Coaching im Klassenzimmer per Skype!

Leider sind Ton und Bild wieder einmal asynchron. Trotzdem speise ich das Video hier ein.

LdL-Stunde per Skype nach Norwegen

VOR DER SKYPE-SESSION

Ich stelle mich kurz vor:

Links  1. Skyping with Björn – 2. Focuse on contents

NACH DER SKYPE-SESSION

Resume de ce que nous avons fait aujourd’hui, devoir et préparation de la séance de vendredi prochain.

1. Rassembler les connaissances déjà présentes

Comme nous allons travailler sur l’histoire de France, il est logique de rassembler les connaissances déjè présentes chez les élèves. Je leur ai demandé de s’asseoir en cercle et de dire spontanément aux autres ce qu’ils savent sur l’histoire de France après une courte préparation en binôme. Puis un élève devait faire un résumé de ce qui avait été dit et de me présenter cela en un court exposé devant la caméra. Un objectif poursuivi était aussi de familiariser les élèves à l’usage de la langue spontané et devant un groupe ou une caméra. Evidemment il y a eu quelques malentendus, mais c’est tout à fait normal.

2. Devoir

Puisque cela n’a pas été fait en classe, il serait bon que deux élèves résument les connaissances en une dizaine de phrases et chargent cela dans un video sur youtube, s’ils sont capables de le faire.

Exemple

3. Préparation pour vendredi

Il vous a été distribué des contenus (textes, vocabulaire, grammaire) que vous allez présenter vendredi d’après le systéme LdL. Bon courage pour les préparations.

Session mit Oliver Tacke: weitere Elemente einer Skype-Didaktik

Resume Die Qualität von Skype-Sessions hängt sehr stark von der Vorbereitung ab.

1. Aufmerksamkeit als wertvolles Gut

Natürlich sollte man Kommunikationssequenzen im Internet nicht überbewerten. Der Grad der Aufmerksamkeit, der einem Tweet (in Twitter) gewidmet wird, ist meist sehr gering und Tweets werden auch entsprechend spontan eingespeist.  Wenn man aber die Chance bekommt, die ganze Aufmerksamkeit eines hochqualifizierten Publikums für einige Minuten oder gar für längere Zeit zu erhalten, so empfiehlt es sich, ein durchdachtes Setting aufzustellen (vgl. auch O.Tacke).

2. Gestern

Gestern wurde ich von Oliver Tacke per skype in das Doktorandenseminar seines Fachbereiches in Braunschweig eingeladen. Es saßen dort der Professor und eine Reihe von Doktoranden. Oliver Tacke hatte am  Freitag LdL vorgestellt und die Methode wurde kontrovers diskutiert. Es war geplant, dass Oliver mich in das Seminar einskypt, damit ich auf die offenen Fragen eingehe. Nun funktionierte die Verbindung an diesem Tag nicht. Dennoch, oder vielleicht gerade deshalb wuchsen die Neugier und das Interesse für dieses Thema. Es wurde beschlossen, dass ich am Montag erneut per Skype in das Seminar eingeladen werde. Am Montag klappte es mit der Verbindung und aufgrund der optimal aufgebauten Erwartungshaltung konnte ich alle Inhalte „einspeisen“, die mir bezüglich LdL und der dieser Methode zugrundeliegenden Anthropologie zentral erscheinen.

Auf diese Weise wurde die Session am Montag besonders fruchtbar:

* Durch die Diskussionen am Freitag hatten sich viele Fragen bereits im Vorfeld geklärt und es blieben nur die zentralen Aspekte im Fokus

*Durch die Verzögerung war eine Inkubationsphase eingetreten und die Teilnehmer hatten weiter über LdL nachgedacht

*Die Neugier war am Montag größer als am Freitag

*Nach der im Vorfeld erfolgten Klärungsphase konnte ich am Montag alle Inhalte einbringen, die mir wichtig sind und in der Gruppe nicht bearbeitet werden konnten  (Subsidiaritätsprinzip)

Fazit Skype-Interventionen bieten eine große Chance, zentrale Inhalte sehr ökonomisch in eine Gruppe einzuspeisen. Daher loht sich eine genaue Vorbereitung durch den Gastgeber und durch den Intervenenten.

Zu diesem Thema siehe auch: Aufmerksamkeitsfenster

Was ist für mich Vernetzung?

Resume Heute gegen 18:30Uhr wird mich Christian Spannagel in seinen Vortrag in Heidelberg einskypen. Ich soll beschreiben, was für mich Vernetzung bedeutet.

1. Ausgangspunkt

Als Menschen stehen wir permanent vor Problemen, die wir lösen müssen. Vieles lässt sich ohne Hilfe bewältigen, aber ab einem bestimmten Komplexitätsniveau ist man auf Ressourcen von außen angewiesen. Man vernetzt sich mit anderen, um gemeinsam das Problem anzugehen. Metaphorisch übertragen kann man sagen, dass wir ein Netz von „Neuronen“ konstituieren, eine Art von Gehirn, das die Aufgabe hat, das Problem zu lösen.

2. Meine Aufgabe als Dozent

Meine Aufgabe als Lehrer und Dozent sehe ich darin, relevante Problemräume zu erkennen und zu definieren und meinen Schülern oder Studenten als Aufgabe anzubieten. Wenn ich nicht über eine reale Gruppe verfüge, versuche ich im Netz (Twitter, Kommunikationsplattformen)  Menschen („Neuronen“) zu kontaktieren und durch aktive Vernetzungen zu einem „Gehirn“ zu formen.  Meine Aufgabe besteht dann darin, dem „Gehirn“ das Problem anzubieten und die Interaktionen (kollektive Reflexion) zu moderieren bis das Problem gelöst ist. Projekte haben einen ähnlichen Ablauf:

– Definition eines Projektzieles

– Sammeln von Menschen, die dieses Ziel ansteuern sollen

– Organisation der Interaktionen und Denkprozesse bis zum

– Abschluss des Projektes

3. Redundantes Einspeisen von Konzepten

Für die Zielerreichung ist es günstig, wenn die Gruppe als Resonanzboden in Kohärenz gebracht werden kann. Verfügt die Gruppe über einen gemeinsamen Vorrat an Denkstrukturen und Begrifflichkeiten, so begünstigt es Synergieeffekte und Kongruenz. Man kommt innersystemisch schneller zu Ergebnissen und erreicht das Ziel zügiger. Auch darin besteht die Aufgabe des Dozenten: er stellt einen kohärenten Begriffsapparat zur Verfügung, so dass eine rasche Verständigung während des Prozessverlaufes gewährleistet ist.

Fazit: Vernetzungen strebe ich vor allem dann an, wenn ein konkretes Problem zu lösen ist. Natürlich ist es sinnvoll, Netze („Gehirne“) auf Vorrat zu konstituieren, die im Bedarfsfall gleich eingesetzt werden können.

Skype und meine neuen Arbeitsstrukturen

Resume Aus Gesundheitsgründen habe ich mich vom realen Unterricht verabschiedet. Eine neue Arbeitsstruktur ist gerade dabei zu entstehen.

1. Ich weiß was, was du nicht weißt

Natürlich hat es wenig Sinn, wenn ich mich überall zu Wort melde, ohne über einen Wissensvorsprung in einem relevanten Bereich zu verfügen. Aufmerksamkeit kann ich nur erwarten, wenn ich was Neues zu erzählen habe. Meine Produkte sind

Lernen durch Lehren: nach wie vor gibt es viele Menschen im Bildungssystem, die LdL nicht kennen oder die sich näher mit dieser Methode und deren theoretischen Hintergründen befassen wollen.

Internetkommunikation: auch wenn das Thema Hochkonjunktur hat und jeder sich als Experte fühlt, in diesem Bereich arbeite ich seit 1996 sehr intensiv, sowohl mit Schülern und Studenten, als auch mit Kollegen aus der Wissenschaft. 2001 habe ich zum Beispiel ein Projekt durchgeführt, bei dem ich mich von einer Community durch New York führen ließ. Das war lustig und damals sehr innovativ. Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch mit Mitarbeitern das Modul „Internet- und Projektkompetenz“ ins Leben gerufen, das heute von Michael Kratky erfolgreich weitergeführt wird. Vor anderthalb Jahren wurde ich von Steffen Büffel als Experte zum ersten Educamp eingeladen und das hat meine Arbeit seit diesem Zeitpunkt stark geprägt, insbesondere durch meine Bekanntschaft mit Christian Spannagel, Alexander Rausch, Lutz Berger und Michael Wald. Seit einigen Monaten versuche ich die Ingolstädter Grünen in diese Richtung zu beeinflussen, in der letzten Zeit mit besonderem Erfolg.

Insofern weiß ich was, was andere (noch) nicht wissen.

2. Neue Arbeitsstrukturen

Da ich gesundheitsbedingt aus dem realen Unterrichtsgeschehen herausgerissen wurde, sitze ich relativ viel zu Hause, allerdings mit täglichen morgendlichen Ausflügen ins Schwimmbad (ich hoffe, ich halte es konsequent durch).  Was ist naheliegender als Interessenten zu bieten, dass ich mich per Skype in Unterricht und sonstige Veranstaltungen einbringe? Natürlich verlangt es, dass ich besonders aktive und engagierte Partner finde.

– Mit Björn aus Bergen (Norwegen) wurde bereits ein Projekt in diesem Sinne gestartet. Am letzten Mittwoch habe ich mich per Skype in eine Veranstaltung an seiner Schule eingemischt. Für Dezember ist geplant, dass ich eine Französischklasse in Bergen zwei Doppelstunden nach LdL per Skype unterrichte. Die entsprechenden Texte liegen mir bereits vor.

– Heute Vormittag haben Oliver Tacke und ich geplant, dass ich nächste Woche per Skype in einer seiner Kursen Fragen seiner Studenten zu LdL beantworte.

Prinzipiell ist es möglich, dass alle, die weltweit an LdL interessiert sind, mich bitten, per Skype (Adresse: jeanpolmartin) mit ihren Schülern, Studenten und Kollegen in Kommunikation zu treten.

Fazit Mit wenig Aufwand kann man mithilfe von Skype Erkenntnisprozesse sehr rasch, weltweit auslösen. Ich warte auf weitere Anfragen!