Learning by teaching

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Definition

Aus: Wikipedia englisch

„In the field of pedagogy, learning by teaching (German: Lernen durch Lehren, short LdL) is a method of teaching in which students are made to learn material and prepare lessons to teach it to the other students. There is a strong emphasis on acquisition of life skills along with the subject matter. This method was originally defined by Jean-Pol Martin in the 1980s.“

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Reaktionen auf den Band „Neue Menschenrechte“

  1. Prof.Dr.Lutz Becker: Blogrezension: Die Neuen Menschenrechte?

2. Dr.Isabella Kreim: Podcast-Sendung: Neue Menschenrechte (25 Minuten)

3. Prof.Dr. Paul G.:

„(…) Dein Aufsatz „Neubegründung und Reformulierung der AEMR“ ist philosophiegeschichtlich, anthropologisch und natürlich sowieso, was die aktuellen Theorien (Glücksforschung, Kognitionsforschung, Systemtheorie, …) anbelangt, die Du maßgeblich mit vorangetrieben hast, enorm differenziert und „érudit“ (…) . Schön, wie Du auch dialektisches Denken jetzt einbeziehst, super Deine Dekonstruktion der Naturrechtslehren (125) und des Begriffs der „Würde“ (126f.). Auch die Integration von christlichen Begriffen wie der „Brüderlichkeit“ (130) finde ich überzeugend. Und die Stellungnahmen von Robert Zelyk, Melek Turan und Günther Bah zeigen mir, wie Du auch nach dem Schuldienst weiterhin Deine didaktische Überzeugungskraft einsetzt.“

4. Alex S. (Unternehmer):

„Ich war überrascht wie breit angelegt die Einflüsse sind, z.B. Anleihen von Covey darin zu finden, den ich schätze. Das Recht auf Denken sehe ich im Zusammenhang mit New Work/Agile Leadership tatsächlich in der Praxis auf dem Vormarsch, vielleicht weniger als Recht, mehr als Postulat. Alle sollen denken in einem psychisch als sicher empfundenen Raum vs. Taylorismus. Mit dem zentralen Begriff ‚Kontrolle‘ (Kontrollbedürfnis) habe ich Schwierigkeiten. Sicherheitsbedürfnis sehe ich.“

(to be continued)

„Neue Menschenrechte“? Rezension von Prof.Dr.Lutz Becker.

Zum Buch: Simon W. Kolbe, Jean-Pol Martin und Margret Ruep (Hg.) (2020): “Neue Menschenrechte?” Bestandsaufnahme eines Bedürfnisorientierten Handlungsansatzes. Herne. Gabriele Schäfer Verlag.

Link auf den Blog von Lutz Becker.

„Über  Jean-Pol Martin bin ich erstmals vor knapp zwölf Jahren “gestolpert”. Meine damaligen Kolleg*innen und ich haben uns seinerzeit sehr intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie Hochschullehre im 21. Jahrhundert gestaltet werden sollte. Kathederdidaktik passte nicht mehr in eine Welt, in der Steve Jobs kurz zuvor das iPhone vorgestellt hatte. Die klassische Hochschuldidaktik hatte keine Antworten, auf Komplexität, Diversität, veränderte Lebenswelten und die immer kürzeren Zyklen in den Wissensständen unserer Gesellschaft. Vor allem meine Fächer, die real existierende BWL und die VWL, waren und sind heute noch von erschütternder methodischer und didaktischer Tristesse geprägt. Es waren zwei Konzepte von Jean-Pol Martin, die mich damals hellhörig machten und fortan mein weiteres wissenschaftliches Leben prägen sollten: „Lernen durch Lehren“ und „Weltverbesserungskompetenz“.

Waren beides anfangs vielleicht noch didaktische Konzepte, entwickelte Jean-Pol mit seinen Apologeten, wenn man das so sagen darf, sie immer mehr in Richtung eines integrierten philosophischen Ansatzes, der die Bedürfnisse der Lernenden in den Mittelpunkt rückte. Doch die Entwicklung dieser Gedankenwelt, die ich seither vor allem im gemeinsamen Austausch über sozialen Medien verfolgen durfte,  endete nicht in dem geschützten Raum der Schule, oder wie bei uns an der Hochschule, sondern integrierte zunehmend gesamtgesellschaftliche  Fragestellungen bis hin zu den nun als Sammelband vorliegenden „Neuen Menschenrechten“

Es ist eine nur allzu konsequente Entwicklung: Wer, wie wir Lehrenden, junge Menschen auf Zukünfte vorbereiten soll, die weder sie noch wir kennen, muss sehr grundsätzliche Fragen stellen. Die Frage, wie wir Gesellschaft gestalten wollen, die Frage nach dem Menschenbild,  die Frage nach Kultur et cetera bilden in einer immer schnelleren, unsicheren und volatileren Welt stabile Anker, die helfen, die großen ungelösten Fragen bezüglich möglicher Zukünfte zu beantworten, oder die es erleichtern die „Wicked Problems“ im Zusammenwirken von technologischem und ökologischem Wandel auf der einen und eigensinnigen gesellschaftlichen Praktiken auf der anderen Seite zu lösen. Unser Studierenden im Master Sustainable Marketing & Leadership kennen diese Diskussionen nur zu gut.

Ende des 17. Jahrhunderts war es der junge Arzt John Locke, der vor dem Hintergrund der Pest in London und der eigenen Quarantäneerfahrung auf dem Land, den Dreiklang aus Life, Liberty and Estate –  die Frage nach einem gesunden und selbstverwirklichten Leben, nach Freiheit und Rechten – in den Mittelpunkt stellte. 1948 ist dann der Völkergemeinschaft ein weiterer großer Wurf gelungen, indem sie als Lehre aus den grausamen Völkermorden und Kriegen des 20. Jahrhunderts die Würde des Menschen – was für ein unglaublich kluges Bild – gemeinsam mit Rechten und Freiheiten in den Mittelpunkt der weltpolitischen Arbeit rückte. Nicht minder klug haben die Eltern des Grundgesetzes genau diesen Begriff der Menchenwürde ein Jahr später zum Leitbild der jungen Bundesrepublik gemacht. 2015 gelang es dann den Vereinten Nationen die Menschenwürde mit den 17 Sustainable Development Goals  weiter zu operationalisieren und für heutige und künftige Generationen greifbar zu machen. Jean-Pol Martin geht nun mit den Neuen Menschenrechten nochmals einen Schritt weiter, in dem er die Bedürfnisse des Menschen in den Mittelpunkt der menschlichen Entwicklung stellt: Es geht im darum, wirtschaftliche, politische und ethische. Bedingungen für ein „Mehr an Glück aller Lebewesen“ zu schaffen.

Der von Simon W. Kolbe und Margret Ruep gemeinsam mit Jean-Pol Martin herausgegebene Sammelband greift die Idee der „Neuen Menschenrechte“ auf und stellt sie auf den Prüfstand. Herausgekommen ist ein facettenreicher und vielschichtiger Band mit zahlreichen klugen Anregungen und Ausflügen, nicht nur für Lehrende. 

Simon W. Kolbe, Jean-Pol Martin und Margret Ruep (Hg.) (2020): “Neue Menschenrechte?” Bestandsaufnahme eines Bedürfnisorientierten Handlungsansatzes. Herne. Gabriele Schäfer Verlag.

Siehe auch: Interview mit Jean-Pol Martin (2019): The Fourth Club mit Thomas Koch und Ralf Schwartz

LdL schön in Zitation zusammengefasst 2020

In: Bartsch, K., Ewald, A. & Herzog, D. (2020).Fachwissenschaft und Berufspraxis verbunden durch kollaboratives Peer-Teaching im Studium des Lehramts an Beruflichen Schulen. Journal of Technical Education (JOTED), 8(2), 81–97.

„(…) Das Peer Teaching findet seinen Ursprung in dem Konzept „Lernen durch Lehren“ (LdL), welches Anfang der 80er Jahre von Jean-Pol Martin für den Sprachunterricht an allgemeinbildenden Schulen entwickelt wurde. Zuerst als Methode gedacht, den Lernenden einen höheren Sprechanteil innerhalb einer Lehrstunde zu ermöglichen, indem diese Schritt für Schritt Funktionen der Lehrenden übernehmen, wurde in den Jahren darauf ein umfassender theoretischer Unterbau des Konzepts erarbeitet. Aufbauend auf den Bezugswissenschaften der Bedürfnisforschung, Motivationspsychologie, Organisationspsychologie, Sozialpsychologie und Problemlösepsychologie, besteht das Ziel von LdL in der sukzessiven Stärkung des explorativen Verhaltens, der Kontroll-sowie Problemlösekompetenz der Schüler (vgl. Martin 2000). Eine Basis für die Entwicklung von didaktischen Lehrkonzepten, welche LdL anwenden, besteht dabei in dem Informationsverarbeitungsansatz der Kognitionspsychologie (vgl. Gegner 1994). Dieser beschreibt den dynamischen Zyklus von Informationsinteresse, Informationsaufnahme gefolgt von der Informationsspeicherung, der Reaktivierung der gespeicherten Informationen sowie deren Anwendung. Der Fokus des Lehrenden liegt hierbei auf der Sicherung des Informationsinteresses, um eine beständige Fortführung des Zyklus zu gewährleisten. (…)“

Webinar: Isabelle Schuhladen stellt LdL vor. Schnell, klar, dynamisch, überzeugend.

Isabelle Schuhladen Le Bourhis
Hervorragende Vorstellung von LdL. Schnell, klar, dynamisch, überzeugend, anschaulich!

Refoundation and reformulation of the Universal Declaration of Human Rights?

On December 9, 2019, Human Rights Day, the Süddeutsche Zeitung published an article with the headline: „The Dignity of the Individual – The UN Declaration of 1948 is based on an image of humanity shaped in Europe and America – this does not suit everyone“ [1]. This becomes particularly clear in Article 1 of the Cairo Declaration [2], adopted by 45 Muslim states in 1990: „All human beings form a family whose members are united by submission to God and all are descended from Adam. In contrast, Article 1 of the UN Declaration emphasizes the autonomy of the individual and his or her freedom. How do such different conceptions of being human come about? From a political point of view, different images of humanity lead to different goals and priorities. And to other human rights.

Here download:  

Refoundation and reformulation oft the Universal Declaration of Human Rights?

Evaluation formative par le biais de pratiques „Lernen durch Lehren“ destinées aux étudiants de niveau avancé (2020)

Halina Widła, 2020
Uniwersytet Śląski
https://orcid.org/0000-0001-7384-5897
halina.widla@us.edu.pl

„(…)À partir de 1980, le professeur de français Jean-Pol Martin, qui est parvenu à appliquer un tel système à l’Université de Bavière, devient un propagateur actif de cette méthode de travail auprès des étudiants ; une solution suffisamment fréquente pour qu’on y porte attention. Son approche naît suite à l’analyse critique qu’il fait des méthodes traditionnelles, qu’il décrit de la manière suivante :
‚Les méthodes pratiquées actuellement présentent, à cet égard aussi, de graves déficits. S’adressant en premier lieu à la mémoire, les techniques traditionnelles imposent une attitude réceptive à l’apprenant et laissent peu de place au développement d’activités individualisées et autonomes ; il en est de même des approches behavioristes qui, de plus, utilisent des pratiques répétitives peu propices aux processus intellectuels complexes et à la créativité. Ces méthodes ne tenant pas compte de besoins fondamentaux des élèves, ceux-ci réagissent dans les deux cas par des comportements à la fois passifs et agressifs. Quant aux approches communicatives, qui privilégient la motivation de l’apprenant, elles ont l’inconvénient de faire supporter par le professeur tout le poids de l’effort didactique. En effet, comme il s’agit moins de faire assimiler par les élèves les contenus du manuel que de les inciter à s’exprimer dans un contexte authentique, l’enseignant doit constamment faire preuve d’imagination pour créer, au-delà des situations fournies par le livre, des occasions de parole motivantes. (Martin, 1989 : 51)‘ (…)“

Download:  Evaluation formative par le biais de pratiques „Lernen durch Lehren“ destinées aux étudiants de niveau avancé

Martin-Theorie in zwei Aufsätzen

Die LdL-Woche in Eichstätt hat gezeigt, dass die Theorie, die ich ab 1982 entwickelt und in meiner Dissertation und meiner Habilitationsschrift veröffentlicht habe, sich als Fundament nicht nur für LdL erweist sondern auch für ganz andere Vorhaben, wie das Formulieren von „Neuen Menschenrechten“.
Wer diese Theorie auf knappem Raum zusammengefasst sucht, findet sie in zwei Aufsätzen:

1. 2002 „Weltverbesserungskompetenz“ als Lernziel?  In: „Pädagogisches Handeln – Wissenschaft und Praxis im Dialog“, 6. Jahrgang, 2002, Heft 1, Seite 71-76

2. 2018 Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle. In: Olaf-Axel Burow, Stefan Bornemann (Hrsg.): Das große Handbuch Unterricht & Erziehung in der Schule. Carl Link Verlag, 2018. S. 345–360. ISBN 978-3-556-07336-0.

LdL-Woche 10.02-18.02 in Eichstätt: Flyer

Flyerdownload:

Hochschuldidaktikwoche 10. bis 18. Februar 2020

 

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Tanja Käsmayr: Lernen durch Lehren, Neue Menschenrechte und Rollenspiele

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Fakultät für Soziale Arbeit

02.12.2019

MASSA

1.4: Theorie und Praxis Sozialer Arbeit in der Schule Referentin: Tanja Käsmayr

Lernen durch Lehren Anhand von Rollenspielen im Training sozialer Kompetenzen

bei Kindern und Jugendlichen

Bitte Links anklicken:

1.  LDL und Rollenspiele Tanja Käsmayr

2.  LDL und Rollenspiele Tanja Käsmayr