Raffaelina Rossetti: Visualisierung des LdL-Basisartikels.

"Weltverbesserungskompetenz als Lernziel" (Jean-Pol Martin, 2002)

„Weltverbesserungskompetenz als Lernziel“ (Jean-Pol Martin, 2002)

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Ingolstadt-Expertise (Mittelschule auf der Schanz) 19.11.2013

Schade, dass man den Beitrag aus dem Donaukurier nicht in den Blog hineinkopieren kann. So geht wichtiges, relevantes Wissen verloren…

Hier der Link zum Artikel.

19.11.2013 22:15 Uhr
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Warum war die Gemahlin des Henkers eine reiche Frau?Ingolstadt (DK) Mehr erfahren über die Stadt, in der man lebt, sich als junger Bürger mit Migrationshintergrund engagieren und eigene Ideen ins städtische Leben mit einbringen – das ist das Ziel des Projekts „Ingolstadt-Expertise“, das in diesem Schuljahr zum zweiten Mal in Ingolstadt stattfand.Ingolstadt: Warum war die Gemahlin des Henkers eine reiche Frau?
Fachwissen präsentiert: Die Schüler berichteten über Details aus der Stadtgeschichte, Wissenswertes von Audi, die Raffinerien und das ehemalige Gießereigelände – Foto: BrandlAcht Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 m der Mittelschule Auf der Schanz waren aufgerufen, innerhalb von sechs Wochen zu fünf für Ingolstadt bedeutenden Themen kurze Referate zu verfassen und so in die Geschichte und Entwicklung ihrer Heimatstadt einzutauchen. Vor Kurzem stellten die frischgebackenen Ingolstadt-Experten jetzt ihre Ergebnisse den Mentoren des Projekts, sowie Mitschülern und Eltern vor. Diese zeigten sich von den Arbeiten der jungen Leute durchweg begeistert.Ingolstadt: Integrationsprojekt für Schüler: Mit „Ingolstadt-Expertise“ die eigene Heimatstadt besser kennenlernen – Lesen Sie mehr auf:
http://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Ingolstadt-Warum-war-die-Gemahlin-des-Henkers-eine-reiche-Frau;art599,2845377#plx591614518

WoWWWW! LdL-Mooc! Die Vorbereitung!

LdL-Mooc

Isabelle Schuhladen stützt sich auf Maslow

Natürlich freut es mich sehr, wenn Isabelle Schuhladen, die bei mir vor einem Jahrzehnt studierte, sich heute noch auf den von mir propagierten Maslow stützt (hier Auszug aus einem facebook-Beitrag):

„Die Grundbedürfnisse (Maslow) des Menschen: Wenn ich diese berücksichtige, dann kann ich mit dem Unterrichten anfangen! Ich arbeite am liebsten ohne Lehrbuch: Ich gehe zuerst auf die Bedürfnisse meiner Schüler ein und dann komme ich mit dem Stoff richtig weiter und die Schüler erleben Erfolg und Glück.“

Gesamtwerk: „Kollektive Wissenskonstruktion“

Vielleicht sollte ich darauf hinweisen, dass LdL die “Krone” eines Gesamtwerkes ist, an dem ich 30 Jahre lang gearbeitet habe. LdL liegt ein modernes anthropologisches Modell (insbesondere Maslow) zugrunde und beschreibt am Beispiel des Französischunterrichts alle Phasen eines aktiven Lernprozesses von der Unterstufe (meine Dissertation) über die Mittelstufe bis zur Oberstufe und zur Universität (meine Habilitationsschrift + unzählige Videos). Selbstverständlich wurde seit dessen Aufkommen auch Web20 zentral einbezogen. Das Gesamtwerk könnte den Titel tragen: “Kollektive Wissenskonstruktion von der Wiege bis zur Bahre”.

Entnaivisieren.

Im Augenblick arbeite ich sehr fleißig an meiner Autobiographie. Ich decke rückblickend auf, wann und in welchem Kontext ich konstitutive Bausteine meiner Identität gemeißelt habe.

Zum Beispiel das Konzept der Entnaivisierung (Auszug):

Von dieser Zeit ist mir der absolute Wunsch geblieben, meine Schüler und Studenten zu entnaivisieren. Das spielt in meinem Leben und meinem Wirken auch heute noch eine zentrale Rolle. Auch der Text, den ich jetzt als meine Biographie verfasse, folgt diesem Ziel. Unter entnaivisieren verstehe ich auch, dass manipulative Verhaltensweisen, die von den Verursachern selbst nicht erkannt werden, aufzudecken sind. Viele Politiker und sonstige Machthaber, die grundegoistische Ziele verfolgen, merken es selbst nicht und glauben, sie würden sich tatsächlich für die Partei oder das Volk aufopfern. Und das verkünden sie auch wahlwirksam. Das sollen meine Kinder, meine Schüler und meine Studenten durchschauen.


Laura Cau: „Ich liebe Ihre Biographie!“

Resume Immer wieder weise ich  auf das Phänomen der Emergenz hin: man powert in ein intransparentes System und plötzlich reagiert es. Und das gibt einen riesigen Motivationsschub!

1. Ich wurde zum Schreiben einer Autobiographie geschoben

Die Initiative ging von diversen Personen aus, aber richtiger Auslöser war Claudius Konrad. Er meinte, wenn ich weiter in der Szene aktiv sein und den LdL-Gedanke am Kochen halten wolle, so müsse ich ein LdL-Buch schreiben. Wenn man 30 Jahre lang an einem Thema gearbeitet und tonnenweise Artikel dazu verfasst und verfassen lassen hat, dann ist man bei der Perspektive, dies noch einmal zu tun, nicht begeistert. Ich fing dennoch an und merkte, dieses Projekt ist eng mit meiner Person verwoben. Insbesondere mit der Tatsache, dass ich von 15 bis 24 extrem viele Misserfolge gesammelt und den „Abgrund“ erreicht, und dann in einem radikalen Paradigmenwechsel die Situation umgekehrt hatte. Aus Laster wurde Tugend, aus Scheitern wurde kontinuierlicher Erfolg. Und LdL war ein wichtiges Instrument dazu. Das musste ich schildern!

2. Didaktisches Kompendium und Schelmenroman

Da ich sehr beschäftigt bin, stand das Buch-Projekt nicht im Zentrum meiner Bemühungen. Ich fing an zu schreiben und schreibe weiter, wie mir der Sinn danach ist. Und peu à peu entsteht eine Art Schelmenroman mit deutlichen Anleihen, auch vom Stil her, am 18.Jahrhundert (ich denke an Fanny Hill, aber auch an Jacques Le Fataliste von Diderot). Das ist nicht gewollt, sondern das ergibt sich. Natürlich sollen alle Anekdoten aus meinem Leben in eine Summe von pädagogischen Empfehlungen münden. Das Buch ist gezielt für Lehrer gedacht. Andererseits scheint es auch Leser anzusprechen, die nicht aus dem Schul- oder Unibereich stammen. Möglicherweise liegt es an dem distanzierten Stil, in welchem ich mein Leben beschreibe und analysiere. Sicherlich wird auch die Tatsache eine Rolle spielen, dass ich als Zeitzeuge über die Spanne von 1943 bis 2010 berichte. Demnächst werde ich als geschichtliche Kulisse den Algerienkrieg (1960) einbeziehen, später die Mai-Unruhen (1968). Noch später werde ich auf die Gründung der Grünen-Partei in Ingolstadt (1980) zu sprechen kommen, auch wenn ich darin keine zentrale Rolle spielte.

3. Ich werde angefeuert

Gelegentlich verliere ich die Autobiographie aus den Augen. Dann meldet sich Claudius Konrad in Twitter: „Wann geht das Buchschreiben weiter? 🙂„. Cethegus korrigiert den Text im Wiki und kommentiert auch auf der Diskussionsseite. Gerade hat Johannes, Grünes Mitglied und Entwicklungshelfer in Tansania getwittert: „Biographie von jeanpol gelesen,gefällt mir sehr gut, hoffe auf Fortsetzung. http://bit.ly/ukjgK.  Zähneputzen, dann in die Stadt einkaufen.“ Johannes putzt sich also die Zähne, nachdem er Auszüge aus meiner Biographie gelesen hat. Auch Melanie Gottschalk und Ulrike Kleinau feuern mich an! Ganz außerhalb von diesem Kontext hat mir Renate Maurer, textgewohnt, sehr kritische Redakteurin mitgeteilt:  „Das gefällt mir nach wie vor sehr gut! Beim Wort ‚mädchentechnisch‘ habe ich laut gelacht.“ Und vor 5 Minuten erhielt ich die Mail von Monika Bittl, Dekanatssekretärin in Eichstätt: „Ich habe es mit Begeisterung gelesen und warte sehnsüchtig auf Fortsetzung.“ Mit diesen Zeugnissen möchte ich es bewenden lassen. Aber: es sind die Emergenzen, ohne die ich vielleicht aufhören würde zu schreiben.

Fazit:  Körperlich geht es mir wie bei vielen Menschen meines Alters nicht so toll (Arthrose und arge Schmerzen in den Schultern). Ich möchte aus diesem Körper (vor allem aus dem Kopf) auf jeden Fall noch ein paar „Juwele“ rausholen. Und das Buch könnte eines sein. Ohne Anfeuerungen geht es nicht.