden.

Karte Menschenrechte- PdF

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Isabelle Le Bourhis mit SchülerInnen im Ministerium – Treffen mit Minister Michael Piazolo

Aus Facebook:

 

18 Std.

Es ist vollbracht!
Isabelle Schuhladen Le Bourhis war mit ihrer Schülergruppe im Kultusministerium und hat den Minister, Herrn Michael Piazolo, getroffen!

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.
Bild könnte enthalten: im Freien
Bild könnte enthalten: Innenbereich
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+2

Isabelle Schuhladen Le Bourhis an Lernen durch Lehren

Glänzender Tag
Herr Piazolo kennt jetzt LdL!🤩🤗💡👍

  • Michael Piazolo Unbedingt so weiterarbeiten. Wenn es den Schülerinnen und Schülern gefällt, sie etwas selbstständig dazulernen und noch der Lehrplan erfüllt wird, ist es doch prima. Mir hat es jedenfalls hat die Begegnung Spaß gemacht.
  • Jean-Pol Martin Michael Piazolo Super, dass Sie so reagieren! Immer wieder wurde die Methode vom Ministerium wahrgenommen und unterstützt. Zuletzt sehr kräftig unter Frau Hohlmeier. Mit Ihnen könnte sie wieder einen Hype in Bayern erleben. Sie ist weltweit sehr etabliert und mit meinem Namen eng verbunden. Ein Alleinstellungsmerkmal auch für Bayern!
  • Isabelle Schuhladen Le Bourhis Im Ministerium wurde uns ausführlich erklärt, wie das Kultusministerium arbeitet, wer da mitarbeitet, wie Entscheidungen getroffen werden… wie Anschlussprüfungen entstehen, die aktuellen Themen im Bildungsbereich…

Paradigmenwechsel: als erster Politiker bezieht sich seit 2017 Christian Lange ausdrücklich auf meine „Neuen Menschenrechte“

Auszug aus der Haushaltsrede 2018

„(…) Aber auf meiner Agenda steht auch etwas viel Wichtigeres für diese Stadt: Es sind die Menschen, für die wir hier sitzen. Die Menschen, die in Ingolstadt leben – sie haben uns als Volksvertreter gewählt.

In meiner Haushaltsrede aus dem letzten Jahr habe ich gesagt, dass die Menschen sich in unserer Stadt sicher fühlen wollen, dass sie sich darauf verlassen wollen, dass wir ihre Bedürfnisse kennen und diese auch ernst nehmen. Das bedeutet, dass ich mich aus Sicht der Bürger mit deren Bedürfnissen und Erwartungen auseinandersetzen muss. Dazu habe ich mich im vergangenen Jahr an den Menschenrechten meines Freundes Jean-Pol Martin orientiert. Er hat in sechs ganz einfachen Rechten eines jeden Menschen zusammengefasst, was für alle in einer Gesellschaft wichtig ist. Zur Erinnerung: Diese sechs waren das Recht auf Denken, Gesundheit, Sicherheit (insbesondere Einkommen und Wohnen), soziale Einbindung, Selbstverwirklichung und Partizipation sowie das Recht auf ein sinnvolles und sinngebendes Leben. Aus diesen neuen Menschenrechten leite ich die Fragen für Kommunalpolitik ab, die wir alle als Volksvertreter heute stellen sollten.

Dabei stellen sich für mich einige besonders entscheidende Fragen für Ingolstadt:

Was muss und kann eine Stadtverwaltung tun, um das Zusammenleben aller Menschen in Ingolstadt zu verbessern?
Was muss und kann eine Stadt tun, um politischen Extremismus – wie zum Beispiel den der AfD – zurückzudrängen oder gar nicht erst in der Stadt entstehen zu lassen?
Was muss und kann eine Stadt tun, um zu verhindern, dass immer mehr Menschen sogenannte „Kunden“ der Ingolstädter Tafel werden?
Was muss und kann eine Stadt tun, um Menschen, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, ein menschenwürdiges Leben auf unserem Stadtgebiet zu ermöglichen und diesen Menschen mehr Hilfe zur Integration anbieten zu können?
Was muss und kann eine Stadt tun, damit der Verkehr in dieser Stadt tatsächlich wieder funktioniert, Fahrradfahren zum Vergnügen wird und der ÖPNV ein Angebot zur Verfügung stellt, dass attraktiv genug ist, um den „Modal Split“ in unserer Stadt deutlich zu Gunsten des sogenannten „Umweltverbundes“ (Bus, Rad, zu Fuß) zu verändern?
Was muss und kann eine Stadt tun, um den Menschen in unserer Stadt eine ernsthafte Bürgerbeteiligung anzubieten, die Einfluss auf kommunale Entscheidungen nimmt?
Was muss und kann eine Stadt tun, um zu verhindern, dass in Ingolstadt Menschen, die einen Vollzeitjob haben, nicht in der Lage sind, von ihrem Einkommen ihre Familie und sich zu ernähren?
Was muss und kann eine Stadt tun, um zu verhindern, dass weiter steigende Mieten dazu führen, dass Menschen aus der Stadt getrieben werden?
Was muss und kann eine Stadt tun, dass sich die Menschen, die in ihr leben, mit dieser Stadt identifizieren und dass Stadtidentität als Thema der gesamten Stadtgesellschaft gesehen wird?“ (…).

Christian Lange transportiert die „Neuen Menschenrechte“ in die Politik!

Es war wieder einmal ein inspirierender Abend und ich habe eine Menge Impulse für meine diesjährige Haushaltsrede mitgenommen. Vor allen Dingen geht es in Zukunft auch um die Frage wie wir den Menschen in unserer Stadt Beteiligung und Teilhabe schmackhafter machen können. Es geht um zeitgemäße, barrierefreie und einfache Bürgerbeteiligung. Diese muss dann aber auch wirklich Einfluss nehmen auf die politischen Entscheidungen. Da müssen wir in Ingolstadt noch vieles gemeinsam voranbringen. Unser Leitbild Bürgerbeteiligung dümpelt in den Schubladen des Oberbürgermeisters vor sich hin und nichts passiert seit Sommer 2017. das möchte ich auch ändern mit Veronika Peters, Petra Kleine, Raimund Köstler und allen anderen Kolleginnen und Kollegen. Danke Jean-Pol Martin!