Grundbedürfnisse, Menschenrechte und Partizipation

Grundbedürfnisse

Geht man vom Menschenbild der humanistischen Psychologie aus, so steht die Befriedigung von Grundbedürfnissen im Zentrum menschlicher Aktivitäten. Ihr Hauptvertreter, Abraham Maslow, zählt folgende Bedürfnisdimensionen auf: Die physiologischen Bedürfnisse (Schlaf, Hunger, Sexualität), die Sicherheitsbedürfnisse, das Bedürfnis nach sozialer Zugehörigkeit, das Bedürfnis nach sozialer Anerkennung, das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung und das Bedürfnis nach Sinn.

Grundbedürfnisse als Basis für die Menschenrechte

Eine genaue Lektüre der dreißig Artikel aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zeigt, dass dieses Textwerk implizit als Programm zur weltweiten Befriedigung der von der humanistischen Psychologie genannten Grundbedürfnisse konzipiert ist. Dabei fällt auf, dass die Menschenrechte vor allem auf die Befriedigung von Sicherheitsbedürfnissen abzielen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Schutz der Bürger gegen Übergriffe von Mächtigen, beispielsweise durch das Verbot von Folter (Artikel 5) oder durch den Schutz der Privatsphäre (Artikel 12). Artikel dagegen, die das aktive Eingreifen und Partizipieren durch Bürger betonen, gibt es wenige. Dies ist historisch zu erklären, denn nach dem zweiten Weltkrieg war den Regierungen daran gelegen, die Wiederkehr zum Frieden zu organisieren und den Bügern ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

Partizipation als Recht und Pflicht

In der heutigen Situation, sechzig Jahre später, muss der Akzent auf die Wahrnehmung von Partizipationsrechten gelegt werden, denn angesichts der vielfältigen Probleme, die die Menschheit heimsuchen, müssen alle Bürger aufgefordert werden, mit persönlichem Einsatz zu deren Lösung beizutragen. Das Recht auf Partizipation wird im Artikel 21.1 gewährt: „Jeder hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken..„.  Fortsetzung des Artikels…

Bürgerpartizipation?

Resume Heute erschien im Donaukurier ein sehr schöner Artikel über mich, als role Model für Senioren. Was mache ich damit?

1. Ausgangspunkt: der DK-Artikel

Ein Netzbürger der ersten Stunde

Bild: Ein Netzbürger der ersten Stunde . Ingolstadt Ingolstadt  (DK) Viele Menschen fallen in ein Loch, wenn sie in den Ruhestand  treten. Manche gehen Angeln oder in den Schützenverein. Nicht so  Jean-Pol Martin. Er ist auch im Ruhestand genauso umtriebig wie zuvor.  Einen großen Teil seiner Zeit verbringt er im Internet.

Ingolstadt (DK) Viele Menschen fallen in ein Loch, wenn sie in den Ruhestand treten. Manche gehen Angeln oder in den Schützenverein. Nicht so Jean-Pol Martin. Er ist auch im Ruhestand genauso umtriebig wie zuvor. Einen großen Teil seiner Zeit verbringt er im Internet.

Foto: Uli Rössle

Jean-Pol Martin, Didaktikprofessor der Universität Eichstätt, wusste, dass er auch nach seiner Pensionierung 2008 seinen beachtlichen Aktivitätslevel zumindest halbwegs halten wollte: „Ruhestand bedeutet, du kannst im Bett bleiben und es passiert nichts. Für Leute, die wie ich ihr ganzes Leben aktiv waren, ist das dramatisch. Ich dachte mir, du machst alles, was geht.“ Denn nach Martins Lebensphilosophie ist ein Mensch glücklich, wenn er sozial sinnvoll aktiv ist, wenn er in dem Feld, auf dem er gut ist, tätig ist und sich neue Felder erschließt.  Fortsetzung der DK-Artikels

2. Cum grano salis

Der Artikel ist wunderbar und es wirkt, wie wenn jede Initiative von mir zum Erfolg führen würde und ich mich vor Aufträgen nicht retten könnte. Das ist nicht der Fall. Zum Beispiel steht im Artikel, dass ich mich bei Bürgerbegehren engagiere. Das ist zwar meine Absicht und ich sammle gelegentlich auch Unterschrifen in der Fussgängerzone, aber mit meinem Vorschlag, einen Blog für die jeweilige Initiative zu erstellen, stoße ich kaum auf Resonanz. Das Motto Partizipation durch Internetnutzung muss sich erst verbreiten und durchsetzen.

3. Heute ab 17:00Uhr im Grünen-Büro

Heute sitze ich ab 17:00Uhr im Grünen Büro und bin sogar mit zwei Bürgern verabredet. Es geht darum, dass HartzIV-Empfängern, die Schwierigkeiten haben, ihr Recht bei der Verwaltung einzuklagen und durchzusetzen, geholfen wird.  Wir werden über diesen Fall einen Blog erstellen. Ich denke solche Aktivitäten sind sinnvoll und zeigen den Weg zu einer intensiveren Bürgerpartizipation mithilfe von neuen Medien.

Fazit Dranbleiben, dranbleiben, dranbleiben. Ein bisschen was geht immer!:-))

Ich bin stolz: Bürgerin speist ihr Wissen in die Grüne HP.

Gestern hatte ich meine Dienstags-Sprechstunde im Grünen Büro. Es kam eine sehr nette Bürgerin. Sie wollte technische Hilfen, weil sie Bilder und sonstiges Anschauungsmaterial computermäßig bearbeiten wollte. Leider bin ich da nicht so fitt, ich bin ja für Vernetzungen und Community-Bildungen zuständig. Ich zeigte ihr, wie sie aktiv bestimmte Forderungen unterstützen kann, die aus unserer Sicht im Sinne der Ingolstädter Bürgerschaft sind.

Das fand sie ganz gut und sie war sofort bereit, einen Gastbeitrag zu verfassen. Welche Freude für mich! Bürgerinnen partizipieren aktiv, indem sie unsere Grüne-Plattform benutzen! Und nächsten Dienstag möchte sie wiederkommen. Ich werde ihr zeigen, wie man mit Wikis umgeht und wenn wir Zeit haben, wie man sich einen Blog anlegt. Das alles in eins zu eins Betreuung!

Das macht Freude!