Für die Ingolstädter Senioren, die…

gestern in meiner Veranstaltung im Bürgerhaus zum Thema „Senioren im Internet“ waren.

Folgetreffen: Freitag, den 26.02., um 10.00Uhr  im Computerrraum des Bürgerhauses (Neuburger Kasten)

Erste Bildungsreportage aus Ingolstadt.

Resume Torsten Larbig hat mich beauftragt, über eine mögliche Entwicklung der Ingolstädter Grünen in Richtung  Wissensverbreitungsplattform zu berichten.

1. Paradigmenwechsel

Wie alle anderen Gruppen der Gesellschaft auch stellen sich die Ingolstädter Grünen auf Web20 ein. Sie versuchen, über die neuen Medien mehr Bürger zu erreichen und deren Impulse aufzufangen und umzusetzen. Meine These ist, dass die Parteien durch die neuen Medien neue Aufgaben zugewiesen bekommen. Sie müssen, vielmehr als es bisher der Fall war, Plattformen bieten, auf der die intellektuellen und emotionalen Ressourcen einer breiten Bevölkerung sichtbar werden. Sie müssen auch kollektive Reflexion organisieren. Sie müssen schließlich, damit diese Reflexion fruchtbar wird, relevantes Wissen zur Verfügung stellen.

2. Veränderung im Aufgabenbereich von Parteien

Um dieses relevante Wissen bereitzustellen, müssen die Parteien den modernen Medien entsprechenden Techniken anwenden. Es empfehlen sich, politisch relevantes Wissen auf zahlreichen Internet-Plattformen, wie eine eigene interaktive Homepage, aber auch mixxt, twitter, Blogs und youtube zu deponieren. Auf diese Weise wird ein direkter Kontakt zu den Bürgern als User hergestellt, so dass Anliegen rasch aufgegriffen und bearbeitet werden.

3. Veränderung im Selbstverständnis der Parteien

Natürlich wird sich das Selbstverständnis der Parteien durch die Ausweitung ihrer Aufgaben verändern. In der Wissensgesellschaft ist die Bedeutung von Wissenskonstruktion und Wissensdiffundierung zentral. An diesem Phänomen können Parteien nicht vorbei. In welche Richtung sie sich dann entwickeln, ist im Augenblick noch nicht deutlich zu sehen. Es muss experimentiert werden.

Fazit Ich bin gespannt, wie diese Gedanken aufgegriffen werden und werde auch darüber berichten.

Was ist für mich Vernetzung?

Resume Heute gegen 18:30Uhr wird mich Christian Spannagel in seinen Vortrag in Heidelberg einskypen. Ich soll beschreiben, was für mich Vernetzung bedeutet.

1. Ausgangspunkt

Als Menschen stehen wir permanent vor Problemen, die wir lösen müssen. Vieles lässt sich ohne Hilfe bewältigen, aber ab einem bestimmten Komplexitätsniveau ist man auf Ressourcen von außen angewiesen. Man vernetzt sich mit anderen, um gemeinsam das Problem anzugehen. Metaphorisch übertragen kann man sagen, dass wir ein Netz von „Neuronen“ konstituieren, eine Art von Gehirn, das die Aufgabe hat, das Problem zu lösen.

2. Meine Aufgabe als Dozent

Meine Aufgabe als Lehrer und Dozent sehe ich darin, relevante Problemräume zu erkennen und zu definieren und meinen Schülern oder Studenten als Aufgabe anzubieten. Wenn ich nicht über eine reale Gruppe verfüge, versuche ich im Netz (Twitter, Kommunikationsplattformen)  Menschen („Neuronen“) zu kontaktieren und durch aktive Vernetzungen zu einem „Gehirn“ zu formen.  Meine Aufgabe besteht dann darin, dem „Gehirn“ das Problem anzubieten und die Interaktionen (kollektive Reflexion) zu moderieren bis das Problem gelöst ist. Projekte haben einen ähnlichen Ablauf:

– Definition eines Projektzieles

– Sammeln von Menschen, die dieses Ziel ansteuern sollen

– Organisation der Interaktionen und Denkprozesse bis zum

– Abschluss des Projektes

3. Redundantes Einspeisen von Konzepten

Für die Zielerreichung ist es günstig, wenn die Gruppe als Resonanzboden in Kohärenz gebracht werden kann. Verfügt die Gruppe über einen gemeinsamen Vorrat an Denkstrukturen und Begrifflichkeiten, so begünstigt es Synergieeffekte und Kongruenz. Man kommt innersystemisch schneller zu Ergebnissen und erreicht das Ziel zügiger. Auch darin besteht die Aufgabe des Dozenten: er stellt einen kohärenten Begriffsapparat zur Verfügung, so dass eine rasche Verständigung während des Prozessverlaufes gewährleistet ist.

Fazit: Vernetzungen strebe ich vor allem dann an, wenn ein konkretes Problem zu lösen ist. Natürlich ist es sinnvoll, Netze („Gehirne“) auf Vorrat zu konstituieren, die im Bedarfsfall gleich eingesetzt werden können.

und eine Bestätigung…

apanat, on April 16th, 2009 at 5:33 am Said:

In der Tat ist es dir gelungen, über Wikipedia, deinen Blog, Twitter und andere Netzbeiträge stärkere Arbeitsbeziehungen herzustellen, als ich sie bei Wikipedia und Blogs üblicherweise mitverfolge.
Ich kann deshalb Wikipedianer schon verstehen, die finden, dass du Wikipedia nur für deine Ziele benutzen willst.
“Wir schreiben eine Enzyklopädie”.
Du willst “Weltverbesserungsprojekte”, und die Wikipedia ist nur eines davon.
Weiter viel Erfolg dabei! Der Stoff dafür wird nie ausgehen.

Apanat ist ein ausgesprochener Kenner der Szene.