Senioren Ahoi!

Resume Senior sein ist nicht schön. Das zeigt ein Blick auf die Maslowsche Bedürfnispyramide. Und dennoch…

1. Senioren und Maslow

Senioren haben – wie alle anderen Lebewesen auch – Grundbedürfnisse. Physiologische (Nahrung, Bewegung, Sexualität), Sicherheit, sozialer Anschluss, soziale Anerkennung, Selbstverwirklichung und Sinn (Transzendenz). Beim Ausstieg aus dem Beruf fallen gleich weg: soziale Einbindung, soziale Anerkennung, Selbstverwirklichung und Sinn. Physiologisch ist es auch nicht so toll, denn die Krankheit ist schon da oder zumindest einem dicht auf den Fersen. Was tun?

2. Handlungsräume definieren

Die verschiedenen Handlungsräume von Senioren lassen sich in solche, die ihnen vorwiegend Energie abziehen und solche, die ihnen vorwiegend Energie spenden unterscheiden. Krankheiten – eigene oder von Angehörigen – ziehen viel Energie ab. Dagegen gibt es Handlungsfelder, die einem massiv Energie zuführen, beispielsweise Aktivitäten sportlicher oder intellektueller Art mit Freunden oder Familie. Auch soziales oder politisches Engagement kann einen auftanken.

3. Firewall

Damit die energiefressenden Felder sich nicht negativ auf die energiespendenden ausdehnen versuche ich eine Art Firewall aufzubauen. Die Trauer, die sich in einem Handlungsraum notwendigerweise einstellt (beispielsweise wegen Krankheit oder sonstigen Sorgen)  darf ich nicht in ein anderes, mir Energie spendendes Wirkungsfeld mitnehmen. Sonst besteht die Gefahr, dass auch dieses Feld mir entzogen wird: Leute die mich aufsuchen (auch meine Kinder und meine Frau gehören dazu), haben es gerne, wenn ich gut drauf bin.

Fazit: Schlecht drauf in einem Trauerfeld – Szenenwechsel – gut drauf in einem Glücksfeld. Mal sehen, ob diese Strategie tragfähig ist…:-))