100 Notable alumni of University Erlangen-Nürnberg

100 Notable alumni of University of Erlangen Nuremberg

The University of Erlangen Nuremberg is 375th in the world, 126th in Europe, and 22nd in Germany by aggregated alumni prominence. Below is the list of 100 notable alumni from the University of Erlangen Nuremberg sorted by their wiki pages popularity. The directory includes famous graduates and former students along with research and academic staff.

  1. Markus Söder

Born in Germany 1967- (age 54)  1987-1991 graduated with Staatsexamen in jurisprudence politician

Markus Thomas Theodor Söder is a German politician serving as Minister-President of Bavaria since 2018 and Leader of the Christian Social Union in Bavaria (CSU) since 2019.

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76. Jean-Pol Martin

           Born in France 1943- (age 78) writer university teacher

Jean-Pol Martin studied teacher education for foreign language teachers in Germany, and developed a teaching method called learning by teaching. He spent most of his career at Catholic University of Eichstätt-Ingolstadt and was an außerplanmäßiger Professor there when he retired in 2008.

Die Neuen Menschenrechte in 90 Minuten

Als Format für eine 90 minütige Präsentation hat sich als optimal erwiesen:

1.Unterlagen: 4 seitiges Papier (siehe unten: „Menschenbild“)

2.Ablauf:
– 30 Minuten: Vorstellung der Seite 1 (Bedürfnisse)
– 15 Minuten: Partnerarbeit zu zweit. Kärtchen (Seite 4 auf dem Papier) gemeinsam lesen mit der Frage: welche Bedürfnisse sind bei dir befriedigt und welche nicht? Wo gibt es Defizite und wie könnte man diese Defizite angehen?
– 15 Minuten: Auswertung der Partnerarbeit und Diskussion im Plenum
– 15 Minuten: Vorstellung und Besprechung der Seiten 2 und 3 (Mindsets)
– 15 Minuten: Video von Sandra Neumaier, sehr wichtig und überzeugend
Glück und die Neuen Menschenrechte. Praxisbeispiele

3. Viel Erfolg und viel Vergnügen!

Jean-Pol


Simon Kolbe: Learning by teaching – a resource orientated approach towards modern inclusive education.

100 Notable alumni of Paris West Université Nanterre La Défense

100 Notable alumni of Paris West Université Nanterre La Défense

Paris West University Nanterre La Defense is 314th in the world, 101st in Europe, and 8th in France by aggregated alumni prominence. Below is the list of 100 notable alumni from Paris West University Nanterre La Defense sorted by their wiki pages popularity. The directory includes famous graduates and former students along with research and academic staff.

  1. Emmanuel Macron

Born in France 1977-.. (age 44) statesperson

Emmanuel Jean-Michel Frédéric Macron is a French politician who has been serving as the president of France since 14 May 2017.

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3·  Nicolas Sarkozy

Born in France 1955-.. (age 66) politician lawyer

Nicolas Paul Stéphane Sarközy de Nagy-Bocsa is a French politician who served as President of France and ex officio Co-Prince of Andorra from 16 May 2007 until 15 May 2012.

4·  Christine Lagarde

Born in France 1956-.. (age 65)

Graduated with master’s degree in English and law economist lawyer diplomat politician synchronized swimmer

Christine Madeleine Odette Lagarde is a French politician, businessperson and lawyer serving as President of the European Central Bank since 1 November 2019. Between July 2011 and September 2019, she served as Chair and Managing Director of the International Monetary Fund (IMF).

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78·  Jean-Pol Martin

Born in France 1943-.. (age 78)  university teacher

Jean-Pol Martin studied teacher education for foreign language teachers in Germany, and developed a teaching method called learning by teaching. He spent most of his career at Catholic University of Eichstätt-Ingolstadt and was an außerplanmäßiger Professor there when he retired in 2008.

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Sandra Neumaier: Glück und die Neuen Menschenrechte. Praxisbeispiele

Jens Eichert: NMR und Kontrolle

Kontrollverlust löst oft ein Ohnmachtsgefühl aus.

Bin ich ohnmächtig haben möglicherweise andere die Macht über mich – über meinen Körper, meine Gedanken oder sogar über mein Leben. Wie kann ich mich davor schützen?

Um die Kontrolle zu behalten ist es grundlegend von Bedeutung sich bewusst zu sein, dass es im Leben keinen Punkt gibt, an dem man alles unter Kontrolle haben kann. Das Gefühl von Sicherheit in Form von Kontrolle-von-innen entsteht dadurch, dass wir uns immer wieder in Situationen bewegen, in denen wir selbst Fehler machen und aus ihnen und den Fehlern anderer lernen. Unsere kognitive Landkarte wird größer und ist in der Lage komplexere Zusammenhänge zu erfassen – persönliche und gesellschaftliche.

Auch beim Thema Gesundheit streben wir stets danach, uns gesund zu fühlen. Doch auch hier halten wir uns in einem Spannungsfeld zwischen krank und gesund auf (Salutogenese).

Sowohl die Gesundheit als auch die Kontrolle sind ein Prozess.

Mir helfen diese Erkenntnisse, die ich u.a. aus den wissenschaftlichen Forschungen der Neuen Menschenrechte von Jean-Pol Martin gewonnen habe, zurzeit unfassbar viel.

Wir befinden uns seit sehr vielen Monaten in einem globalen Spannungsfeld zwischen Macht und Ohnmacht, Kontrollverlust und Kontrolle. Dabei verschieben sich immer wieder die zentralen Leitfaktoren. Neue Erkenntnisse der Wissenschaft bringen alte Verhaltensaufforderungen wieder zum Wanken. Politische Entscheidungen von gestern entpuppen sich morgen als Fehlentscheidung. Das alles auszuhalten, erfordert viel Vertrauen, ein gewisses Maß an Bildung und Selbstkontrolle.

Ist das Vertrauen nicht da und auch das Wissen über die komplexen Zusammenhänge nicht vorhanden, bleibt einem aber noch die Selbstkontrolle.

Darüber und über viele weitere spannende Aspekte der Neuen Menschenrechte nach Jean-Pol Martin spreche ich u.a. jeden Freitag im Instagram-Live gemeinsam mit Nicole Kern_Jugendexpertin um 19:00 Uhr und teilweise auch im Praktisch Pädagogisch Podcast, den ich seit über zwei Jahren zusammen mit meinem sehr guten Freund und Kollegen Dirk Fiebelkorn aka Der Jungenpaedagoge produziere.

Außerdem erarbeiten Nicole und ich derzeit ein Konzept, wie wir neben einfachen Coachings auch ganze Einrichtungen nach den Grundlagen der NMR schulen können. Denn Präventionsarbeit reduziert Schadensbegrenzung/-behebung. Diese Arbeit leiste ich mit meiner wohlwollend, kritischen Grundhaltung.

Jens Eichert

der_medienpaedagoge

100 Notable alumni: Paris-Nanterre, Erlangen-Nürnberg, Eichstätt-Ingolstadt

100 Notable alumni of University of Paris-Nanterre

100 Notable alumni of University of Erlangen-Nuremberg

Notable alumni of University of Eichstätt-Ingolstadt

NMR: Nicole Kern und Jens Eichert zum Thema Top-down/bottom-up

1.Teil

In unserem ersten NMR-Talk, den wir hier auf YouTube bereitstellen, sprechen Nicole Kern und ich (Jens Eichert) über Top-Down-Strukturen, die wir in Bezug zu den 6 Artikeln der Neuen Menschenrechte nach Jean-Pol Martin stellen. Wir berichten von unseren eigenen Erlebnissen und erarbeiten daraus immer wieder neue Methoden, wie wir mit Hilfe des NMR-Wissens zu mehr Kontrolle und Sicherheit in unserem Leben kommen. Die Erkenntnis darüber, dass wir in unserem Leben einen dauerhaften Prozess durchleben, führt in Verbindung mit dem Basiswissen aus den Neuen Menschenrechten zu einer fundamentalen Veränderung des persönlichen Mindsets. Wir gehen mit alltäglichen Problemen und äußeren Einflüssen gelassener und konstruktiver um.

2. Teil :

Jens Eichert:

In diesem Insta-Live sprechen Nicole Kern und ich noch einmal über Top-Down-Strukturen und unsere kognitiven Landkarten. Wir pädagogischen Fachkräfte leisten täglich enorm viel. Dabei ist es neben der Begleitung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mindestens ebenso wichtig, dass wir auch auf unsere eigenen Ressourcen achten und diese stabilisieren. Die Inhalte der Neuen Menschenrechte stellen ein umfangreiches Angebot an Wissens- und Reflexionsmaterial bereit. Nicole und ich bringen diese mit alltäglichen Situationen in Bezug und sprechen über unsere Erfahrungen und Haltung dazu.

Wir freuen uns über Feedback und jedes Like. 🙂

Den Livestream zum aktiven Zuhören und Kommentieren gibt es jeden Freitag um 19:00Uhr bei Instagram hier:

Nicole Kern bei Instagram: https://www.instagram.com/nicolekern_…

Jens Eichert bei Instagram: https://www.instagram.com/der_medienp…

Quellen: https://jeanpol.wordpress.com

http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Pol…

Literaturhinweise:

•Martin, J.-P. (2002): Weltverbesserungskompetenz als Lernziel? In: Pädagogisches Handeln – Wissenschaft und Praxis im Dialog. 6. Jahrgang, Heft 1, 2002, S. 71–76.

*Martin, J.-P. (2018): Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle. In O.-A. Burow & S. Bornemann (Hrsg.): Das große Handbuch Unterricht und Erziehung in der Schule. Kronach: Carl Link Verlag, S. 345-360.

*Martin, J.-P. (2020): Neubegründung und Reformulierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte? In: Simon W. Kolbe, Jean-Pol Martin, Margret Ruep (Hrsg.): Neue Menschenrechte? Bestandsaufnahme eines bedürfnisorientierten Handlungsansatzes. Gabriele Schäfer Verlag, 2020. S. 109-147.

NMR-Ausbildung: Nicole Kern – Jens Eichert

Ausbildung zum NMR-Coach für Menschen aus sozialen Berufen

Mit dieser Ausbildung rückst du die Bedürfnisse in den Mittelpunkt und zwar nicht nur die Bedürfnisse deiner Klient*innen, sondern auch deine.

Erkennst du dich wieder?

  • Du möchtest deine Klient*innen noch besser unterstützen können, indem du sie besser verstehst und in ihrer Lebenswelt abholst
  • Das willst du auf einer wissenschaftlich fundierten Basis tun, die dennoch leicht anzuwenden ist
  • Während der Ausbildung möchtest du auch dich selbst besser kennenlernen und dienen eigenen Standpunkt reflektieren

Die Ausbildung zum NMR-Coach gibt dir das Werkzeug, um deine Klient*innen dort abzuholen wo sie stehen und zu einem glücklicheren Leben zu begleiten, sowie Strukturen so zu verändern, dass sie von Top-Down zu mehr Selbstbestimmung führen.

Gleichzeitig veränderst du dein Mindset so, dass du Situationen und andere Menschen besser verstehst und damit gelassener bleiben kannst.

Die Ausbildung befähigt dich:

  • Menschen im 1:1 Setting zu coachen
  • Gruppencoachings auf der Grundlage des Konzeptes der Neuen Menschenrechte zu führen
  • Deine pädagogische Arbeit professioneller und bedürfnisorientiert zu gestalten

Die Ausbildung basiert auf der Forschung von Prof. Dr. Jean-Pol Martin, dem Begründer der Unterrichtsmethode LdL, der seit über 40 Jahren an diesem Konzept forscht, plus pädagogischen, praktischen und darauf bezogenen Input.

Das Zertifikat enthält nicht nur alle Lerninhalte, die erarbeitet wurden, sondern wird von Prof. Dr. Jean-Pol Martin persönlich unterschrieben.

Die Ausbildung findet für mehr Flexibilität online statt. Wir bieten allerdings im Nachhinein Workations ins Spanien an, um den Inhalt zu festigen und Zukunftsperspektiven zu erarbeiten.

Die Ausbildung setzt sich zusammen aus 14 Online-Veranstaltungen mit praktischen Übungen plus Praxisprojekt, als Praxisnachweis.

Die Ausbildung ist in 12 Module eingeteilt: die 6 Artikel der Neuen Menschenrecht plus 6 weitere Module. Diese werden nicht nur theoretisch besprochen, sondern auch durch praktische Übungen gefestigt. Sie geben einen Einblick, was man selbst benötigt um glücklich zu sein und wie man andere dabei unterstützt das zu werden.

Kosten 2500,-

Nicole Kern

Die Neuen Menschenrechte: Ziele

Im Folgenden werden die Bedingungen beschrieben, unter denen die 6 Neuen Menschenrechte (NMR) wahrgenommen werden können. Sie lassen sich auch als politisches Programm formulieren.

Art.1 Das Recht auf Denken

Das Denken dient der kognitiven Kontrolle der erlebten Situationen zum Zweck der Lebenserhaltung. Unter Denken wird der Vorgang der Informationsverarbeitung und der Konzeptualisierung verstanden. Die Förderung von Denkaktivitäten erhöht die individuelle und kollektive Kontrollkompetenz der Menschen. Dazu müssen entsprechende Strukturen angeboten werden: in der Schule (Inhalte und Methoden) und am Arbeitsplatz (Konzeptualisierungsmöglichkeiten). Es ist aber auch Aufgabe der Politik, die Gestaltung des Gemeinwesens so zu organisieren, dass die Bürger an dessen Optimierung beteiligt werden und somit ein breites, relevantes Feld zur Konzeptualisierung vorfinden (Bürgerbeteiligung).

Art.2 Das Recht auf Gesundheit

Die Pflege der Gesundheit ist die Voraussetzung zur Lebenserhaltung. Es geht darum, den Organismus funktionstüchtig unter Kontrolle zu behalten. Diese Kontrolle richtet sich auf körperinterne Vorgänge, indem der Organismus Energie aufnimmt und sie ökonomisch einsetzt. Dies betrifft also die Ernährung und die intellektuelle und körperliche Betätigung (Sport). Bedeutsam für die Kontrolle des Organismus ist die mentale Verarbeitung von Impulsen aus dem Körper oder aus der Umwelt: durch entsprechende Techniken sollten Lebensereignisse – auch schmerzhafte – insgesamt positiv aufgenommen und verarbeitet werden (seelische Gesundheit). Ferner muss individuell und kollektiv permanent an einer Aufrechterhaltung und Optimierung der Umwelt gearbeitet werden (Umweltschutz). Aus all diesen Zielsetzungen entstehen vielfältige Rechte, die ausformuliert und zu Gesetzen führen.

Art.3 Das Recht auf Sicherheit

Sicherheit spielt im Leben von Menschen eine große Rolle. Im Hinblick auf die Lebenserhaltung drückt sie sich als Gefühl der Kontrolle aus. Daher ist es legitim, dass die AEMR diesem Thema einen breiten Raum widmet und die Abwehrrechte in den Mittelpunkt stellt. Dennoch müssen Leistungsrechte wie das Recht auf Arbeitsplatz und auf Wohnung Priorität erhalten, denn sie wirken sich auf das gesamte Lebensgefühl aus. Die Aufgabe, für die Sicherheit der Menschen zu sorgen, obliegt dem Staat. Allerdings gehört zur Sicherheit nicht nur der Schutz der Bürger gegen Übergriffe, sondern auch die Planung der Zukunft sowohl was die materielle Ausstattung des Landes als auch was die Bildung der jungen Menschen betrifft. Die Erweiterung der Lebenskompetenzen und die Möglichkeiten der Selbstverwirklichung erhöhen die aktuelle und künftige Sicherheit. Das Gefühl der Sicherheit hat nicht nur individuelle sondern auch soziale Implikationen. Unsicherheit vermittelt ein Gefühl des Unwohlseins, das sich auch auf das soziale Umfeld negativ auswirken kann, in Form von Aggressionen, Unruhen und Gewalt. Auch andere Dimensionen wirken sich auf das Gefühl der Sicherheit aus. So wirkt sich der Eindruck, dass Staat und Gesellschaft keine Ungerechtigkeiten generieren positiv auf das Wohlbefinden aus. Daher ist es eine Aufgabe des Staates, Wohlstand für seine Bürger anzustreben.

Art.4. Das Recht auf soziale Einbindung und soziale Anerkennung

Alle Untersuchungen über Glück weisen auf die Bedeutung der sozialen Einbindung und der sozialen Anerkennung hin. Bedürfnistheoretisch ist es nicht überraschend, denn der Kontakt zu anderen Menschen ermöglicht die Befriedigung aller Bedürfnisse, die zu Beginn aufgelistet wurden: Denkaktivitäten, physiologische Bedürfnisse, Gesundheit, Sicherheit, Soziale Einbindung, Partizipation und Selbstverwirklichung sowie Sinn. Aufgabe der Politik ist es, diesem Bedürfnis Priorität einzuräumen. Dies betrifft den Städtebau und die Architektur sowie die Organisation der Arbeit, die familienfreundlich zu gestalten sind und die Einrichtung von Begegnungsstätten, die Zusammenkünfte von Bürgern ermöglichen. Auch die Bürgerbeteiligung ist ein Element, das Kohäsion innerhalb der Bevölkerung fördert. Wichtig ist ferner die Art und Weise, wie mit Minderheiten umgegangen wird. Schließlich sind Maßnahmen zu empfehlen, die die Herausbildung und Festigung der Identifizierung der Bürger mit Staat und Wohnort begünstigen. Förderlich ist schließlich das Gefühl der Gerechtigkeit und gesetzliche Stabilität. Korruption und politische Verfehlungen sind Verstöße gegen den Artikel 4 (soziale Einbindung und Anerkennung)

Art.5. Das Recht auf Partizipation und Selbstverwirklichung

Selbstverwirklichung entspricht einem Expansionsbedürfnis. Maslow formuliert: „Was der Mensch kann, das muss er.“ Es ist die Ausdehnung von Kontrolle und die Aneignung von zusätzlichen materiellen und ideellen Ressourcen. Dazu gehört auch die Partizipation an Vorhaben und Aktivitäten, die die Gemeinschaft betreffen. Als Feld für Selbstverwirklichung und Partizipation bietet sich der Arbeitsplatz, aber auch die politische Arbeit in den Städten und Kommunen. Hier werden alle Fähigkeiten gefordert und gefördert, vor allem aber Reflexion und Konzeptualisierung. Planungen für die Zukunft der Gesellschaft und der Welt sind Aufgaben, die alle Menschen angehen und unser Überleben als Gattung sowie die Erhaltung der Erde sichern.

Art.6. Das Recht auf Sinn

Auch die Reflexion über den Sinn des eigenen Lebens dient der Kontrolle. Dazu liefern Religionen und Philosophien Interpretationsmuster. Über sie kann man das eigene Leben steuern, Ziele festlegen und prüfen, ob diese erreicht werden. Die Gesellschaft ist aufgefordert, rationale Sinnsysteme zur Verfügung zu stellen. Dies geschieht vor allem in Schule und Universität, aber auch in Unternehmen, Vereinen und Parteien. Allerdings sind die Angebote an Sinnsystemen heute noch sehr heterogen, mit dem Ergebnis, dass eine Verständigung über menschliche Wünsche und Bedürfnisse nur mit großem Aufwand möglich ist. Der Stand der anthropologischen Forschung, insbesondere der Psychologie, der Gehirnforschung, der Bedürfnis- und Glücksforschung ist inzwischen so fortgeschritten, dass es möglich sein wird, ein konsensfähiges Menschenbild aufzustellen. Das wird eine Diskussion über Ziele und Strukturen erleichtern. Gegenwärtig wird die Etablierung der Menschenrechtsbildung als Fach in den Schulen angestrebt. Das wäre ein Ort, wo Sinnreflexionen intensiviert werden könnten.

Die vorgenommene Umstrukturierung der Menschenrechte soll:

– Dafür sorgen, dass die Begriffe konkret an das Leben und die Befindlichkeit der Menschen anknüpfen;

– Einen raschen Überblick über Bedürfnisse und über die jeweilig notwendigen Priorisierungen ermöglichen;

– Eine permanente bedürfnis- und glücksorientierte Reflexion im Alltag einleiten, die für das Treffen von Entscheidungen eine rationale Basis liefert;

– Einen Vergleich der Lebenssituationen von Menschen erlauben, der zu unterschiedlichen Priorisierungen führt;

– Eine Folie für die Analyse von Glücks- oder Unglückssituationen von Menschen bieten: ohne viel Aufwand kann man sofort sehen, dass Gefängnisinsassen, Asylanten in Ankerzentren, Kinder in Heimen und Schwerbehinderte erhebliche Hindernisse zu überwinden haben, die mit entsprechenden Maßnahmen zu beseitigen sind; natürlich ist der Inklusionsansatz ein guter Weg für die Zukunft.

– Die Bedürfnisfolie erleichtert auch Empathie und Selbstreflexion: kann diese Person glücklich sein? Bin ich glücklich und wenn nicht, was kann ich tun, um glücklich zu werden?

Quelle:

Martin, J.-P. (2020): Neubegründung und Reformulierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte? In: Simon W. Kolbe, Jean-Pol Martin, Margret Ruep (Hrsg.): Neue Menschenrechte? Bestandsaufnahme eines bedürfnisorientierten Handlungsansatzes. Gabriele Schäfer Verlag, 2020. S. 109-147.