Und zu meiner Biographie schrieb Margret Ruep:

Margret Ruep, am 11. Juli 2009 um 09:53 sagte: Kommentar bearbeiten

Es wäre interessant zu überprüfen, welche Wirksamkeit hinter dieser Biographie steckt.
Aus meiner Sicht – in meinem eigenen Umfeld – ist das riesig.
Auch wenn ich nicht so oft Zeit finde, mich hier wieder einzumischen, freue ich mich darüber – auch über das Buch, weil hier jemand die Initiative ergreift, ergriffen hat und weil so viel daran anknüpft.
Das ist eine Form, Wissenschaft zu betreiben und sie stetig mit Praxis zu verbinden bzw. überhaupt sofort in Praxis hineinzugehen und sie ebenso stetig wieder zu reflektieren – wie ich das in der Komplexität als einzige Möglichkeit sehe. Das gilt vor allem, wenn es um Lernen im Kontext menschlicher Beziehungen geht, wo es eben keinen luftleeren Raum gibt.

Der Wissenschaftsbetrieb, den ich gerade so wahrnehme, könnte erhebliche mehr erreichen, wenn er – die Menschen dehinter – so arbeiten würden.

Herzlichen Dank – wie immer ist das sehr anregend.
Margret Ruep

Lernziele auch für Senioren?

Resume Wenn das Prinzip des lebenslangen Lernens ernst genommen wird, bedeutet es, dass das Bildungswesen nicht nur für Schüler und Studenten Lernziele bereithält, sondern auch für Senioren.

1. Lernziel Gestaltungskompetenz

1996 wurden von der “UNESCO Task Force on Education for the Twenty-first Century” die von Jacques Delors so bezeichneten vier Pfeiler für lebenslanges Lernen verabschiedet (“Delors Four Pillars  for education throughout life” – www.unesco.org) :

  • learning to know,
  • learning to do,
  • learning to live together and
  • learning to be.

Die Vereinten Nationen haben für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung ausgerufen. (…) Der Fokus liegt dabei auf dem übergeordneten Ziel der Gestaltungskompetenz, die sich zusammenfügt aus folgenden Teilzielen:

  • Weltoffen und neue Perspektiven integrierend Wissen aufbauen.
  • Vorausschauend denken und handeln.
  • Interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen und handeln.
  • Gemeinsam mit anderen planen und handeln können.
  • An Entscheidungsprozessen partizipieren können.
  • Andere motivieren können, aktiv zu werden.
  • Die eigenen Leitbilder und die anderer reflektieren können.
  • Selbstständig planen und handeln können.
  • Empathie und Solidarität für Benachteiligte zeigen können.
  • Sich motivieren können, aktiv zu werden (www.bne-portal.de).

2. Nachhaltigkeit Lernen

Die Bundesregierung beschloss im Jahr 2004, die UN-Dekade mit dem Aufruf zur Allianz Nachhaltigkeit Lernen zu unterstützen. Dazu hat eine Bund-Länder-Kommission auf der Grundlage der internationalen Vereinbarungen einen Orientierungsrahmen entwickelt, der die folgenden didaktischen Prinzipien enthält und ihnen jeweils Schlüsselqualifikationen zuordnet, die in die länderspezifischen Bildungspläne eingearbeitet werden sollten:

Didaktische Prinzipien Schlüsselqualifikationen
1. System- und Problemlöseorientierung Intelligentes, problembezogenes Wissen,Systemisches (vernetztes) Denken,

 

Antizipatorisches (zukunftsgerichtetes) Denken,

Phantasie und Kreativität,

Forschungskompetenz, Methodenkompetenz

2. Verständigungs- und Werteorientierung
Dialogfähigkeit, Selbstreflexionsfähigkeit,Werteorientierung, Konfliktlösefähigkeit
3. Kooperationsorientierung Teamfähigkeit, Gemeinsinnorientierung, Lernen in Netzwerken
4. Situations-, Handlungs- undPartizipationsorientierung Entscheidungsfähigkeit, Handlungskompetenzen, Partizipationsfähigkeit
5. Selbstorganisation Selbstorganisation von Lernprozessen, Evaluationskompetenz, Bereitschaft und Fähigkeit zu Lebenslangem Lernen
6. Ganzheitlichkeit Vielfältige Wahrnehmungs- und Erfahrungsfähigkeit, konstruktiver Umgang mit Vielfalt, Globale Perspektive

Fazit Lernziele, die für Kinder und Jugendliche festgelegt werden, sollen auch für Senioren gelten.

(Auflistungen und zentrale Aussagen wurden aus einem zur Publikation anstehenden Aufsatz von Margret Ruep, Rektorin der PH-Weingarten entnommen).