LdL, NMR: Kurzbeschreibungen

Lernen durch Lehren (LdL)

„Lernen durch Lehren (LdL) ist eine Unterrichtsmethode, bei der die Lernenden sich den Stoff gegenseitig vermitteln. Begründer ist der Didaktiker Jean-Pol Martin, der die Methode von 1981 bis 2018 zu einem pädagogischen Gesamtkonzept entwickelte und von Eichstätt aus verbreitete. Seit 2021 liegt das LdL-Projekt in den Händen von Isabelle Schuhladen Le Bourhis.“

Neue Menschenrechte (NMR)

„Die Neuen Menschenrechte (NMR) entstammen einer Idee des Eichstätter Didaktikers Jean-Pol Martin, des Begründers der Methode Lernen durch Lehren (LdL). Basierend auf der LdL-Theorie ordnet er die 30 Menschenrechte den 6 Grundbedürfnissen zu (2018). Erste Schritte zur Verbreitung entstanden mit dem Sammelband „Neue Menschenrechte? – Bestandsaufnahme eines bedürfnisorientierten Handlungsansatzes.“ (Hg. Simon Kolbe et al., 2020). Gegenwärtig werden die NMR durch eine Gruppe von 25 Expert:innen weiterentwickelt und bekannt gemacht.“

Kärtchen: NMR-Artikel 1 (Recht auf Denken)

Erstellt von Isabelle Schuhladen Le Bourhis

LdL/NMR-Theorie: Gesamtpaket

Theorie-Austattung für die Gründung von autonomen, vernetzten Gruppen mit dem Ziel einer breiten bottom-up Transformation der Gesellschaft.

Der Anfang von LdL (spezifisch für den Fremdsprachenunterricht)

1.Für eine Übernahme von Lehrfunktionen durch Schüler (1986)

2.Schüler in komplexen Lernumwelten (1988)

LdL/NMR-Theorie für Anfänger („Weltverbesserungsansatz“)

Aufsätze

1.„Weltverbesserungskompetenz“ als Lernziel? (2002)

2. Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle (2018)

Terminologie (bei Bedarf)

6 zentrale Begriffe im Rahmen meines Modells

LdL-Glossar

Das LdL/NMR-Team

Akteur*innen

Materialien

Neue Menschenrechte: Leporello

LdL/NMR-Theorie für Fortgeschrittene (Neue Menschenrechte)

Aufsätze

1.Lernziel Partizipationsfähigkeit und Netzsensibilität (2009)

2.Neubegründung und Reformulierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (2020)

3. Neue Menschenrechte: Artikel 1 – Das Recht auf Denken (2021)

Für Besessene

Alle meine Aufsätze (38 an der Zahl)

6 Module für Sessions auf Workshops und Barcamps – Jeweils 45 Minuten

1. Top-down vs. bottom-up 2.Dialektisches Denken 3.Zentripetal vs. zentrifugal 4.Exploratives Verhalten. 5.Neuronenverhalten 6.Antinomien

Weiterführende Literatur

Kolbe, S.W., Martin, J.-P., Ruep, M. (Hrsg.) (2020): „Neue Menschenrechte“? – Bestandsaufnahme eines bedürfnisorientierten Handlungsansatzes. Gabriel Schäfer Verlag. Herne.

LdL/NMR-Theorie für Anfänger

Aufsätze

1.„Weltverbesserungskompetenz“ als Lernziel? (2002)

2. Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle (2018)

Terminologie (bei Bedarf)

LdL-Glossar

Das LdL/NMR-Team

Akteur*innen

Materialien

Neue Menschenrechte: Leporello

Kärtchen:

LdL/NMR-Theorie für Fortgeschrittene

Filed under: Aktionsforschung, Bürgerbeteiligung, Glück, Informationsverarbeitung, Integration,

Das LdL/NMR-Team

Theorie-Basisartikel:

Jean-Pol Martin: Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle (2018)

LdL/NMR-Theorie für Fortgeschrittene

Akteur*innen

(Alphabetische Reihenfolge)

Christoph Anrich: Geschäftsführer Previlance

  1. Lernen durch Lehren
  2. Lernen durch Lehren in Verbindung mit den Menschenrechten
  3. Zum Begriff der Kontrolle
  4. 1. Podcast von Alfred Zedelmaier
  5. 2.Podcast von Alfred Zedelmaier

Nicole Kern: Sozialpädagogin – Jugendexpertin – NMR-Expertin

  1. Podcast von Alfred Zedelmaier
  2. Angebot: Vortrag „Selbstsorge“
  3. Angebot: Modul „Was Top-down mit uns anstellt“

Simon Wilhelm Kolbe: Sozialpädagoge – Inklusion – NMR-Theoriebildung

  1. Podcast von Alfred Zedelmaier

Isabelle Schuhladen Le Bourhis: Realschullehrerin – LdL-Expertin

  1. Podcast von Alfred Zedelmaier
  2. Angebot: Vorstellung von Lernen durch Lehren (LdL)

Benjamin Weiss: Historiker – Linguist – NMR-Theoriebildung

Innovationen 1980-2021…

Bottom-up

Alle Innovationen beruhen auf einer bottom-up Perspektive. Bei Lernen durch Lehren unterrichten nicht mehr die Lehrer sondern die Schüler. Das neue Menschenbild konzentriert sich auf die Bedürfnisse, insbesondere die Selbstverwirklichung und die Partizipation. Die Ingolstädter Geistesgeschichte zeigt den Prozess der intellektuellen Emanzipation der Bürger am Beispiel einer Stadt. Die Neuen Menschenrechte liefern einen bedürfnistheoretisch und kontrolltheoretisch fundierten Hebel, um gemeinsam „glückbringende“ Strukturen von unten nach oben durchzusetzen. Um diesen Hebel zur Anwendung zu bringen, müssen besonders die Bedingungen für produktives Denken geschaffen werden.

1984: Lernen durch Lehren

2004: Internet- und Projektkompetenz (IPK)

2014: Was braucht der Mensch, um glücklich zu sein?

2015: Ingolstadts Geistesgeschichte

2018: Neue Menschenrechte

2021: Art.1: Das Recht auf Denken

Vorbereitung des Auftrittes am 04.03. bei Dr.Johanna Pareigis

Anmeldung unter www.secure-lernnetz.de/formix Kennziffer SIN0785 Der Einladungslink wird nach Anmeldung vor der Veranstaltung zugesendet.

Einführung durch Johanna

1.Isabelle: Was ist LdL?

Was machen die Schüler genau, insbesondere diejenigen, die den neuen Stoff vorstellen? Welche Kompetenzen zeigen sie damit? Was macht der Lehrer? Wie hat er die Stunde vorbereitet? Auszug aus Fernsehbericht 1984: 2:41-6:44

2.Isabelle: LdL-Theorie.

Isabelle verteilt Theoriebausteine auf verschiedene TN-Gruppen. Diese Bausteine werden nach einer knappen Vorbereitungszeit von den einzelnen Kleingruppen im Plenum vorgestellt. Isabelle erläutert, wie sie die Theorie in ihren Klassen einführt. Aufsätze: Weltverbesserungskompetenz als Lernziel? Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Gücksquelle.

3.Nicole: Neue Menschenrechte

Nicole arbeitet mit den Kärtchen. Arbeitsauftrag für kleinere Gruppen: sind unsere Bedürfnisse befriedigt? Sind die Bedürfnisse unserer Schüler*innen befriedigt? Was müsste verändert werden, um die Umweltbedingungen zu optimieren, die wir zur Befriedigung unserer Bedürfnisse vorfinden? Und wie ist es in der Gesellschaft? Was ist die Top-down Problematik! Was sind die falschen Mindsets?

Abschluss im Plenum

____________________________________________________________________________________

Weiterführender Theoriebaustein: Top-down UND Bottom-up als dialektischer Prozess

Kurzbibliographie: Lernen durch Lehren (LdL) und Neue Menschenrechte (NMR)

Nicole Kern: Was bedeuten die „Neuen Menschenrechte“ für jugendliche „Systemsprenger“? In: Simon W. Kolbe, Jean-Pol Martin, Margret Ruep (Hrsg): Neue Menschenrechte? Bestandsaufnahme eines bedürfnisorientierten Handlungsansatzes. Gabriele Schäfer Verlag. Herne. 2020. (149-171)

Jean-Pol Martin: Weltverbesserungskompetenz als Lernziel? In: Pädagogisches Handeln – Wissenschaft und Praxis im Dialog. 6. Jahrgang, Heft 1, 2002, S. 71–76

Jean-Pol Martin: Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle. In: Olaf-Axel Burow, Stefan Bornemann (Hrsg.): Das große Handbuch Unterricht & Erziehung in der Schule. Carl Link Verlag, 2018. S. 345–360. ISBN 978-3-556-07336-0.

Isabelle Schuhladen:  Lernen durch Lehren: eine Methode für das 21. Jahrhundert. In: Simon W. Kolbe, Jean-Pol Martin, Margret Ruep (Hrsg): Neue Menschenrechte? Bestandsaufnahme eines bedürfnisorientierten Handlungsansatzes. Gabriele Schäfer Verlag. Herne. 2020. (190-215)

Isabelle Schuhladen: Lernen durch Lehren, ein agiles Konzept in der Praxis. In: Tim Kantereit, Christof Arn, Heinz Bayer, Veronika Lévesque, Douglas MacKevett (Hrsg) : Agilität und Bildung. Visual Ink Publishing. 2021. (140-147)

Isabelle in der Augsburger Allgemeinen

Isabelle Schuhladen, Realschule Meitingen: Wenn Schüler zu Lehrern werden

Quelle: Augsburger Allgemeine

Isabelle Schuhladen unterrichtet nach einer Methode, die in Lehrerkreisen gerade in aller Munde ist – und die sich problemlos im Distanzunterricht anwenden lässt: Lernen durch Lehren. „Das A und O dieser Methode ist, dass die Schüler sich den neuen Stoff gegenseitig erklären und reflektieren“, sagt die 43-Jährige, die an der Realschule Meitingen (Kreis Augsburg) Französisch unterrichtet. Die Annahme: „Wenn ich in der Lage bin, jemanden was zu erklären, kann ich auch davon ausgehen, dass ich es verstanden habe.“ Viele Jahre lang seien Schüler vor allem „mit Arbeitsblättern gefüttert“ worden, sagt Isabelle Schuhladen. Corona sei ein Weckruf, dass sich etwas ändern müsse. „In der Kultur der Digitalität nimmt der Lernende sein Lernprozess in die Hand.“

Die Französischlehrerin gibt auch Fortbildungen in der Methode Lernen durch Lehren, kurz LDL, die auf den Didaktiker Jean-Pol Martin zurückgeht, bei dem Schuhladen einst in Eichstätt studierte. „Hochmotivierte Leute“, nähmen daran teil. „Sie sagen: Ja, diese Tipps sehe ich mir an.“

Isabelle Schuhladen praktiziert seit vielen Jahren "Lernen durch Lehren".
Isabelle Schuhladen praktiziert seit vielen Jahren „Lernen durch Lehren“. Bild: Schuhladen

Wie könnte so eine LDL-Schulstunde im Distanzunterricht aussehen? Beispiel aus Schuhladens 8. Klasse: Zwei Schüler haben eine interaktive Präsentation zu einem Thema vorbereitet, die Klasse ist stets aktiv und denkt mit. Bei der Online-Stunde über Microsoft Teams wird sie mit der Klasse gemeinsam weiter ausgefüllt, die letzte Folie gestaltet jeder Schüler als Hausaufgabe selbst. Und die Lehrerin? „Ich interveniere nur, wenn ich wirklich muss. Bei LdL herrscht eine Fehlerkultur: Wir gehen sehr offen mit Fehlern um, sie sind erlaubt und sogar erwünscht“.

Jede Klasse hat neben Microsoft Teams ein Padlet (eine Online-Plattform, die Redaktion), wo die Schüler ihre Produkte teilen und Feedback bekommen. Dank des Teilens bekommen die Schüler neue Impulse und ergänzen sich gegenseitig. Hier finden sie weitere Tipps und Ideen: zusätzliche Übungen zur Vertiefung, Podcasts, interessante Links passend zu den aktuellen Themen.

Auch Schüler müssten die neue Methode erst lernen, sagt die Lehrerin. „Das Schöne daran ist: Die Schüler lernen wieder, neugierig zu sein. Sie vernetzen sich mit anderen. Sie lernen Selbstverantwortung – und das ist es, was man im Leben braucht.“

Wie Isabelle LdL in Online-Fortbildungen einführt.

Es gelingt Isabelle Schuhladen Le Bourhis in ihren Online-Fortbildungen die anspruchsvolle LdL-Theorie, in der sie ihre Welt eingerichtet hat, faszinierend darzustellen. Sie erklärt, dass, wenn sie eine neue Klasse erhält, sie als erstes den sehr komplexen Aufsatz „Weltverbesserungskompetenz als Lernziel?“ in Abschnitten aufteilt und die Schüler*innen bittet, in kleinen Gruppen die Textpassagen zu verstehen und im Anschluss im Plenum der ganzen Klasse zu vermitteln. Dieser Prozess kann eine Woche oder länger dauern. Die Schüler*innen werden auf diese Weise mit der LdL-Theorie vertraut gemacht, die als Referenzbasis für den ganzen Unterricht dient. Zum Abschluss werden die Schüler*innen gefragt, ob sie nach dieser Methode arbeiten wollen.

In der Fortbildung selbst werden die TN also als erstes mit der LdL-Theorie konfrontiert, ohne zu wissen, was LdL genau ist und wie LdL funktioniert. Auf dem Hintegrund der Theorie erklärt Isabelle nun schrittweise, konkret welche Maßnahmen und Techniken LdL ausmachen. Also die Aufteilung des Lernstoffes auf Zweier- maximal Dreiergruppen. Jede Gruppe muss einen Abschnitt vermitteln, wobei der Stoff von den Schüler*innen didaktisiert wird, was LdL deutlich von einem traditionellen Projektunterricht unterscheidet. Die Schüler*innen prüfen, ob der Stoff verstanden und verinnerlicht wurde und verteilen Arbeitsaufträge in der Übungsphase.

Man erfährt auch, dass zu Beginn zwar mit dem Lehrwerk gearbeitet wird, denn es ist die Grundlage für den Wissenserwerb nach dem gültigen Lehrplan, aber dass nach der Lehrwerkphase die Schüler*innen selbst ihre Themen wählen, die Inhalte aus dem Netz heraussuchen und ihren Mitschüler*innen nach der LdL-Methode vermitteln.

Mit diesem Aufbau der Fortbildung lädt Isabelle also die TN ein, über den Weg der Theorie in ihre Alltagspraxis hineinzuschauen! Ein ganz origineller Zugang, der den Umweg über die etablierte „Wissenschaft“ erspart und dennoch zur Wissenschaft führt! Hervorragend!

Woher kommen unsere Mindsets?

Inventar der in der abendländischen Denktradition generierten Mindsets

Vorbemerkungen:

1. Ein zentraler Fehler, der dem idealistischen Strang inhärent ist, ist das teleologische Prinzip. Diesen Fehler findet man auch in materialistischen Konzepten, wie beispielsweise dem Marxismus.

2. Die totalitaristische Komponente ist dem idealistischen Modell nicht inhärent, aber sie bietet sich als Herrschaftsinstrument an. Man beobachtet bei idealistischen Modellen, dass sie in der Realisierung meist totalitaristisch sind.

3. Der Materialismus induziert eine Reflexion über glückgenerierende Strukturen. Und die Demokratie ist eine solche Struktur.

4. Um die Wirksamkeit eines Modells zu beurteilen, ist es unabdingbar zu prüfen, ob es sich in der Praxis bewährt (Empirie)

______________________________________________________________________________________________________

I .Wissenschaftlicher Strang/Affinität zu Demokratie:

Fokus: reale Welt und Glück  über die Befriedigung der Grundbedürfnisse

II. Spekulativer Strang/Affinität zu Totalitarismus:

Fokus: Abwertung der realen Welt und Fixierung auf Forderungen einer konstruierten Transzendenz

_________________________________________________________________________________________________________

Chronologischer Ablauf

-Thales (624-546)

Empiriker: beobachtet die Natur. Hypothese: alles kommt vom Wasser

________________

-Xenophanes(570-470): Gott ist ewig. Wissen ist Vermutung, Wahrheit nicht erkennbar.

-Pythagoras (570-500)

Die Mathematik liefert die Weltformel. Sie ist göttlicher Natur. Nur eine Elite kann die Mathematik beherrschen. Pythagoras stellt sich als Guru dar, mit eigenen Riten und Gebräuchen, beispielsweise das Verbot, Bohnen zu essen. Der Zugang zu Gott und zur Wahrheit erfolgt nur über das Denken, nicht über die Sinne (Rationalismus).

-Parmenides (510-?): Gegner der Empirie: die Sinne täuschen uns. Nur das Denken führt uns zum „Sein“ (Ontologie).

_________________

-Protagoras (490-411): Wahrheit gilt nur für den Wahrnehmenden (Sensualismus)

– Demokrit (460-370)

Atomist. Materialist (nur die Materie existiert, auch das Bewusstsein wird vom Organismus generiert (Gehirn).  Die Gegenstände strahlen winzige Atome aus, die über die Sinne an das Gehirn weitergeleitet werden. Die Gesellschaft soll demokratisch gestaltet werden. Nur das Leben im Diesseits zählt. Ein Jenseits gibt es nicht. Nach dem Tod lösen sich die Körper auf als Atome.

__________________

– Platon (428-348)

Die Sinne täuschen uns. Das wahre Leben ist abstrakt und wahr ist nur die Welt der Ideen. Unser Leben auf der Erde ist nur eine unfertige Kopie der Welt der Ideen. Nur die Philosophen haben Zugang zu dieser Welt. Elitistische, hierarchische, totalitäre Welt. Die Seele: Vernunft – Mut – Begierde. Die Gerechtigkeit hält alles im Gleichgewicht.

________________

– Aristoteles (384-324)

Empirist, Wissenschaftler, der die Welt auf empirische Weise beschreibt. Die Seele (=eigentlich Nervenzentralsystem) enthält einen vegetativen Teil,  einen animalischen Teil (mittlere Cortex) et einen menschlichen Teil (=Frontalcortex). Angestrebt ist eine Gesellschaft der goldenen Mitte.

___________________

– Epikur (342-271)

Atomist. Materialist. Ziel ist das Glück auf Erde. Nach dem Tod lösen sich die Körper auf als Atome. Genuss in Maßen.

________________________

– Plotin (205-270)

Radikalisierung von Platon. Der Mensch und die Materie sind verachtenswert. Nur das „Eine“ existiert. Die Materie hat keine reale Existenz.

– Augustinus (354-430)

Kirchenvater. Begründet die Fundamente des Christentums zurückgreifend auf Plato und Plotin. Erbsünde. Prädestination. Sexualität ist schlecht, weil sie von Gott ablenkt.

– Christentum (etabliert sich gegen 400)

Totalitarismus und Hierarchie. Gott ist allmächtig und allgegenwärtig.

– Islam

600 Jahre nach Christus. Ähnlichkeiten mit dem Christentum in den Grundzügen. Weniger komplex zu verstehen. Leicht zu gebrauchen als totalitäres System.

___________________

– Francis Bacon (1561-1626)

Wissenschaftstheorie. Kombination von empirischen Datenerhebungen und kognitive Verarbeitung der Daten (Spinne und Ameisen).

– Stuart Mill (1806-1873)

Utilitarist. Ziel ist die Befriedigung der Bedürfnisse. Das größte Glück für die größte Anzahl von Menschen. Erklärt, wie wir Informationen, die über die Sinne vermittelt werden,

verarbeiten. Kämpft für die Emanzipation der Frau und der Arbeiterklasse.

_________________________

-Sekulare Ideologien

Faschismus – Kommunismus

_______________________

-Bertrand Russell (1872-1970)

Logischer Atomismus – Materialismus

– Neurowissenschaften, Arbeiten über das Gehirn (verstärkt seit 2000).