LdL in der englischsprachigen Fachliteratur

Wikipedia:

„In professional education, learning by teaching (German: Lernen durch Lehren, short LdL) designates currently the method by Jean-Pol Martin that allows pupils and students to prepare and to teach lessons, or parts of lessons. Learning by teaching should not be confused with presentations or lectures by students, as students not only convey a certain content, but also choose their own methods and didactic approaches in teaching classmates that subject. (…)“

Google Links:  Jean-Pol Martin: Learning by teaching

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Isabelle Schuhladen: „Das macht Schule“

Wir bringen dir das Lernen bei!

Wir bringen dir das Lernen bei!
Anhand des Konzepts „Lernen durch Lehren“ von Jean-Pol Martin lernen die Schülerinnen und Schüler, wie das Lernen funktioniert (woher kommt dies, Kenntnisse aus der Neurowissenschaft, anthropologisches Modell, Empathie, Ressourcenorientierung, Flow, exploratives Verhalten…). Als Abschluss erstellen die Schülerinnen und Schüler in GA eine Mappe für die anderen 5Klässlerinnen und 5Klässler der Schule und halten eine Projektpräsentation.

Projektstory

  • Am 20. Juni habe ich mit diesem Projekt in meiner 5. Klasse Realschule im Fach Deutsch angefangen. Das Thema: “ Wir bringen euch das gehirngerechte Lernen bei!“
    Die Schülerinnen und Schüler müssen anhand von Fachbüchern aus den Neurowissenschaften herausfinden, wie das Lernen im Gehirn funktioniert und sich überlegen, welche Konsequenzen dies für den Unterricht hat. Dazu haben sie den Grundaufsatz von Jean-Pol Martin “ Weltverbesserungskompetenz als Lernziel“ und eine Liste mit Links zu Aufsätzen und Videos zu dem Thema bekommen. Das heißt, hier wird Forschungsarbeit gefragt. Natürlich sollen sie ihre persönlichen Erfahrungen (LdL, Klassenrat, Schullandheim…) mit einbauen. Sie müssen zum Beispiel ein Märchen über das Verhalten der Neuronen schreiben, einen Kinder-Lexikoneintrag verfassen, in dem sie das Menschenbild gleichaltrigen Schülern erklären, ein Video drehen (Verhalten der Neuronen), Visualisierungen erstellen…
    Wenn die Schüler alle Aufgaben bearbeitet haben, sollen sie sich selbst einschätzen. In meinem Bewertungsbogen, den ich mit der Klasse erstellt habe, befinden sich 2 Spalten: Selbsteinschätzung und Bewertung durch die Lehrkraft.
  • Bis jetzt läuft es sehr gut! Die Klasse zeigte ihr Organisationstalent, die Schülerinnen und Schüler können sich gut konzentrieren,und zeigen große Motivation, sogar Flow! Dadurch möchte ich zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler, wenn sie Vertrauen und Verantwortung bekommen, tolle Leistungen und vor allem Kreativität zeigen und dass sie durch solche Projekte enorm viel lernen!
  • Von Anfang an wurde die LdL-Theorie von Jean-Pol Martin eingeführt (Die Bedürfnisse des Menschen, die gewaltfreie Kommunikation, Demokratie-Erziehung, Fehlerkultur, Klasse als Gehirn / Schüler und Lehrer als Neuronen). Dadurch haben wir eine sehr konstruktive Klassengemeinschaft erreicht, sodass wir vor Weihnachten den Klassenrat (www.derklassenrat.de) einführen konnten. Dank des LdL-Prinzips und des Klassenrats wurde Partizipationsfähigkeit gefordert.
    Das Projekt hat den Schülern, ihren Eltern und mir große Freude bereitet. Die Präsentationen waren von großer Qualität! Die Schüler haben wertvolle Videos gedreht.
    Da die Präsentationen hervorragend waren (inhaltlich und technisch), luden wir die Eltern zur Schule ein und organisierten einen LdL-Nachmittag für sie an der Schule. Die Klasse wollte aber noch mehr! Deshalb präsentierten sie ihre Ergebnisse ein 3. Mal für die Parallelklassen. Ein großer Erfolg! Dieses Projekt bekam auch bei den Lehrern große Aufmerksamkeit.
    Diese Klasse brachte anschließend den anderen 5. Klassen LdL und den Klassenrat bei!In der 6. Klasse leben wir weiterhin im LdL-Modus. Dank dieser Partizipationskompetenz ( im LdL-Prinzip fest verankert) der Schüler haben sich für uns neue Türe eröffnet:
    – Die Schüler erklären Lehrern das LdL-Prinzip im Rahmen von regionalen Lehrerfortbildungen
    – 8 Schüler waren dieses Jahr am 11. April beim Augsburger Landrat. Hier haben sie ihm LdL vorgestellt, weitere Deutschkurse für unsere Schüler aus Syrien und Afghanistan sowie eine Jugendorganisation für Meitingen beantragt. Ein paar Tage später bekamen wir schon gute Nachrichten vom Landrat.

 

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Joachim Grzega’s Learning by teaching Videos

Learning by teaching – Part 1

Learning by teaching – Part 2

Learning by teaching – Part 3

„Learning by teaching“ in China

„Great, so after reading Mr. Xue’s spin on how he’d conduct “teaching by others”, you better ready cause AndyZ is going to take you for a spin and take a deeper stab at this. This whole teaching others concept actually was first popularized by linguistics and language learning professor Jean-Pol martin, which in its abbreviated form is Ldl (originating from German), which basically means learning from teaching others. The way that Professor Martin did this was to allow students to directly teach, and unlike Mr. Xue, he wasn’t facilitating the students to go up on stage and make reports on a particular piece of information; rather he required the students to utilize more interactive methods such as small group discussions and brainstorming, and his role in all this was to perform quality assurance and only intervene when the information was unclear. Based on this, Professor Martin in particular masterfully connected the other two active learning styles on the learning pyramid – group discussion and practice by doing. However, I must admit that this form of learning requires impeccable design in order to be introduced to the classroom. Trust me, I’m speaking from experience as I remember trialing this out in two separate classes at a particular high school in Southern China. Inevitably, Professor Martin’s learning methods have become fodder material for a number of well-recognized elite universities globally and becoming a classical case study for education studies programs.“

作者:Andy老师
链接:https://www.jianshu.com/p/d346537d789a
來源:简书
著作权归作者所有。商业转载请联系作者获得授权,非商业转载请注明出处。

„Jean-Pol Martin“ als Prüfungsstoff in Hyderabad (Indien)

Multiple choice Prüfung an der Maulana Azad National Urdu University in Hyderabad (Indien).

MPhil/PhD (English) Entrance Test 2017.

Siehe Frage 87:

31822829_10211506859362799_8947368354557984768_o

Hier die ganze Prüfung (pdf-Datei):

MPhil/PhD (English) Entrance Test 2017

Conception d’un dispositif de tutorat par les pairs. (Beyrouth)

Par Nisrine Hamdan Saadé – Faculté des sciences économiques – Université St.Joseph de Beyrouth

Ici:   Conception… pfd

Wozu Bürgerbeteiligung? Wissenskonstruktion und die Gehirnmetapher.

Das Wirtschaftswachstum als Voraussetzung für die Steigerung des Glücks stößt an seine Grenzen. Mehr Konsum führt nicht zu mehr Glück sondern zum ökologischen Kollaps. In einem Bereich ist allerdings Wachstum noch möglich und wünschenswert: wir können unser Wissen spektakulär mehren. Die effektivste Wissensproduktionsmaschine ist das Gehirn. Lässt sich die Funktionsweise des Gehirns auf Menschengruppen übertragen?

Der Mensch als Neuron

Die kleinste Funktionseinheit des Gehirns ist die Nervenzelle (Neuron). Bekanntlich verfügt das Gehirn über etwa 90 Milliarden davon. Diese Neuronen sind in Netzen organisiert (neuronale Netze), die auf der Grundlage des Austausches und der Verarbeitung von Impulsen Gedanken hervorbringen. Die Neuronen kommunizieren also sehr schnell und intensiv untereinander und daraus entsteht Wissen. Natürlich ist die Organisation dieses Austausches zwischen den Neuronen im Gehirn sehr kompliziert. Dennoch können wir uns vorstellen, dass dank der Digitalisierung mit der Möglichkeit einer Verbindung zwischen allen Menschen so etwas wie ein weltweites Gehirn entsteht: jeder Mensch ist ein Neuron und durch die Interaktionen zwischen den Neuronen wird Wissen gemeinsam konstruiert. Allerdings setzt es ein bestimmtes Verhalten voraus, das ich metaphorisch so beschreibe: 1. Neuronen sind offen und transparent, 2. Neuronen geben ihr Wissen sofort weiter. Sie wollen nicht als Person bekannt werden und nehmen sich nicht wichtig, 3. Da Neuronen keine Angst haben, Fehler zu machen und sich zu blamieren, feuern sie sehr schnell ab, 4. Wenn Neuronen angedockt werden, reagieren sie sofort, 5. Neuronen versuchen ständig Kontakt zu anderen Neuronen herzustellen; sie haben keine Angst, penetrant zu wirken, 6. Neuronen sind nicht beleidigt, 7. Neuronen machen keine Pause; sie nehmen erst dann Urlaub, wenn ihr Projekt abgeschlossen ist, 8. Neuronale Netze gehen mit Unschärfen spielerisch um, 9. Neuronale Netze haben eine basisdemokratische Einstellung, 10. Achtung hohe Suchtgefahr: das Neuronverhalten muss kontrolliert und situationsabhängig eingesetzt werden!

Die Stadt und die kollektive Wissenskonstruktion

Angesichts des Umfangs und der Komplexität der Aufgaben, die auf die Gesellschaft zukommen, sind Stadträte, also kleinere Gruppen von delegierten Bürgern überfordert. Es müssen Verfahren eingeübt werden, die möglichst viele vorhandene Ressourcen aus der Bevölkerung mobilisieren und dauerhaft einbinden. Diese Mobilisierung könnte sich an der Architektur des Gehirns orientieren, zumindest in groben Zügen. Bereits jetzt werden ausgefeilte Bürgerbeteiligungsmodelle erprobt, die rasche und intensive Interaktionen zwischen den Bürgern auslösen. Auch in Ingolstadt wurde damit begonnen. Die ersten Beteiligungen, beispielsweise zum Georgianum, waren noch nicht überzeugend, weil viele Bürgervorschläge nicht berücksichtigt wurden. Die Beteiligung zum Bau der Kammerspiele war bereits wesentlich effektiver. Wir sind also auf einem guten Weg. Dennoch sind uns andere Bundesländer und andere Städte voraus und haben feste Beteiligungsstrukturen, beispielsweise Baden-Württemberg mit einer Staatsrätin im Kabinettsrang oder Potsdam mit einem Bürgerrat und einem Büro für Bürgerbeteiligung. In diesen Städten wird Beteiligung auf allen Ebenen zur Selbstverständlichkeit. Das Wissen der Bürger über die Probleme und Erfolge der Stadt wird stark erhöht sowie ihre Kompetenz und Motivation, sich an der Entwicklung des Gemeinwesens zu beteiligen. Untersuchungen zeigen, dass eine wesentliche Glücksquelle in der Verwirklichung gemeinsamer, umfangreicher Projekte liegt, die über den Einzelnen hinausreichen und auf die Zukunft bezogen sind. Lasst uns Ingolstadt zum Gehirn machen!