Gute Alltagsstrukturen.

Aus  Twitter und Facebook:

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9:15Uhr

  •  

    sehr zufrieden mit alltagsstrukturen: mehrmals in der woche mit diversen gruppen über #glück #tugend #wahrheit #ingolstadt intensiv sprechen

9:00Uhr

8:45Uhr

  • ‎“Die Welt der Wissenschaft ist beileibe nicht so rein, wie sie nun in der Plagiatsaffäre tut“. (Tanjev Schultz in der SZ).

8:00Uhr

  • heute in der sz: sehr guter artikel von t. schultz: „Eitle Exzellenzen“.

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Für die Teilnehmer des VHS-Philosophie-Kurses Mi.16:00Uhr

Resume Das Wissen in unserer Gruppe wächst auf beeindruckende Weise (finde ich). Insbesondere bringen die Teilnehmer ihr Spezialwissen ein, was uns als Gruppe sehr bereichert. Noch eine kleine Anstrengung, und alles mündet in Blogs…:-))

1. Ausgangspunkt

Im letzten Semester haben wir einen „Durchzieher“ durch die Philosophiegeschichte vollzogen, so dass wir die wichtigsten Positionen schön memoriert haben. Wir wissen recht gut, was Platon mit seinem Reich der Ideen meint, was die Rationalisten über Erkenntnis denken und warum Kant „Raum, Zeit, Kausalität“ als Brille bezeichnet. In diesem Semester befassen wir uns mit einzelnen Themen und fragen, was Aristoteles, Augustinus, Stuart Mill und Schopenhauer unter „Glück“ verstehen, oder unter „Freiheit“, „Gerechtigkeit“ und Gleichheit… Bei allen diesen Themen haben Sie sich, liebe Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit großem Engagement sachkundig gemacht und ihr Wissen in die Gruppe eingespeist. Sehr bereichernd ist auch, dass Sie Ihr Spezialwissen  einbringen. So wurden wir detailliert über Body-Modification informiert, aber auch über die Entwicklung des Museums Konkrete Kunst in Ingolstadt und wir werden demnächst mehr über das Konzept der „Identität“ erfahren. Dadurch erweitern wir unser Horizont ganz mächtig.

2. Blogs?

Wenn Sie den Aufbau Ihres Wissens im Rahmen eines Blogs dokumentieren würden, hätte es den großen Vorteil, dass wir als Teilnehmer des Kurses jederzeit auf das zurückgreifen könnten, was Sie uns in einer Sitzung vorgestellt haben. Ich denke beispielsweise an G.F. (:-)), der sich im letzten Semester sehr intensiv mit Augustinus, Hegel, Heidegger befasst hat und in diesem Herbst mit dem Kapitel „Sinn des Lebens“ im Buch von David Precht, neulich mit der Relativitätstheorie und demnächst mit dem Begriff „Freiheit“!  Wenn alle diese Inhalte in einem Blog festgehalten würden, wäre es einen Wissensbank, auf die wir stets zurückgreifen könnten… Würde jeder/jede Teilnehmer/in einen Blog führen, würden wir zum Aufbau gesellschaftlichen Wissens beitragen…

Fazit Das war nur eine Idee…:-)))

LdL in einem Philosophie-Kurs an der Volkshochschule. Geht das?

Resume Gerade habe ich an der Volkshochschule einen Kurs „Geschichte der Philosophie“ durchgeführt. Die Teilnehmer haben die Philosophen selbst vorgestellt. Das war toll!!!

1. Ausgangspunkt

30 Jahre lang habe ich meine Schüler den Unterricht selbst gestalten lassen. Es hat immer funktioniert. Am Anfang der 80er Jahre habe ich im paar Semester an der Volkshochschule Französischkurse gegeben und ebenfalls die Teilnehmer als Lehrer eingebunden. Das lief auch gut. Nun habe ich in diesem Semester einen Kurs „Geschichte der Philosophie“ an der VHS angeboten und der Leiter der Abteilung war etwas skeptisch bezüglich der Bereitschaft der Teilnehmer, selbst die Stoffbausteine vorzustellen. Und gerade diese Aufgabe hat die Teilnehmer beflügelt. Die Gruppe bestand aus 8 Personen, 4 Männer, 4 Frauen, altersmäßig gemischt, von Schülern bis zu Senioren.

2. Das Vorgehen

Als Vorlage habe ich die Übersicht „100 große Denker und ihre Ideen von der Antike bis heute“ vom Gondrom-Verlag herangezogen. Der große Vorteil ist, dass die Texte genau den richtigen Umfang haben: eine Doppelseite inklusive Bild des Denkers. Jeder Teilnehmer kann die Texte innerhalb von 20 Minuten für sich selbst zusammenfassen und danach 5  bis 10 Minuten darüber referieren.  Wir nehmen pro Sitzung (90 Minuten) vier Philosophen durch. Als Kursleiter muss ich sehr gut vorbereitet sein und permanent Bezüge herstellen zwischen den einzelnen Denkern und Denkrichtungen. Wichtig ist, dass kein Referent 10 Minuten an einem Stück spricht, sondern dass etwas unklar ist, ich ihn wiederholen lasse, mit den anderen Teinehmern problematisiere, Diskussionen anrege, persönlich Erlebnisse einbringe und von den Teilnehmern einbringen lasse, usw…

3. Das Ergebnis

In dieser besonders lebendigen und motivierten Gruppe war gerade die Tatsache, dass die Teilnehmer die Philosophen selbst vorgestellt haben, der Schlüssel zum Erfolg. Es wurden Begabungen offenbar, Teilnehmer, die so begeistert waren, dass sie uns alle mitrissen! Einige bereiteten sich zu Hause stundenlang auf bestimmte Philosophen vor und waren entsprechend bei der Präsentation gut vorbereitet und motiviert. Oft ging es hoch zu und ich musste immer wieder zur „Besonnenheit“ aufrufen!:-)) Im September wird der Kurs fortgesetzt allerdings nicht mehr chronologisch sondern mit bestimmten Themen wie „Glück“, „Wahrheit“, „Freiheit“ usw…  Abschließend möchte ich an die Gedichte von Anna Riedl erinnern: Mr.Hopps and Mrs.Löckchen und  „Leben und Tod“   „Determinismus“

Fazit Wenn es gelingt die Potentiale der Teilnehmer zu mobilisieren, z.B. durch LdL, erlebt man ein Feuerwerk von Kreativität, Freude, Lebendigkeit!