Neue Menschenrechte

Heute haben wir mit Jean-Pol Martin , Melek Turan und meiner Tochter nochmals, die von Jean-Pol Martin entworfenen neuen Menschenrechte durchgearbeitet. Es war meiner Tochter eine sehr große Freude Ihn kennenzulernen.
Danke nochmals Jean-Pol Martin 🤗

 

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Aus dem Blog von Adriano Montefusco: „Kinder lernen (auch) von Kindern“

(…)

8. Kinder lernen (auch) von Kindern

Wenn wir uns anschauen, wie sich Lernen im Alltag vollzieht, stellen wir fest, dass Lernprozesse oft altersübergreifend stattfinden (in beide Richtungen). Es liegt in der Natur der Sache, dass wir Dinge, die wir lernen wollen, häufig von Menschen lernen, die diese Dinge schon können oder zumindest Erfahrungen mit ihnen gesammelt haben. Altersübergreifende Klassen tragen diesem Umstand Rechnung und verunmöglichen von vornherein einen stark ent-individualisierten Unterricht. Damit will ich aber nicht einem falsch verstandenen „Lernen durch Lehren“-Ansatz (LdL) das Wort reden. Wir alle haben schon die Erfahrung gemacht, dass uns unser eigenes Verständnis oder Missverständnis einer Sache erst klar wird, wenn wir den Sachverhalt anderen vermitteln müssen. Auch wenn es um prozedurales Wissen geht, um automatisierte Abläufe oder um umfassende Handlungskompetenzen, machen wir oft erstaunliche Entdeckungen, wenn wir in die Lage kommen, diese Abläufe und Fähigkeiten zur Sprache bringen zu müssen oder sie anderen verständlich vorzeigen zu wollen. So bestechend dieser ‚Lernen durch Lehren‘-Ansatz ist, so problematisch kann seine Umsetzung werden, nämlich dann, wenn das „Lehren“ wieder auf einem überkommenen Verständnis dessen basiert, was Bildung zu sein hat. Wenn Lernende einfach zu kleinen Dozenten werden ist die Chance gross, dass (im besten Fall) nur die Schüler·innen in der Lehrerrolle davon profitieren, etwas vermitteln zu müssen. Überhaupt ist der Anspruch des „Vermittelns“ voraussetzungsreich. Er geht von einem unidirektionalen Verständnis aus, wie sich Lernen vollzieht: von A nach B und selten wechselseitig. In diesem sicherlich falschen Verständnis, das z. B. Jean-Pol Martin, der Begründer des Ansatzes so gerade nicht vertritt, spielt es dann auch keine Rolle, ob eine ausgebildete Lehrperson oder ein Lernender in die Vermittlungsrolle schlüpft. Liest man die neueren Publikationen von Jean-Pol Martin aufmerksam, versteht man, dass es im LdL-Ansatz weniger darum geht, dass Lernende Inhalte präsentieren, dozieren oder eben „vermitteln“, sondern dass jeder Lernende sich als Lernmedium verstehen lernt, anhand dessen andere – beobachtend, imitierend, aber auch ihn übertreffend oder in Abgrenzung von seinen Lösungswegen eigene Handlungsprozeduren entwickelnd – weiterkommen. Zeitgemässer Unterricht schafft Lernumgebungen, in denen sich Lernende gegenseitig beim Lernen beobachten, ergänzen, korrigieren können, in dem sie „quasi-neuronale“ Lernnetzwerke bilden, die auch über den Rahmen der schulischen Veranstaltungen hinaus bedeutsam sein können und kollaborativ (virtuell und real, digital und analog) an Lerngegenständen arbeiten, deren Auswahl sie zumindest mitbestimmen, immer häufiger aber auch selbst bestimmen können. Im LdL-Ansatz liegt der Fokus weniger auf Vermittlungs- als auf Aneingnungsstrategien, die noch dazu ko-konstruktiv und vernetzend erfolgen sollen. Eine solche Lernumgebung hat viel mit den Sozialformen des Lernens zu tun, aber eben auch mit den räumlichen und mitunter technischen Gegebenheiten (was kann Marc von Susanne lernen, wenn er den ganzen Tag nur hinter ihr sitzen muss?).

Der ganz Artikel (11.2019):   Zeit für zeitgemäße Bildung

Referendararbeiten zu „Lernen durch Lehren“. 1985-2004

– Die Downloads erfolgen überwiegend von http://www.ldl.de – Die Listen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Erstes Staatsexamen

Thomas Eckhardt (2000): Schüler als Lehrer im Englischunterricht. Grenzen und Möglichkeiten kooperativen Lernens am Beispiel eines jahrgangsübergreifenden Internet-Projekts.
  • PDF.zip (999 KB)
  • Word.zip (216 KB)
Ilona Seifert (1999): Lernen durch Lehren – ein methodischer Ansatz für einen handlungs- und schülerorientierten Fremdsprachenunterricht (Französisch) an der Realschule
  •  PDF (393 KB)

Zweites Staatsexamen

Arbeiten, die sich schwerpunktmäßig mit der Methode Lernen durch Lehren befassen (chronologisch geordnet). Die meisten Arbeiten sind auf Anfrage leihweise bei Jean-Pol Martin zu bekommen.

Svenja Wenzel (2004): Ein Beispiel für den Einsatz des Konzeptes „Lernen durch Lehren“ im bilinguaslen Sachunterricht – Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 gestalten eine Exkursion zu einem Industriedenkmal für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9.
Ralf Grimmeisen (2003): Konzept für die Vorbereitung eines Besuches des Römermuseums in Haltern im Rahmen der „Germania“-Lektüre in einem Lateinkurs 11.2 durch Erstellung einer Sammelmappe zum Thema „Aspekte römischen Lagerlebens im besetzten Germanien“.
Daniel Ossege (2003): Erprobung der Methode „Lernen durch Lehren“ im Anfangsunterricht. Eine Unterrichtsreihe im Fach Spanisch in einer 9. Klasse der Werner-von-Siemens-Oberschule (Gymnasium)
Bianka Schmitz (2002): Thierry Lenain: „Un pacte avec le diable“. Eine schüleraktivierende Behandlung der Lektüre im Französischunterricht einer Klasse 11 des Gymnasiums nach der Methode „Lernen durch Lehren LdL“
Roman Burkhart (2002, Saarbrücken):  Die Durchnahme der UNIT 8, Green Line New 1 (A day at the seaside) mit der Methode „Lernen durch Lehren“ in der Klasse 5
Oliver Drechsel (2002): „Lernen durch Lehren“ – Chancen und Grenzen der Einführung des pädagogischen Konzeptes LdL im Musikunterricht der Klasse 5
Tobias Schnitter (2000): Einführung in die Methode ‚LdL‘: Schüler der 9. Jahrgangsstufe werden mit den Grundzügen der Methode vertraut gemacht und erarbeiten dementsprechend Teile der Lektion 1 aus ‚Ensemble 2‘ (Vokabeleinführung, Textpräsentation, Übungssequenzen, Grammatikpräsentation).
Dagmar Wilms (2000): Das Idealbild der römischen Frau, erarbeitet anhand der Porträts zweier unterschiedlicher Frauengestalten der Antike (Calpurnia: Plin. ep. 4, 19; Sempronia: Sall. Cat. 25). Eine Unterrichtsreihe in einer Klasse 10 (LI) des Gymnasiums zur Erprobung der Methode „Lernen durch Lehren“.
Dirk Lorenz (2000): Anwendung der Methode Lernen durch Lehren (LdL) im Schwerpunktvorhaben im Biologieunterricht in der Jahrgangsstufe 11
Christine Günther (2000): Schüler unterrichten Schüler – Unterrichtsversuch im Französischunterricht einer neunten Klasse
Claus Hilgers (1999): Erprobung der Methode ‚Lernen durch Lehren‘ am Beispiel der Kreismessung im Mathematikunterricht der 10. Jahrgangsstufe
Helge Flöter (1999): Die Erarbeitung einer Lehrbuchlektion durch Schüler nach der Methode LdL (Wortschatz-, Grammatik- und Texteinführung) im Englischunterricht der 8. Jahrgangsstufe (E2) anhand Compact Course 2/Neu. Vorbereitung, Durchführung und kritische Beurteilung.
Ursula Karrer (1999): Die Methode „Lernen durch Lehren“ im Englischunterricht der Jahrgangsstufen 7 und 11 – Vergleich von zwei Unterrichtssequenzen
Bott-Scheffler, Annette (1999, Bad Kreuznach): Enttäuschte Liebe – Eine Unterrichtssequenz zur Erprobung der Methode „Lenren durch Lehren“ als Element einer Unterrichtsreihe zu den carmina Catulls in einer Klasse 11. (Latein)
Thieme, Raphael (1999, Bensheim): Die Methode „Lernen durch Lehren“ – LdL – im Anfangsunterricht Chemie der Klasse 8.
Tausch, Sandra (1999, Jena): Erprobung der Methode „Lernen durch Lehren“ (LdL) im Unterrichtsfach Warenverkaufskunde, Lernabschnitt 9 „Handelsvorschriften“, in einer Klasse des Ausbildungsberufes Kaufmann/ Kauffrau im Einzelhandel
Susanne Ziebegk (1998, Berlin): Die Methode ‚Lernen durch Lehren  -erprobt an der Einführung der Relativsätze im Konjunktiv“ Lateinunterricht in einer 10. Klasse
Meierhenrich, Michael (1998, Köln): Die Methode „Lernen durch Lehren, eingesetzt bei der Arbeit mit Zeitungsartikeln aus „Le Journal des Enfants“ in einem Grundkurs 11,2. 
Hilmer, Anette (1998, Regensburg): Lernen durch Lehren in der 9. Jahrgangsstufe: Erstellung, Erprobung und Auswertung einer Unterrichtssequenz zu Découvertes 3 (Klett)
Oswald, Sonja (1998, München): Eine kritische Auseinandersetzung mit Jean-Pol Martins didaktischem Konzept „Lernen durch Lehren“ anhand der Unterrichtseinheit Etudes Francaises – Echanges III – Lecon 5B – Lecon 6B, durchgeführt mit der Klasse 9 b/c des Dossenberger-Gymnasiums Günzburg im Schuljahr 1997/98
Mosell, Robert (1998, Mainz): Die Erprobung der „Lernen-durch-Lehren“-Methode im Französischunterricht der Klasse 9. Pädagogische Hausarbeit im Fach Französisch.
Nivergall, Katrin (1998, Aachen): Lernen durch Lehren im Rahmen einer Unterrichtsreihe zur Landeskunde Spaniens.
  • Word6 (31 KB), Auszüge
Rosenberg, Petra (1998, Münster): „Lernen durch Lehren “ – ein methodischer Ansatz für einen handlungs- und schülerorientierten Unterricht am Beispiel des Mathematikunterrichts in einer Klasse 9 des Gymnasiums.
Dvorak, Brigitte (1998, Regensburg): Lernen durch Lehren: Schüler einer 9.Klasse übenehmen die Durchführung der Unit 2 des Lehrwerkes Englisch G C3 (Englisch als 2. Fremdsprache).
Müller, Petra (1997, Nürnberg): Lernen durch Lehren im Englischunterricht der Jahrgansstufe 8. Wortschatz und Textarbeit am Beispiel der Unit 3, Learning English, Green Line, Bayern
Baumgärtel, St. (1997, Berlin): Arbeit mit dem Lehrbuch GA5 (mit 3 und Optionen 4/5) in einer 9.Klasse. Darstellungsschwerpunkt: Erprobung einzelner Elemente der Methode „Lernen durch Lehren“ nach Martin
Berg, M. (1997, Berlin): Einführung der Methode „Lernen durch Lehren“. Ein Unterrichtsversuch im Sportunterricht einer 8.Klasse. Darstellungsschwerpunkt: Partner- und Gruppenarbeit
Kögler, J. (1997, Berlin): Siegfried Lenz: „Das Feuerschiff“: die Erarbeitung der Ganzschrift in einer 9.Klasse. Darstellungsschwerpunkt: Der Einsatz von Elementen der Methode „Lernen durch Lehren“
Kracklauer, Bernd (1997, Ingolstadt): Lernen durch Lehren – Versuch der Übertragung einfacher Lehrfunktionen auf Schüler im Fach Französisch als 3. Fremdsprache in der 10. Jahrgangsstufe (Winword 6.0; 62kB)
Laumeyer, Ulrike Maria (1996, München): „Lernen durch Lehren“ – Eine Unterrichtsreihe zum Thema Identitätsfindung in der 11. Jahrgangsstufe (Katholische Religionslehre)
Knoesel, N. (1996, Spardorf): Schüler übernehmen den Unterricht – ein Versuch in der 6. Jgst. am Beispiel von Raummessung.
Speth, H. (1996, Spardorf): Lernen durch Lehren am Beispiel der Satzgruppe des Pythagoras.
Schlindwein, P. (1996, Landshut): Lernen durch Lehren im Deutschunterricht der 7. Jgst.
Rauer, Stephan (1996, Berlin): Wiederholung von Basisgrammatik aus dem ersten Lernjahr in kommunikativen Situationen. Schwerpunkt: Lernen durch Lehren. Russisch, 8. Klasse, Gymnasium, zweites Lernjahr.
Meidert, Andreas (1996, Augsburg): Lernen durch Lehren (LdL) – Ein Unterrichtsversuch im Mathematikunterricht der Jahrgangsstufe 8 des Gymnasiums.
Hasubek, Uwe (1996, Stade): „Lernen durch Lehren“ im Erdkundeunterricht (432 kB). Ein Unterrichtsversuch in einem Grundkurs der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums am Beispiel einer Einführung in die Entwicklungsländerthematik.
  • selfextracting (432 KB)
Samer, Monika (1996, München): LdL in der elften Klasse: methodische Ansätze nach J.P.Martin im Hinblick auf die „Gelenkfunktion“ dieser Jahrgangsstufe, dargestellt an einigen signifikanten Beispielen aus der Wortschatz- und Lektürearbeit
Messerer, Helga (1995, Ingolstadt): Motivationsprobleme im Wirtschafts- und Rechtslehreunterricht. Eine Untersuchung des Modells von Jean-Paul Martin bezüglich fachspezifischer Übertragbarkeit. Ein Erfahrungsbericht aus der Mittelstufe des Gymnasiums.
Wach-Rangous, Kathrin (1995, Chemnitz): Lernen durch Lehren. Erarbeitung, Festigung und Kontrolle lexikalischer Kenntnisse unter der Leitung von Schülern eines Grundkurses 11, Französisch
Pfeiffer, K. (1995, Nürnberg): Lernen durch Lehren. Übernahme von Lehrfunktionen durch Schüler im Englischunterricht, 7.Kl.
Emmert, Caroline (1995, Schwabach): Lernen durch Lehren: die punktuelle Übernahme von Lehrfunktionen im Englischunterricht durch Schüler einer 8.Klasse
Schelhaas,Christine (1995, Würzburg): Lernen durch Lehren im neusprachlichen Unterricht der Unterstufe.
Flick,Thomas (1995, Braunschweig): Eine schüleraktive Behandlung von Maupassants Conte „Le vagabond“. Unterrichtsversuch in einem jahrgangsübergreifenden Grundkurs der 12./13. Jahrgangsstufe eines Gymnasiums. (Word-Format, flick.doc, 245 kB)
Kämper, Martin, Dr. (1995, Jülich): Lernen durch Lehren – Eine andersgeartete Organisationsform für die Textarbeit im lateinischen Lektüreunterricht. Eine Unterrichtsreihe über Caesar, BG VI 21 ff. in einer Klasse 10. (winword 6.0; kaemper.exe/gepackt, 151 kB)
Knollmüller, E. (1994, München): Lernen durch Lehren. Die Übernahme didaktischer Teilkompetenzen durch Schüler im Französischunterricht. 9.Klasse
Küfner, Werner (1994, Schweinfurt): Übernahme von Lehreraktivitäten durch Schüler in einer 8. Jahrgangsstufe (zweites Lernjahr/Französisch als zweite Fremdsprache) 
Stauß, Kathrin (1993, Chemnitz): Übernahme von Lehrfunktionen durch Schüler unter begleitender Beratung des Lehrers bei der Erarbeitung, Festigung und Kontrolle grammatischer Kenntnisse im Grundkurs Französisch Klasse 13
Herbst, Lorenz (1993, Tübingen): Schüler unterrichten Schüler. Ein Erfahrungsbericht über die Einführung schülergeleiteten Unterrichts im Fach Französisch in Klasse 11, 1.Fremdsprache. 
Wolf, Matthias (1993, Fulda): Lernen durch Lehren. Übernahme von Lehrfunktionen durch die Schüler im Französischunterricht der 9.Klasse (3.Fremdsprache). Versuch einer praktischen Umsetzung des lerntheoretischen Ansatzes von Jean-Pol Martin
Rausch, M. (1993, Ingolstadt): Lernen durch Lehren. Lernerfolg durch Schüleraktivierung nach der Methode von Jean-Pol Martin auf der Mittelstufe im Fach Französisch als 2. Fremdsprache.
Steinhauf, S. (1992, Ingolstadt): Lernen durch Lehren. Modellversuch eines phasenweise von Schülern gestalteten Englischunterrichts in einer 10.Klasse am Gymnasium, Englisch als 2.FS
Göller, M. (1992, Landshut): „Lernen durch Lehren“ – Erprobung einer neuen Unterrichtsform im Geschichtsunterricht der 8.Klasse
Schwede, K. (1992, Erlangen): Medienerziehung in der 9.Klasse des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums. Ein Unterrichtsprojekt zur Methode des „Lernens durch Lehren“.
Luzay, U. (1992, Erlangen): Lernen durch Lehren im Sportunterricht. Ein Unterrichtsprojekt mit Schülerinnen der 10.Klasse   
Auburger, I. (1992, Erlangen): Der Schüler als Lehrer: Die punktuelle Übernahme von Lehrerfunktionen durch Schüler im Englischunterricht verschiedener Klassen des Gymnasiums  (gepackt, Winword 6.0, 63 kB)
Schmidt, Elvira (1992, Köln): Anwendung der schülerorientierten Methode „Lernen durch Lehren“ im französischen Anfangsunterricht der Klasse 9 unter Berücksichtigung bisher vorgebrachter Einwände.
Gastl, H. (1992, Augsburg): Lernen durch Lehren – Erfahrungen mit einer handlungsorientierten Methode im Englischunterricht der 10.Jahrgangsstufe
Wellmann, K.H. (1992, Tübingen): Lernen durch Lehren – Ein Unterrichtsversuch in Klasse 11
Hofeldt, S. (1991, Kiel) Schüleraktivierung in Obertertia. Schüler und Schülerinnen übernehmen Lehrfunktionen. (03, F2)
Steinert, B. (1991, Kiel) Versuch einer Anwendung der Methode „Lernen durch Lehren“. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Ansatz J.-P. Martins. (Obertertia F3)
Titze, A. (1991, Würzburg): Optimierung des Unterrichtserfolges durch Übernahme von Lehrfunktionen durch Schüler im Französischunterricht der 7.Jahrgangsstufe (F2). Versuch einer Umsetzung des lerntheoretischen Ansatzes von Jean-Pol Martin in die Praxis. 
Hertrich, A. (1991, Schweinfurt): Interaktion und Übertragung von Lehrfunktionen auf Schüler. Erfahrungen in einer 10.Klasse mit Französisch als 3. Fremdsprache.
Mäsch-Donike, M. (1991, Siegburg/NRW): Lernen durch Lehren. Zur Einführung der schüleraktivierenden Unterrichtsmethode nach Jean-Pol Martin im Anfangsunterricht Französisch
Feldkamp, C. (1989, München-Pasing): Der „Aufbau didaktischer Teilkompetenzen beim Schüler“ (nach Jean-Pol Martin) aus motivationspsychologischer Sicht – Ein Versuch im Französischunterricht der 9.Klasse (winword 6.0; 114 kB)
Bauer, C. (1989, Schweinfurt): Einführung interaktiver Elemente in den Französischunterricht einer 10.Klasse (N)
Reis-Jung, R. (1989, Neunkirchen/Saarland): Die Übertragung von didaktischen Teilkompetenzen auf Schüler nach Martin. Erprobung in je einer Klasse der Unter-, Mittel- und Oberstufe.
Heizmann, H. (1988, Braunschweig): Eine schüleraktive Behandlung von Christiane Rocheforts Erzählwerk „Les petits enfants du siècle“ – Unterrichtsversuch im Fach Französisch einer 10.Klasse des Gymnasiums
Schmidt, I. (1988, Hamburg): „Schüler unterrichten Schüler“ – Schüler einer 8.Realschulklasse übernehmen phasenweise die Durchführung ihres Englischunterrichts
Ahrens, R. (1988, Berlin): Die Lektion 4B aus den Etudes Françaises – Cours Intensif – Methodischer Schwerpunkt „Schüler unterrichten Schüler“ nach Martin.
Enke, S. (1988, Berlin): Bericht über die Anwendung eines Prinzips schülerorientierten Unterrichts im Anfangsunterricht Französisch einer 7.Klasse der Albert-Schweitzer-Oberschule (Gymnasium). Schwerpunkt: Die Übernahme von ausgewählten Lehrfunktionen durch Schüler.
Appel,  K. (1985, Kiel): Versuche zur Aktivierung von Schülern im Anfangsunterricht Französisch (Obertertia F3).

Alle meine Texte zu LdL. Gespeichert in academia.edu. Stand 18.10.2019

Veröffentlicht zwischen 1982 und 2018

1.
Erster Artikel von Jean-Pol Martin über Lernen durch Lehren

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2.
Jean-Pol Martin: Für eine Übernahme von Lehrfunktionen durch Schüler. In: Praxis des neusprachlichen Unterrichts. 4/1986, S. 395–403, 1986

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3.
Jean-Pol Martin: Schüler in komplexen Lernumwelten. Vorschlag eines kognitionspsychologisch fundierten Curriculums für den Fremdsprachenunterricht. In: Praxis des neusprachlichen Unterrichts. 3/88, S. 294–302, 1988

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4.

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5.
Jean-Pol Martin: Kontaktnetz: ein Fortbildungskonzept. In: Eberhard Kleinschmidt (Hrsg.): Fremdsprachenunterricht zwischen Sprachenpolitik und Praxis: Festschrift für Herbert Christ zum 60. Geburtstag. Tübingen 1989, ISBN 3-8233-4191-X , 2005

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6.
Jean-Pol Martin: Das Projekt „Lernen durch Lehren“ – eine vorläufige Bilanz. In: G. Henrici, E. Zöfgen (Hrsg.): Fremdsprachen Lehren und Lernen (FLuL). Themenschwerpunkt: Innovativ-alternative Methoden. 25. Jahrgang, Narr, Tübingen 1996, S. 70–86, 1996

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7.
Martin, J.-P. (1998): „Forschungshomepage – Homepageforschung“, in: H.-E.Piepho/A.Kubanek-German (Hg.): „I beg to differ“ – Beiträge zum sperrigen interkulturellen Nachdenken über eine Welt in Frieden, Festschrift für Hans Hunfeld. München: Judicium Verlag, S.205-213, 1998

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8.
Das Projekt ‚Lernen durch Lehren‘ – fachdidaktische Forschung im Spannungsfeld von Theorie und selbsterlebter Praxis. In: M. Liedtke (Hrsg.): Gymnasium: neue Formen des Unterrichts und der Erziehung. Klinkhardt, Bad Heilbrunn/Obb. 1998, 1998

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9.
Martin,Jean-Pol/Kelchner, Rudolf (1998): „Lernen durch Lehren“, In: Timm, J.-P. (Hrsg.) Englisch lernen und lehren. Didaktik des Englischunterrichts., 1998

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10.
Lernen durch Lehren: ein modernes Unterrichtskonzept. Jean-Pol Martin. SchulVerwaltung Bayern, März/2000, Link-Verlag, 2000

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11.
Jean-Pol Martin: Wissenscontainer: Online-Communities und kollektive Lernprozesse. In: Christiane Neveling (Hrsg.): „Perspektiven für die zukünftige Fremdsprachendidaktik“ (Giessener Beiträge zur Fremdsprachendidaktik), S. 89-102. Gunter Narr Verlag Tübingen. 2002, S.89-102, 2002

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13.
Jean-Pol Martin: Lernen durch Lehren (LdL). In: Die Schulleitung – Zeitschrift für pädagogische Führung und Fortbildung in Bayern. 4/2002, S. 3–9. , 2002

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14.
Jean-Pol Martin: Weltverbesserungskompetenz als Lernziel? In: Pädagogisches Handeln – Wissenschaft und Praxis im Dialog. 6. Jahrgang, Heft 1, 2002, S. 71–76: , 2002

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15.
„Die Qualität von Schuhen bewerte ich danach, ob ich mit ihnen gut laufen kann“ Benotungsstrategien im „Lernen durch Lehren“-Unterricht – ein Streitgespräch – PRAXIS DEUTSCH Heft 173, 2002

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16.
À la recherche de situations communicatives authentiques : l’apprentissage des langues par les tâches – « Lernen durch Lehren » : quand les apprenants font la classe “ Lernen durch Lehren ” : Learning by Teaching Jean-Pol Martin, 2004

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17.

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18.
Jean-Pol Martin, Guido Oebel: Lernen durch Lehren: Paradigmenwechsel in der Didaktik? In: Deutschunterricht in Japan. (= Zeitschrift des Japanischen Lehrerverbandes). Heft 12 / Herbst 2007, ISSN 1342-6575, 2007

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19.
The didactic model LdL (Lernen durch Lehren) as a way of preparing students for communication in a knowledge society Joachim Grzega & Marion Schöner Pages 167-175 | Received 08 OctJournal of Education for Teaching International research and pedagogy Volume 34, 2008 – Issue 3 , 2008

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20.
Guido Öbel (Hg.)(2009): LdL (Lernen durch Lehren) goes global: Paradigmenwechsel in der Fremdsprachendidaktik unter Beruecksichtigung kulturspezifischer Lerntraditionen. ISBN 978-3-8300-4096-5, Hamburg: Verlag Dr. Kovac, S.115-127, 2009

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21.
by Lucie Petit und Jean-Pierre Decroix
Jean-Pierre Decroix. Ecole de la deuxième chance Grand Lille. Lucie Petit. Université de Lille. Territoire et décorchages scolaires. Nantes: 30 mai-1er juin 2018Enseigner pour apprendre. Une expérimentation pédagogique à l’E2C.

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22.
Jean-Pol Martin: Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle. In: Olaf-Axel Burow, Stefan Bornemann (Hrsg.): Das große Handbuch Unterricht & Erziehung in der Schule. Carl Link Verlag, 2018. S. 345–360. ISBN 978-3-556-07336-0.

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23.
Jean-Pol Martin: Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle. In: Olaf-Axel Burow, Stefan Bornemann (Hrsg.): Das große Handbuch Unterricht & Erziehung in der Schule. Carl Link Verlag, 2018. S. 345–360. ISBN 978-3-556-07336-0.

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24.
Jean-Pol Martin: Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle. In: Olaf-Axel Burow, Stefan Bornemann (Hrsg.): Das große Handbuch Unterricht & Erziehung in der Schule. Carl Link Verlag, 2018. S. 345–360. ISBN 978-3-556-07336-0.

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LdL als Basis für amerikanisches Patent

William Joshua Herron Nichols

SYSTEM AND METHOD FOR REINFORCING PROFICIENCY SKILL USING MULTI – MEDIA

CROSS REFERENCE TO RELATED APPLICATIONS

[ 0001 ] This application claims priority to Provisional Pat ent Application U . S . 62 / 639 , 013 filed on Mar . 6 , 2018 , the entire disclosure of which is hereby incorporated by refer ence and relied upon .

BACKGROUND OF THE INVENTION

Field of the Invention

[ 0002 ] The invention relates generally to pedagogical methods , and more particularly to an improved method of reinforcing proficiency skills in a specified topic by teaching to an inanimate object through repetitive multi – modal cognitive stimulation using staged performances in combination with a multi – media system .

Description of Related Art

[ 0003 ] Pedagogy is commonly understood as the approach one takes to the act of teaching . Pedagogy can refer gener ally to the theories and practices of education as a discipline . The approach one teacher may take to exchange knowledge and skills in an educational context may vary greatly from another teacher , as pedagogy reflects the different social , political and cultural contexts from which they emerge .

[ 0004] Conventional western pedagogies have long viewed the teacher as knowledge holder and student as the knowledge receiver . However , there is an emerging trend to modify these traditional perspectives by identifying the student in terms of an agent of learning and the teacher as a facilitator of learning . Along these lines , learning by teach ing ( sometimes abbreviated “ LdL ” from the German Lernen durch Lehren ) is a method of teaching in which students are made to learn material and prepare lessons to teach to others .

[0005] While the method of having students teach other students has been practiced for centuries , Jean – Pol Martin systematically developed the concept in 1980s in the context of foreign language learning . The LDL method eventually became widely used in Germany in secondary education . After preparation by the teacher , students are placed into small groups and become responsible for their own learning and teaching on an assigned topic .

[0006] Part of the success of the LDL method may be attributed to the practice of encouraging students to cre atively discover ways to teach the material to the others . Side benefits of the LDL method include teaching students respect for others group – oriented settings , planning , problem solving and communication skills .

[0007 ] One variation of the LdL method has been referred as plastic platypus learning or the platypus learning tech nique . The platypus learning technique is based on evidence that suggests teaching an inanimate object improves under standing and knowledge retention of a subject . The characterizing feature of the platypus learning technique is that the student teaches the subject to an inanimate object . Of course , this technique is expected to work with any inanimate object and not only plastic platypuses .

[0008] . There is a continuing need to perfect pedagogical techniques so as to improve the practices of education as a discipline . In modern society , video – graphic content has acquired a dominate share of attention for many students . It would be beneficial to adapt the LDL methods to a video graphic content basis . It would also be beneficial to improve upon current and known LdL techniques through the appli cation of the video – graphic arts .

BRIEF SUMMARY OF THE INVENTION (Fortsetzung)

Gemeinsam Wissen konstruieren – Synergierausch

Auszug aus: „Lernziel Partizipationsfähigkeit und Netzsensibilität

(…)

3.Gemeinsam Handlungswissen konstruieren: Synergierausch

In den beschriebenen Projekten wird die Motivation der Teilnehmer dadurch gefördert, dass Informationen mit Handlungsabsichten gesammelt werden. Sie werden auf ein konkretes Ziel hin selegiert und zu Handlungswissen umgeformt[9]. So wird im Leistungkurs Französisch umfangreiches geschichtliches Wissen vermittelt, aber immer im Hinblick auf die Durchführung von Projekten, die eine Veränderung der Welt zum Ziel haben. Dies betrifft beispielsweise die Aufarbeitung der Ereignisse nach dem zweiten Weltkrieg, die zur Gründung der UNO im Jahre 1945 und zum Verfassen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte 1948 geführt haben. Erst auf diesem Wissenshintergrund sind Schüler und Lehrer argumentativ in der Lage, glaubhaft und nachhaltig für die weltweite Implementierung des Artikels 19 zu kämpfen.

Es stellt sich nun die Frage der Motivation: wie wird der Einsatz, der erfahrungsgemäß bei solchen Projekten wesentlich höher ist als für traditionellere Unterrichtsformen, belohnt?

Wenn eine große Anzahl von Neuronenensembles in Resonanz geraten, wird es im Gehirn als Flow dekodiert[10]. Analoges geschieht im Unterricht, wenn vor dem Hintergrund eines hohen gemeinsamen Wissenssubstrats Inhalte im Rahmen intensiver themenzentrierter Interaktionen aktiviert und in Konvergenz gebracht werden. Die Konvergenz anspruchsvoller, von allen nachvollziehbaren Gedanken führt zu einer Symbiose aller Beteiligten, die Resonanz in den einzelnen Individuen und in der Gruppe bewirkt. Dieses Phänomen kann man auch bei kollektiven Events wie Konzerten oder politischen Veranstaltungen beobachten. Sowohl das Klassenzimmer als auch das Internet eröffnen die Möglichkeit, aus ganz unterschiedlichen Quellen Synergien zu bilden, die dem Einzelnen eine Zufuhr von Impulsen in sehr rascher Abfolge abliefern. Wenn beispielsweise eine gemeinsame Terminologie („Ressourcenorientierung“, „Emergenz“, „Aufmerksamkeitsökonomie“, „Resonanz“, „Neuronale Netze“) im Zusammenhang mit der gemeinsamen Durchführung von Projekten in einem Raum aktiviert wird, dann geraten die interagierenden Akteure in Resonanz und dies wird emotional als Flow empfunden. Wenn aber dieses Gefühl der Übereinstimmung dank des Internets an ganz unterschiedliche Orten international und synchron ausgedehnt wird, dann kann die Partizipation zu einer Art Synergierausch führen.

Neue Menschenrechte: Text für Video 1

(Entwurf)

Guten Tag.

Mein Name ist Jean-Pol Martin. Von Beruf bin ich Lehrer und Unterrichtsforscher. In meinem Bereich bin ich durch die Unterrichtsmethode „Lernen durch Lehren“ (kurz LdL) bekannt. Vor bald 40 Jahren kam ich auf die Idee, meine Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig unterrichten zu lassen. Das Ziel war, die Langeweile, die  damals in den Schulen herrschte, zu vertreiben. Ich war überzeugt, dass die Probleme, die im Unterricht entstehen, nicht an der Überforderung der Schüler lag, sondern an der enormen geistigen Unterforderung.  Durch die Übernahme der Verantwortung wurde die  Motivation der Schüler spektakulär gesteigert. Ich beschloss, meine Doktorarbeit darüber zu schreiben. Ich wollte erforschen, warum durch eine so einfache Maßnahme, wie die Übertragung der Lehraufgaben auf die Schüler, ein solcher Erfolg erreicht wurde. Als erstes widmete ich mich der Motivationsforschung und da stieß ich auf Abraham Maslow und seine Bedürfnispyramide.

 

Die 5 Grundbedürfnisse nach Maslow

Wir haben also insgesamt 5 Bedürfnisebenen, nämlich 1. die physiologischen Bedürfnisse (Essen, Schlafen, Sexualität), 2. die Sicherheit 3. die soziale Einbindung, 4. die soziale Anerkennung 5. Die Selbstverwirklichung. Offensichtlich wurden die Bedürfnisse der Schüler durch die Aufgabe, den anderen den Unterrichtsstoff zu vermitteln, befriedigt.

Das Bedürfnis nach Informationsverarbeitung (Denken)

Ferner kam ich durch meine Lektüren auf ein weiteres Forschungsfeld, nämlich auf die Gehirnforschung. Daraus entnahm ich, dass der Mensch wie alle anderen Lebewesen auch darauf angewiesen ist, permanent Informationen zu verarbeiten. Er muss ständig in Kontakt bleiben zu der ihn umgebenden Umwelt. Nur so kann er sich an die Veränderungen anpassen und lebensfähig bleiben. Damit das Gehirn Informationen verarbeitet, muss dieser Vorgang Freude bereiten. Das Gehirn ist also süchtig nach Informationen und deren Verarbeitung. Das nennt man Denken. Wenn wir keine Informationen zu verarbeiten bekommen, langweilen wir uns und sind unglücklich.  Mit dieser Erkenntnis ergänzte ich die Pyramide von Maslow mit einem weiteren, zentralen Bedürfnis: dem Bedürfnis nach Denkaktivitäten.

Ein Menschenbild für das 21.Jh.

Ich hatte ein Menschenbild aufgestellt, das sehr einfach war, das aber alle Elemente enthielt, die ich benötigte, um mit Menschen erfolgreich umzugehen.

Die neuen Menschenrechte

Auf dem Hintergrund dieses Menschenbildes können Rechte abgeleitet werden.

Wie sollen politische Strukturen gestaltet werden, damit die Menschen ihre Bedürfnisse befriedigen und glücklich sein können?

Solche Strukturen zu schaffen ist Aufgabe der Politik!