LdL/NMR-Theorie: Gesamtpaket

Hier ist die Grundaustattung für die Gründung von autonomen, vernetzten Gruppen mit dem Ziel einer breiten, bottom-up Transformation der Gesellschaft.

Theorie für Anfänger

Aufsätze

1.„Weltverbesserungskompetenz“ als Lernziel? (2002)

2. Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle (2018)

Terminologie (bei Bedarf)

LdL-Glossar

Das LdL/NMR-Team

Akteur*innen

Materialien

Neue Menschenrechte: Leporello

Theorie für Fortgeschrittene

Aufsätze

1.Lernziel Partizipationsfähigkeit und Netzsensibilität (2009)

2.Neubegründung und Reformulierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (2020)

3. Neue Menschenrechte: Artikel 1 – Das Recht auf Denken (2021)

Wozu soll man sich explorativ verhalten?

Quelle: Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle (2018)

„(…)

2.2.4 Exploratives Verhalten und Flow


Es besteht der Drang, die kognitive Kontrolle zur Lebensgestaltung nicht nur zu erhalten sondern auch auszudehnen. Es werden weitere Handlungsfelder gesucht und kognitiv durchdrungen. Dies gilt für den Raum, aber auch für die Zeit. Man möchte andere Länder kennen aber auch andere, vergangene Epochen und auch in die Zukunft blicken. Diese Haltung sollte im Unterricht unterstützt werden. Dörner (1983, S. 331 ff.) untersucht die Merkmale erfolgreicher Problemlöser und hebt ihre explorative Haltung hervor. Unter explorativer Haltung versteht man die Bereitschaft von Menschen, sich in Situationen zu begeben, die ein hohes Maß an Unbestimmtheiten enthalten. Die logische Kette lässt sich folgendermaßen beschreiben: explorative Menschen suchen Felder auf, mit denen sie nicht vertraut sind, und versuchen, sich in diesen Feldern problemlösend zu behaupten. Jede auf diese Weise gewonnene Erfahrung wird zu einem abstrakten, kognitiven Schema verarbeitet. Je mehr Erfahrungen, desto mehr Schemata, desto breiter die kognitive Landkarte. Eine breite kognitive Landkarte sichert Kontrolle über mehr Bereiche, sie ermöglicht eine schnellere Verarbeitung neuer Eindrücke und schützt vor emotionalen Einbrüchen. Sie sichert, dass neue Situationen erfolgreich bewältigt werden. Das Gefühl der Kontrolle festigt sich, das Selbstbewusstsein wächst und dadurch die Bereitschaft, unbekannte Felder anzugehen, also sich erneut explorativ zu verhalten. Exploratives Verhalten muss belohnt werden. Das mit explorativem Verhalten im Erfolgsfall erreichte Kontrollgefühl findet seinen Höhepunkt in dem von Csikszentmihalyi (1999) beschriebenen Flow-Effekt. Aus seiner Sicht ist Flow ein Gefühl des Fließens, des Aufgehens in einer Handlung. Die Voraussetzung sind folgende:


• Unbekannte Felder betreten, Neues entdecken;
• Situationen mit offenem Ausgang, für die man die Verantwortung trägt;
• Probleme lösen, hohe Anforderungen bewältigen;
• Ausschöpfen der eigenen Ressourcen;
• Gefühl der Selbstentgrenzung;
• Kontrolle über das eigene Handeln und das Umfeld.

Im Prinzip kann jede anspruchsvolle explorative Aktivität zu Flow führen. Sportarten wie Segeln oder Reiten weisen die Merkmale auf, die Flow induzieren. Unterricht halten, Vorträge, Workshops sind meist mit Flow verbunden, wenn man die Kontrolle über den Prozess behält. (…)“

NMR. Artikel 1. Das Recht auf Denken

LdL/NMR-Theorie für Fortgeschrittene

Hier ist die Grundaustattung für die Gründung von autonomen, vernetzten Gruppen mit dem Ziel einer breiten, bottom-up Transformation der Gesellschaft.

Aufsätze

1.“Weltverbesserungskompetenz“ als Lernziel? (2002)

2.Lernziel Partizipationsfähigkeit und Netzsensibilität (2009)

3.Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle (2018)

4.Neubegründung und Reformulierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (2020)

5. Neue Menschenrechte: Artikel 1 – Das Recht auf Denken (2021)

Terminologie (bei Bedarf)

LdL-Glossar

Das LdL/NMR-Team

Akteur*innen

Materialien

  1. Neue Menschenrechte: Leporello
  2. Kärtchen:

Christoph Anrich: Lernen durch Lehren in Verbindung mit den Neuen Menschrechten

© Christoph Anrich 08. März 2021

Die große Stärke von LdL ist das Gesamtkonzept, bei dem alle bedeutenden methodischen Möglichkeiten sich integrieren lassen. Das ist eben kein Konzept zusätzlich, sondern eine Lern- und Lehrmethode, die gleichzeitig eine Lehr- und Lernmethode ist, die neurowissenschaftlich das Lernen optimiert. Lernen wird interessant, weckt die Lust an den Inhalten und macht Spaß. Unter diesen Voraussetzungen lernt das Gehirn am besten. Das Denken wird nicht als schwer und sperrig erlebt, sondern als exploratives Erlebnis. Es gibt mir Mut und macht Freude. Durch die vielen kleinen Lernerfolge steigert sich die eigene Zufriedenheit und die intrinsische Motivation. Die Energie verliert sich nicht durch unnötiges Disziplinieren oder durch anstrengendes irgendwie „Durchhalten müssen“. Im Gegenteil, der Lernende erfährt sich als erfolgreichen Lehrenden. Das gibt Kraft und triggert das Belohnungssystem im Gehirn.
Für mich ist jedoch die Kombination von LdL mit den Bedürfnissen des Menschen der wertvollste Zugewinn. Beim Lernprozesse wird auf die natürlichste Weise gedacht. Die Komplexitätsreduktion ermöglicht die angemessenen Portionen der Lerninhalte, je nach Alter, Dauer der Gruppenarbeit und Schwierigkeit. Dabei kann, muss und soll sich jeder mit der eigenen Persönlichkeit kreativ einbringen. Das eigene Potential wird im Lerninhalt jedes Mal neu veredelt. Durch die Partizipation entfalten sich Grundprinzipen, die wir im Zusammenleben und bei sozialen Strukturen benötigen. Jeder bringt auf eigene Weise einen bedeutenden Beitrag für die Gemeinschaft.
Diese Einbindung in die Kleingruppe und anschließend in die gesamte Lerngruppe vermittelt grundlegende Fähig- und Fertigkeiten wie die Kommunikation, Empathie, die nonverbale Kommunikation, die Erkenntnis, dass es unterschiedliche Perspektiven und Herangehensweisen an ein Thema gibt. LdL stärkt die eigene Persönlichkeit. Die Teilnehmer erwerben Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl und erleben jedes Mal den Sinn bei wertvollen Einheiten, beim emotionalen, attraktiven Erlernen und Durchdenken. Gestärkt, mutig und farbig bunt, aber zielorientiert werden Inhalte erforscht, greifbar und zum Erlebnis. Durch die Methodenvielfalt sind Kopf, Herz und Hand, je nach Lerntyp unterschiedlich ausgeprägt, aber immer als Ganzes, vorhanden.
Die Lerngruppen müssen ihre Freiräume nutzen, aber auch ziel- und sinnorientiert ein Thema nicht nur streifen, sondern in der Tiefe erforschen, bearbeiten und ergründen, um eine gute Lösung zu finden. Die Summation der Erkenntnisse wird zunehmend ein Gesamtkonzept (Konzeptualisierung, Orientierungs- und Verfügungswissen). Dabei wird erfahren, mein Mut wird belohnt. Ich bin Teil der Lösung. Ich verstehe sowohl die zugrundeliegende Problematik als auch die gemeinsam erarbeitete (Teil-)Lösung. Diese Fähigkeiten führen zu mündigen Persönlichkeiten, die weder Radikalisierung noch Gewalt nötig haben, um Konflikte und die Herausforderungen des Lebens zu meistern.
In der Tat muss und kann man in diesen Lern-Prozess zentrale Fragen einbinden. Wie bleibe ich gesund? Wie erhalten wir die Umwelt? Alles zusammen sind gute
Voraussetzungen, um glücklich zu leben. Keine Garantie, aber sehr gute Start- und Rahmenbedingungen.
Ich könnte wohl am Stück ein kleines Buch über LdL in Verbindung mit NMR schreiben, weil ich selbst von beiden Konzepten überzeugt bin. Würde man LdL mit NMR sinnvoller verbinden, wären wir in der Lage, soziale und bedeutende Fragen des Zusammenlebens besser zu beantworten. Der Umweltschutz und die Gesundheit wären nicht Aufgaben einer kleinen Gruppe, die belächelt oder bewundert wird. Statt Spaltung wäre ein gemeinsames Interesse an der Umwelt und Gesundheit selbstverständlich. Gute Voraussetzungen, um mit mehr Verantwortung mit körperlichen, psychischen-mentalen und sozialen Wohlbefinden glücklicher sich selbst und alle anderen zu erleben.
Das ist in knappen Sätzen, woran ich arbeite. In meinen Fort- und Weiterbildungen mit erwachsenen Menschen, aber auch bei der Umsetzung des „Neuen Menschenrechts“ Gesundheit.
Beste Grüße aus Tübingen
Christoph Anrich

Innovationen 1980-2021…

Bottom-up

Alle Innovationen beruhen auf einer bottom-up Perspektive. Bei Lernen durch Lehren unterrichten nicht mehr die Lehrer sondern die Schüler. Das neue Menschenbild konzentriert sich auf die Bedürfnisse, insbesondere die Selbstverwirklichung und die Partizipation. Die Ingolstädter Geistesgeschichte zeigt den Prozess der intellektuellen Emanzipation der Bürger am Beispiel einer Stadt. Die Neuen Menschenrechte liefern einen bedürfnistheoretisch und kontrolltheoretisch fundierten Hebel, um gemeinsam „glückbringende“ Strukturen von unten nach oben durchzusetzen. Um diesen Hebel zur Anwendung zu bringen, müssen besonders die Bedingungen für produktives Denken geschaffen werden.

1984: Lernen durch Lehren

2004: Internet- und Projektkompetenz (IPK)

2014: Was braucht der Mensch, um glücklich zu sein?

2015: Ingolstadts Geistesgeschichte

2018: Neue Menschenrechte

2021: Art.1: Das Recht auf Denken

Top-down UND bottom-up!

Seit Beginn der Menschheit herrscht das Top-down-System, weil es der Natur des Menschen entspricht (Kontrollbedürfnis). Dessen Merkmale:

Top-down:

  • Von oben nach unten
  • Hochgradige Selbstreferenzialität
  • Eigene Mindsets und eigene Terminologie
  • Abschottung nach außen und Zugang nur über Insiderkontakte und gruppenkonformen Habitus
  • Hohe Affinität zur Autokratie/Oligarchie

Somit entsteht eine undurchdringliche Machtblase (Verwaltungen, wissenschaftliche communities, Unternehmen, Parteien, Vereine, stabile Gruppen…)

Inzwischen sieht man immer deutlicher die Nachteile eines solchen Musters: Die beschriebene Struktur verhindert Veränderungen und die permanenten Anpassungen, die zur Erhaltung des Systems notwendig sind. Der Veränderungsdruck kommt von innerhalb des Systems oder aus der Umwelt. Modernisiert sich das System nicht, so führt es zu dessen Auflösung.

Nun wird überall versucht, ein Bottom-up Komponente zu integrieren:

Merkmale einer Bottom-up Struktur:

  • Von unten nach oben
  • Gespeist aus allen möglichen Quellen
  • Verschiedene Mindsets und Terminologien
  • Offen nach außen und Zugang für jede/n
  • Hohe Affinität zur Demokratie. Starke Ressourcenorientierung.

Somit entsteht ein offenes System, das allerdings wenig kohärente und nachhaltige Identität aufweist.

Anzustreben ist also eine gute Mischung Top-down/Bottom-up. Das Problem ist, dass im Gegensatz zur Top-down-Struktur, die seit Jahrtausenden völlig internalisiert ist, die Bottom-up Komponente recht neu ist und sich gegen heftige Widerstände durchsetzen muss. Ferner ist noch viel trial-and-error notwendig, bis die Mischung Top-down/Bottom-up gut funktioniert.

Wie Isabelle LdL in Online-Fortbildungen einführt.

Es gelingt Isabelle Schuhladen Le Bourhis in ihren Online-Fortbildungen die anspruchsvolle LdL-Theorie, in der sie ihre Welt eingerichtet hat, faszinierend darzustellen. Sie erklärt, dass, wenn sie eine neue Klasse erhält, sie als erstes den sehr komplexen Aufsatz „Weltverbesserungskompetenz als Lernziel?“ in Abschnitten aufteilt und die Schüler*innen bittet, in kleinen Gruppen die Textpassagen zu verstehen und im Anschluss im Plenum der ganzen Klasse zu vermitteln. Dieser Prozess kann eine Woche oder länger dauern. Die Schüler*innen werden auf diese Weise mit der LdL-Theorie vertraut gemacht, die als Referenzbasis für den ganzen Unterricht dient. Zum Abschluss werden die Schüler*innen gefragt, ob sie nach dieser Methode arbeiten wollen.

In der Fortbildung selbst werden die TN also als erstes mit der LdL-Theorie konfrontiert, ohne zu wissen, was LdL genau ist und wie LdL funktioniert. Auf dem Hintegrund der Theorie erklärt Isabelle nun schrittweise, konkret welche Maßnahmen und Techniken LdL ausmachen. Also die Aufteilung des Lernstoffes auf Zweier- maximal Dreiergruppen. Jede Gruppe muss einen Abschnitt vermitteln, wobei der Stoff von den Schüler*innen didaktisiert wird, was LdL deutlich von einem traditionellen Projektunterricht unterscheidet. Die Schüler*innen prüfen, ob der Stoff verstanden und verinnerlicht wurde und verteilen Arbeitsaufträge in der Übungsphase.

Man erfährt auch, dass zu Beginn zwar mit dem Lehrwerk gearbeitet wird, denn es ist die Grundlage für den Wissenserwerb nach dem gültigen Lehrplan, aber dass nach der Lehrwerkphase die Schüler*innen selbst ihre Themen wählen, die Inhalte aus dem Netz heraussuchen und ihren Mitschüler*innen nach der LdL-Methode vermitteln.

Mit diesem Aufbau der Fortbildung lädt Isabelle also die TN ein, über den Weg der Theorie in ihre Alltagspraxis hineinzuschauen! Ein ganz origineller Zugang, der den Umweg über die etablierte „Wissenschaft“ erspart und dennoch zur Wissenschaft führt! Hervorragend!

Reaktionen auf den Band „Neue Menschenrechte“

1.Prof.Dr.Lutz Becker: Hochschule Fresenius. Blogbeitrag.

„Über  Jean-Pol Martin bin ich erstmals vor knapp zwölf Jahren „gestolpert“. (…) Die klassische Hochschuldidaktik hatte keine Antworten, auf Komplexität, Diversität, veränderte Lebenswelten und die immer kürzeren Zyklen in den Wissensständen unserer Gesellschaft. Vor allem meine Fächer, die real existierende BWL und die VWL, waren und sind heute noch von erschütternder methodischer und didaktischer Tristesse geprägt. Es waren zwei Konzepte von Jean-Pol Martin, die mich damals hellhörig machten und fortan mein weiteres wissenschaftliches Leben prägen sollten: „Lernen durch Lehren“ und „Weltverbesserungskompetenz“..“ Hier geht es zum Blog…

2. Dr.Isabella Kreim: Podcast-Sendung: Neue Menschenrechte (25 Minuten)

„Im Herbst erschien ein über 400 Seiten starkes Buch mit wissenschaftlichen Aufsätzen unterschiedlicher Disziplinen, die diese Neuen Menschenrechte von Jean-Pol Martin theoretisch aber auch auf ihre Praxistauglichkeit hin untersuchen.“ Hier geht es zum Podcast..

3. Prof.Dr. Paul Geyer, Romanist, Bonn:

„(…) Dein Aufsatz „Neubegründung und Reformulierung der AEMR“ ist philosophiegeschichtlich, anthropologisch und natürlich sowieso, was die aktuellen Theorien (Glücksforschung, Kognitionsforschung, Systemtheorie, …) anbelangt, die Du maßgeblich mit vorangetrieben hast, enorm differenziert und „érudit“ (…) . Schön, wie Du auch dialektisches Denken jetzt einbeziehst, super Deine Dekonstruktion der Naturrechtslehren (125) und des Begriffs der „Würde“ (126f.). Auch die Integration von christlichen Begriffen wie der „Brüderlichkeit“ (130) finde ich überzeugend. Und die Stellungnahmen von Robert Zelyk, Melek Turan und Günther Bah zeigen mir, wie Du auch nach dem Schuldienst weiterhin Deine didaktische Überzeugungskraft einsetzt.“

4. Petra Kleine, Bürgermeisterin, Ingolstadt.

„(…) Du hast sehr früh formuliert, dass Politik dazu da ist, die Möglichkeiten des Glücklichseins für die Menschen zu organisieren und hast die jeweilige Programmatik daraufhin betrachtet und das fehlende Menschenbild in den Programmen festgestellt. Jetzt bist Du einen Schritt weiter gegangen und formulierst aktiv die Grundbedürfnisse der Menschen und daraus sechs Menschenrechte. Das ist interessant und bringt eine neue, fundierte Perspektive ein, die jenseits von Staatsformen, Verfassungen und Ideologie für alle gültig sein könnte (…)“

5. Alex Sorg (Unternehmer):

„Ich war überrascht wie breit angelegt die Einflüsse sind, z.B. Anleihen von Covey darin zu finden, den ich schätze. Das Recht auf Denken sehe ich im Zusammenhang mit New Work/Agile Leadership tatsächlich in der Praxis auf dem Vormarsch, vielleicht weniger als Recht, mehr als Postulat. Alle sollen denken in einem psychisch als sicher empfundenen Raum vs. Taylorismus. Mit dem zentralen Begriff ‚Kontrolle‘ (Kontrollbedürfnis) habe ich Schwierigkeiten. Sicherheitsbedürfnis sehe ich.“

6. Ralf Schwartz (Publizist)

„Über Ostern kam ich endlich einmal dazu, Dein Buch “NMR?” zu lesen. Ich bin von vorne bis hinten begeistert.Die elaborierte Vivisektion der NMR tut Not, denn nur so kann ihre Eignung, Passung und Relevanz überzeugend und umfassend dargelegt werden. Vor allem gefällt mir sehr gut, dass die NMR auch kritisch hinterfragt werden. Genauso gut gefallen mir die Stimmen der ’normalen’ (im besten Sinne des Wortes) Menschen. Sehr gut ausgewählt besitzen sie gerade ob ihrer einfachen (ebenso im besten Sinne des Wortes) Sprache philosophische Qualität. (Ich bin seit langem geneigt, neben Beuys’ “Jeder Mensch ist ein Künstler” ebenso “Jeder Mensch ist ein Philosoph” zu postulieren – leider wird uns dies in den allermeisten Fällen bereits in den ersten Schuljahren aberzogen. Glücklich diejenigen, die sich nichtsdestotrotz den freien Blick auf die Welt, die Menschen, deren Beziehungen zueinander bewahren konnten.)Beides hebt das Buch wohltuend und weit über den Durchschnitt heutiger Veröffentlichungen hinaus – das Buch und die NMR selbst.In diesem Sinne, lieber Jean-Pol, ich bin gespannt auf weitere ‘Abenteuer‘. 🙂

Siehe auch: Interview mit Jean-Pol Martin (2019): The Fourth Club mit Thomas Koch und Ralf Schwartz

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(to be continued)

Dr.Isabella Kreim interviewt Jean-Pol Martin: Kulturkanal Ingolstadt (25 Min.)

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