Legitime Selbstreferenzialität?

Resume Im Zusammenhang mit dem Problem der Nachhaltigkeit im Netz stellt sich die Frage der Legitimität von gezielten Redundanzen in halbgeschlossenen Räumen, wie beispielsweise der Wikipedia.

1. Wechsel vom alten Begriffsparadigma zum neuen

Die Verankerung eines neuen, modernen Begriffsparadigmas ist ein langwieriger Prozess. So hat sich seit den 70er Jahren schrittweise das systemtheoretische Denken in der Gesellschaft etabliert, die meisten Menschen benutzen aber immer noch Begriffe aus dem alten Paradigma, so dass eine rasche Verständigung erschwert wird. Die neuen Termini liegen vor, sie werden aber nicht mit der gebotenen Geschwindigkeit diffundiert. Nur zaghaft werden Konzepte wie Inkubation, Emergenz, Resonanz oder gar Netzsensibilität, die eine große Erklärungskraft für die Bewältigung des Alltags besitzen, in populärwissenschaftlichen Nachschlagewerken übernommen. Das Medium, das den ersten Platz in der Beliebtheit als Nachschlagewerk einnimmt, die Wikipedia, hat sich von der Ideologie her dem alten Paradigma verschrieben: es werden nur Begriffe übernommen, die sich in der Papierwelt etabliert haben. Nur verliert die Papierwelt zunehmend an Aktualität und Relevanz als Informationsquelle bei der rasanten Entwicklung innovativen Denkens.

2. Die Etablierung des neuen Paradigmas durch Redundanzen vorantreiben

Als halbgeschlossenes System ist die Wikipedia der ideale Ort, an dem ein neues, kohärentes Begriffssystem etabliert werden kann. Einerseits ist das System offen für neue Einträge und Impulse von außen, andererseits ist die Anzahl der aktiven Mitarbeiter begrenzt, so dass eine Terminologie sich peu à peu durch Wiederverwendung der Begriffe und durch Entstehen von Resonanz etablieren kann. Insbesondere ermöglichen die Querverweise (interne Links), dass Leser und Autoren in die Begriffskohärenz eingeführt werden und das neuentstehende Gebäude ausgestalten und anreichern. Da die Autoren und User oft als Gatekeeper in der Gesellschaft wirken, ist zu erwarten, dass die in der Wikipedia aktivierte Begriffswelt nach außen getragen wird.

3. Wie geht das konkret?

Als Beispiel sei ein Artikel herangezogen, den ich vor mehr als zwei Jahren in der Wikipedia angelegt habe, und der alle Begriffe aktiviert, die aus meiner Sicht für das neue Paradigma konstitutiv sind. Es handelt sich um das Lemma „Klassenraumdiskurs„. Hier eine für die Schaffung von Redundanz besonders signifikante Stelle (überflüssig zu sagen, dass die Wikipedianer so etwas als „Ansammlung von Buzzwörtern“ radikal ablehnen):

Das Arrangement im Klassenzimmer orientiert sich an der Gehirnstruktur. Zwischen den Lernern, die metaphorisch als Neuronen eingesetzt werden, entsteht durch intensive Interaktionen eine Vernetzung mit entsprechenden Netzwerkeffekten (Reaktionsschwelle, Selbstreferenzialität, Resonanz, Redundanz). Im Rahmen dieser Interaktionen werden Informationen zu Wissen veredelt, indem permanent relevante aus irrelevanten Informationen selektiert werden und zur nächsthöheren Instanz zur Bearbeitung weitergeleitet werden (Komplexitätsreduktion). Wie im Gehirn entstehen aus diesen Interaktionen Emergenzen, es wird Wissen kollektiv konstruiert. Während im instruktionistischen Modell man es mit Linearität a priori zu tun hat, entsteht bei LdL Linearität a posteriori. Oberstes Prinzip ist die Ressourcenorientierung, denn die Informationen, die zur Wissenskonstruktion benötigt werden, stammen entweder aus den Lernern selbst, oder aus der Umwelt. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass der Klassenraumdiskurs in großer Konzentration erfolgt, damit alle Informationen erkannt und verarbeitet werden (Aufmerksamkeitsökonomie, Reaktionsschwelle).

4. Ist das legitim?

Natürlich ist das von mir praktizierte Verfahren grenzwertig, wenn man an die strengen Regeln der Wikipedia denkt. Andererseits gibt der Artikel den Stand der wissenschaftlichen Reflexion wieder und lässt sich nicht in die Kategorie „Theoriefindung“ einordnen, die Todsünde beim Einstellen von Wikipedia-Texten. Auf jeden Fall etabliert sich auf diese Weise ein modernes, kohärentes Begriffsgebäude, das durch die Fülle der Querverweise hohe Stabilität gewinnt. Aus meiner Sicht eine gute Möglichkeit, innerhalb der virtuellen Welt ein nachhaltiges, ausbaufähiges, für die Wissenschaft wertvolles Gebilde zu verankern.

Fazit Inmitten der Turbulenzen (die es immer schon gegeben hat) ist es günstig, wenn der Mensch auf stabile kognitive Strukturen zurückgreifen kann. Allerdings sollen diese Gebäude an die aktuelle Welt angepasst sein, und zur Zeit bietet die Systemtheorie gute Erklärungsmuster. Sie muss nur verbreitet werden.

und eine Bestätigung…

apanat, on April 16th, 2009 at 5:33 am Said:

In der Tat ist es dir gelungen, über Wikipedia, deinen Blog, Twitter und andere Netzbeiträge stärkere Arbeitsbeziehungen herzustellen, als ich sie bei Wikipedia und Blogs üblicherweise mitverfolge.
Ich kann deshalb Wikipedianer schon verstehen, die finden, dass du Wikipedia nur für deine Ziele benutzen willst.
“Wir schreiben eine Enzyklopädie”.
Du willst “Weltverbesserungsprojekte”, und die Wikipedia ist nur eines davon.
Weiter viel Erfolg dabei! Der Stoff dafür wird nie ausgehen.

Apanat ist ein ausgesprochener Kenner der Szene.

Lernziel Wikipediakompetenz

Resume Nachdem das LdL-Verbreitungsprojekt auf guten Bahnen steht und meine Partner schrittweise „Verbreitungskompetenzen“ erwerben, ist die Zeit gekommen, dickere Web2.0-Bretter zu bohren.  In der Zukunft wird eine wesentliche Fähigkeit für Wissenschaftler darin bestehen, ihr Wissen in die Wikipedia einzuspeisen.

1. Dicke Web2.0-Bretter: Wikipedia-Artikel

An verschiedenen Stellen habe ich meine Partner auf den hohen Lerngewinn hingewiesen, den man durch das Editieren eines neuen Artikels in der Wikipedia erzielen kann. Die Wikipedia-Kultur ist eine ganz besondere, harte, an die man sich gewöhnen muss. Ich bin immer überrascht, wie wenig unsere Web2.0-Experten mit der Wikipedia-Welt vertraut sind. In meinen Augen ist jemand, der sich im virtuellen Raum bewegt und nicht durch die Wikipedia-Schule gegangen ist, kein Web2.0-Experte. Ich zitiere jemanden, der sich inzwischen auf einem guten Weg befindet, nämlich Thomas Bernhardt: „Ich bin gestern mehr oder weniger ungewollt ins kalte „Wikipedia-Wasser“ gestoßen worden, fand die Erfahrung aber ungemein lehrreich! So viel, wie ich gestern in 8 Stunden über die Wikipedia lernte, habe ich davor in zwei Jahren nicht.“ Die Wikipedia-Kompetenz halte ich deshalb für so wichtig, weil ich der Überzeugung bin, dass in mittelbarer Zukunft jeder Wissenschaftler versuchen wird, sein Wissen in die Wikipedia, die Weltenzyklopädie, einzuspeisen. Und die meisten Einsteiger sind überrascht, dass ihre Artikel oft zur Löschung vorgeschlagen werden. Ohne Schulung ist es kaum noch möglich, heute in der Wikipedia zu publizieren.

2. Mein Übungsvorschlag: LdL-Artikel auf „lesenswert“ upgraden lassen

Eine hervorragende Übung ist es, wenn man versucht, einen vorhandenen Artikel in der Wikipedia als „lesenswert“ prädizieren zu lassen. Es ist eine regelrechte Kandidatur mit sehr hohen Hürden (noch viel schwerer zu erreichen ist das Prädikat „exzellent„, der vom Aufwand her mit einer Habilitation zu vergleichen ist). Mit einer „Lesenswert“-Kandidatur für den Artikel „Lernen durch Lehren“ sind wir bereits einmal gescheitert. Das Urteil des Admins damals: “ Insbesondere diese Diskussion wie auch die Entwicklung des Artikels während der Kandidatur mit über 250 Veränderungen in der letzten Woche zeigen, dass bei dem Artikel noch großer Diskussionsbedarf besteht. (…). Für die weitere Entwicklung des Artikels sollte eine Diskussion mit den Kritilern dieses Artikels (nicht denen an LdL) im Vordergrund stehen und die entsprechenden Punkte sollten konsequent umgesetzt werden.“ Da meine Partner sich vorgenommen haben, LdL weiter in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und an den Schulen zu verbreiten, da meine Partner ferner – berechtigterweise – den Status von Web2.0-Experten anstreben, wäre es eine hervorragende, beide Ziele vereinbarende Übung, den LdL-Wikipedia-Artikel als „lesenswert“ pädizieren zu lassen.

Fazit: Menschen, die den Status eines Web2.0-Experten beanspruchen, kommen an einer Wikipedia-Schulung nicht vorbei. Lasst uns einsteigen!

Konsumiere Menschen nicht! Auch nicht in Twitter!

Resume Die Andockmöglichkeiten, die im Web2.0 angeboten werden, verführen zum Menschenkonsum und Ressourcenverschwendung: es werden Energien, darunter auch Emotionen vergeudet. Was mache ich dagegen?

1. Meine Beobachtungen seit neun Jahren (Foren, Wikipedia, Educamp, Twitter)

Mein erstes Forum habe ich im März 2000 in der ZUM erröffnet.  Es meldeten sich verschiedene Menschen (Schüler, Kollegen und Studenten) und ich nahm mir damals vor, sofort auf die Beiträge einzugehen und niemals eine Kontaktaufnahme unbeantwortet zu lassen. Nur so konnte ich meine Gesprächspartner halten und ich wollte auch Respekt zeigen. Natürlich verschwanden die Besucher immer wieder, aber ich selbst habe sie nie im Stich gelassen. Ich wollte sie nicht konsumieren. Bei diesem Prinzip bin ich geblieben. Ich habe Web2.0-Projekte an der Uni initiert und auch da war mein Motto, Studentenanfragen sofort zu beantworten und anvisierte Projekte durchzuführen, auch wenn manchmal von 20 Studenten nur 2 übrig blieben. Ähnliches mein Verhalten in der Wikipedia, wo die Leute ohnehin bereits auf nachhaltige Arbeit eingestimmt sind.  Als ich mir vor einem Jahr auf der Educamp-Plattform einen account anlegte in der Überzeugung, hier würden die Leute besonders fix sein und angesichts des anvisierten Camps zuverlässig und intensiv kommunizieren, war ich überrascht: so ernst war die Kommunikationsplattform nicht gemeint. Als ich unter Nutzung der Tools meine „Freunde“ per Rundmails informieren wollte, stellte ich fest, dass auch diese Möglichkeit nicht wirklich ernst gemeint war. Es schien als ob man die Leute anziehen, aber nicht richtig bedienen wollte. Inzwischen ist ein Jahr vergangen und es hat sich im Educamp-Bereich viel getan.

2.  Anlocken und dann nachhaltig bedienen

Als Forscher gibt es diverse Erkenntnisse, die ich gerne verbreiten möchte. Dazu begebe ich mich in Felder, wo sich viele Menschen versammeln und ich versuche, Aufmerksamkeit zu erregen, z.B. durch Perturbationen. Meine Einstellung zu diesem Vorgang ist sehr klar: wenn von 100 Leuten 99 indifferent bleiben oder sich ärgern und eine Person positiv reagiert, dann hat es sich gelohnt (Spermatozoidenmetapher). Dieser Zugriff und allein dieser (also 100 Leute anpsrechen um nur einen Interessenten zu erreichen) könnte als zynisch empfunden werden. Alle anderen Schritte sind von Respekt geprägt: wenn jemand mit mir interagiert, dann hat er Anspruch auf meine ganze Aufmerksamkeit und Zuwendung. Dies gilt für die von mir moderierten Foren, für meinen Blog, für diverse Plattformen auf denen ich Personen anlocke und für Wikis sowieso, weil dort intensiver zusammengearbeitet wird. Was Twitter angeht, so vertrete ich dieselbe Position: a) Leute durch Präsens und interessante Beiträge (auch Perturbationen) aufmerksam machen, b) wenn jemand sich auf Interaktionen einlässt, nachhaltig bedienen und wenn alles gut geht, c) mit ihm ein Projekt anbahnen. Natürlich hat das zur Konsequenz, dass ich nicht überall Foren und Plattformen eröffne, die ich dann nicht bedienen kann, sondern dass ich genau überlege, wo und warum ich eine neue Kommunikationsmöglichkeit schaffe.

Fazit Wenn ich Menschen zu Interaktionen verlocke, entstehen bei ihnen Erwartungen. Sie haben mir Energie geschenkt und möchten eine Gegengabe. Wenn ich nicht mehr reagiere, habe ich sie reingelegt.

Wikipedia: bereits jetzt die wichtigste Wissensquelle weltweit.

Resume Lange bevor es Wikipedia gab war ich der Überzeugung, dass es eines Tages eine einzige Datenbank geben würde, in die alle Wissensträger der Welt ihre Texte einspeisen. Dafür spricht der gesunde Menschenverstand.

1. Anthropologische Voraussetzungen

Jeder Mensch sucht Anerkennung. Das Edelste, was der Mensch produziert, ist Erkenntnis und dafür möchte er belohnt werden. Einige machen daraus einen Beruf und werden fürs Forschen bezahlt. Bis heute veröffentlichen sie ihre Ergebnisse in mehr oder minder obskuren Fachzeitschriften, die nur ein paar Kollegen erreichen. Es ist ein Rätsel, warum sie ihre Texte nicht in die Wissensbank einspeisen, die jeder kennt und jeder als erstes aufsucht, die Wikipedia. Wenn die Forscher einmal ihre Ängste und Bedenken überwunden haben, werden sie ganz wild darauf sein, den Wikipedia-Artikel zu verfassen, der ihr Spezialgebiet abdeckt. Der wichtigste, aktuellste und meistgelesene Artikel über die Methode, die ich mit Hilfe vieler Kollegen entwickelt habe, also „Lernen durch Lehren“ (LdL)  ist der Wikipedia-Artikel (monatlich etwa 3000 Zugriffe). Diesen Text habe ich auch in viele Sprachen übersetzen (z.B. Chinesisch, oder Russisch) und in die entsprechenden Wikipedias einpflegen lassen.

2. Ökonomische Voraussetzungen

Es ist im Sinne der Ökonomie, wenn Fachleute sich entschließen, ihr Wissen in die einzige Datenbank einzuspeisen, die weltweit aufgesucht wird, nämlich die Wikipedia. Sie können ihre Texte ständig aktualisieren und stehen permanent unter Beobachtung. Jederzeit kann jemand, der sich ebenfalls als Spezialist für das jeweilige Thema ansieht, den Text modifizieren oder ergänzen. Dass die Wissenschaftler dieses geniale Instrument noch nicht entdeckt und angenommen haben, liegt daran, dass sie noch im alten Paradigma leben (top-down). Immer schon hinkte die etablierte Wissenschaft hinter dem tatsächlichen Stand der Innovationen. So musste beispielsweise François Ier, der französische Renaissancekönig, parallel zu den aus dem Mittelalter stammenden Universitäten neue Anstalten schaffen, die nützliches Wissen hervorbrachten und verbreiteten (Collège de France). Die alten, mittelalterlichen Unis befassten sich und ihre Studenten dann weiter mit irrelevantem Kleinkram.

Fazit Ich zweifle nicht daran, dass in absehbarer Zeit jeder Wissenschaftler bemüht sein wird, den Wikipedia-Artikel über sein Spezialgebiet zu verfassen oder zumindest zu prägen. Ich selbst habe sehr früh meine Themen besetzt und die affinen Artikel mitredigiert.

Twitter und kollektive Reflexion – geht das?

Resume Angesichts der auf die Menschheit zurasenden Probleme müssen alle Denkressourcen mobilisiert werden. Diese Denkressourcen befinden sich an der Basis. Twitter öffnet einen Zugang zu Schülern, Studenten, Referendaren. Kann man auch mit Twitter Reflexion organisieren?

1. Denkressourcen an der Basis: Beispiel Wikipedia

Sehr früh, als ich 1980 meine Stelle an der Uni bekam, wurde ich überrascht: ich traf auf viele Kollegen, die zwar hohe bereichsspezifische Intelligenz besaßen, aber in vielen wichtigen Domänen (Politik, Alltag, Zwischenmendlichem) nur Platitüden von sich gaben. Die Kaiser waren nackt, aber kein Student wagte sich, das zu sagen. Durch ihren Status wurden sie gegen Kritik geschützt, und dies wiederum verhinderte, dass wesentliche Impulse sie erreichten. Natürlich gab es Ausnahmen, Menschen die immer wieder versuchten, aus dem Elfenbeinturm auszubrechen. Karriereförderlich war es für sie selten. Meine Denkpartner fand ich unter Schülern und Studenten und unter Kollegen an den Schulen.   Als ich 2005 Wikipedia entdeckte, war ich begeistert: endlich ein Ort, wo mein Status mich nicht schützte. Ich wurde – wie jeder andere Benutzer auch – sehr heftig attackiert, of ungerechet, aber es war sehr erfrischend und heilsam. Was die kollektive Reflexion angeht, so war die Wikipediaarbeit traumhaft. Menschen aller Bildungsschichten und aller Altersstufen arbeiteten zusammen – oft sehr nachhaltig und erfolgreich – an der gemeinsamen Konstruktion von Wissen. Allerdings war die Denkarbeit auf kleine Communities eingeschränkt.

2. Und twitter?

Twitter hat eine andere Zielsetzung als Wikipedia. Es geht nicht um die Organisation kollektiver Reflexion. Dennoch versuche ich auch in Twitter, wo viel mehr Menschen zu erreichen sind als in Wikipedia, ebenfalls längerfristige communities mitzugestalten, die an gemeinsamer Wissenskonstruktion interessiert sind. Dafür sind natürlich andere Strategien notwendig als in Wikipedia. Wie in anderen Bereichen des Lebens ist die Nachhaltigkeit (also Dranbleiben, auch bei Flauten) zentral für den Erfolg. Meine Strategie ist es, das zu twittern, was mich inhaltlich  (wissenschaftlich) beschäftigt und auf Leute einzugehen, die ähnliche Interessen zu haben scheinen. Und allmählich entsteht – sehr unscharf und unstabil – eine Aggregation von Twitterern, die mein Denken durch wesentliche Impulse voranbringen (das ist natürlich nicht einseitig sondern eine gegenseitige Bereicherung).  Die Anfangsinvestition an Zeit und Fürsorge trägt allmählich Früchte, und bei mir ensteht das Gefühl, ich sitze in einem Zimmer und wir rufen uns wissenschaftliche Fragen zu, die auch beantwortet werden.

Fazit: Auch das in Twitter vorhandene Reservoire an Denkressourcen lässt sich mobilisieren, wenn man Geduld hat und sich bemüht, eine kohärente, twitterspezifische Strategie zu verfolgen.

Wikipedia: „Wir schreiben eine Enzyklopädie, basta!“

Resume Da die Schulferien beginnen, befasse ich mich als Exkurs mit einem anderen, für mich zentralen Thema: der gemeinsamen Wissenskonstruktion. Und für mich könnte die Wikipedia eine Riesenkonstruktionsmaschine sein. „Könnte“!

1. Die Enzyklopädisten waren Revolutionäre

Beim Wort „Enzyklopädie“ kommt einem als erstes in den Sinn die bekannteste und wirksamste Wissenskonstruktionsmaschine des politisch aufstrebenden Bürgertums im 18. Jahrhundert in Frankreich. Die Enzyklopädie fasste im geisteswissenschaftlichen Bereich durchaus nicht „etabliertes“ Wissen zusammen, sondern ganz neues, ungesichertes, im wesentlichen hypothetisches. Und gerade, weil das Wissen nicht gesichert war, lösten die Texte einen gewaltigen Reflexions- und Forschungsschub nicht nur in Frankreich, sondern in alle europäischen Ländern. Die Enzyklopädie war Schnittstelle und Anlass einer breiten Laien/Experten Kommunikation.

2. Die Wikipedianer sind im Kern konservativ

Die meisten Wikipedianer, auch wenn sie noch Studenten sind, sind im Geiste des alten Paradigmas sozialisiert worden. Es wurde ihnen gepredigt, dass nur vielfach durch Autoritäten (Quellen) belegte Informationen als abgesichertes Wissen zu betrachten seien. An den Universitäten wurde und wird noch bis heute ein Heer spießiger, bürokratischer Kleingeister gezüchtet, das lieber mit zehn Fussnoten belegte Platitüden veröffentlicht, als selbständig einen eigenen Gedanken in einer Seminararbeit zu entfalten. Auf diese Weise werden in erster Linie Kontrollreflexe ausgebildet: die wissenschaftlichen Aufsätze sind voll mit absolut unanfechtbaren, aber absolut irrelevanten Selbstverständlichkeiten und Details. Und nun kommt das Interessante: ausgerechnet Leute, die dieses mentale Korsett verinnerlicht haben und teilweise zu Kontrollfanatiker mutiert sind, bemächtigen sich eines Instruments, das wie bereits die französische Enzyklopädie, für eine Revolution der Wissenskonstruktion  prädestiniert ist und vor allem auf Offenheit und Risikobereitschaft setzt (open source). Dabei möchte ich ausdrücklich betonen, dass gerade das „Spießige“ an vielen Wikipedianern meiner eigenen Arbeit in der Wikipedia extrem zugute kommt: sie decken die Notwendigkeiten ab,  die ich in meinem „Risikofanatismus“ vernachlässige. Offenheit und Kontrolle müssen beide sein, aber der Akzent müsste von Kontrolle auf Offenheit verlegt werden.

3.  Beschleunigung des Emergenzprozesses

Im alten Paradigma der Papierwissenschaft dauerte es mehrere Jahre, teilweise Jahrzehnte bis ein Begriff, der von Spitzenforschern geschaffen  wurde, um neue Phänomene zu beschreiben, sich in der Community etablierte. Das lag in erster Linie daran, dass  Gedankenaustausch und Wissenstransfer mithilfe von Aufsätzen und Büchern sehr langsam war.  Heute ist es durch das Internet möglich, diesen Prozess enorm zu beschleunigen. Und dafür könnten die Wikipedia eine zentrale Rolle spielen.

4. Wikipedia erster und alleiniger Publikationsort?

Aus welchem Grund auch immer: es wird massiv Weltwissen in die Wikipedia eingespeist. Nun ist das Wikipedia-Dogma dass nur „etabliertes“ Wissen (also Wissen, das in der Papierwissenschaft allgemein verankert ist)  in die Wikipedia Eingang finden darf (aus den oben genannte Gründen einer falschen Auffassung des Begriffs „Enzyklopädie“). Durch diese Vorgabe beraubt sich die Wikipedia der Möglichkeit, der erste Ort zu sein, wo lebendiges, gerade im Entstehen befindliches Wissen zu finden ist.  Die Wikipedia könnte die erste Suchadresse sein, wenn ein in der Wissenschaft neu auftretender Begriff dort als Artikel eingegeben werden dürfte. Wenn die Wissenschaftler wüssten, dass aktuelle wissenschaftliche Neuerungen in der Wikipedia zu finden sind, würden sie sofort einsteigen und das Aktuellste, das sie produzieren, einbrigen: dadurch würde die Qualität der Wikipedia insgesamt wachsen.

5. Wikipedia als Ort für Laien-Experten-Kommunikation

Wie fruchtbar auch für die Wissenschaftler die Arbeit in der Wikipedia sein könnte, insbesondere die Veröffentlichung von Erkenntnissen und Begriffen, die zwar in einem Forscherkreis abgesichert, aber noch nicht „etabliert“ sind, möchte ich an einem konkreten Beispiel aufzeigen. Im März 2007 (angesichts der Beschleunigung eine Ewigkeit) fiel mir der Begriff „Netzsensibilität“ ein um eine neue Eigenschaft zu definieren, die sich seit Aufkommen des Internets herausbildet. Der Terminus wurde schnell von Wissenschaftlern aufgegriffen, deren Forschungsschwerpunkt naturgemäß in dem Bereich liegt, für den der Begriff gedacht ist, also im Bereich Kommunikation. Zu nennen sind u.a. Steffen Büffel, Christian Spannagel, Joachim Grzega, Michael Kratky und Alexander Rausch.  Da offensichtlich der von mir geschaffene Begriff von Nutzen für Experten ist, wollte ich einen Wikipedia-Artikel darüber verfassen. Außer der Tatsache, dass der Begriff nicht ausreichend etabliert ist, wurde der Eintrag zum Löschen vorgeschlagen mit dem Argument: „Ich wäre nicht in der Lage, einen vernünftigen und nicht trivialen Satz mit ‚Netzsensibilität‘ zu bilden. Muss man im Handyzeitalter jemanden an das Netz erinnern?“ und „Assoziationenblaster„. Hier wird deutlich, dass der von mir verfasste Wikipedia-Artikel „Netzsensibilität“ vieles voraussetzt und nicht ausreichend klärt, was darunter zu verstehen ist. Dieser Fall einer Laien/Experten-Kommunikation habe ich häufig erlebt und er führte stets zu einer Verbesserung meiner Texte (siehe auch „Lernen durch Lehren„).

Fazit Die Wikipedia eröffnet für Wissenschaftler die Möglichkeit einer Laien/Experten-Kommunikation, die die Wissenschaftler zur einer präziseren und verständlicheren Darstelltung ihres Wissens zwingt.

Web 2.0: Zwischen Leuchttürmen und Ruinenlandschaften

Resume Was den Erfolg von Web2.0-Projekten am meisten bedroht ist die Entropie. Es kommen Leute zusammen, die die ehrgeizigsten Pläne entwickeln und nachdem die Anfangseuphorie vorbei ist, verschwinden sie und lassen Internetruinen hinter sich. Da hilft nur: Dranbleiben!

1. Meine Internet-Ruinen

Als ich im März 2005 Wikipedia entdeckte war ich so begeistert, dass ich jeden Schüler und Studenten nötigte, sich dort eine Benutzerseite anzulegen. Die Studenten sahen zwar nicht den Nutzen, aber ich behauptete immer wieder, dass die Zukunft in der gemeinsamen Wissenskonstruktion läge. Unter meinem Drängen wurden tausende von Foren, Kommunikationsplattformen, Homepages, Wikibenutzerseiten eingerichtet und nach anfänglicher Begeisterung für immer verlassen. Alle stehen heute in der Internetlandschaft als Ruinen.

2. Internetleben im Spannungsfeld zwischen zentripetalen und zentrifugalen Kräften

Will man das Internet im Sinne von Web2.0 zur Wissenskonstruktion benutzen, so bietet sich am ehesten die Struktur eines Uni-Moduls an, wo Studenten ein semesterlang gezwungen sind, bis zum Abschluss an einem Projekt zu arbeiten. Hier ist die Gefahr, Ruinenlandschaften entstehen zu lassen, geringer und es können tatsächlich Leuchttürme emergieren. Sucht man aber seine Partner im Internet, beispielsweise im Rahmen der Wikipediaarbeit oder  in Twitter so muss man damit rechnen, dass die Partner sich volatiler verhalten, dass sie andere Beziehungen eingehen und abwandern. Hat man sich mit Partnern auf ein Ziel geeinigt, muss man zentripetale Anstrengungen aufbringen, um den zentrifugalen Kräften zu begegnen.  Aussicht auf Erfolg hat man am ehesten, wenn man ein kurzes, überschaubares Projekt anbietet, wie die Konstruktion eines „Wissenscontainers„.

3. Wissenscontainer: Web 2.0 in Schule und Universität

Im Twitterbereich habe ich etwas engere Verbindungen zu einigen Twitterern geknüpft. Da sie sich alle intensiv mit dem Thema Web2.0 in der Schule befassen, könnten wir gemeinsam ein Wissenscontainer zu diesem Thema konstruieren. Dazu habe ich folgendes Wiki eingerichtet: Wissenscontainer Web 2.0. Ich denke, dieses überschaubare Vorhaben könnte schnell durchgeführt werden.

Fazit In der Internetwelt sind Beziehungen oft volatil. Sucht man nach Partnern für Web2.0-Projekte, so haben vor allem kurze und intensive Vorhaben Aussicht auf Erfolg.

Kommunikation als Kickspender und Verführung! Auf die Ziele kommt es an!

Resume Kommunizieren macht Spaß, sehr viel Spaß! Oft vergessen Menschen, dass die Kommunikation nur dazu dient, zusammen mit anderen bestimmte Ziele zu erreichen. Auch die Kommunikation über Kommunikation ist noch kein relevanter Inhalt. Oh je!

1. Warum im virtuellen Raum soviel kommuniziert und sowenig realisiert wird

Ich habe bereits beschrieben, dass der Vorgang der Informationsverarbeitung durch den Organismus belohnt wird. Es macht Spaß, Informationen zu verarbeiten, sonst würde das Lebewesen dies nicht tun und bald nicht mehr mit der Umwelt klar kommen. Wie alle anderen Lebensfunktionen, die im Sinne der Lebenserhaltung viel Spaß machen müssen, damit wir es überhaupt tun  (z.B. auch Nahrungsaufnahme und Geschlechtsverkehr) ist die Aufnahme von Informationen hochgradig suchtinduzierend. Das kann man beispielsweise an der Videospielsucht beobachten. Wenn Menschen sich also vornehmen, gemeinsam ein bestimmtes Ziel zu erreichen, und dafür viel zu kommunizieren, ist die Gefahr immer gegeben, dass sie anfangen, permanent zu kommunizieren und dabei vergessen, warum sie es tun. Oder sie können sich auch ein gutes Gewissen verschaffen, indem sie über die Optimierung und Verbreitung von Kommunikationsmitteln kommunizieren, auch wenn sie für das zu erreichende Ziel ausreichend mit einem Telephon und einem Blatt Papier versorgt wären. Natürlich spreche ich hier nicht von den Menschen, die von berufswegen über Kommunikation reflektieren. Das ist ja ihr Job! Für sie, und nur für sie ist die Gestaltung von Kommunikationsmitteln der Inhalt. Alle anderen, insbesondere Lehrer, benutzen Kommunikationsmittel um mit ihren Schülern Inhalte zu barbeiten, im Idealfall sogar gemeinsam zu konstruieren. Da das eventuell festgelegte Ziel immer wieder aus den Augen gerät, lösen sich communities immer wieder auf und es bilden sich neue, ohne dass die Kommunikation gestört wird. Man rennt von einem Kommunikationsrausch zum anderen mit wechselnder Party-Besetzung.

2. Wikipedia als Gegenmodell: gemeinsame Wissenskonstruktion

Bei Wikipedia ist das Ziel sehr klar definiert: es wird gemeinsam Wissen konstruiert. Dieses Wissen wird in Form von Artikeln gespeichert. Alles andere ist zweitrangig. Jeder weiß, was von ihm erwartet wird, nämlich dass er sich an die strengen Regeln der Wikipedia-Arbeit hält: „wir erstellen eine Enzyklopädie, basta!“.  Zur Konstruktion von Artikeln wird natürlich sehr intensiv kommuniziert, aber dies erfolgt über ganz einfache, mintunter spröde Tools. Beim Schreiben von Artikeln ist die Autorenbesetzung zwar nicht durchgängig stabil, aber oft bilden sich Gruppen von zwei oder drei Autoren, die über Jahre hinweg an ihren Artikeln arbeiten. Natürlich kann man auch im Rahmen der Wikipedia Suchtverhalten entwickeln und sich dem Kommunikationsrausch hingeben, aber dies geschieht eher im Bereich der Wartung, insbesondere des Suchens und Stellens von Vandalen, oder in der Abwehr von Trolls. Wikipedia nenne ich deshalb ein „Gegenmodell“ zu Twitter und Blogs, weil die hedonistische Komponente fehlt. In der Wikipedia werden in spröder kommunikativer Ambiente außergewöhnliche Zielorientierung, Nachhaltigkeit und Durchhaltevermögen mobilisiert.

3. Der dritte Weg: die IPK-Struktur (oder Neuron)

In der Twitter/Blogger-Welt wird der Schwerpunkt auf den Akt der Kommunikation und der Vernetzung gelegt. Bei Wikipedia steht die Zusammenstellung und Präsentation des existierenden Wissens im Vordergrund.  Das IPK-Modul (auch Neuron-Konzept) bemüht sich um die Integration der beiden Komponenten, indem nicht nur wie in der Wikipedia existierendes Wissen präsentiert wird, sondern Wissen im Rahmen von Projekten hergestellt wird: Menschen kommen zusammen, definieren einen Bereich, über den sie Wissen erstellen wollen, entwickeln ein entsprechendes Design, führen das Projekt durch und speichern das gewonnene Wissen ins Netz. Sie lernen also zu kommunizieren, indem sie gemeinsam Wissen erstellen.

Fazit Kommunizieren lernt man am besten im Rahmen von Projekten mit dem Ziel, relevantes Wissen gemeinsam zu konstruieren. 

Spannagel, der digital-native Professor? Ja, aber… Ein Angebot.

1. Ausgangspunkt: ein bisschen gemeinsame Geschichte

Als ich auf die Plattform zur Vorbereitung des ersten Educamps in Ilmenau (April 2008) hingewiesen wurde, war ich voller Erwartungen: ich war gerade in einem heftigen Kampf um die  Prädizierung „lesenswert“ des Artikels „Lernen durch Lehren“ in der Wikipedia verwickelt und dachte, dass ich im Rahmen von Educamp genau die Leute finden würde, die Web20-fitt einsteigen. Ich sprach dich (und ein paar andere) auf der Educamp-Plattform an und machte euch den Vorschlag, um uns warmzulaufen, den „Lernen durch Lehren“-Artikel auf „lesenswert“ upgraden zu lassen.

Zu meiner Verblüffung teilten mir die meisten Angesprochenen mit, dass sie keine Erfahrung mit aktiver Mitarbeit in der Wikipedia hätten.

2. Digital devide: Wikipedia-Kultur vs. Twitter-Kultur?

Wikipedia-Kultur: Als ich 2004 von Wikipedia erfuhr, wusste ich: „Das wird einmal die einzige, weltweite Wissensquelle“. Aus anthropologischen und ökonomischen Gründen: warum das Wissen zerstreuen, wenn es weltweit an einem Ort sein kann (ökonomischer Grund) und warum sollen Menschen verstreut publizieren, wenn der einzige Wissensreservoire, auf den jeder zurückgreift, die Wikipedia ist (anthropologischer Grund)? Ab diesem Zeitpunkt war klar: das Wissen, das ich mit meiner Forschung erzeuge, werden ich in die Wikipedia einspeisen. Die Wikipedia ist der Ort, an dem das gesamte Weltwissen sichtbar für alle emergiert. Voller Freude verfasste ich einen theoretischen Artikel in diesem Sinne für die Wikipedia, der sofort verspottet und mit einem Löschantrag belegt wurde. So komisch es klingt: die Wikipedianer sind in der Regel sehr geprägt vom alten Paradigma und enorm um Seriosität bemüht. Alles, was ein bisschen spekulativ ist, hassen sie. Diese Haltung hat den großen Vorteil, dass die Wikipedia ein Hort der Stabilität und der Nachhaltigkeit ist. Hier wird Wissen konstruiert, und zwar extrem zielstrebig. Der in der Wikipedia herrschende Ton ist oft wehleidig, manchmal extrem brutal. In der Wikipedia habe ich viel auch für das reale Leben gelernt (ich gehe spielerisch um mit Aggressionen im realen Leben). In der Wikipedia wurde ich unermüdlich unterstützt von stabilen Partnern, jahrelang bis heute: Benutzer:GS, Benutzer:Ot, Benutzer:Cethegus sind beispiele, die mir spontan einfallen.

Twitter-Kultur:Ganz anders bei Twitter. Hier rennt man ständig von einem Ort zum anderen, gelegentlich kopflos. Hier sind eher Jäger und Sammler am Werk. Es werden Tonnen von Informationen hin- und hergeschoben, Wissensaggregate emergieren dann auch, aber das geduldige, nachhaltige Konstruieren an einem kleinen Wissensgebäude, wie es der Fall in der Wikipedia ist, fehlt. Bei Twitter ist im Gegensatz zur Wikipedia der Umgangston ausgesprochen freundlich!

Die Kombination bringt’s: wie bereits Claudius Konrad es vermerkte: wir brauchen alles. Twittern (Sammeln von Informationen), Wikis (erste Phase der kollektiven Wissenskonstruktion), Blogs (individuelle Wissenskonstruktion) und schließlich die Wikipedia als dynamisches Reservoire für Weltwissen.

3. Mein Angebot an Spannagel

Damit du endgültig zum digital-native-Prof wirst,  schlage ich dir vor, dass du die letzte Stufe, also die Wikipedia-Stufe erklimmst. Man lernt eine Menge dabei. Eine erste Übung wäre, dass wir gemeinsam meinen Artikel „Netzsensibilität„, der nach einer längeren Diskussion in der Wikipedia gelöscht wurde (Vorwurf: „Theoriefindung“), noch einmal einbringen. Wir müssen dann belegen, dass der Begriff anerkannt und etabliert ist (das wird nicht so leicht sein). Eine weitere Übung wäre, dass du selbst aus deinem Spezialgebiet einen Artikel verfasst une hochlädst (oder einen bereits bestehenden Artikel ergänzst). Auch nicht schelcht wäre, wenn es uns mit allen, die helfen wollen, meinen Artikel „Lernen durch Lehren“ als „lesenswert“ prädizieren lassen (das ist eine sehr harte Prüfung).

Und wenn du dich fragst (du wirst dich nicht fragen, soweit kenne ich dich schon) warum ich das alles hier kommuniziere, dann ist die Antwort ganz evident:

Du und ich sind „öffentliche Wissenschaftler„!:-)))