Meistzitierte Artikel/Bücher

Lernen durch lehren

JP Martin, R Kelchner
Timm, Johannes P.(Hrsg.), 211-219
108* 1998

 

Zum Aufbau didaktischer Teilkompetenzen beim Schüler: Fremdsprachenunterricht auf der lerntheoretischen Basis des Informationsverarbeitungsansatzes

JP Martin
G. Narr
74 1985

 

Vorschlag eines anthropologisch begründeten Curriculums für den Fremdsprachenunterricht

JP Martin
Gunter Narr Verlag
51 1994

 

Das Projekt“ Lernen durch Lehren“-eine vorlaeufige Bilanz

JP Martin
Fremdsprachen lehren und lernen 25, 70-86
40 1996

 

Lernen durch lehren: Paradigmenwechsel in der Didaktik

JP Martin, G Oebel
Deutschunterricht in Japan 12 (2007), 4-21
37 2007

 

„Weltverbesserungskompetenz “als Lernziel

JP Martin
Pädagogisches Handeln–Wissenschaft und Praxis im Dialog 6 (1), 71-76
31 2002

LdL in amtlichen Texten (Pdf-Dateien)

1. UNESCO: Bureau international d’éducation – Outils de Formation pour le Développement du Curriculum – Apprentissage Personnalisé, Genève, Juin 2017

2. ISB – LehrplanPLUS – Grundschule (1)

3. ISB – LehrplanPLUS – Grundschule (2)

4. ISB – LehrplanPLUS – GYM-Latein-Methodik

 

Isabelle Schuhladen: „Das macht Schule“

Wir bringen dir das Lernen bei!

Wir bringen dir das Lernen bei!
Anhand des Konzepts „Lernen durch Lehren“ von Jean-Pol Martin lernen die Schülerinnen und Schüler, wie das Lernen funktioniert (woher kommt dies, Kenntnisse aus der Neurowissenschaft, anthropologisches Modell, Empathie, Ressourcenorientierung, Flow, exploratives Verhalten…). Als Abschluss erstellen die Schülerinnen und Schüler in GA eine Mappe für die anderen 5Klässlerinnen und 5Klässler der Schule und halten eine Projektpräsentation.

Projektstory

  • Am 20. Juni habe ich mit diesem Projekt in meiner 5. Klasse Realschule im Fach Deutsch angefangen. Das Thema: “ Wir bringen euch das gehirngerechte Lernen bei!“
    Die Schülerinnen und Schüler müssen anhand von Fachbüchern aus den Neurowissenschaften herausfinden, wie das Lernen im Gehirn funktioniert und sich überlegen, welche Konsequenzen dies für den Unterricht hat. Dazu haben sie den Grundaufsatz von Jean-Pol Martin “ Weltverbesserungskompetenz als Lernziel“ und eine Liste mit Links zu Aufsätzen und Videos zu dem Thema bekommen. Das heißt, hier wird Forschungsarbeit gefragt. Natürlich sollen sie ihre persönlichen Erfahrungen (LdL, Klassenrat, Schullandheim…) mit einbauen. Sie müssen zum Beispiel ein Märchen über das Verhalten der Neuronen schreiben, einen Kinder-Lexikoneintrag verfassen, in dem sie das Menschenbild gleichaltrigen Schülern erklären, ein Video drehen (Verhalten der Neuronen), Visualisierungen erstellen…
    Wenn die Schüler alle Aufgaben bearbeitet haben, sollen sie sich selbst einschätzen. In meinem Bewertungsbogen, den ich mit der Klasse erstellt habe, befinden sich 2 Spalten: Selbsteinschätzung und Bewertung durch die Lehrkraft.
  • Bis jetzt läuft es sehr gut! Die Klasse zeigte ihr Organisationstalent, die Schülerinnen und Schüler können sich gut konzentrieren,und zeigen große Motivation, sogar Flow! Dadurch möchte ich zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler, wenn sie Vertrauen und Verantwortung bekommen, tolle Leistungen und vor allem Kreativität zeigen und dass sie durch solche Projekte enorm viel lernen!
  • Von Anfang an wurde die LdL-Theorie von Jean-Pol Martin eingeführt (Die Bedürfnisse des Menschen, die gewaltfreie Kommunikation, Demokratie-Erziehung, Fehlerkultur, Klasse als Gehirn / Schüler und Lehrer als Neuronen). Dadurch haben wir eine sehr konstruktive Klassengemeinschaft erreicht, sodass wir vor Weihnachten den Klassenrat (www.derklassenrat.de) einführen konnten. Dank des LdL-Prinzips und des Klassenrats wurde Partizipationsfähigkeit gefordert.
    Das Projekt hat den Schülern, ihren Eltern und mir große Freude bereitet. Die Präsentationen waren von großer Qualität! Die Schüler haben wertvolle Videos gedreht.
    Da die Präsentationen hervorragend waren (inhaltlich und technisch), luden wir die Eltern zur Schule ein und organisierten einen LdL-Nachmittag für sie an der Schule. Die Klasse wollte aber noch mehr! Deshalb präsentierten sie ihre Ergebnisse ein 3. Mal für die Parallelklassen. Ein großer Erfolg! Dieses Projekt bekam auch bei den Lehrern große Aufmerksamkeit.
    Diese Klasse brachte anschließend den anderen 5. Klassen LdL und den Klassenrat bei!In der 6. Klasse leben wir weiterhin im LdL-Modus. Dank dieser Partizipationskompetenz ( im LdL-Prinzip fest verankert) der Schüler haben sich für uns neue Türe eröffnet:
    – Die Schüler erklären Lehrern das LdL-Prinzip im Rahmen von regionalen Lehrerfortbildungen
    – 8 Schüler waren dieses Jahr am 11. April beim Augsburger Landrat. Hier haben sie ihm LdL vorgestellt, weitere Deutschkurse für unsere Schüler aus Syrien und Afghanistan sowie eine Jugendorganisation für Meitingen beantragt. Ein paar Tage später bekamen wir schon gute Nachrichten vom Landrat.

 

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Conception d’un dispositif de tutorat par les pairs. (Beyrouth)

Par Nisrine Hamdan Saadé – Faculté des sciences économiques – Université St.Joseph de Beyrouth

Ici:   Conception… pfd

Wozu Bürgerbeteiligung? Wissenskonstruktion und die Gehirnmetapher.

Das Wirtschaftswachstum als Voraussetzung für die Steigerung des Glücks stößt an seine Grenzen. Mehr Konsum führt nicht zu mehr Glück sondern zum ökologischen Kollaps. In einem Bereich ist allerdings Wachstum noch möglich und wünschenswert: wir können unser Wissen spektakulär mehren. Die effektivste Wissensproduktionsmaschine ist das Gehirn. Lässt sich die Funktionsweise des Gehirns auf Menschengruppen übertragen?

Der Mensch als Neuron

Die kleinste Funktionseinheit des Gehirns ist die Nervenzelle (Neuron). Bekanntlich verfügt das Gehirn über etwa 90 Milliarden davon. Diese Neuronen sind in Netzen organisiert (neuronale Netze), die auf der Grundlage des Austausches und der Verarbeitung von Impulsen Gedanken hervorbringen. Die Neuronen kommunizieren also sehr schnell und intensiv untereinander und daraus entsteht Wissen. Natürlich ist die Organisation dieses Austausches zwischen den Neuronen im Gehirn sehr kompliziert. Dennoch können wir uns vorstellen, dass dank der Digitalisierung mit der Möglichkeit einer Verbindung zwischen allen Menschen so etwas wie ein weltweites Gehirn entsteht: jeder Mensch ist ein Neuron und durch die Interaktionen zwischen den Neuronen wird Wissen gemeinsam konstruiert. Allerdings setzt es ein bestimmtes Verhalten voraus, das ich metaphorisch so beschreibe: 1. Neuronen sind offen und transparent, 2. Neuronen geben ihr Wissen sofort weiter. Sie wollen nicht als Person bekannt werden und nehmen sich nicht wichtig, 3. Da Neuronen keine Angst haben, Fehler zu machen und sich zu blamieren, feuern sie sehr schnell ab, 4. Wenn Neuronen angedockt werden, reagieren sie sofort, 5. Neuronen versuchen ständig Kontakt zu anderen Neuronen herzustellen; sie haben keine Angst, penetrant zu wirken, 6. Neuronen sind nicht beleidigt, 7. Neuronen machen keine Pause; sie nehmen erst dann Urlaub, wenn ihr Projekt abgeschlossen ist, 8. Neuronale Netze gehen mit Unschärfen spielerisch um, 9. Neuronale Netze haben eine basisdemokratische Einstellung, 10. Achtung hohe Suchtgefahr: das Neuronverhalten muss kontrolliert und situationsabhängig eingesetzt werden!

Die Stadt und die kollektive Wissenskonstruktion

Angesichts des Umfangs und der Komplexität der Aufgaben, die auf die Gesellschaft zukommen, sind Stadträte, also kleinere Gruppen von delegierten Bürgern überfordert. Es müssen Verfahren eingeübt werden, die möglichst viele vorhandene Ressourcen aus der Bevölkerung mobilisieren und dauerhaft einbinden. Diese Mobilisierung könnte sich an der Architektur des Gehirns orientieren, zumindest in groben Zügen. Bereits jetzt werden ausgefeilte Bürgerbeteiligungsmodelle erprobt, die rasche und intensive Interaktionen zwischen den Bürgern auslösen. Auch in Ingolstadt wurde damit begonnen. Die ersten Beteiligungen, beispielsweise zum Georgianum, waren noch nicht überzeugend, weil viele Bürgervorschläge nicht berücksichtigt wurden. Die Beteiligung zum Bau der Kammerspiele war bereits wesentlich effektiver. Wir sind also auf einem guten Weg. Dennoch sind uns andere Bundesländer und andere Städte voraus und haben feste Beteiligungsstrukturen, beispielsweise Baden-Württemberg mit einer Staatsrätin im Kabinettsrang oder Potsdam mit einem Bürgerrat und einem Büro für Bürgerbeteiligung. In diesen Städten wird Beteiligung auf allen Ebenen zur Selbstverständlichkeit. Das Wissen der Bürger über die Probleme und Erfolge der Stadt wird stark erhöht sowie ihre Kompetenz und Motivation, sich an der Entwicklung des Gemeinwesens zu beteiligen. Untersuchungen zeigen, dass eine wesentliche Glücksquelle in der Verwirklichung gemeinsamer, umfangreicher Projekte liegt, die über den Einzelnen hinausreichen und auf die Zukunft bezogen sind. Lasst uns Ingolstadt zum Gehirn machen!

Learning by teaching: Conceptualization as a source of happiness

Hier die PdF-Datei:

Learning by teaching: Conceptualization as a source of happiness

07336000

 

Bürgerbeteiligung: Anträge der Parteien im Stadtrat

Quelle:  facebook-Gruppe „Ingolstadt diskutiert: sachlich offen und fair“

Anträge der BGI

Anträge der CSU

Anträge der FW

Anträge der ÖDP

Anträge der Grünen

Anträge der SPD

Anträge der FDP

Anträge der UDI

Kriterien zur Bewertung der Statdtratarbeit:

Dazu Joachim Siebler (Grüne):

„Die Frage, wieviele Anträge Politiker*innen der Opposition „durchgebracht“ haben, hilft nur sehr bedingt, um Leistungen zu beurteilen. Wenn die Rathausmehrheit nicht will, dann will sie halt nicht. Da kann man sich auf den Kopf stellen. Mit der Frage nach den Anträgen selbst und deren Qualität lässt sich hingegen sehr gut eine erfolgreiche Arbeit auch aus der Opposition heraus ablesen. Natürlich zeigt sich auch hier der eine oder der andere direkte Erfolg. Aber gerade anhand der abgelehnten Anträge und vor allem in den Diskussionen darüber lässt sich sehr gut verdeutlichen, worin die Unterschiede (oder auch die Gemeinsamkeiten) der politischen Ausrichtung der verschiedenen Gruppen und Fraktionen im Stadtrat lieben. Und gerade die abgelehnten oder die auf den St. Nimmerleinstag verschobenen Anträge bilden eines der Fundamente für das Wahlprogramm für die nächste Wahl.“

Mein Vorschlag (Neue Menschenrechte):

Um die Arbeit der Bürgervertreter zu bewerten, ist es angebracht, Kriterien aufzustellen, die sich an den Grundbedürfnissen orientieren. Also: dient dieser Antrag (diese Entscheidung) dem „Glück“ der Bürger (und nicht beispielsweise den Interessen der Wirtschaft und des Kapitals)?

Kriterien: Wir brauchen Neue Menschenrechte

Artikel im Donaukurier: „Wir brauchen neue Menschenrechte“