Webinar: Isabelle Schuhladen stellt LdL vor. Schnell, klar, dynamisch, überzeugend.

Isabelle Schuhladen Le Bourhis
Hervorragende Vorstellung von LdL. Schnell, klar, dynamisch, überzeugend, anschaulich!

Refoundation and reformulation of the Universal Declaration of Human Rights?

On December 9, 2019, Human Rights Day, the Süddeutsche Zeitung published an article with the headline: „The Dignity of the Individual – The UN Declaration of 1948 is based on an image of humanity shaped in Europe and America – this does not suit everyone“ [1]. This becomes particularly clear in Article 1 of the Cairo Declaration [2], adopted by 45 Muslim states in 1990: „All human beings form a family whose members are united by submission to God and all are descended from Adam. In contrast, Article 1 of the UN Declaration emphasizes the autonomy of the individual and his or her freedom. How do such different conceptions of being human come about? From a political point of view, different images of humanity lead to different goals and priorities. And to other human rights.

Here download:  

Refoundation and reformulation oft the Universal Declaration of Human Rights?

Evaluation formative par le biais de pratiques „Lernen durch Lehren“ destinées aux étudiants de niveau avancé (2020)

Halina Widła, 2020
Uniwersytet Śląski
https://orcid.org/0000-0001-7384-5897
halina.widla@us.edu.pl

„(…)À partir de 1980, le professeur de français Jean-Pol Martin, qui est parvenu à appliquer un tel système à l’Université de Bavière, devient un propagateur actif de cette méthode de travail auprès des étudiants ; une solution suffisamment fréquente pour qu’on y porte attention. Son approche naît suite à l’analyse critique qu’il fait des méthodes traditionnelles, qu’il décrit de la manière suivante :
‚Les méthodes pratiquées actuellement présentent, à cet égard aussi, de graves déficits. S’adressant en premier lieu à la mémoire, les techniques traditionnelles imposent une attitude réceptive à l’apprenant et laissent peu de place au développement d’activités individualisées et autonomes ; il en est de même des approches behavioristes qui, de plus, utilisent des pratiques répétitives peu propices aux processus intellectuels complexes et à la créativité. Ces méthodes ne tenant pas compte de besoins fondamentaux des élèves, ceux-ci réagissent dans les deux cas par des comportements à la fois passifs et agressifs. Quant aux approches communicatives, qui privilégient la motivation de l’apprenant, elles ont l’inconvénient de faire supporter par le professeur tout le poids de l’effort didactique. En effet, comme il s’agit moins de faire assimiler par les élèves les contenus du manuel que de les inciter à s’exprimer dans un contexte authentique, l’enseignant doit constamment faire preuve d’imagination pour créer, au-delà des situations fournies par le livre, des occasions de parole motivantes. (Martin, 1989 : 51)‘ (…)“

Download:  Evaluation formative par le biais de pratiques „Lernen durch Lehren“ destinées aux étudiants de niveau avancé

Basics abendländischer Philosophie

Programm des Skype-Gesprächskreises: „Kurze Geschichte der Philosophie von den Anfängen bis zur Gegenwart“.

Basics abendländischer Philosophie

Neubegründung und Reformulierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte?

– ein „Neues Menschenbild für das 21.Jh.“

– davon abgeleitet ein Vorschlag für bedürfnistheoretisch begründete „Neue Menschenrechte“

– davon abgeleitet ein bedürfnistheoretisch begründetes „Politisches Programm“

Lesen:

„Neubegründung und Reformulierung der AEMR?“ (wird 2020 veröffentlicht)

Martin-Theorie in zwei Aufsätzen

Die LdL-Woche in Eichstätt hat gezeigt, dass die Theorie, die ich ab 1982 entwickelt und in meiner Dissertation und meiner Habilitationsschrift veröffentlicht habe, sich als Fundament nicht nur für LdL erweist sondern auch für ganz andere Vorhaben, wie das Formulieren von „Neuen Menschenrechten“.
Wer diese Theorie auf knappem Raum zusammengefasst sucht, findet sie in zwei Aufsätzen:

1. 2002 „Weltverbesserungskompetenz“ als Lernziel?  In: „Pädagogisches Handeln – Wissenschaft und Praxis im Dialog“, 6. Jahrgang, 2002, Heft 1, Seite 71-76

2. 2018 Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle. In: Olaf-Axel Burow, Stefan Bornemann (Hrsg.): Das große Handbuch Unterricht & Erziehung in der Schule. Carl Link Verlag, 2018. S. 345–360. ISBN 978-3-556-07336-0.

Miriam Kirchleitners Lernkonzept

 

Miriam Kirchleitner

Wenn ich mir ein zeitgemäßes Lernkonzept stricken dürfte, wären die Zutaten:

– Nachhaltigkeit: Interessensbasiertes Lernen. Nachhaltig ist Lernen nur dort wo es auf den Interessen und Wünschen des Lernenden aufbaut.

– Komplexität: Steigerung der Komplexität des Lernens durch Kombination und Variation intentionalen und akzidentiellen Lernens.

– Varietät: Förderung unwahrscheinlicher Lernpartnerschaften zwischen „Ungleichem“.

– Offenheit: Grenzüberschreitende Lernprozesse, Hybride Lern-Settings und offene Lernlandschaften.

– Soziale Einbettung: Heterogenes Netzwerk an Lernpartnern.

– Relevanz: Lernen muss konkrete Möglichkeiten eröffnen – ökonomisch, qualifikatorisch, politisch-kulturell oder gesellschaftlich.

Biographie: „In Paris mit 15. Jacques Rappoport“.

(…)

In Paris mit 15: Jacques Rappoport

Parallel zu meiner missglückten schulischen Laufbahn explorierte ich die Welt, wie sie sich mir anbot. Mein Selbstbild war geprägt durch das Bewusstsein, im 16. arrondissement, dem chicsten Viertel von Paris zu leben. Ich hatte mich mit Hilfe von Jacques Rappoport (später Jacques Livchine) der coolen Gruppe der Klasse ansgeschlossen. Die Eltern von Jacques waren jüdische Industrielle und hatten eine große Wohnung direkt neben unserem Gymnasium. Sie waren sehr großzügig und luden permanent die Freunde ihrer Kinder ein, so dass ich mich dort wie zu Hause fühlte. In der Clique war ich – weil etwas jünger und sehr schüchtern – Mitläufer und graue Maus, und litt sehr darunter. Immerhin durfte ich bei Partys, dank meiner Freundschaft zu Jacques, dabei sein. Ich war auch dabei, als wir in den Cafés neben dem Lycée Lafontaine, dem Mädchengymnasium, Flipper spielten und hübsche Mädchen wie die spätere Catherine Deneuve und ihre früh gestorbene Schwester Françoise Dorléac trafen. Ich war 15. Mit Jacques, der mir seine Jeans und ein Mofa auslieh, fuhren wir ganze Nächte durch Paris durch und landeten oft in zweifelhaften Lokalen, deren Substrat wir nicht durchschauten. Wir wussten nicht genau, warum ältere Herren uns dort hineingelockt hatten. Wir kamen genauso unschuldig heraus, wie wir hineingeraten waren, aber es waren immerhin Erfahrungen. Wir hatten Freunde, die sich von Männern Geschenke machen ließen, oder auch solche, die uns hofierten und bestimmte Lektüren pflegten, wie die Bücher von André Gide und von Roger Peyrefitte. Aber Homoerotik war unsere Sache nicht. Wir waren extrem auf Mädchen fixiert und sie waren Ziel aller unserer Aktivitäten. Das kann man gut verstehen, wenn man bedenkt, dass in den 50er Jahren eine strikte Trennung zwischen Jungen- und Mädchenschulen herrschte. Meine einzige Chance, etwas näher an ein Mädchen heranzukommen, war meine Kusine oder die Schwester von Freunden. Nachdem ich sitzengeblieben war, wurde ich in ein Internat, in Caen, verlegt. (…).

Biographie: Der ganze Text

Bedürfnisse und Menschenrechte (Kurzfassung)

Bedürfnisse und Menschenrechte
Das alles einschließende Bedürfnis ist das Bedürfnis nach Kontrolle (=Lebenserhaltung)
Art.1 Das Recht auf Denken
• Das Denken dient der kognitiven Kontrolle der erlebten Situationen zum Zweck der Lebenserhaltung. Unter Denken wird der Vorgang der Informationsverarbeitung und der Konzeptualisierung verstanden.
• Dazu müssen entsprechende Strukturen angeboten werden: in der Schule (Inhalte und Methoden) und am Arbeitsplatz (Konzeptualisierungsmöglichkeiten). Es ist aber auch Aufgabe der Politik, die Gestaltung des Gemeinwesens so zu organisieren, dass die Bürger an dessen Optimierung beteiligt werden und somit ein breites, relevantes Feld zur Konzeptualisierung vorfinden (Bürgerbeteiligung).

Art.2 Das Recht auf Gesundheit
• Die Pflege der Gesundheit ist die Voraussetzung zur Lebenserhaltung. Es geht darum, den Organismus funktionstüchtig unter Kontrolle zu behalten. Diese Kontrolle richtet sich auf körperinterne Vorgänge, indem der Organismus Energie aufnimmt und sie ökonomisch einsetzt. Dies betrifft also die Ernährung und die intellektuelle und körperliche Betätigung (Sport).
• Bedeutsam für die Kontrolle des Organismus ist die mentale Verarbeitung von Impulsen aus dem Körper oder aus der Umwelt: durch entsprechende Techniken sollten Lebensereignisse – auch schmerzhafte – insgesamt positiv aufgenommen und verarbeitet werden (seelische Gesundheit).

Art.3 Das Recht auf Sicherheit
• Sicherheit spielt im Leben von Menschen eine große Rolle. Im Hinblick auf die Lebenserhaltung drückt sie sich als Gefühl der Kontrolle aus. Daher ist es legitim, dass die AEMR diesem Thema einen breiten Raum widmet und die Abwehrrechte in den Mittelpunkt stellt.
• Dennoch müssen Leistungsrechte wie das Recht auf Arbeitsplatz und auf Wohnung Priorität erhalten, denn sie wirken sich auf das gesamte Lebensgefühl aus.
• Allerdings gehört zur Sicherheit nicht nur der Schutz der Bürger gegen Übergriffe, sondern auch die Planung der Zukunft sowohl was die materielle Ausstattung des Landes als auch was die Bildung der jungen Menschen betrifft.
• Das Gefühl der Sicherheit hat nicht nur individuelle sondern auch soziale Implikationen. Unsicherheit vermittelt ein Gefühl des Unwohlseins, das sich auch auf das soziale Umfeld negativ auswirken kann, in Form von Aggressionen, Unruhen und Gewalt. Daher ist es eine Aufgabe des Staates, Wohlstand für seine Bürger anzustreben.

Art.4. Das Recht auf soziale Einbindung und soziale Anerkennung
• Alle Untersuchungen über Glück weisen auf die Bedeutung der sozialen Einbindung und der sozialen Anerkennung hin. Bedürfnistheoretisch ist es nicht überraschend, denn der Kontakt zu anderen Menschen ermöglicht die Befriedigung aller Bedürfnisse, die zu Beginn aufgelistet wurden: Denkaktivitäten, physiologische Bedürfnisse, Gesundheit, Sicherheit, Soziale Einbindung, Partizipation und Selbstverwirklichung sowie Sinn.
• Aufgabe der Politik ist es, diesem Bedürfnis Priorität einzuräumen. Dies betrifft den Städtebau und die Architektur sowie die Organisation der Arbeit, die familienfreundlich zu gestalten sind und die Einrichtung von Begegnungsstätten, die Zusammenkünfte von Bürgern ermöglichen.
• Auch die Bürgerbeteiligung ist ein Element, das Kohäsion innerhalb der Bevölkerung fördert.

Art.5. Das Recht auf Partizipation und Selbstverwirklichung
• Selbstverwirklichung entspricht einem Expansionsbedürfnis. Maslow formuliert: „Was der Mensch kann, das muss er.“ Es ist die Ausdehnung von Kontrolle und die Aneignung von zusätzlichen materiellen und ideellen Ressourcen. Dazu gehört auch die Partizipation an Vorhaben und Aktivitäten, die die Gemeinschaft betreffen.
• Als Feld für Selbstverwirklichung und Partizipation bietet sich der Arbeitsplatz, aber auch die politische Arbeit in den Städten und Kommunen. Hier werden alle Fähigkeiten gefordert und gefördert, vor allem aber Reflexion und Konzeptualisierung.
• Planungen für die Zukunft der Gesellschaft und der Welt sind Aufgaben, die alle Menschen angehen und unser Überleben als Gattung sowie die Erhaltung der Erde sichern.

Art.6. Das Recht auf Sinn
• Auch die Reflexion über den Sinn des eigenen Lebens dient der Kontrolle. Dazu liefern Religionen und Philosophien Interpretationsmuster. Über sie kann man das eigene Leben steuern, Ziele festlegen und prüfen, ob diese erreicht werden.
• Die Gesellschaft ist aufgefordert, rationale Sinnsysteme zur Verfügung zu stellen. Dies geschieht vor allem in Schule und Universität, aber auch in Unternehmen, Vereinen und Parteien.
• Allerdings sind die Angebote an Sinnsystemen heute noch sehr heterogen, mit dem Ergebnis, dass eine Verständigung über menschliche Wünsche und Bedürfnisse nur mit großem Aufwand möglich ist. Der Stand der Psychologie, der Gehirnforschung, der Bedürfnis- und Glücksforschung ist inzwischen so fortgeschritten, dass es möglich sein wird, ein konsensfähiges Menschenbild aufzustellen. Das wird eine Diskussion über Ziele und Strukturen erleichtern.

LdL-Woche 10.02-18.02 in Eichstätt: Flyer

Flyerdownload:

Hochschuldidaktikwoche 10. bis 18. Februar 2020

 

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