LdL: Bezugswissenschaften (bezogen auf den Artikel Martin, 2018)

Die LdL-Theorie bezieht sich auf eine Reihe von unterschiedlichen Wissenschaften. Der Vorteil: sie ist ganzheitlich. Der Nachteil: sie wird von keiner wissenschaftlichen community rezipiert, weil sie sich außerhalb der bestehenden akademischen Disziplinen und Institutionen bewegt.

Die einzelnen Abschnitte des Artikels: „Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle“  (Martin, 2018)  lassen sich auf folgende Theorien/Wissenschaften beziehen:

1.

2.2. Glück: Grundbedürfnisse, Kontrolle, Flow und LdL

Bezug: Positive Psychologie – Bedürfnisforschung – Glücksforschung

2.

2.2.3:  Informationsverarbeitung und Kontrolle

Bezug: Neurowissenschaften

3.

2.2.4: Exploratives Verhalten und Flow

Bezug: Kognitive Psychologie – Emotionsforschung – Problemlösepsychologie

4.

2.2.5 Instrumente zur kognitiven Kontrolle liefern

Bezug: Systemtheorie

5.

2.2.6 Konzeptualisierung

Bezug: Gehirnforschung – Emotionsforschung – Denkpsychologie

6.

2.3. Denken und Glück aus Sicht der Philosophie

Bezug: Philosophie

7.

2.4. Projekt als glückgenerierende Struktur

Bezug: Glücksforschung

8.

2.5 Die Globalisierung und die Ausdehnung der Konzeptualisierungsräume

Bezug: Netzforschung

9.

2.6. Konzeptualisierung als Grundbedürfnis und Menschenrecht

Bezug: Politische Philosophie – Denkpsychologie – Glücksforschung

Martin 2018

PDF-Download

Jean-Pol Martin: Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle. In: Olaf-Axel Burow, Stefan Bornemann (Hrsg.): Das große Handbuch Unterricht & Erziehung in der Schule. Carl Link Verlag, 2018. S. 345–360. ISBN 978-3-556-07336-0.

07336000

 

Englische Fassung: „Learning by teaching: Conceptualization as a source of happiness

Französische Fassung: „Enseigner pour apprendre: La conceptualisation comme source de bonheur“

In verständlicher Sprache: „Konzeptualisierung als Glücksquelle. Martin 2018 in verständlicher Sprache“

 

 

Learning by teaching: Conceptualization as a source of happiness

Hier die PdF-Datei:

Learning by teaching: Conceptualization as a source of happiness

07336000

 

„Konzeptualisierung als Glücksquelle“ (Martin 2018) in verständlicher Sprache

Zwei Fachleute, Sylva Jürgensen und Simon Wilhelm Kolbe haben meinen Artikel „Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle (2018)“ gelesen und wollen diesen Text vielen Menschen zugänglich machen. Daher haben sie beschlossen, den Artikel in „verständliche Sprache“ zu übersetzen.

Entwurf (Stand 22.09.2018)

Verständliche Sprache

Einleitung: (Einfach):

Texte oder Fachartikel zu verfassen ist schwer. Texte und ihren Sinn zu verstehen und lesen zu können ist noch viel schwerer. Für einige Menschen ist es einfacher und manche Menschen aber nicht. Sie können nicht so gut lesen, weil sie zum Beispiel schlecht sehen oder sogar blind sind. Andere können nicht so gut verstehen weil sie eine Behinderung haben oder weil sie aus einem anderen Land sind. Viele Menschen waren auch noch nie oder nicht lange in der Schule und können deswegen nicht so gut lesen. Es gibt aber auch Menschen die können sich nicht so gut konzentrieren oder vielleicht gibt es auch welche die einfach keine Lust haben, viel zu lesen.

Herr Jean-Pol Martin (das spricht man „Schan-Pool Martän“) ist Professor an einer Universität und hat schon viele Texte und Bücher über eine besondere Art zu Lernen geschrieben. Diese Methode hat er Lernen durch Lehren genannt. Er glaubt, dass Menschen besser lernen, wenn sie sich gegenseitig dabei helfen und selbst zum Lehrer oder zur Lehrerin werden. Er ist sogar der Meinung, dass die Menschen, die das machen, dabei glücklich werden. Jean-Pol hat ein bestimmtes Menschenbild entwickelt, dass er für ganz wichtig hält. Darüber hat er einen langen Aufsatz geschrieben.

Viele Menschen finden das, was der Jean-Pol macht ziemlich gut und erzählen das auf der ganzen Welt. Ganz viele Leher und Lehrerinnen machen das Lernen durch Lehren auch schon in ihrem Unterricht. Von diesen Menschen haben sich einige zusammen mit Jean-Pol Gedanken gemacht und folgendes beschlossen:

Jeder Mensch hat das Recht, zu lesen und zu verstehen, was Jean-Pol Martin für ein Menschenbild entwickelt hat. Jean-Pol hat das aber sehr kompliziert geschrieben, weil er ein Mensch ist, der ganz kompliziert denken und schreiben kann. Damit mehr Menschen ihn verstehen, haben sich einige Leute zusammengesetzt und versucht seinen wichtigsten Text zu übersetzen. Einmal in verständliche Sprache und ein weiteres Mal die wichtigsten Teile in „leichte Sprache“.

Einleitung

Planvolles Handeln macht glücklich

Politiker und Politikerinnen sollen Menschen glücklich machen. Das ist eine schwere Aufgabe. Dafür brauchen die Menschen ein gemeinsames Menschenbild mit dem alle einverstanden sind und das für alle Menschen gleich ist. Dafür muss man verschiedene Sachen untersuchen und beachten: Die Bedürfnisse von Menschen. Was die Menschen brauchen um glücklich sein und wie das Gehirn funktioniert.

1.Glück

Viele Menschen haben über das Glücklichsein geschrieben. Manche  sagen: Glück ist, wenn ich mich längere Zeit insgesamt wohl und froh fühle, auch wenn es mal schwierig wird oder besonders schön. Dieses Wohlfühlen kommt durch die Befriedigung von Bedürfnissen und was unser Körper dann macht, nämlich Wohlfühlhormone ausschütten (z.B. Dopamin, Oxytocin, Adrenalin).

Herr Czikzentmihalyi (1999) fand heraus, dass Menschen unter bestimmten Bedingungen richtig starke Glückserlebnisse haben können, die das längere Wohlbefinden unterstützen. Er nannte diese Erlebnisse Flow. To flow ist Englisch und bedeutet fließen. Man fließt über vor Glück und erlebt den Moment sehr intensiv. Wenn man möchte, dass Menschen glücklich werden, so ist es günstig ihnen Rahmenbedingungen zu geben, in denen sie Flow-Erlebnisse haben können.

1.1. Die Grundbedürfnisse nach Maslow

Die Glückspyramide von Maslow

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Ein Herr Maslow (1981) hat ein Modell entwickelt, welche Bedürfnisse für Menschen so wichtig sind, dass sie etwas tun wollen. Wenn die Bedürfnisse befriedigt werden, dann sind die Menschen zufrieden. Es gibt unterschiedliche Stufen, die aufeinander aufbauen. Maslow fand heraus, dass man auf den Stufen weiter nach oben kommt, je mehr Bedürfnisse auf den unteren Ebenen erfüllt sind. Überlebenswichtig ist es für jeden Menschen zu Atmen, zu Essen und zu Schlafen (Physiologische Bedürfnisse). Jeder Mensch möchte sich sicher fühlen, da wo er gerade ist (Sicherheit). Jeder Mensch möchte mit Menschen zusammen sein, die er mag und die ihn mögen (Soziale Beziehungen), er möchte gesehen und wertgeschätzt werden für sein Handeln (Soziale Anerkennung). Das Bedürfnis eigene Ideen umzusetzen und Gutes für sich zu tun, nennt man Selbstverwirklichung. Wenn alle diese Bedürfnisse erfüllt sind, können Menschen sich damit beschäftigen, welchen Sinn dieses Leben hat und ob es noch größere Zusammenhänge gibt (Sinn).

1.2. Das Bedürfnis nach Kontrolle

Bestimmte Forscher (Österreich 1981, 24ff; Dörner 1983,433), die sich mit Gefühlen beschäftigten, fanden heraus, dass das Gefühl die Kontrolle zu haben sehr wichtig für Menschen ist. Es ist das Gefühl „die Situation im Griff zu haben“.

Mit Gefühlen reagieren Menschen auf Reize und Erfahrungen wie den Verlust von Kontrolle – (hier erlebt man Angst, Schreck, Furcht) oder den Wiedergewinn von Kontrolle (hier erlebt man Stolz, Triumph, Freude).

Kontrolle zu haben ist lebenswichtig. Die Kontrolle völlig zu verlieren würde bedeuten zu sterben. Das Gefühl der Kontrolle meldet den Menschen, was sie tun könne, um ihr Leben zu erhalten. Ihr Leben zu erhalten ist die Motivation, warum Menschen handeln.

Alle Bedürfnisse, die Herr Maslow herausgefunden hat, folgen auf allen Stufen dem Bedürfnis nach Kontrolle zur Lebenserhaltung.

Auf der Ebene der Physiologischen Bedürfnisse pflegt man den Körper, damit er gesund bleibt (Zähne putzen, frühstücken..) Auch das Bedürfnis nach Sexualität dient der Lebenserhaltung, hier der Art.

Auf der Ebene der Sicherheit fühlt sich der Mensch wohl, wenn er nicht bedroht wird und seinen Lebensraum unter seiner Kontrolle – „im Griff“ -hat.

Auf der Ebene der sozialen Einbindung und Anerkennung möchte der Mensch Kontrolle haben über seine Handlungsmöglichkeiten in seinem Lebensumfeld. Wenn er viele gute Kontakte zu seiner Familie, Freunden und Kollegen hat, gibt es mehr Möglichkeiten für ihn sein Leben im Griff zu haben. Wenn der Mensch anerkannt wird, verstärkt es sein Selbstbewusstsein und sein Gefühl der Kontrolle, dass sein Leben gut bleiben wird.

Auf der Ebene der Selbstverwirklichung möchte der Mensch seine Kontrolle ausdehnen und seine Begabungen in die Welt bringen, z.B. durch Kunst und Musik. Es drängt den Menschen seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln und den Raum zu erobern. Dasselbe gilt für Sportbegeisterung, das Aneignen von Wissen oder Reisen. Der Mensch kann sozusagen immer mehr Bereiche seiner eigenen größer werdenden Welt „kontrollieren“.

Auch das Bedürfnis nach Sinn kann unter dem Kontrollbedürfnis eingeordnet werden.  Wenn der Mensch das Gefühl hat, die Dinge, die ihm im Leben passieren, haben einen Sinn, dann hilft ihm das sein eigenes Leben und die Umwelt zu verstehen und zu handeln.  Somit hat der Mensch die Kontrolle und die Sicherheit, die Regeln des Lebens allgemein zu entdecken und in sein Leben einzubauen.

1.3 Informationsverarbeitung und Kontrolle

Die Verarbeitung von Informationen ist das Mittel um das Gefühl der Kontrolle aufrecht zu erhalten. Der Mensch muss die Informationen, die aus dem Umfeld auf ihn einwirken ständig verarbeiten und kontrollieren, sonst wäre er nicht lebensfähig. Herr Portele  (1975) forschte, wie die Verarbeitung von Informationen gute Gefühle auslösen können. Das wichtigste ist, dass das Gehirn mit den genau richtigen Informationen versorgt wird. Er fand heraus, dass Menschen versuchen zu viele Informationen zu vermeiden oder sie zu verkleinern.  Kommen zu wenig Informationen, versuchen sie mehr Informationen zu erhalten. Menschen möchten also ein genau richtiges Maß an Informationen bekommen, damit es ihnen gutgeht und sie positive Gefühle haben. Um das gute Maß zu bekommen, muss der Mensch ständig immer neue Reize und Informationen aufnehmen. Dieselben Reize werden schnell als bekannt einsortiert und verarbeitet, daher endet der Prozess des Abgleichens der Informationen nie.

Es macht also Spaß Informationen zu verarbeiten, aber eben nur unter besonderen Bedingungen:

-Nicht zu viele Informationen auf einmal, aber auch nicht zu wenige, -nicht zu schwere Informationen, aber auch nicht zu einfache,

-nicht zu schnell aber auch nicht zu langsam.

Um gut motiviert handeln zu können, ist es wichtig, dass Menschen die Möglichkeit bekommen

-sich selbstständig Informationen und Reize zu holen

-solche Informationen zu finden, die ihnen helfen, den Ausbau ihrer  Verarbeitung zu unterstützen.

1.4. Kontrolle erweitern und Flow

Menschen möchten nicht nur die Kontrolle über ihr Leben haben um es zu erhalten, sondern sie möchten die Kontrolle erweitern über viele Bereiche. Menschen sind motiviert in diesen Bereichen zu handeln und diese besser zu verstehen. Sie möchten andere Länder dieser Erde kennenlernen und sogar den Weltraum, der unsere Erde umgibt. Sie möchten Erkenntnisse über die Vergangenheit haben und sie möchten wissen, was die Zukunft bringt.

Herr Dörner (1983,331ff.) erforschte die Merkmale erfolgreicher Menschen und fand heraus, dass sie mutig waren, sich in Situationen zu begeben, die ihnen unbekannt waren und die sie erstmal nicht kontrollieren konnten.

In diesen Situationen haben sie probiert möglichst viele von den Informationen, die sie schon einmal verarbeitet hatten, anzuwenden.  Jede neue Erfahrung aus der unbekannten Situation wurde mit den bereits bekannten Informationen verglichen und neu zusammengefügt.  Dabei entstand ein größerer Plan zum Handeln mit mehr Möglichkeiten. Ein größerer Plan stabilisiert das Gefühl von Kontrolle über mehr Bereiche. Gleichzeitig spürt der Mensch, dass er die unbekannte Situation unter Kontrolle hat und Herausforderungen bewältigen kann. Er fühlt sich nun noch sicherer und selbstbewusster und motivierter neue unbekannte Situationen zu erleben. Dieses mutige Verhalten sich in unbekannte Situationen zu begeben wird belohnt durch das positive Flow-Gefühl.

Dafür gibt es folgende Voraussetzungen:

-Unbekannte Felder betreten, Neues entdecken;

-Situationen mit offenem Ausgang, für die man die Verantwortung trägt;

– Probleme lösen, hohe Anforderungen bewältigen;

-mehr Kontrolle über das eigene Handeln und das Umfeld.

Jede herausfordernde Tätigkeit kann zu Flow führen, Erlebnisorientierte Erfahrungen wie Segeln und Reiten können Flow herstellen.  Unterricht geben, Vorträge und Workshops geben können Flow herstellen, wenn man die Kontrolle halten kann.

(…)

1.6 Konzeptualisierung

Die Abläufe und die Verarbeitung von Informationen im Gehirn sind mit guten Gefühlen verbunden. Mit dem sogenannten Flow, das ist ein Gefühl von großem Glück und Konzentration bei einer bestimmten Tätigkeit, wird man vor allem bei der Konzeptualisierung belohnt. Konzeptualisierung bedeutet, dass man in seinen Gedanken bestimmte Muster erstellen kann, die umfangreiche Informationen vereinfachen, verständlich und umsetzbar machen. So ein Prozess heißt Komplexitätsreduktion. Komplexitätsreduktion ist schwere Arbeit für das Gehirn, weil man sehr viele Informationen vereinfachen und sortieren muss. Mit der Komplexitätsreduktion möchte man möglichst viele Menschen erreichen: Zum Beispiel weil sie keine Zeit haben so viele Informationen zu lesen. Oder weil sie die Informationen gar nicht haben. Oder weil sie die Informationen nicht verstehen können. Die Komplexität von einem Thema zu reduzieren fühlt sich sehr gut an. Man wird nämlich mit einen Flow belohnt. Wenn man Informationen verarbeitet, hat man ein Gefühl von Kontrolle. Wenn man aber Konzeptualisierung betreibt, dann hat man viel bessere Kontrolle. Diese Kontrolle fördert und erhält das Leben von einem Menschen. Je länger und je mehr man konzeptualisieren kann desto besser.

(…)

2. Eigenes Forschen in Projekten macht glücklich

Jean Pol hat herausgefunden, dass  Projekte sich sehr gut eignen, um gut forschen und lernen zu können und das es sogar glücklich macht. Projekte sind große Forscheraufträge zu einem Thema. Die Menschen, die etwas zu diesem Thema wissen wollen, sind die Forschergruppe. Beim gemeinsamen Forschen zu einem Thema werden viele Bedürfnisse befriedigt, weil die Forscher selber entscheiden, was, wieviel und wie sie lernen wollen und wie sie mit dem neuen Wissen Ideen umsetzen können.   Anders als im normalen Unterricht macht das Erledigen von Aufgaben in Projekten als eigener Forscher den Menschen Spaß und sie wollen immer mehr wissen und mehr eigene Ideen umsetzen. Es macht Menschen glücklich, wenn sie merken wie viel sie in einem Projekt gelernt haben, welche Wirkungen ihre Ideen hatten und wieviel Spaß sie dabei hatten.

3. Weltweites Forschen ist möglich

Viele Menschen nutzen heute das Internet und sind mit vielen anderen Menschen in Kontakt. Im Internet kann ich Menschen überall auf der Welt immer wieder sehr schnell erreichen. Jean-Pol vergleicht das Internet daher mit einem Riesengehirn. Bevor Menschen handeln, haben sie eine Idee. Diese Idee besteht aus vielen Gedanken und diese Gedanken bestehen aus vielen Kontakten von Nervenzellen in unserem Gehirn. Diese Zellen heißen Neurone. Jean Pol sagt, dass Menschen im Riesengehirn Internet eigentlich so gut zusammenarbeiten können wie diese Neurone damit es viele neuegemeinsame Ideen gibt.

Damit das Riesengehirn Internet wie unser Gehirn funktionieren kann, hat Jean-Pol Menschen sich lustige Regeln für Neuronen ausgedacht.

  1. Neuronen sind anderen gegenüber offen und sagen was sie denken.
  2. Neuronen geben ihr Wissen weiter und nehmen sich selbst nicht so wichtig.
  3. Neuronen haben keine Angst etwas falsch zu machen, daher reagieren sie schnell.
  4. Wenn Neuronen einen Kontakt haben, antworten sie sehr schnell.
  5. Neuronen versuchen immer wieder in Kontakt zu sein mit anderen Neuronen.
  6. Neuronen sind nicht beleidigt, wenn ein anderes Neuron eine andere Meinung hat.
  7. Neuronen machen ihr Projekt zu Ende.
  8. Wenn sehr viele Neuronen gleichzeitig in Kontakt sind, ist es schwierig klare gemeinsame Ideen zu haben. Vielleicht gibt es auch eine kleine Verwirrung, das stört die Neuronen nicht. Sie machen weiter bis sie sich sicher sind.
  9. Wenn sehr viele Neuronen in Kontakt sind, wissen sie, dass alle das gleiche Recht haben ihre Meinung so zu sagen, dass kein anderes Neuron dadurch verletzt oder verärgert wird.
  10. Man muss mit dem Riesengehirn Internet sehr vorsichtig umgehen. Es macht solchen Spaß in Kontakt zu sein und gemeinsam Ideen zu haben, dass es süchtig und krankmachen kann, wenn Neurone zu viel Kontakt haben. Daher muss man sich kontrollieren und Grenzen setzen, wann und wieviel Kontakt man hat.

 

(…)

 

Die „Gehirnmetapher“ in verständlicher Sprache

Eine Gruppe von Fachleuten haben meinen Artikel „Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle“ gelesen und wollen diesen Text vielen Menschen zugänglich machen. Daher haben sie beschlossen, den Artikel in „verständliche Sprache“ zu übersetzen. Ein wichtiges Konzept in dem Text ist die „Gehirnmetapher“.

Folgende Passage wurde von Sylva Jürgensen (Flensburg) übersetzt.

(…)

5.Weltweites Forschen ist möglich

Viele Menschen nutzen heute das Internet und sind mit vielen anderen Menschen in Kontakt. Im Internet kann ich Menschen überall auf der Welt immer wieder sehr schnell erreichen. Jean-Pol vergleicht das Internet daher mit einem Riesengehirn. Bevor Menschen handeln, haben sie eine Idee. Diese Idee besteht aus vielen Gedanken und diese Gedanken bestehen aus vielen Kontakten von Nervenzellen in unserem Gehirn. Diese Zellen heißen Neurone. Jean Pol sagt, dass Menschen im Riesengehirn Internet eigentlich so gut zusammenarbeiten können wie diese Neurone damit es viele neue gemeinsame Ideen gibt. Damit das Riesengehirn Internet wie unser Gehirn funktionieren kann, hat Jean-Pol sich lustige Regeln für Neuronen ausgedacht.

  1. Neuronen sind anderen gegenüber offen und sagen was sie denken.
  2. Neuronen geben ihr Wissen weiter und nehmen sich selbst nicht so wichtig.
  3. Neuronen haben keine Angst etwas falsch zu machen, daher reagieren sie schnell.
  4. Wenn Neuronen einen Kontakt haben, antworten sie sehr schnell.
  5. Neuronen versuchen immer wieder in Kontakt zu sein mit anderen Neuronen.
  6. Neuronen sind nicht beleidigt, wenn ein anderes Neuron eine andere Meinung hat.
  7. Neuronen machen ihr Projekt zu Ende.
  8. Wenn sehr viele Neuronen gleichzeitig in Kontakt sind, ist es schwierig klare gemeinsame Ideen zu haben. Vielleicht gibt es auch eine kleine Verwirrung, das stört die Neuronen nicht. Sie machen weiter bis sie sich sicher sind.
  9. Wenn sehr viele Neuronen in Kontakt sind, wissen sie, dass alle das gleiche Recht haben ihre Meinung so zu sagen, dass kein anderes Neuron dadurch verletzt oder verärgert wird.
  10. Man muss mit dem Riesengehirn Internet sehr vorsichtig umgehen. Es macht solchen Spaß in Kontakt zu sein und gemeinsam Ideen zu haben, dass es süchtig und krankmachen kann, wenn Neurone zu viel Kontakt haben. Daher muss man sich kontrollieren und Grenzen setzen, wann und wieviel Kontakt man hat.

Jean Pol möchte gern mit anderen Menschen zusammen größere Projekte machen, dafür sucht er im Internet Partner. Um diese zu finden, braucht er viel Geduld. Wenn du wie er im Internet die richtigen Partner für deine Projekte finden möchtest, gibt er dir folgenden Rat:

  1. Zeige in deinem Profil viele spannende Informationen über dich. Je mehr man von dir weiß, desto mehr Menschen können eine Gemeinsamkeit mit dir für ein Projekt entdecken.
  2. Biete Projekte an, die die Menschen Freude machen, dabei zu sein. Bei den Projekten von Jean Pol mögen Menschen gern mitmachen. Seine Angebote erfüllen die Bedürfnisse von Menschen dazuzugehören und auch anerkannt zu sein. Es fühlt sich gut an, weil man mit eigenen Ideen zur Verbesserung der Welt beitragen kann.
  3. Nimm zu vielen Menschen immer wieder Kontakt auf,sonst bemerkt dich niemand. Wenn es für jemand zu viel Kontakt ist und es ihn nervt, ist er kein guter Partner für dich.
  4. Wenn jemand sich über deinen Kontakt freut, zeige ihm, dass du dich für ihn interessierst. Vielleicht hat er „Schätze“ für dich. Finde heraus, welche es sind.
  5. Antworte schnell auf die Kontakte, sei für die Menschen da. Enttäusche die Menschen nicht, die dir ihre Zeit schenken. Im Internet können Kontakte schnell wieder verloren gehen, wenn du nicht reagierst. Zeige deinen Partnern, dass sie dir wichtig sind.
  6. Zeige deinen anderen Kontakten deine Partner im Internet. Jean Pol nennt das „Stell sie auf die Bühne“.  So können alle sie gut sehen. Bringe deine Partner miteinander in Kontakt und zeige den anderen welche Schätze sie haben. Jean Pol sagt dazu „Vernetzen“, weil so jeder mit jedem in Kontakt kommen kann.
  7. Überlege dir spannende Ziele. Achte darauf, dass  sie erreicht werden. Bleib an deinen Zielen und deinen Partnern dran. Wenn viele Partner mitmachen, ist es wichtig, dass du ihnen immer wieder deine Ideen  mitteilst, bis dein Ziel erreicht ist.

(…)

6 zentrale Begriffe im Rahmen meines Glücksmodells

1. Kontrolle (alles im Griff haben)
Kontrolle bedeutet, „die Situation im Griff haben“. Genau betrachtet ist Kontrolle existentiell im Sinne der Lebenserhaltung. Dauerhafter Verlust von Kontrolle führt zum Tod. Das Kontrollgefühl signalisiert, dass man in der Lage ist, das eigene Leben zu erhalten. Und das Leben zu erhalten ist das Ziel jeder Aktivität und jeder Handlung. Alles im Griff haben wird mit einem starken Glücksgefühl belohnt.

2. Exploratives Verhalten (Komfortzone verlassen)
Unter explorativer Haltung versteht man die Bereitschaft von Menschen, sich in Situationen zu begeben, die ein hohes Maß an Unbestimmtheiten enthalten. Exploratives Verhalten muss belohnt werden. Das mit explorativem Verhalten erreichte Kontrollgefühl findet seinen Höhepunkt in dem Flow-Effekt (Gefühl des Fließens, des Aufgehens in einer Handlung).

3. Antinomien (Gegensätze): wir sind nie zufrieden
Menschen sehnen sich bewusst nach Ordnung, Klarheit, Einfachheit… Aber sehr schnell werden ihnen solche Strukturen langweilig. Der Bauplan der Natur sieht vor, dass Lebewesen permanent trainieren, Unbestimmtheit, Chaos, Komplexität und Unklarheit zu vermindern. Menschen sind so gestaltet, dass sie Chaos, Unbestimmtheit und Komplexität aufsuchen, um daraus Ordnung, Klarheit und Einfachheit zu schaffen. Den Zustand, den sie zur Lebenserhaltung immer wieder herstellen müssen, ist das Gleichgewicht zwischen beiden Bedürfnistendenzen. Die Belohnung für diese Anstrengungen sind Flow-Gefühle.

4. Informationsverarbeitung und Kontrolle
Ohne die ständige Verarbeitung der aus dem Umfeld strömenden Informationen wäre der Organismus sehr schnell von der Umwelt abgekoppelt und nicht mehr lebensfähig. Es muss für ununterbrochene kognitive (gedankliche) Kontrolle des Umfeldes gesorgt werden. Deshalb muss Informationsverarbeitung auch mit „Kicks“ belohnt werden.

5. Konzeptualisierung (Denken)
Auf der Ebene des Gehirns ist zwar Informationsverarbeitung mit positiven Gefühlen verbunden. Mit Flow (andauernde Kicks) belohnt wird allerdings vor allem die Konzeptualisierung (intensiv denken und Pläne entwickeln). Unter Konzeptualisierung ist die Erstellung von kognitiven Schemata (Pläne im Kopf) zu verstehen, die umfangreiche Informationen zu kompakten, handlungsmotivierenden Modellen bündeln (wenn man einen Plan entwickelt hat, freut man sich darauf, ihn durchzuführen).

6.  Dialektisches Denken (Gegensätze zusammenfügen)

Jeder Gedanke, jede Handlung führt zu einem Gegengedanken bzw. einer Gegenhandlung. Dieser Gegengendanke ist zu begrüßen, denn er löst eine Reflexion aus, die, wenn eine effektive Strategie eingesetzt wird, in einer Synthese aufgehoben wird. Dialektisches Denken führt permanent zu einer Integration scheinbar widersprüchlicher Positionen, die sich auf einer (höheren) Ausgleichlinie vereinen und weiterentwickeln. Gerade für politisch Handelnde kann diese Erkenntnis sehr fruchtbar sein, denn sie ermöglicht ein gemeinsames Angehen von Problemen über Parteien hinweg. Und Gegensätze zusammenfügen wird mit Glücksgefühlen belohnt.

Strukturempfehlungen: Projekt als glückgenerierende Struktur

Auf der Suche nach Aufgabenprofilen, die permanent Konzeptualisierung verlangen, hohe Potenziale zur Befriedigung der Grundbedürfnisse enthalten und gleichzeitig Flow-Gefühle dauerhaft induzieren stößt man rasch auf die Projektstruktur. Im Projekt sind alle Bedingungen erfüllt, die förderlich für die Befriedigung der Grundbedürfnisse sind: soziale Einbindung, soziale Anerkennung, Selbstverwirklichung und Sinn.

Siehe: „Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle“ (2018)

 

Was braucht der Menschen, um glücklich zu sein. Zur Memorierung.

1.Maslow: Bedürfnispyramide

Sinn/Transzendenz

Selbstverwirklichung

Soziale Anerkennung

Soziale Beziehungen

Sicherheit

Physiologische Bedürfnisse

2 Erweiterungen durch Martin

2.1. Bedürfnis nach Kontrolle (Lebenserhaltung):

Kontrolle bedeutet, „die Situation im Griff haben“. Genau betrachtet ist Kontrolle existentiell im Sinne der Lebenserhaltung. Dauerhafter Verlust von Kontrolle führt zum Tod. Das Kontrollgefühl signalisiert, dass man in der Lage ist, das eigene Leben zu erhalten. Und das Leben zu erhalten ist das Ziel jeder Aktivität und jeder Handlung. Auf diesem Hintergrund fällt auf, dass alle von Maslow aufgelisteten Grundbedürfnisse sich dem alles einschließenden Bedürfnis nach Kontrolle unterordnen lassen.

– Informationsverarbeitung und Kontrolle

Ohne die permanente Verarbeitung der aus dem Umfeld strömenden Informationen wäre der Organismus sehr schnell von der Umwelt abgekoppelt und nicht mehr lebensfähig. Es muss für permanente kognitive Kontrolle des Umfeldes gesorgt werden. Deshalb muss Informationsverarbeitung auch mit Freude verbunden werden.

-Konzeptualisierung (Denken)

Auf der mentalen Ebene ist zwar Informationsverarbeitung mit positiven Gefühlen verbunden. Mit Flow belohnt wird allerdings vor allem die Konzeptualisierung. Unter Konzeptualisierung ist die Erstellung von kognitiven Schemata zu verstehen, die umfangreiche Informationen zu kompakten, handlungsmotivierenden Modellen bündeln.

-Dialektisches Denken

Jeder Gedanke, jede Handlung führt zu einem Gegengedanken bzw. einer Gegenhandlung. Dieser Gegengendanke ist zu begrüßen, denn er löst eine Reflexion aus, die, wenn eine effektive Strategie eingesetzt wird, in einer Synthese aufgehoben wird. Dialektisches Denken führt permanent zu einer Integration scheinbar widersprüchlicher Positionen, die sich auf einer (höheren) Ausgleichlinie vereinen und weiterentwickeln. Gerade für politisch Handelnde kann diese Erkenntnis sehr fruchtbar sein, denn sie ermöglicht ein gemeinsames Angehen von Problemen über Parteien hinweg.

2.2. Erkenntnisinstrumente: Systemtheorie

-Spannungsfeld von Gegensätzen: Menschen bewegen sich im Spannungsverhältnis zwischen antinomischen Bedürfnissen.

Kontrolle/ Unbestimmtheit

Ordnung/ Chaos

Klarheit/ Unschärfe

Einfachheit/ Komplexität

Integration/ Differenzierung

Gesellschaft/ Individuum

Zwang/ Freiheit

Konkretion/ Abstraktion

Linearität/ Nicht-Linearität

Zentralisierung/ Dezentralisierung

Menschen sehnen sich bewusst nach Ordnung, Klarheit, Einfachheit… Aber sehr schnell werden ihnen solche Strukturen langweilig. Der Bauplan der Natur sieht vor, dass Lebewesen permanent trainieren, Unbestimmtheit, Chaos, Komplexität und Unklarheit zu reduzieren. Menschen sind so konstruiert, dass sie Chaos, Unbestimmtheit und Komplexität aufsuchen, um daraus Ordnung, Klarheit und Einfachheit zu schaffen. Den Zustand, den sie zur Lebenserhaltung immer wieder herstellen müssen, ist das Gleichgewicht zwischen beiden Bedürfnistendenzen. Die Belohnung für diese Anstrengungen sind Flow-Gefühle.

2.3. Verhaltensempfehlungen

-Exploratives Verhalten und Flow

Es besteht der Drang, die kognitive Kontrolle zur Lebensgestaltung nicht nur zu erhalten sondern auch auszudehnen. Es werden weitere Handlungsfelder gesucht und kognitiv durchdrungen. Unter explorativer Haltung versteht man die Bereitschaft von Menschen, sich in Situationen zu begeben, die ein hohes Maß an Unbestimmtheiten enthalten. Exploratives Verhalten muss belohnt werden. Das mit explorativem Verhalten erreichte Kontrollgefühl findet seinen Höhepunkt in dem Flow-Effekt (Gefühl des Fließens, des Aufgehens in einer Handlung).

Die Voraussetzung sind folgende:

  • Unbekannte Felder betreten, Neues entdecken;
  • Situationen mit offenem Ausgang, für die man die Verantwortung trägt;
  • Probleme lösen, hohe Anforderungen bewältigen;
  • Ausschöpfen der eigenen Ressourcen;
  • Gefühl der Selbstentgrenzung;
  • Kontrolle über das eigene Handeln und das Umfeld.

– Strukturempfehlungen: Projekt als glückgenerierende Struktur

Auf der Suche nach Aufgabenprofilen, die permanent Konzeptualisierung verlangen, hohe Potenziale zur Befriedigung der Grundbedürfnisse enthalten und gleichzeitig Flow-Gefühle dauerhaft induzieren stößt man rasch auf die Projektstruktur. Im Projekt sind alle Bedingungen erfüllt, die förderlich für die Befriedigung der Grundbedürfnisse sind: soziale Einbindung, soziale Anerkennung, Selbstverwirklichung und Sinn.

4. Gehirnforschung

(Aus: Tobias Esch, Die Neurobiologie des Glücks – Wie die Positive Psychologie die Medizin verändert, 2012, S.54f.)

„(…) Soziales Engagement und ein offener, inniglicher zwischenmenschlicher Kontakt werden belohnt und im Körper glückbringend und selbstversichernd, beruhigend sowie angstlösend „übersetzt“. Die beschriebenen Eigenschaften des sozialen Gehirns lassen es schon vermuten: Neurobiologisch finden wir eine Beteiligung von Oxytocin, Serotonin, aber auch (…) von endogenem Morphium. Dieses neurochemische Potpourri wirkt wie ein Glückscocktail: Prosoziales, gar liebevolles Verhalten und Kommunizieren, Sicherheitsempfinden und Selbstvertrauen, Offenheit und einlassende Akzeptanz, Präsenz, Verbundenheit und Berührung ohne zu werten, kurzum, eine sichere und positive Beziehung zum Selbst und dem Anderen. (…) Mitnehmen wollen wir aus diesem Abstecher, dass die Fähigkeit zur inneren Einstimmung und sicheren Einlassung auf andere Menschen grundsätzlich in uns angelegt ist. Damit steht uns die Möglichkeit eines stabilisierenden Gefühls von Verbundenheit mit anderen und mit der Erfahrung von Moment zu Moment sowie mit unserem authentischen Selbst prinzipiell zur Verfügung. Das mehrt Glück und lindert Leid. Auch weil der endogene Belohnungskreislauf eine offene und rezeptive Aufmerksamkeit belohnt. Authentizität einerseits und Resonanz andererseits führen auch zu dem Gefühl der Freiheit, des Ankommens, ja sogar zu einer Form der Selbstempathie, die nichts mit egoistischer Selbstliebe oder Selbstmitleid zu tun hat.“

4. Glücksforschung

Die Glücksforschung zeigt, dass zwei Quellen des Glückes immer wieder an erster Stelle genannt werden:

-die Einbindung in einem sozialen Verband (Familie, Freunde)

-die Sinnhaftigkeit und die Selbstwirksamkeit

5.  Davon abgeleitet: Die Neuen Menschenrechte (nach Martin, 2018):

Diese „Neuen Menschenrechte“ sind im Gegensatz zu den existierenden nicht religiös oder philosophisch begründet, sondern sie knüpfen an Erkenntnisse der Glücksforschung, der Bedürfnisheorie, sowie der Neurowissenschaften.

Die unter den einzelnen Artikeln aufgeführten Nummern weisen auf Texte aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die sich zu den jeweiligen Abschnitten einfügen lassen.

Präambel:Glück
Ziel aller Maßnahmen weltweit ist die Schaffung von Strukturen (wirtschaftlichen, politischen, ethischen), die für ein Mehr an Entfaltung für die Natur und an Glück für alle Lebewesen sorgen. Die nachfolgenden Artikel bilden dazu Voraussetzungen.

Allg. Erklärung: entfällt

Artikel 1: Denken

Zentrales Grundbedürfnis des Menschen ist das Denken (Informationsverarbeitung und Konzeptualisierung).
Es müssen Bedingungen geschaffen werden, damit alle Menschen Zugang zu Informationen und zur Möglichkeit der Konzeptualisierung erhalten. Denken setzt die Realisierung der Artikel 2 bis 6 voraus.

Allg. Erklärung: Artikel 18, 19, 26, 27

Artikel 2: Gesundheit

Alle Maßnahmen werden weltweit getroffen, damit Lebewesen ihre physiologischen Bedürfnisse befriedigen können (z.B. Schlaf, Nahrung, Sexualität). Mit der Natur als Reservoir wird sorgfältig und schonend umgegangen.

Allg. Erklärung: Artikel 24, 25

Artikel 3: Sicherheit (Einkommen und Wohnung)

Es wird weltweit angestrebt, Strukturen zu schaffen, die ein Maximum an Sicherheit für alle Lebewesen sorgen. Mit der Natur wird auch in diesem Zusammenhang schonend umgegangen.

Allg. Erklärung: Artikel 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 14, 15, 17, 22, 28

Artikel 4: Soziale Einbindung

Es wird weltweit dafür gesorgt, dass Lebewesen sich in einem sozial stützenden Umfeld bewegen können. Es sollen Strukturen geschaffen werden, die Selbstverwirklichung sozial unterstützen.

Allg. Erklärung: Artikel  1,  16, 20, 22, 25, 26, 27

Artikel 5: Selbstverwirklichung und Partizipation

Es ist weltweit dafür zu sorgen, dass Lebewesen alle ihre Potenziale zur Entfaltung bringen können. Dabei ist schonend mit der Natur umzugehen. Die Entfaltung des Einzelnen kann nur im Rahmen der ihn umgebenden Strukturen erfolgen. Es muss die Möglichkeit bestehen, Einfluss auf diese Strukturen zu nehmen, also teilzunehmen. Die Gesellschaft ist darauf angewiesen, dass möglichst viele ihre intellektuellen, emotionalen und materiellen Ressourcen dafür zur Verfügung stellen können.

Allg. Erklärung: Artikel 12, 13, 17, 18, 19, 20, 21, 23, 24, 25, 26, 27

Artikel 6: Sinn

Es wird weltweit dafür gesorgt, dass Lebewesen ihr Leben als sinnvoll und befriedigend empfinden.

Allg. Erklärung: entfällt