Think tanks: für die ingolstädter Grünen.

Resume Gestern meinte Petra Kleine, ein lohnenswertes Ziel sei ein Konzept für die grüne Internetnutzung zu entwickeln. Dazu habe ich einen Vorschlag.

1. Ressourcenorientierung

Bizarrerweise habe die Grünen, die in den 80er Jahren radikal basisorientiert waren und alle vorhandenen Denkressourcen mobilisierenn wollten, die Möglichkeiten des Internets nicht gleich erkannt und genutzt. Auch heute zeigt ihre Internetpräsenz ein Topdown-Muster, das einem Web2.0 Verwöhnten wehtut. Es mangelt also an einem Konzept zur Ausschöpfung der Denkkapazität der Mitglieder, insbesondere der älteren, die oft herumhängen, obwohl sie gerne weiter intensiv arbeiten, nachdenken und handeln würden.

2. Mein Vorschlag

Ich persönlich wäre bereit, jeden Tag intensiv mit anderen Menschen an Problemlösungen zu arbeiten. Man müsste nur bestimmte Problemräume isolieren und definieren, und ab geht die Post. Die Zusammenarbeit könnte über Twitter, Blogs und Wikis laufen, man könnte sich auch alle zwei Tage im Grünenbüro treffen. Die Ingolstädter Grünen können mich damit beauftragen, eine solche Gruppe ins Leben zu rufen. Was meint Ihr, Petra Kleine und Christian Hoebusch?

Fazit Die Bereitschaft und die Kompetenzen sind da. Man muss sie nur mobilisieren.

Mein Petra-Kleine Projekt. Danke Twitter!

Resume Wie kann man intelligente, einflussreiche und sehr beschäftigte Menschen nachhaltig andocken? Twitter macht’s möglich.

1. Ausgangssituation

Als ich im September 2008 in Pension ging hatte ich eine deutliche Panik. Wäre ich in der Lage, Strukturen zu schaffen, die mich intellektuell voll in Anspruch nehmen, mich also von 5.00Uhr früh bis 20.00Uhr zwingen, intensiv relevante Informationen zu verarbeiten? Nur so nämlich, könne ich meine gewohnte tägliche Kickmenge erhalten. Mit der Übernahme einer 11.Klasse war schon für 50% Problemzufuhr (=Informationsverarbeitungsdruck) gesorgt. Wo aber die restlichen 50% holen? Ich wandte mich an die Volkshochschule und bot mich für Kurse über die Geschichte Europas an. Das würde mich zwingen, viel Information aufzunehmen und zu Wissen umzuformen. Über die Zeitung erfuhr ich, dass in Ulm eine Art Seniorenuniversität Kurse anbietet und es gelang mir auch, dort einen Lehrauftrag zu bekommen. Ein paar andere Versuche schlugen fehl, aber da waren noch die Grünen in Ingolstadt und ich fühlte mich dieser Partei sehr verbunden, auch wenn ich Bedenken hinsichtlich ihrer Internet-Offenheit hegte. Datenschutz und Offenheit des Informationsflusses vertragen sich schlecht. Wie dem auch sei, ich klopfte dort an und wurde sehr freundlich aufgenommen.

2. Perturbieren und nerven

Wie alle anderen Monomane auch, verfolge ich in jedem Kontext eine bestimmte Idee und nur diese. Dreißig Jahre lang war ich in der Didaktikszene gefürchtet, weil ich immer wieder einen Gedankensatz einspeiste, egal worum es thematisch ging. Eine zeitlang war es LdL, seit zehn Jahren geht es nur um Projektkompetenz und damit verbunden um das Internet.  So auch bei den Grünen. Auch dort thematisierte ich penetrant twitter. Nun führen die Grünen gerade Wahlkampf, mit einer besonders profilierten und geeigneten Kandidatin. Sie hatte nichts gegen mich, im Gegenteil, aber irgendwann hat sie und alle anderen auch meine Monomanie genervt.

3. Und der Erfolg!

Mein Glück war, dass Petra Kleine, aus welchem Grund auch immer, sich auf meine Gedanken vertieft eingelassen hat. Sie hat sich schnell einen twitter-account zugelegt und das war für mich der Einstieg. Über mein Getwittere kam sie zu meinem Blog, über meinen Blog zu meiner Biographie. Und immer wieder hin und zurück. Wo hätte ich „früher“ jemals die Chance gehabt, so schnell und soviel von meinem Gedankengut einer für mich sehr relevanten Person zu vermitteln? Und das Tollste: gestern hat Petra einen twitter-account für die Ingolstädter Grünen eingerichtet. Und alle anderen sehen diese Entwicklung mit Freude und Wohlwollen.

Fazit Twitter, Blog und Wiki. Nicht zu toppen, wenn man schnell mit jemandem in die Tiefe gehen will.