Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle

Dieser Artikel wird demnächst in dem „Handbuch Unterricht und Erziehung“ (Verlag Wolters Kluver) veröffentlicht!

Konzeptualisierung-deutsch-pdf

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LdL- und Neuronenmärchen (von 5. Klässlerinnen)

In der Klasse von Isabelle Schuladen Le Bourhis, Realschule Meitingen.

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IPK wiederentdeckt! Wow!

Das Projekt ist nach wie vor sehr erfolgreich. Hier der IPC in Eichstätt!

AK: „Was braucht der Mensch, um glücklich zu sein“: Tagesordnungen und Kurzprotokolle.

Tagesordnung 13.02.2016:
1. Berichte über die Hausaufgaben (Glückspotentiale erkennen und nutzen)
2. Festigung des Glücksmodells und der Terminologie
3. Vorbereitung: Neuronenverhalten – Netzsensibilität
https://jeanpol.wordpress.com/2016/01/30/torsten-larbig-ueber-neuronenverhalten-und-netzsensibilitaet/

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Kurzprotokoll Treffen 30.01.2016
Anwesend: 8 Teilnehmer

1. Berichte über die Hausaufgabe „Schaffung von Glücksstrukturen“. Es wurden ausführliche Aktivitäten entfaltet, insbesondere im familiären Bereich und im beruflichen Umfeld. Der Schwerpunkt lag auf der expliziten Anerkennung von Verhalten und „Leistungen“ von Familienmitgliedern. Ferner wurde vielfach das Glücksmodell direkt im Umfeld als Basis zur Eigenreflexion erläutert und zur Anwendung empfohlen. Darüber hinaus wurde aktiv in konfliktuellen Situationen Deeskalation engestrebt und erreicht. Schließlich wurde über systematisches und wiederholtes exploratives Verhalten berichtet. Aus meiner Sicht beachtliche Erfolge also.
2. Das Glücksmodell wird für die neuen Teilnehmern dargestellt (von Marius Müller) und anhand zalreicher Beispiele veranschaulicht. Die Terminologie wird erneut eingeübt, insbesondere „lange Inkubation, plötzliche Emergenz“, „Exploratives Verhalten“, die Busmetapher, die Gruppe als neuronales Netz. Ferner wurden Ereignisse aus der Stadtpolitik analytisch erörtert.
3. Hausaufgaben: die TN nehmen sich Konkretes vor, sowohl im familiären als auch im beruflichen Kontext. Dabei wird das Glückmodell offensiv nach außen kommuniziert und dessen Nützlichkeit anderen vermittelt.
Nächstes Treffen: 13.02.2016Vorbereitung: „Neuronenverhalten“ – „Netzsensibilität“:

Hervorragende Vorstellung der beiden Konzepte im Rahmen einer Ringvorlesung an der Universität…
jeanpol.wordpress.com

Tagesordnung 30.01.2016:
1. Berichte über die Hausaufgaben:
Ist es mir gelungen, Glückspotentiale in meinem Umfeld zu erkennen und zu nutzen (z.B anderen Anerkennung zukommen zu lassen)? Ist es mir gelungen, Selbstverwirklichungsräume für andere bereitzustellen?
2. Wiederaufgreifen des Glücksmodells: Terminologie festigen und neue Begriffe: „Komplexitätskompression“, „Neuronenmetapher“.
3. Arbeitsgruppen: Fortsetzung der begonnenen Projekte (Unglücksquellen identifizieren und minimieren, Glücksräume erkennen und ausbauen).

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Kurzprotokoll des Treffens am 16.01.2016:
Anwesend: 10 TN
1. Berichte über die Hausaufgabe:
„Erkenne Glückspotentiale in deinem unmittelbaren Umfeld, insbesondere die Möglichkeit, das Bedürfnis nach Anerkennung zu befriedigen.“
Zahlreiche überzeugende, glückbringende Erfahrungen werden beschrieben, insbesondere im familiären Bereich.
2. Wiederaufgreifen und Vertiefung des Glücksmodells. Die Begriffe werden erneut besprochen, insbesondere „Ressourcenorientierung“, „Exploratives Verhalten“, „Antinomien“, „Flow“, „Konzeptualisierung“, „Lange Inkubation, plötzliche Emergenz“, „Spermienmetapher“.
3. Hausaufgaben:
– Weiterausbauen der im Rahmen der letzten Hausaufgabe eröffneten Glücksfelder (z.B. in der Familie).
– Schaffen von Selbstverwirklichungsmöglichkeiten für Personen aus dem unmittelbaren Lebensraum.
4. Bildung von Arbeitsgruppen.
SprecherInnen der Arbeitsgruppen:
Marius Müller: Umfeld Schule
Juliane Martin: Umfeld Familie
Alexander Ens: Umfeld Freunde
Veronika Peters: Umfeld Unternehmen
Weitere Gruppen: Umfeld Kunst – Umfeld Politik – Umfeld Asyl

Nächstes Treffen: 30. Januar, 16-17:30 Uhr in Vroni’s Ratschhaus

Tagesordnung 16.01.2016:
1. Berichte über die Glücks-Schaffungs-Übungen
2. Anwendung der LdL-Terminologie in unterschiedlichen Kontexten (Vertiefung und Automatisierung)
3. Neuer Begriff: „Konzeptualisierung als Glücksquelle“
4. Bildung von Themengruppen: Familie – Arbeitsplatz – Schule – Politik – sonstiges

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Kurzprotokoll des Treffens am 02.01.2016:
1. Wiederholung und Vertiefung des Glücksmodells und der entsprechenden Terminologie. Insbesondere
– Exploratives Verhalten
– Der Mensch im Spannungsfeld antinomischer Bedürfnisse
– Die Liebe als Fixierung auf eine Quelle der Bedürfnisbefriedigung
– Lange Inkubation, plötzliche Emergenz
– Synergierausch
– Spermienmetapher
2. Aufgabe für das nächste Treffen:
Kleine Glücksschaffungsübungen in ausgewählten Lebensräumen (Schraubendrehen): Familie, Arbeitsplatz, Politische Aktionsräumen, Schule
Nächstes Treffen: 16.01.2016

Tagesordnung 02.01.2016:
1. Wiederholung der Zentralbegriffe: Maslow – Antinomien – Exploratives Verhalten – Lange Inkubation, plötzliche Emergenz – Regeln für die Durchführung von Internetprojekten
2. Neue Begriffe: Konzeptualisierung als Glücksquelle – Die Spermatozoidenmetapher
3. Planung der weiteren Schritte:
– LdL am Apian-Gymnasium: Marius Müller
– Geistesgeschichtlicher Parcours im Stadtmuseum: Jean-Pol Martin, Elizabeth Toro, Stephania Lorenz, Marius Müller

https://jeanpol.wordpress.com/2013/06/02/konzeptualisieren-gluck/

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Kurzprotokoll vom 19.12.2015:

1. Wir haben noch einmal definiert, welche Grundbedürfnisse Menschen haben und unter welchen Bedingungen Menschen glücklich sein können.
2. Wir haben konkrete Lebensräume definiert, in denen wir versuchen, glückförderliche Strukturen zu schaffen.
3. Marius Müller nimmt sich vor, das Glücksmodell in seinem Umfeld zu verbreiten und dafür zu kämpfen, dass im Apian-Gymnasium über LdL als Methode gründlich nachgedacht wird.
4. Anwesende, darunter Elizabeth Toro und Stephania Lorenz erklären sich bereit, bei der Gestaltung der geistesgeschichtlichen Parcours im Stadtmuseum mitzuwirken.
5. Das Phänomen „Lange Inkubation, plötzliche Emergenz“ wurde beschrieben und als Interpretationsinstrument verinnerlicht.
6. Die Basisregeln für erfolgreiche Internetprojekte wurden vorgetragen und verinnerlicht.
7. Nächtstes Treffen: 2.01.2016

Auf die Bedeutung von kontinuierlicher Mitarbeit („Dranbleiben“) wurde mehrfach hingewiesen!

Durchbruch?

Resume Los ging es 1982 mit meinem ersten Artikel „Bedingungen für einen sozialintegrativen Fremdsprachenunterricht“. 33 Jahre später hoffe ich immer noch auf den „Durchbruch“.

1. Falsche Vorstellung von LdL

Vor ein paar Tagen hatte ich das große Glück, dass einige Schüler aus dem Ingolstädter Apian-Gymnasium, die sich für meinen Arbeitskreis „Was braucht der Mensch, um glücklich zu sein“ interessierten, plötzlich beschlossen, meine Modelle an ihrer Schule und in Ingolstadt bekannt zu machen. Sie hatten festgestellt, dass zwar LdL und mein Name allen Lehrern vertraut sind, aber dass die Vorstellung verbreitet ist, LdL sei so etwas wie Referate. Da diese Meinung nicht nur in Ingolstadt herrscht, sondern überall in deutschen Lehrerkreisen, besteht ein großer Aufklärungsbedarf. Nicht selten hört man, LdL sei als Idee ganz toll, würde aber in der Praxis nicht funktionieren. Auch Schüler, die LdL in ihrem Unterricht erleben, berichten häufig von Horrorstunden, in denen sie exakt den vom Lehrer vorbereiteten Ablauf frontal durchführen müssen und dann benotet werden: „Diese LdL-Stunden hassen wir“!

2. Die jüngere Entwicklung: sofort mit der LdL-Theorie beginnen

Von Anfang an (ab 1984) habe ich eine umfangreiche theoretische Untermauerung für LdL geliefert, die sich im Laufe der Zeit zu einem anthropologischen Modell ausweitete. Das Ganze habe ich ausführlich in meiner Habilitationsschrift „Entwurf eines anthropologisch begründeten Curriculums für den Fremdsprachenunterricht“ (1994) beschrieben. Ich habe auch zahlreiche Aufsätze publiziert, darunter „Weltverbesserungskompetenz als Lernziel?“ (2002), das als theoretische Basis von allen LdL-Willigen herangezogen werden sollte. Ohne Theorie kann man LdL gar nicht anwenden. Diese Erkenntnis hat sich erst in der letzten Zeit durchgesetzt.

Entsprechend sind einige sehr aktive Kollegen dazu übergegangen, bevor sie LdL einsetzen, ihre Schüler in allen ihren Klassen intensiv mit der LdL-Theorie zu befassen. Im einzelnen sind es Laura Cau, Isabelle Schuhladen Lebourhis und Peter Ringeisen. In Frankreich hat ein Kollege, Jean-Pierre Decroix, ebenfalls mir der LdL-Theorie in allen Klassen begonnen.

3. Torsten Larbig

Heute entdecke ich in Twitter folgende Botschaft:

@Torsten Larbig: „An diesem Montag wird die Neuronenmetapher von @jeanpol in meinem Mediendidaktikseminar zentral sein, gemeinsam mit der „Netzsensibilität“.“

Wieder sehe ich den Durchbruch am Horizont: wenn Torsten Larbig künftig nicht nur zwei Begriffe aus meinem Glossar behandelt, sondern gleich auch „Emergenz“, „Inkubation“, „Exploratives Verhalten“, „Klassenraumdiskurs“, usw… (am besten natürlich alle 33 Begriffe) dann könnte die gesamte Theorie rezipiert werden.

Und dann wäre es für mich der „Durchbruch“!

Fazit: Der Durchbruch wird dann kommen, wenn die gesamte Theorie in ihrer schlüssigen Kohärenz aufgenommen wird. 

 

 

 

Juli 2015. Peter Ringeisen sagt:

Ergebnis einer Befragung in meiner 5., 8. und 9. Klassen: Was hat euch in diesem Schuljahr im Unterricht gefallen?
„Dass wir LdL gemacht haben.“ (bei allen drei Klassen in den Top 3, zwei davon auf Platz 1)

Levent Özkiran

Quelle: Facebook

Was Levent in aller Ruhe, ohne Aufmerksamkeit der Medien, ohne Hilfe offizieller, oder parteipolitisch gesteuerter Stellen (er möchte unabhängig bleiben) macht, ist sensationell!

„Es ist sehr sehr sehr heiß ….😷😲🔥😓😩
Leider dürfen die Flüchtlinge aus Brandschutzbedingungen keine Ventilatoren in ihre Container stellen „frown“-Emoticon
Also lassen sie die Fenster offen, um zumindest etwas Abkühlung zu bekommen.
Die Mücken und andere Insekten werden dann aber zu einem großen Problem. Wisst ihr wo man für kleines Geld eine große Menge Insektenschutzgitter bekommen kann? Besonders schlimm ist das für die ganz ganz kleinen. Ich bitte um Vorschläge ,damit schnell eine Sammelaktion gestartet werden kann !“

Und das ist keine Eintagsfliege! Im Gegenteil: er schafft stabile, nachhaltige Strukturen! Es freut mich, dass ich ein solches Projekt noch erleben darf!11313162_1452394431747485_7555918893477349526_o