NMR. Wir erstellen ein politisches Programm.

Um die Inhalte der 6 Neuen Menschenrechte zu konkretisieren!

Was wäre aus Ihrer Sicht günstig, damit Sie Ihre Bedürfnisse besser befriedigen können:

  1. Unter welchen Bedingungen, würden Sie intensiver und interessanter denken?
  2. Unter welchen Bedingungen würden Sie noch gesünder leben?
  3. Unter welchen Bedingungen würden Sie sich noch sicherer fühlen?
  4. Unter welchen Bedingungen könnten Sie sich noch mehr sozial anschließen und einbinden?
  5. Unter welchen Bedingungen würden Sie noch mehr Ihre Ressourcen und Fähigkeiten ausschöpfen können? Unter welchen Bedingungen, würden Sie sich noch mehr sozial einbringen?
  6. Unter welchen Bedingungen würden Sie Ihrem Leben noch mehr Sinn verleihen?

Auf diese Weise kann man Stoff sammeln, und zwar sehr viel, denn jede/r wird was anderes sagen und man könnte daraus ein politisches Programm zusammenstellen. Das ist eigentlich das Ziel meines Projektes/Konzeptes!

Wiener Student*innen entdecken die Neuen Menschenrechte

Petra Kleine

(Ingolstdäter Bürgermeisterin)

„Überraschung des Tages – was Wiener Studierende aus Ingolstadt mitnehmen – oder der Max-Emmanuel-Park bei Etting und die „neuen Menschenrechten“ von Jean-Pol Martin …. Heute war ich den ganzen Tag in der Jury eines Wettbewerbes für den Max-Emmanuel-Park. Er soll zwischen Audi und Etting entstehen und auch die Landschaft dort erlebbar machen und aufwerten. 5 Teams aus Student*innen der Landschaftsarchitektur der Wiener Uni für Bodenkultur waren zum Wettbewerb geladen. Seit Montag waren sie in IN unterwegs und haben recherchiert, Stadt und Landschaft gelesen, interpretiert und beplant. Ein Team hatte zum Schluss die „neuen Menschenrechte“ eingebaut, die sie in einer Location „gefunden“ hatten (Vroni’s Ratschhaus?) und die sie faszinierend fanden, sogar zur Unterstützung ihrer eigenen Planungsidee und Präsentation gemacht. Ich habe das O.k. das Bild hier zu posten. Dachte es würde Dich freuen Jean-Pol, dass diese kleine Postkarte so stark wahrgenommen wird. Das Team war im übrigen dasjenige, das die Reste der Moorlandschaft bei Etting in Wert gesetzt hatte. Bald mehr dazu, wie es im Norden weitergehe könnte. Toll dass unsere Stadtplanung solche Wettbewerbe möglich macht.

Das NMR-Verbreitungspaket! (18.09.20)

Übersicht über mein kontrolltheoretisches Modell, das sowohl LdL als auch den NMR zugrundeliegt:

1. Ziel aller Aktivitäten (von Menschen, Tieren und sonstigen lebenden Entitäten) ist die Lebenserhaltung.

2. Lebenserhaltung erfolgt über Kontrolle

3. Die zu kontrollierenden Felder manifestieren sich als „Bedürfnisse„. Die Bedürfnisse signalisieren, dass in einem bestimmten Feld Handlungsbedarf besteht. Physiologische Bedürfnisse zeigen sich beispielsweise als Hungergefühl, Durst, sexuelles Begehren. Sicherheitsbedürfnis drückt sich als Angst aus, usw…

4. Das Organ, das Bedingungen für die Bedürfnisbefriedigung (Kontrolle) schafft, ist bei Lebewesen das Gehirn und das Nervensystem.

5. Insofern ist das Gehirn das Kontrollorgan par excellence!

6. Damit der Organismus motiviert wird, im Sinne der Lebenserhaltung (Kontrolle/Bedürfnisbefriedigung) zu handeln, muss dieses Handeln (essen, trinken, Sexualität, usw.) Spaß machen. Kontrollaktivitäten müssen also Freude vermitteln.

7. Daher muss das Denken, also die Aktivität des Kontrollorgans Nr.1, viel Spaß machen. Dieser Spaß drückt sich als Flow aus.

8. Man denkt vor allem, wenn man Probleme zu lösen hat. Problemlösen macht also Spaß. Je mehr man Probleme löst, desto mehr Spaß. Und desto mehr Kompetenzen werden aufgebaut und eingeübt.

9. Problemen begegnet man, wenn man viel lebt. Viel lebt man, wenn man sich explorativ verhält.

Fazit: Exploratives Verhalten -> Probleme lösen (Kontrolle gewinnen) -> Flow und Verstärkung der Denkfähigkeit -> Lust, weitere Probleme zu lösen und damit seine Denkfähigkeit zu erhöhen -> exploratives Verhalten -> neue Probleme lösen und Ausdehnung der Kontrolle -> usw…

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Aus: Martin, Jean-Pol, „Neubegründung und Reformulierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“, in: Kolbe,S./Martin,J.-P/Ruep,M (Hg): „Neue Menschenrechte? Bestandsaufnahme eines bedürfnisorientierten Handlungsansatzes“, Herne: Gabriele Schäfer Verlag, 2020

(…)

Teil III. Politik

(…)

2.Die notwendigen Strukturen: politisches Programm

Im Folgenden werden die Bedingungen beschrieben, unter denen die genannten Rechte wahrgenommen werden können. Sie lassen sich auch als politisches Programm formulieren. In allen Fällen geht es um die Befriedigung des alles einschließenden Bedürfnisses nach Kontrolle.

2.1. Art.1 Das Recht auf Denken

Das Denken dient der kognitiven Kontrolle der erlebten Situationen zum Zweck der Lebenserhaltung. Unter Denken wird der Vorgang der Informationsverarbeitung und der Konzeptualisierung verstanden. Die Förderung von Denkaktivitäten erhöht die individuelle und kollektive Kontrollkompetenz der Menschen. Dazu müssen entsprechende Strukturen angeboten werden: in der Schule (Inhalte und Methoden) und am Arbeitsplatz (Konzeptualisierungsmöglichkeiten). Es ist aber auch Aufgabe der Politik, die Gestaltung des Gemeinwesens so zu organisieren, dass die Bürger an dessen Optimierung beteiligt werden und somit ein breites, relevantes Feld zur Konzeptualisierung vorfinden (Bürgerbeteiligung). Wenn eine Glücksbedingung des Menschen in der Reflexion und der Partizipation an der kollektiven Reflexion über die Zukunft der Menschheit besteht, so muss diese Tätigkeit an prominenter Stelle in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte stehen.

Aus der AEMR sind Art.1, 18, 19 und 27 (Freiheiten), Art. 26 (Recht auf Bildung) betroffen. In diesem Zusammenhang kommen die bereits eingeführten kognitiven Instrumente zum Einsatz: die Beachtung der Antinomien (Systemtheorie), das dialektische Denken, die 7 Wege zur Effektivität von R.Covey. Günstig ist der Aufbau eines explorativen Verhaltens. Dabei ist aus erkenntnistheoretischer Sicht der Falsifikationismus von Popper (trial and error) zu empfehlen. Auch der Aufbau von Empathie sollte gefördert werden, also das sich Hineindenken in andere Positionen.

2.2. Art.2 Das Recht auf Gesundheit

Die Pflege der Gesundheit ist die Voraussetzung zur Lebenserhaltung. Es geht darum, den Organismus funktionstüchtig unter Kontrolle zu behalten. Diese Kontrolle richtet sich auf körperinterne Vorgänge, indem der Organismus Energie aufnimmt und sie ökonomisch einsetzt. Dies betrifft also die Ernährung und die intellektuelle und körperliche Betätigung (Sport). Bedeutsam für die Kontrolle des Organismus ist die mentale Verarbeitung von Impulsen aus dem Körper oder aus der Umwelt: durch entsprechende Techniken sollten Lebensereignisse – auch schmerzhafte – insgesamt positiv aufgenommen und verarbeitet werden (seelische Gesundheit). Ferner muss individuell und kollektiv permanent an einer Aufrechterhaltung und Optimierung der Umwelt gearbeitet werden (Umweltschutz). Aus all diesen Zielsetzungen entstehen vielfältige Rechte, die ausformuliert zu Gesetzen führen.

Aus der AEMR sind die Art.24 (Recht auf Erholung und Freizeit) und Art.25 (Recht auf Wohlfahrt) betroffen.

2.3. Art.3 Das Recht auf Sicherheit

Sicherheit spielt im Leben von Menschen eine große Rolle. Im Hinblick auf die Lebenserhaltung drückt sie sich als Gefühl der Kontrolle aus. Daher ist es legitim, dass die AEMR diesem Thema einen breiten Raum widmet und die Abwehrrechte in den Mittelpunkt stellt. Dennoch müssen Leistungsrechte wie das Recht auf Arbeitsplatz und auf Wohnung Priorität erhalten, denn sie wirken sich auf das gesamte Lebensgefühl aus. Die Aufgabe, für die Sicherheit der Menschen zu sorgen, obliegt dem Staat. Allerdings gehört zur Sicherheit nicht nur der Schutz der Bürger gegen Übergriffe, sondern auch die Planung der Zukunft sowohl was die materielle Ausstattung des Landes als auch was die Bildung der jungen Menschen betrifft. Die Erweiterung der Lebenskompetenzen und die Möglichkeiten der Selbstverwirklichung erhöhen die aktuelle und künftige Sicherheit. Das Gefühl der Sicherheit hat nicht nur individuelle sondern auch soziale Implikationen. Unsicherheit vermittelt ein Gefühl des Unwohlseins, das sich auch auf das soziale Umfeld negativ auswirken kann, in Form von Aggressionen, Unruhen und Gewalt. Auch andere Dimensionen wirken sich auf das Gefühl der Sicherheit aus. So wirkt sich der Eindruck, dass Staat und Gesellschaft keine Ungerechtigkeiten generieren positiv auf das Wohlbefinden aus. Daher ist es eine Aufgabe des Staates, Wohlstand für seine Bürger anzustreben.

Zum Recht auf Sicherheit lassen sich folgende Artikel aus der AEMR zuordnen: Art.3 (Recht auf Leben und Freiheit), Art.4 (Verbot der Sklaverei und des Sklavenhandelns, Art.5 (Verbot der Folter), Art.6 (Anerkennung als Rechtsperson), Art.7 (Gleichheit vor dem Gesetz) Art.8 (Anspruch auf Rechtsschutz), Art.9 (Schutz vor Verhaftung und Ausweisung), Art.10 (Anspruch auf faires Gerichtsverfahren, Art.11 (Unschuldsvermutung), Art.12 (Freiheitssphäre des Einzelnen Art.14 Asylrecht, Art. 15 (Recht auf Staatsangehörigkeit), Art.17 (Recht auf Eigentum), Art.22 (Recht auf soziale Sicherheit) Art.28 (Soziale und internationale Ordnung)

2.4. Art.4. Das Recht auf soziale Einbindung und soziale Anerkennung

Alle Untersuchungen über Glück weisen auf die Bedeutung der sozialen Einbindung und der sozialen Anerkennung hin. Bedürfnistheoretisch ist es nicht überraschend, denn der Kontakt zu anderen Menschen ermöglicht die Befriedigung aller Bedürfnisse, die zu Beginn aufgelistet wurden: Denkaktivitäten, physiologische Bedürfnisse, Gesundheit, Sicherheit, Soziale Einbindung, Partizipation und Selbstverwirklichung sowie Sinn. Aufgabe der Politik ist es, diesem Bedürfnis Priorität einzuräumen. Dies betrifft den Städtebau und die Architektur sowie die Organisation der Arbeit, die familienfreundlich zu gestalten sind und die Einrichtung von Begegnungsstätten, die Zusammenkünfte von Bürgern ermöglichen. Auch die Bürgerbeteiligung ist ein Element, das Kohäsion innerhalb der Bevölkerung fördert. Wichtig ist ferner die Art und Weise, wie mit Minderheiten umgegangen wird. Schließlich sind Maßnahmen zu empfehlen, die die Herausbildung und Festigung der Identifizierung der Bürger mit Staat und Wohnort begünstigen. Förderlich ist schließlich das Gefühl der Gerechtigkeit und gesetzliche Stabilität. Korruption und politische Verfehlungen sind Verstöße gegen den Artikel 4 (soziale Einbindung und Anerkennung)

Aus der AEMR sind folgende Artikel zuzuordnen: Art.1 (Gleichheit, Brüderlichkeit), Art.16 Eheschließung und Familie Art.20 Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, Art.22 (Recht auf soziale Sicherheit), Art.25 (Recht auf Wohlfahrt), Art.26 (Recht auf Bildung), Art.27 (Freiheit des Kulturlebens)

2.5. Art.5. Das Recht auf Partizipation und Selbstverwirklichung

Selbstverwirklichung entspricht einem Expansionsbedürfnis. Maslow formuliert: „Was der Mensch kann, das muss er.“ Es ist die Ausdehnung von Kontrolle und die Aneignung von zusätzlichen materiellen und ideellen Ressourcen. Dazu gehört auch die Partizipation an Vorhaben und Aktivitäten, die die Gemeinschaft betreffen. Als Feld für Selbstverwirklichung und Partizipation bietet sich der Arbeitsplatz, aber auch die politische Arbeit in den Städten und Kommunen. Hier werden alle Fähigkeiten gefordert und gefördert, vor allem aber Reflexion und Konzeptualisierung. Planungen für die Zukunft der Gesellschaft und der Welt sind Aufgaben, die alle Menschen angehen und unser Überleben als Gattung sowie die Erhaltung der Erde sichern.

Partizipation und Selbstverwirklichung werden in der AEMR nicht als Recht benannt. Nach 1948 stand der Schutz der Menschen im Fokus, die Artikel waren in ihrer Mehrheit als Abwehrrechte gedacht. Dennoch lassen sich folgende Artikel diesem Ziel zuordnen: Art.13 (Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit), Art.17 (Recht auf Eigentum), Art. 18 (Gedanken, Gewissen, Religionsfreiheit), Art.19 (Versammlungs- und Meinungsfreiheit), Art.21 (Wahlrecht), Art.23 (Recht auf Arbeit, gleichen Lohn), Art.24 (Recht auf Erholung und Freizeit), Art.25 (Recht auf Wohlfahrt), Art.26 (Recht auf Bildung), Art.27 (Freiheit des Kulturlebens). Hier wird deutlich, dass die Menschen vor allem geschützt werden sollen gegen Eingriffe von außen. Selbstverwirklichungsziele werden nicht aufgeführt. Die AEMR unterscheidet zwischen Abwehrrechten, Leistungs- und Schutzrechten und Partizipationsrechten. Letztere stehen heute aufgrund der veränderten Situation stärker im Mittelpunkt.

2.6. Art.6. Das Recht auf Sinn

Auch die Reflexion über den Sinn des eigenen Lebens dient der Kontrolle. Dazu liefern Religionen und Philosophien Interpretationsmuster. Über sie kann man das eigene Leben steuern, Ziele festlegen und prüfen, ob diese erreicht werden. Die Gesellschaft ist aufgefordert, rationale Sinnsysteme zur Verfügung zu stellen. Dies geschieht vor allem in Schule und Universität, aber auch in Unternehmen, Vereinen und Parteien. Allerdings sind die Angebote an Sinnsystemen heute noch sehr heterogen, mit dem Ergebnis, dass eine Verständigung über menschliche Wünsche und Bedürfnisse nur mit großem Aufwand möglich ist. Der Stand der anthropologischen Forschung, insbesondere der Psychologie, der Gehirnforschung, der Bedürfnis- und Glücksforschung ist inzwischen so fortgeschritten, dass es möglich sein wird, ein konsensfähiges Menschenbild aufzustellen. Das wird eine Diskussion über Ziele und Strukturen erleichtern. Eine naturwissenschaftliche Begründung der Begriffe aus der AEMR könnte zu einer Veranschaulichung und Konkretisierung führen und dadurch zu einer Operationalisierung im politischen Diskurs. Beispielsweise lässt sich mit Rückgriff auf Schiller feststellen, dass die Würde sich am Grad der Befriedigung von Bedürfnissen messen lässt. Die Freiheit wiederum kann negativ (Schutz vor Unterdrückung) oder positiv (Eröffnen von Lebenschancen) spezifiziert werden. Hier fällt auf, dass im Bereich der positiven Freiheit noch viele Räume eröffnet werden müssen. Gegenwärtig wird die Etablierung der Menschenrechtsbildung als Fach in den Schulen angestrebt. Das wäre ein Ort, wo Sinnreflexionen intensiviert werden könnten.

3. Priorisierungen bei politischen Entscheidungen

Angesichts des Handlungsdrucks, dem Politiker im Alltag ausgesetzt sind, sollen die bedürfnis- und glücksorientierten „Neuen Menschenrechte“ eine Entscheidungsgrundlage liefern, die rasch internalisiert und mobilisiert werden kann. Insbesondere stellt die Priorisierung von bestimmten Aufgaben ein zentrales Problem dar, denn es sind ganz unterschiedliche Bürgerwünsche zu berücksichtigen, die nicht selten entgegengesetzt sind. Nicht selten beklagen sich Bürgergruppen darüber, dass kulturelle Belange aufgrund der bürgerlichen Zusammensetzung in den Stadträten besondere Berücksichtigung finden und unangemessene Unterstützung genießen, während notwendige  Ausgaben im sozialen Bereich ausbleiben. „Falsche“ Priorisierungen sorgen häufig für erheblichen Unmut in den Bürgerschaften. Eine vertiefte Reflexion über Bedürfnisse kann zu einer bürgerfreundlichen Setzung von Prioritäten in der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik führen.

Die vorgenommene Umstrukturierung der Menschenrechte soll im Einzelnen:

  • dafür sorgen, dass die Begriffe konkret an das Leben und die Befindlichkeit der Menschen anknüpfen;
  • einen raschen Überblick über Bedürfnisse und über die jeweilig notwendigen Priorisierungen ermöglichen;
  • eine permanente bedürfnis- und glücksorientierte Reflexion im Alltag einleiten, die für das Treffen von Entscheidungen eine rationale Basis liefert;
  • einen Vergleich der Lebenssituationen von Menschen erlauben, der zu unterschiedlichen Priorisierungen führt;
  • eine Folie für die Analyse von Glücks- oder Unglückssituationen von Menschen bieten: ohne viel Aufwand kann man sofort sehen, dass Gefängnisinsassen, Asylbewerber*innen in Ankerzentren, Kinder in Heimen und Schwerbehinderte erhebliche Hindernisse zu überwinden haben, die mit entsprechenden Maßnahmen zu beseitigen sind; natürlich ist der Inklusionsansatz ein guter Weg für die Zukunft.
  • Die Bedürfnisfolie erleichtert auch Empathie und Selbstreflexion: kann diese Person glücklich sein? Bin ich glücklich und wenn nicht, was kann ich tun, um glücklich zu werden?

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Selbstreflexion als Voraussetzung für die Identifikation von politischen Zielen

Um die Inhalte der 6 Neuen Menschenrechte zu konkretisieren!

Was wäre aus Ihrer Sicht günstig, damit Sie Ihre Bedürfnisse besser befriedigen können:

  1. Unter welchen Bedingungen, würden Sie intensiver und interessanter denken?
  2. Unter welchen Bedingungen würden Sie noch gesünder leben?
  3. Unter welchen Bedingungen würden Sie sich noch sicherer fühlen?
  4. Unter welchen Bedingungen könnten Sie sich noch mehr sozial anschließen und einbinden?
  5. Unter welchen Bedingungen würden Sie noch mehr Ihre Ressourcen und Fähigkeiten ausschöpfen können? Unter welchen Bedingungen, würden Sie sich noch mehr sozial einbringen?
  6. Unter welchen Bedingungen würden Sie Ihrem Leben noch mehr Sinn verleihen?

Auf diese Weise kann man Stoff sammeln, und zwar sehr viel, denn jede/r wird was anderes sagen und man könnte daraus ein politisches Programm zusammenstellen. Das ist eigentlich das Ziel meines Projektes/Konzeptes!

Übersicht über mein kontrolltheoretisches Modell, das sowohl LdL als auch den NMR zugrundeliegt:

1. Ziel aller Aktivitäten (von Menschen, Tieren und sonstigen lebenden Entitäten) ist die Lebenserhaltung.

2. Lebenserhaltung erfolgt über Kontrolle

3. Die zu kontrollierenden Felder manifestieren sich als „Bedürfnisse“. Die Bedürfnisse signalisieren, dass in einem bestimmten Feld Handlungsbedarf besteht. Physiologische Bedürfnisse zeigen sich beispielsweise als Hungergefühl, Durst, sexuelles Begehren. Sicherheitsbedürfnis drückt sich als Angst aus, usw…

4. Das Organ, das Bedingungen für die Bedürfnisbefriedigung (Kontrolle) schafft, ist bei Lebewesen das Gehirn und das Nervensystem.

5. Insofern ist das Gehirn das Kontrollorgan par excellence!

6. Damit der Organismus motiviert wird, im Sinne der Lebenserhaltung (Kontrolle/Bedürfnisbefriedigung) zu handeln, muss dieses Handeln (essen, trinken, Sexualität, usw.) Spaß machen. Kontrollaktivitäten müssen also Freude vermitteln.

7. Daher muss das Denken, also die Aktivität des Kontrollorgans Nr.1, viel Spaß machen. Dieser Spaß drückt sich als Flow aus.

8. Man denkt vor allem, wenn man Probleme zu lösen hat. Problemlösen macht also Spaß. Je mehr man Probleme löst, desto mehr Spaß. Und desto mehr Kompetenzen werden aufgebaut und eingeübt.

9. Problemen begegnet man, wenn man viel lebt. Viel lebt man, wenn man sich explorativ verhält.

Fazit: Exploratives Verhalten -> Probleme lösen (Kontrolle gewinnen) -> Flow und Verstärkung der Denkfähigkeit -> Lust, weitere Probleme zu lösen und damit seine Denkfähigkeit zu erhöhen -> exploratives Verhalten -> neue Probleme lösen und Ausdehnung der Kontrolle -> usw…

Nicole Kern: Podcasts „Neue Menschenrechte“

Webinar: Isabelle Schuhladen stellt LdL vor. Schnell, klar, dynamisch, überzeugend.

Isabelle Schuhladen Le Bourhis
Hervorragende Vorstellung von LdL. Schnell, klar, dynamisch, überzeugend, anschaulich!

Refoundation and reformulation of the Universal Declaration of Human Rights?

On December 9, 2019, Human Rights Day, the Süddeutsche Zeitung published an article with the headline: „The Dignity of the Individual – The UN Declaration of 1948 is based on an image of humanity shaped in Europe and America – this does not suit everyone“ [1]. This becomes particularly clear in Article 1 of the Cairo Declaration [2], adopted by 45 Muslim states in 1990: „All human beings form a family whose members are united by submission to God and all are descended from Adam. In contrast, Article 1 of the UN Declaration emphasizes the autonomy of the individual and his or her freedom. How do such different conceptions of being human come about? From a political point of view, different images of humanity lead to different goals and priorities. And to other human rights.

Here download:  

Refoundation and reformulation oft the Universal Declaration of Human Rights?

Basics abendländischer Philosophie

Programm des Skype-Gesprächskreises: „Kurze Geschichte der Philosophie von den Anfängen bis zur Gegenwart“.

Basics abendländischer Philosophie

Neubegründung und Reformulierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte?

– ein „Neues Menschenbild für das 21.Jh.“

– davon abgeleitet ein Vorschlag für bedürfnistheoretisch begründete „Neue Menschenrechte“

– davon abgeleitet ein bedürfnistheoretisch begründetes „Politisches Programm“

Lesen:

„Neubegründung und Reformulierung der AEMR?“ (wird 2020 veröffentlicht)

Martin-Theorie in zwei Aufsätzen

Die LdL-Woche in Eichstätt hat gezeigt, dass die Theorie, die ich ab 1982 entwickelt und in meiner Dissertation und meiner Habilitationsschrift veröffentlicht habe, sich als Fundament nicht nur für LdL erweist sondern auch für ganz andere Vorhaben, wie das Formulieren von „Neuen Menschenrechten“.
Wer diese Theorie auf knappem Raum zusammengefasst sucht, findet sie in zwei Aufsätzen:

1. 2002 „Weltverbesserungskompetenz“ als Lernziel?  In: „Pädagogisches Handeln – Wissenschaft und Praxis im Dialog“, 6. Jahrgang, 2002, Heft 1, Seite 71-76

2. 2018 Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle. In: Olaf-Axel Burow, Stefan Bornemann (Hrsg.): Das große Handbuch Unterricht & Erziehung in der Schule. Carl Link Verlag, 2018. S. 345–360. ISBN 978-3-556-07336-0.