Das NMR-Verbreitungspaket! (18.09.20)

Übersicht über mein kontrolltheoretisches Modell, das sowohl LdL als auch den NMR zugrundeliegt:

1. Ziel aller Aktivitäten (von Menschen, Tieren und sonstigen lebenden Entitäten) ist die Lebenserhaltung.

2. Lebenserhaltung erfolgt über Kontrolle

3. Die zu kontrollierenden Felder manifestieren sich als „Bedürfnisse„. Die Bedürfnisse signalisieren, dass in einem bestimmten Feld Handlungsbedarf besteht. Physiologische Bedürfnisse zeigen sich beispielsweise als Hungergefühl, Durst, sexuelles Begehren. Sicherheitsbedürfnis drückt sich als Angst aus, usw…

4. Das Organ, das Bedingungen für die Bedürfnisbefriedigung (Kontrolle) schafft, ist bei Lebewesen das Gehirn und das Nervensystem.

5. Insofern ist das Gehirn das Kontrollorgan par excellence!

6. Damit der Organismus motiviert wird, im Sinne der Lebenserhaltung (Kontrolle/Bedürfnisbefriedigung) zu handeln, muss dieses Handeln (essen, trinken, Sexualität, usw.) Spaß machen. Kontrollaktivitäten müssen also Freude vermitteln.

7. Daher muss das Denken, also die Aktivität des Kontrollorgans Nr.1, viel Spaß machen. Dieser Spaß drückt sich als Flow aus.

8. Man denkt vor allem, wenn man Probleme zu lösen hat. Problemlösen macht also Spaß. Je mehr man Probleme löst, desto mehr Spaß. Und desto mehr Kompetenzen werden aufgebaut und eingeübt.

9. Problemen begegnet man, wenn man viel lebt. Viel lebt man, wenn man sich explorativ verhält.

Fazit: Exploratives Verhalten -> Probleme lösen (Kontrolle gewinnen) -> Flow und Verstärkung der Denkfähigkeit -> Lust, weitere Probleme zu lösen und damit seine Denkfähigkeit zu erhöhen -> exploratives Verhalten -> neue Probleme lösen und Ausdehnung der Kontrolle -> usw…

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Aus: Martin, Jean-Pol, „Neubegründung und Reformulierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“, in: Kolbe,S./Martin,J.-P/Ruep,M (Hg): „Neue Menschenrechte? Bestandsaufnahme eines bedürfnisorientierten Handlungsansatzes“, Herne: Gabriele Schäfer Verlag, 2020

(…)

Teil III. Politik

(…)

2.Die notwendigen Strukturen: politisches Programm

Im Folgenden werden die Bedingungen beschrieben, unter denen die genannten Rechte wahrgenommen werden können. Sie lassen sich auch als politisches Programm formulieren. In allen Fällen geht es um die Befriedigung des alles einschließenden Bedürfnisses nach Kontrolle.

2.1. Art.1 Das Recht auf Denken

Das Denken dient der kognitiven Kontrolle der erlebten Situationen zum Zweck der Lebenserhaltung. Unter Denken wird der Vorgang der Informationsverarbeitung und der Konzeptualisierung verstanden. Die Förderung von Denkaktivitäten erhöht die individuelle und kollektive Kontrollkompetenz der Menschen. Dazu müssen entsprechende Strukturen angeboten werden: in der Schule (Inhalte und Methoden) und am Arbeitsplatz (Konzeptualisierungsmöglichkeiten). Es ist aber auch Aufgabe der Politik, die Gestaltung des Gemeinwesens so zu organisieren, dass die Bürger an dessen Optimierung beteiligt werden und somit ein breites, relevantes Feld zur Konzeptualisierung vorfinden (Bürgerbeteiligung). Wenn eine Glücksbedingung des Menschen in der Reflexion und der Partizipation an der kollektiven Reflexion über die Zukunft der Menschheit besteht, so muss diese Tätigkeit an prominenter Stelle in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte stehen.

Aus der AEMR sind Art.1, 18, 19 und 27 (Freiheiten), Art. 26 (Recht auf Bildung) betroffen. In diesem Zusammenhang kommen die bereits eingeführten kognitiven Instrumente zum Einsatz: die Beachtung der Antinomien (Systemtheorie), das dialektische Denken, die 7 Wege zur Effektivität von R.Covey. Günstig ist der Aufbau eines explorativen Verhaltens. Dabei ist aus erkenntnistheoretischer Sicht der Falsifikationismus von Popper (trial and error) zu empfehlen. Auch der Aufbau von Empathie sollte gefördert werden, also das sich Hineindenken in andere Positionen.

2.2. Art.2 Das Recht auf Gesundheit

Die Pflege der Gesundheit ist die Voraussetzung zur Lebenserhaltung. Es geht darum, den Organismus funktionstüchtig unter Kontrolle zu behalten. Diese Kontrolle richtet sich auf körperinterne Vorgänge, indem der Organismus Energie aufnimmt und sie ökonomisch einsetzt. Dies betrifft also die Ernährung und die intellektuelle und körperliche Betätigung (Sport). Bedeutsam für die Kontrolle des Organismus ist die mentale Verarbeitung von Impulsen aus dem Körper oder aus der Umwelt: durch entsprechende Techniken sollten Lebensereignisse – auch schmerzhafte – insgesamt positiv aufgenommen und verarbeitet werden (seelische Gesundheit). Ferner muss individuell und kollektiv permanent an einer Aufrechterhaltung und Optimierung der Umwelt gearbeitet werden (Umweltschutz). Aus all diesen Zielsetzungen entstehen vielfältige Rechte, die ausformuliert zu Gesetzen führen.

Aus der AEMR sind die Art.24 (Recht auf Erholung und Freizeit) und Art.25 (Recht auf Wohlfahrt) betroffen.

2.3. Art.3 Das Recht auf Sicherheit

Sicherheit spielt im Leben von Menschen eine große Rolle. Im Hinblick auf die Lebenserhaltung drückt sie sich als Gefühl der Kontrolle aus. Daher ist es legitim, dass die AEMR diesem Thema einen breiten Raum widmet und die Abwehrrechte in den Mittelpunkt stellt. Dennoch müssen Leistungsrechte wie das Recht auf Arbeitsplatz und auf Wohnung Priorität erhalten, denn sie wirken sich auf das gesamte Lebensgefühl aus. Die Aufgabe, für die Sicherheit der Menschen zu sorgen, obliegt dem Staat. Allerdings gehört zur Sicherheit nicht nur der Schutz der Bürger gegen Übergriffe, sondern auch die Planung der Zukunft sowohl was die materielle Ausstattung des Landes als auch was die Bildung der jungen Menschen betrifft. Die Erweiterung der Lebenskompetenzen und die Möglichkeiten der Selbstverwirklichung erhöhen die aktuelle und künftige Sicherheit. Das Gefühl der Sicherheit hat nicht nur individuelle sondern auch soziale Implikationen. Unsicherheit vermittelt ein Gefühl des Unwohlseins, das sich auch auf das soziale Umfeld negativ auswirken kann, in Form von Aggressionen, Unruhen und Gewalt. Auch andere Dimensionen wirken sich auf das Gefühl der Sicherheit aus. So wirkt sich der Eindruck, dass Staat und Gesellschaft keine Ungerechtigkeiten generieren positiv auf das Wohlbefinden aus. Daher ist es eine Aufgabe des Staates, Wohlstand für seine Bürger anzustreben.

Zum Recht auf Sicherheit lassen sich folgende Artikel aus der AEMR zuordnen: Art.3 (Recht auf Leben und Freiheit), Art.4 (Verbot der Sklaverei und des Sklavenhandelns, Art.5 (Verbot der Folter), Art.6 (Anerkennung als Rechtsperson), Art.7 (Gleichheit vor dem Gesetz) Art.8 (Anspruch auf Rechtsschutz), Art.9 (Schutz vor Verhaftung und Ausweisung), Art.10 (Anspruch auf faires Gerichtsverfahren, Art.11 (Unschuldsvermutung), Art.12 (Freiheitssphäre des Einzelnen Art.14 Asylrecht, Art. 15 (Recht auf Staatsangehörigkeit), Art.17 (Recht auf Eigentum), Art.22 (Recht auf soziale Sicherheit) Art.28 (Soziale und internationale Ordnung)

2.4. Art.4. Das Recht auf soziale Einbindung und soziale Anerkennung

Alle Untersuchungen über Glück weisen auf die Bedeutung der sozialen Einbindung und der sozialen Anerkennung hin. Bedürfnistheoretisch ist es nicht überraschend, denn der Kontakt zu anderen Menschen ermöglicht die Befriedigung aller Bedürfnisse, die zu Beginn aufgelistet wurden: Denkaktivitäten, physiologische Bedürfnisse, Gesundheit, Sicherheit, Soziale Einbindung, Partizipation und Selbstverwirklichung sowie Sinn. Aufgabe der Politik ist es, diesem Bedürfnis Priorität einzuräumen. Dies betrifft den Städtebau und die Architektur sowie die Organisation der Arbeit, die familienfreundlich zu gestalten sind und die Einrichtung von Begegnungsstätten, die Zusammenkünfte von Bürgern ermöglichen. Auch die Bürgerbeteiligung ist ein Element, das Kohäsion innerhalb der Bevölkerung fördert. Wichtig ist ferner die Art und Weise, wie mit Minderheiten umgegangen wird. Schließlich sind Maßnahmen zu empfehlen, die die Herausbildung und Festigung der Identifizierung der Bürger mit Staat und Wohnort begünstigen. Förderlich ist schließlich das Gefühl der Gerechtigkeit und gesetzliche Stabilität. Korruption und politische Verfehlungen sind Verstöße gegen den Artikel 4 (soziale Einbindung und Anerkennung)

Aus der AEMR sind folgende Artikel zuzuordnen: Art.1 (Gleichheit, Brüderlichkeit), Art.16 Eheschließung und Familie Art.20 Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, Art.22 (Recht auf soziale Sicherheit), Art.25 (Recht auf Wohlfahrt), Art.26 (Recht auf Bildung), Art.27 (Freiheit des Kulturlebens)

2.5. Art.5. Das Recht auf Partizipation und Selbstverwirklichung

Selbstverwirklichung entspricht einem Expansionsbedürfnis. Maslow formuliert: „Was der Mensch kann, das muss er.“ Es ist die Ausdehnung von Kontrolle und die Aneignung von zusätzlichen materiellen und ideellen Ressourcen. Dazu gehört auch die Partizipation an Vorhaben und Aktivitäten, die die Gemeinschaft betreffen. Als Feld für Selbstverwirklichung und Partizipation bietet sich der Arbeitsplatz, aber auch die politische Arbeit in den Städten und Kommunen. Hier werden alle Fähigkeiten gefordert und gefördert, vor allem aber Reflexion und Konzeptualisierung. Planungen für die Zukunft der Gesellschaft und der Welt sind Aufgaben, die alle Menschen angehen und unser Überleben als Gattung sowie die Erhaltung der Erde sichern.

Partizipation und Selbstverwirklichung werden in der AEMR nicht als Recht benannt. Nach 1948 stand der Schutz der Menschen im Fokus, die Artikel waren in ihrer Mehrheit als Abwehrrechte gedacht. Dennoch lassen sich folgende Artikel diesem Ziel zuordnen: Art.13 (Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit), Art.17 (Recht auf Eigentum), Art. 18 (Gedanken, Gewissen, Religionsfreiheit), Art.19 (Versammlungs- und Meinungsfreiheit), Art.21 (Wahlrecht), Art.23 (Recht auf Arbeit, gleichen Lohn), Art.24 (Recht auf Erholung und Freizeit), Art.25 (Recht auf Wohlfahrt), Art.26 (Recht auf Bildung), Art.27 (Freiheit des Kulturlebens). Hier wird deutlich, dass die Menschen vor allem geschützt werden sollen gegen Eingriffe von außen. Selbstverwirklichungsziele werden nicht aufgeführt. Die AEMR unterscheidet zwischen Abwehrrechten, Leistungs- und Schutzrechten und Partizipationsrechten. Letztere stehen heute aufgrund der veränderten Situation stärker im Mittelpunkt.

2.6. Art.6. Das Recht auf Sinn

Auch die Reflexion über den Sinn des eigenen Lebens dient der Kontrolle. Dazu liefern Religionen und Philosophien Interpretationsmuster. Über sie kann man das eigene Leben steuern, Ziele festlegen und prüfen, ob diese erreicht werden. Die Gesellschaft ist aufgefordert, rationale Sinnsysteme zur Verfügung zu stellen. Dies geschieht vor allem in Schule und Universität, aber auch in Unternehmen, Vereinen und Parteien. Allerdings sind die Angebote an Sinnsystemen heute noch sehr heterogen, mit dem Ergebnis, dass eine Verständigung über menschliche Wünsche und Bedürfnisse nur mit großem Aufwand möglich ist. Der Stand der anthropologischen Forschung, insbesondere der Psychologie, der Gehirnforschung, der Bedürfnis- und Glücksforschung ist inzwischen so fortgeschritten, dass es möglich sein wird, ein konsensfähiges Menschenbild aufzustellen. Das wird eine Diskussion über Ziele und Strukturen erleichtern. Eine naturwissenschaftliche Begründung der Begriffe aus der AEMR könnte zu einer Veranschaulichung und Konkretisierung führen und dadurch zu einer Operationalisierung im politischen Diskurs. Beispielsweise lässt sich mit Rückgriff auf Schiller feststellen, dass die Würde sich am Grad der Befriedigung von Bedürfnissen messen lässt. Die Freiheit wiederum kann negativ (Schutz vor Unterdrückung) oder positiv (Eröffnen von Lebenschancen) spezifiziert werden. Hier fällt auf, dass im Bereich der positiven Freiheit noch viele Räume eröffnet werden müssen. Gegenwärtig wird die Etablierung der Menschenrechtsbildung als Fach in den Schulen angestrebt. Das wäre ein Ort, wo Sinnreflexionen intensiviert werden könnten.

3. Priorisierungen bei politischen Entscheidungen

Angesichts des Handlungsdrucks, dem Politiker im Alltag ausgesetzt sind, sollen die bedürfnis- und glücksorientierten „Neuen Menschenrechte“ eine Entscheidungsgrundlage liefern, die rasch internalisiert und mobilisiert werden kann. Insbesondere stellt die Priorisierung von bestimmten Aufgaben ein zentrales Problem dar, denn es sind ganz unterschiedliche Bürgerwünsche zu berücksichtigen, die nicht selten entgegengesetzt sind. Nicht selten beklagen sich Bürgergruppen darüber, dass kulturelle Belange aufgrund der bürgerlichen Zusammensetzung in den Stadträten besondere Berücksichtigung finden und unangemessene Unterstützung genießen, während notwendige  Ausgaben im sozialen Bereich ausbleiben. „Falsche“ Priorisierungen sorgen häufig für erheblichen Unmut in den Bürgerschaften. Eine vertiefte Reflexion über Bedürfnisse kann zu einer bürgerfreundlichen Setzung von Prioritäten in der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik führen.

Die vorgenommene Umstrukturierung der Menschenrechte soll im Einzelnen:

  • dafür sorgen, dass die Begriffe konkret an das Leben und die Befindlichkeit der Menschen anknüpfen;
  • einen raschen Überblick über Bedürfnisse und über die jeweilig notwendigen Priorisierungen ermöglichen;
  • eine permanente bedürfnis- und glücksorientierte Reflexion im Alltag einleiten, die für das Treffen von Entscheidungen eine rationale Basis liefert;
  • einen Vergleich der Lebenssituationen von Menschen erlauben, der zu unterschiedlichen Priorisierungen führt;
  • eine Folie für die Analyse von Glücks- oder Unglückssituationen von Menschen bieten: ohne viel Aufwand kann man sofort sehen, dass Gefängnisinsassen, Asylbewerber*innen in Ankerzentren, Kinder in Heimen und Schwerbehinderte erhebliche Hindernisse zu überwinden haben, die mit entsprechenden Maßnahmen zu beseitigen sind; natürlich ist der Inklusionsansatz ein guter Weg für die Zukunft.
  • Die Bedürfnisfolie erleichtert auch Empathie und Selbstreflexion: kann diese Person glücklich sein? Bin ich glücklich und wenn nicht, was kann ich tun, um glücklich zu werden?

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Selbstreflexion als Voraussetzung für die Identifikation von politischen Zielen

Um die Inhalte der 6 Neuen Menschenrechte zu konkretisieren!

Was wäre aus Ihrer Sicht günstig, damit Sie Ihre Bedürfnisse besser befriedigen können:

  1. Unter welchen Bedingungen, würden Sie intensiver und interessanter denken?
  2. Unter welchen Bedingungen würden Sie noch gesünder leben?
  3. Unter welchen Bedingungen würden Sie sich noch sicherer fühlen?
  4. Unter welchen Bedingungen könnten Sie sich noch mehr sozial anschließen und einbinden?
  5. Unter welchen Bedingungen würden Sie noch mehr Ihre Ressourcen und Fähigkeiten ausschöpfen können? Unter welchen Bedingungen, würden Sie sich noch mehr sozial einbringen?
  6. Unter welchen Bedingungen würden Sie Ihrem Leben noch mehr Sinn verleihen?

Auf diese Weise kann man Stoff sammeln, und zwar sehr viel, denn jede/r wird was anderes sagen und man könnte daraus ein politisches Programm zusammenstellen. Das ist eigentlich das Ziel meines Projektes/Konzeptes!

Webinar: Isabelle Schuhladen stellt LdL vor. Schnell, klar, dynamisch, überzeugend.

Isabelle Schuhladen Le Bourhis
Hervorragende Vorstellung von LdL. Schnell, klar, dynamisch, überzeugend, anschaulich!

LdL-Woche 10.02-18.02 in Eichstätt: Flyer

Flyerdownload:

Hochschuldidaktikwoche 10. bis 18. Februar 2020

 

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Aus dem Blog von Adriano Montefusco: „Kinder lernen (auch) von Kindern“

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8. Kinder lernen (auch) von Kindern

Wenn wir uns anschauen, wie sich Lernen im Alltag vollzieht, stellen wir fest, dass Lernprozesse oft altersübergreifend stattfinden (in beide Richtungen). Es liegt in der Natur der Sache, dass wir Dinge, die wir lernen wollen, häufig von Menschen lernen, die diese Dinge schon können oder zumindest Erfahrungen mit ihnen gesammelt haben. Altersübergreifende Klassen tragen diesem Umstand Rechnung und verunmöglichen von vornherein einen stark ent-individualisierten Unterricht. Damit will ich aber nicht einem falsch verstandenen „Lernen durch Lehren“-Ansatz (LdL) das Wort reden. Wir alle haben schon die Erfahrung gemacht, dass uns unser eigenes Verständnis oder Missverständnis einer Sache erst klar wird, wenn wir den Sachverhalt anderen vermitteln müssen. Auch wenn es um prozedurales Wissen geht, um automatisierte Abläufe oder um umfassende Handlungskompetenzen, machen wir oft erstaunliche Entdeckungen, wenn wir in die Lage kommen, diese Abläufe und Fähigkeiten zur Sprache bringen zu müssen oder sie anderen verständlich vorzeigen zu wollen. So bestechend dieser ‚Lernen durch Lehren‘-Ansatz ist, so problematisch kann seine Umsetzung werden, nämlich dann, wenn das „Lehren“ wieder auf einem überkommenen Verständnis dessen basiert, was Bildung zu sein hat. Wenn Lernende einfach zu kleinen Dozenten werden ist die Chance gross, dass (im besten Fall) nur die Schüler·innen in der Lehrerrolle davon profitieren, etwas vermitteln zu müssen. Überhaupt ist der Anspruch des „Vermittelns“ voraussetzungsreich. Er geht von einem unidirektionalen Verständnis aus, wie sich Lernen vollzieht: von A nach B und selten wechselseitig. In diesem sicherlich falschen Verständnis, das z. B. Jean-Pol Martin, der Begründer des Ansatzes so gerade nicht vertritt, spielt es dann auch keine Rolle, ob eine ausgebildete Lehrperson oder ein Lernender in die Vermittlungsrolle schlüpft. Liest man die neueren Publikationen von Jean-Pol Martin aufmerksam, versteht man, dass es im LdL-Ansatz weniger darum geht, dass Lernende Inhalte präsentieren, dozieren oder eben „vermitteln“, sondern dass jeder Lernende sich als Lernmedium verstehen lernt, anhand dessen andere – beobachtend, imitierend, aber auch ihn übertreffend oder in Abgrenzung von seinen Lösungswegen eigene Handlungsprozeduren entwickelnd – weiterkommen. Zeitgemässer Unterricht schafft Lernumgebungen, in denen sich Lernende gegenseitig beim Lernen beobachten, ergänzen, korrigieren können, in dem sie „quasi-neuronale“ Lernnetzwerke bilden, die auch über den Rahmen der schulischen Veranstaltungen hinaus bedeutsam sein können und kollaborativ (virtuell und real, digital und analog) an Lerngegenständen arbeiten, deren Auswahl sie zumindest mitbestimmen, immer häufiger aber auch selbst bestimmen können. Im LdL-Ansatz liegt der Fokus weniger auf Vermittlungs- als auf Aneingnungsstrategien, die noch dazu ko-konstruktiv und vernetzend erfolgen sollen. Eine solche Lernumgebung hat viel mit den Sozialformen des Lernens zu tun, aber eben auch mit den räumlichen und mitunter technischen Gegebenheiten (was kann Marc von Susanne lernen, wenn er den ganzen Tag nur hinter ihr sitzen muss?).

Der ganz Artikel (11.2019):   Zeit für zeitgemäße Bildung

O-T(h)öne führte ein Interview mit Professor Jean-Pol Martin zur neuen Stadtratsliste

 

Eine neue Stadtratsliste in Ingolstadt für die Kommunalwahl 2020

Herr Professor Martin, Sie beabsichtigen, bei der Kommunalwahl im Jahr 2020, in Ingolstadt mit einer eigenen Stadtratsliste anzutreten, wie soll diese heißen?

Sie soll heißen „Neue Menschenrechte“.

Warum gerade dieser Name der Stadtratsliste?

Der Arbeitstitel „Neue Menschenrechte“ soll hervorheben, dass die Gruppe ein bestimmtes Menschenbild zur Grundlage politischer Entscheidungen heranziehen möchte. Im Fokus stehen die Grundbedürfnisse, im Wesentlichen von Abraham Maslow in den 50er Jahren herausgearbeitet. Dazu habe ich eigene Ergänzungen vorgenommen. Die „Neuen Menschenrechte“ sind also ein Instrument zur Bewertung politischer Vorschläge.

Was sind die Ziele der neuen Stadtratsliste im Stadtrat?

Die über die Liste gewählten Stadträte und Stadträtinnen sollen bei anstehenden Entscheidungen prüfen, welche Optionen aus ihrer Sicht den genannten Bedürfnissen der Bürger am besten entsprechen. Natürlich stellt sich die Frage, welche Bürger sie in den Blick nehmen. Als gewählte Vertreter und Vertreterinnen werden sie einen besonderen Akzent auf die Bedürfnisse der Bürger legen, die über keine Lobbys verfügen und weniger Beachtung finden.

Ist es denn nötig, zur Verwirklichung dieser Ziele, eine neue Stadtratsliste zu gründen? Könnten Sie Ihre Ziele nicht in bestehenden Parteien und Gruppierungen im Stadtrat verwirklichen?

Sehr gerne hätte ich meine Überlegungen in existierende Parteien eingebracht. Ich habe das auch immer wieder versucht. Aber Parteien sind keine philosophischen Seminare. Sie handeln pragmatisch und kämpfen um Wählerstimmen. Sie bieten keinen Raum für anthropologische Reflexionen und lassen sich nicht gerne auf Experimente ein.

Mit welchem Wahlprogramm wollen Sie die Wählerschaft überzeugen, Ihrer Liste die Stimme zu geben?

Als Wahlprogramm dienen die 6 aufgestellten „Neuen Menschenrechte“, die als Ziel aller unserer Bemühungen gelten werden: 1. Denken 2. Gesundheit 3. Sicherheit (Arbeit, Wohnen) 4.Soziale Einbindung 5. Selbstverwirklichung und Partizipation 6.Sinn.

Was wären Ihre ersten 5 Anträge im neuen Stadtrat zur Umsetzung Ihrer politischen Ideen?

Der erste Antrag wird der Einrichtung eines Bürgerbeteiligungsrates gewidmet. Auch in Ingolstadt ist die Stadtspitze bemüht, Bürgerbeteiligung zu etablieren, aber mit einer Behäbigkeit, die nicht angemessen ist. Nach Artikel 1 der „Neuen Menschenrechte“ ist das Denken zentrales Grundbedürfnis. Die Bürger wollen mitdenken. Sie sind intelligent und informiert, sie haben Lösungsvorschläge anzubieten. Ferner entspricht die Bürgerbeteiligung Artikel 4 (Soziale Einbindung), Artikel 5 (Selbstverwirklichung und Partizipation) und Artikel 6 (Sinn). Weitere Anträge werden die soziale Einbindung betreffen, beispielsweise den Erhalt des Stifts in der Fechtgasse an diesem Standort. Weitere Anträge möchte ich so früh nicht nennen, denn alle Schritte der Liste werden Ergebnis einer gemeinsamen Reflexion sein. Und wie die Situation in einem Jahr steht, können wir jetzt nicht prognostizieren.

Wie zuversichtlich sind Sie, dass Sie die 385 Unterstützerunterschriften, die im Rathaus persönlich geleistet werden müssen, zusammen bekommen, damit Sie überhaupt zur Kommunalwahl zugelassen werden?

Ich stehe ganz am Anfang und habe keine kommunalpolitische Erfahrung. Wir befinden uns mitten in einem Paradigmenwechsel in der Technik und folglich in der Gesellschaft. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen und Überraschungen. Es sind Chancen. Wir brauchen einen anderen, einen präziseren Blick auf den Menschen, wenn wir Strukturen schaffen wollen, die dem Wohl der Bürger dienen. Mit meinem Modell liefere ich dieses Menschenbild als Entscheidungsgrundlage. Ob ich damit Bürger überzeugen kann, wird sich herausstellen.

Wie viele Stadtratssitze halten Sie für Ihre neue Stadtratsliste für möglich, wenn Sie zur Wahl zugelassen werden?

Diese Frage habe ich mir nicht gestellt. In einem Jahr werde ich leichter antworten können. Im Augenblick bin ich dabei, wenn Sie von Sitzen sprechen, mir einen Stuhl für den Stand in der Fußgängerzone auszusuchen.

Ist auch eine Kandidatur zur Oberbürgermeister/Innenwahl angedacht, um so auch mehr Stimmen für Ihre Liste zu bekommen?

Mein  Lebensmotto ist „no risk, no fun“ und mein wissenschaftliches Vorgehen  ist „trial and error“.

Wann und wo kann man mit Ihnen in Kontakt treten, um sich persönlich über Ihre Ziele und die der neuen Stadtratsliste zu informieren?

Ab Mitte Mai werde ich einen Stand am Samstag in der Fußgängerzone aufstellen. Wer auf Facebook aktiv ist, kann der Gruppe „Neue Menschenrechte“ beitreten.

Danke für das Gespräch.

Danke für das Interview!

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Isabelle Le Bourhis mit SchülerInnen im Ministerium – Treffen mit Minister Michael Piazolo

Aus Facebook:

 

18 Std.

Es ist vollbracht!
Isabelle Schuhladen Le Bourhis war mit ihrer Schülergruppe im Kultusministerium und hat den Minister, Herrn Michael Piazolo, getroffen!

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Bild könnte enthalten: im Freien
Bild könnte enthalten: Innenbereich
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+2

Isabelle Schuhladen Le Bourhis an Lernen durch Lehren

Glänzender Tag
Herr Piazolo kennt jetzt LdL!🤩🤗💡👍

  • Michael Piazolo Unbedingt so weiterarbeiten. Wenn es den Schülerinnen und Schülern gefällt, sie etwas selbstständig dazulernen und noch der Lehrplan erfüllt wird, ist es doch prima. Mir hat es jedenfalls hat die Begegnung Spaß gemacht.
  • Jean-Pol Martin Michael Piazolo Super, dass Sie so reagieren! Immer wieder wurde die Methode vom Ministerium wahrgenommen und unterstützt. Zuletzt sehr kräftig unter Frau Hohlmeier. Mit Ihnen könnte sie wieder einen Hype in Bayern erleben. Sie ist weltweit sehr etabliert und mit meinem Namen eng verbunden. Ein Alleinstellungsmerkmal auch für Bayern!
  • Isabelle Schuhladen Le Bourhis Im Ministerium wurde uns ausführlich erklärt, wie das Kultusministerium arbeitet, wer da mitarbeitet, wie Entscheidungen getroffen werden… wie Anschlussprüfungen entstehen, die aktuellen Themen im Bildungsbereich…

Tobias Illigs Interview: JPM über Lernen, Motivation, Führungskräfte

 

Isabelle Schuhladen Le BourhisSehr schönes Interview, das die Komplexität des LdL-Konzeptes perfekt rüber bringt! Ich bin ein großer Fan von JPM, habe bei ihm in EI studiert, bin jetzt auch Lehrerin und lebe im LdL-Modus. Gestern habe ich ein One Best Thing bei der Tagung #eduswabia in Gersthofen gehalten. Für viele klang es vor ein paar Jahr sehr verrückt, heute aber haben viele erkannt, dass dies der richtige Weg ist: Komplexität suchen, konzeptualisieren, neue Lösungen entwickeln und dann: diesen Menschen eine Bühne anbieten, wo sie ihr neues Wissen, das sie gemeinsam konstruiert haben, zu präsentieren. Dadurch bekommen sie die Möglichkeit, sich zu vernetzen, neue unbekannte Felder zu entdecken und so geht es weiter! Explorativ sein!“
Die Theorie dazu (2018, nur 15 Seiten)

Basistext: PdF-Download

Jean-Pol Martin: Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle. In: Olaf-Axel Burow, Stefan Bornemann (Hrsg.): Das große Handbuch Unterricht & Erziehung in der Schule. Carl Link Verlag, 2018. S. 345–360. ISBN 978-3-556-07336-0.

 

LdL: Bezugswissenschaften (bezogen auf den Artikel Martin, 2018)

Die LdL-Theorie bezieht sich auf eine Reihe von unterschiedlichen Wissenschaften. Der Vorteil: sie ist ganzheitlich. Der Nachteil: sie wird von keiner wissenschaftlichen community rezipiert, weil sie sich außerhalb der bestehenden akademischen Disziplinen und Institutionen bewegt.

Die einzelnen Abschnitte des Artikels: „Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle“  (Martin, 2018)  lassen sich auf folgende Theorien/Wissenschaften beziehen:

1.

2.2. Glück: Grundbedürfnisse, Kontrolle, Flow und LdL

Bezug: Positive Psychologie – Bedürfnisforschung – Glücksforschung

2.

2.2.3:  Informationsverarbeitung und Kontrolle

Bezug: Neurowissenschaften

3.

2.2.4: Exploratives Verhalten und Flow

Bezug: Kognitive Psychologie – Emotionsforschung – Problemlösepsychologie

4.

2.2.5 Instrumente zur kognitiven Kontrolle liefern

Bezug: Systemtheorie

5.

2.2.6 Konzeptualisierung

Bezug: Gehirnforschung – Emotionsforschung – Denkpsychologie

6.

2.3. Denken und Glück aus Sicht der Philosophie

Bezug: Philosophie

7.

2.4. Projekt als glückgenerierende Struktur

Bezug: Glücksforschung

8.

2.5 Die Globalisierung und die Ausdehnung der Konzeptualisierungsräume

Bezug: Netzforschung

9.

2.6. Konzeptualisierung als Grundbedürfnis und Menschenrecht

Bezug: Politische Philosophie – Denkpsychologie – Glücksforschung

JP.Decroix (Lille)

Aus gegebenem Anlass parke ich hier zwei Zeitungsartikel (Lille, 2016):

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Isabelle Schuhladen: „Das macht Schule“

Wir bringen dir das Lernen bei!

Wir bringen dir das Lernen bei!
Anhand des Konzepts „Lernen durch Lehren“ von Jean-Pol Martin lernen die Schülerinnen und Schüler, wie das Lernen funktioniert (woher kommt dies, Kenntnisse aus der Neurowissenschaft, anthropologisches Modell, Empathie, Ressourcenorientierung, Flow, exploratives Verhalten…). Als Abschluss erstellen die Schülerinnen und Schüler in GA eine Mappe für die anderen 5Klässlerinnen und 5Klässler der Schule und halten eine Projektpräsentation.

Projektstory

  • Am 20. Juni habe ich mit diesem Projekt in meiner 5. Klasse Realschule im Fach Deutsch angefangen. Das Thema: “ Wir bringen euch das gehirngerechte Lernen bei!“
    Die Schülerinnen und Schüler müssen anhand von Fachbüchern aus den Neurowissenschaften herausfinden, wie das Lernen im Gehirn funktioniert und sich überlegen, welche Konsequenzen dies für den Unterricht hat. Dazu haben sie den Grundaufsatz von Jean-Pol Martin “ Weltverbesserungskompetenz als Lernziel“ und eine Liste mit Links zu Aufsätzen und Videos zu dem Thema bekommen. Das heißt, hier wird Forschungsarbeit gefragt. Natürlich sollen sie ihre persönlichen Erfahrungen (LdL, Klassenrat, Schullandheim…) mit einbauen. Sie müssen zum Beispiel ein Märchen über das Verhalten der Neuronen schreiben, einen Kinder-Lexikoneintrag verfassen, in dem sie das Menschenbild gleichaltrigen Schülern erklären, ein Video drehen (Verhalten der Neuronen), Visualisierungen erstellen…
    Wenn die Schüler alle Aufgaben bearbeitet haben, sollen sie sich selbst einschätzen. In meinem Bewertungsbogen, den ich mit der Klasse erstellt habe, befinden sich 2 Spalten: Selbsteinschätzung und Bewertung durch die Lehrkraft.
  • Bis jetzt läuft es sehr gut! Die Klasse zeigte ihr Organisationstalent, die Schülerinnen und Schüler können sich gut konzentrieren,und zeigen große Motivation, sogar Flow! Dadurch möchte ich zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler, wenn sie Vertrauen und Verantwortung bekommen, tolle Leistungen und vor allem Kreativität zeigen und dass sie durch solche Projekte enorm viel lernen!
  • Von Anfang an wurde die LdL-Theorie von Jean-Pol Martin eingeführt (Die Bedürfnisse des Menschen, die gewaltfreie Kommunikation, Demokratie-Erziehung, Fehlerkultur, Klasse als Gehirn / Schüler und Lehrer als Neuronen). Dadurch haben wir eine sehr konstruktive Klassengemeinschaft erreicht, sodass wir vor Weihnachten den Klassenrat (www.derklassenrat.de) einführen konnten. Dank des LdL-Prinzips und des Klassenrats wurde Partizipationsfähigkeit gefordert.
    Das Projekt hat den Schülern, ihren Eltern und mir große Freude bereitet. Die Präsentationen waren von großer Qualität! Die Schüler haben wertvolle Videos gedreht.
    Da die Präsentationen hervorragend waren (inhaltlich und technisch), luden wir die Eltern zur Schule ein und organisierten einen LdL-Nachmittag für sie an der Schule. Die Klasse wollte aber noch mehr! Deshalb präsentierten sie ihre Ergebnisse ein 3. Mal für die Parallelklassen. Ein großer Erfolg! Dieses Projekt bekam auch bei den Lehrern große Aufmerksamkeit.
    Diese Klasse brachte anschließend den anderen 5. Klassen LdL und den Klassenrat bei!In der 6. Klasse leben wir weiterhin im LdL-Modus. Dank dieser Partizipationskompetenz ( im LdL-Prinzip fest verankert) der Schüler haben sich für uns neue Türe eröffnet:
    – Die Schüler erklären Lehrern das LdL-Prinzip im Rahmen von regionalen Lehrerfortbildungen
    – 8 Schüler waren dieses Jahr am 11. April beim Augsburger Landrat. Hier haben sie ihm LdL vorgestellt, weitere Deutschkurse für unsere Schüler aus Syrien und Afghanistan sowie eine Jugendorganisation für Meitingen beantragt. Ein paar Tage später bekamen wir schon gute Nachrichten vom Landrat.

 

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