Zuwanderungsrekord für Ingolstadt

Quelle

Bevölkerung wächst in einem Jahr um 1500 Personen

(…) Seit den „Wendejahren“ sind nicht mehr so viele Menschen neu nach Ingolstadt gezogen wie im vergangenen Jahr. Rund 9.000 Zuzüge konnten die Statistiker verzeichnen, denen 7.500 Wegzüge entgegenstehen. Im Wanderungssaldo ergibt sich so ein Plus von etwa 1500 Neubürgern.
Mehr als 1100 von ihnen, ca. 73 Prozent, sind zwischen 18 und unter 30 Jahre alt, weitere 320 (21 Prozent) sind 30- bis unter 60-Jährige.
Nur knapp 300 (20 Prozent) der Zugewanderten sind deutsche Staatsangehörige, fast drei Viertel haben die Staatsangehörigkeit eines anderen europäischen Landes, darunter sind 220 Rumänen, 210 Ungarn, 170 Polen, 150 Griechen und 110 Bulgaren. Über 200 stammen aus weiteren europäischen Ländern, knapp 140 Zuwanderer kommen sogar von einem anderen Kontinent. (…)

TdM (Tag der Migranten): Artikel im Donaukurier!

Der Wille wäre da . . .

Diskussion am Tag der Migranten offenbart Hürden für die Integration

Bild: Der Wille wäre da . . .. Ingolstadt Ingolstadt (sic) Bekenntnisse zur besseren Integration ausländischer Mitbürger sind heute zweifellos eine feste Größe, zumindest in der Rhetorik. Das war auch am Tag der Migranten festzustellen, der am Samstag gut 80 Ingolstädter in den Stadtteiltreff Piusviertel führte.

Nach der lebhaften Diskussion gab’s Geschenke: Die verteilte (v. r.) Sepp Mißlbeck an Jean-Pol Martin, Irene Ketterer, Behare Dinaj, Christian Lösel und Berat Yilmaz (Bildungsverein Atlantik). – Foto: Strisch

Ingolstadt (sic) Bekenntnisse zur besseren Integration ausländischer Mitbürger sind heute zweifellos eine feste Größe, zumindest in der Rhetorik. Das war auch am Tag der Migranten festzustellen, der am Samstag gut 80 Ingolstädter in den Stadtteiltreff Piusviertel führte. Eines wurde allerdings ebenso wieder deutlich: Die Integration kommt primär in den Köpfen voran, denn von der Theorie zur Praxis gilt es nach wie vor hohe Barrieren zu überwinden.

„Ich will es noch erleben, hier wählen zu dürfen“, sagt eine türkischstämmige Ingolstädterin in fast perfektem Deutsch. „Ich bin in der zweiten Generation hier. Mein Papa hat es nicht mehr erleben dürfen, in Deutschland zu wählen.“ Deshalb habe auch die dritte Generation inzwischen so ihre Fragen: „Ich muss meinen Kindern immer erklären, wieso ich nicht wählen darf.“ Hier also stößt die Integration schnell an Grenzen und stürzt so manchen Politiker in Ratlosigkeit. „Beim kommunalen Wahlrecht für Ausländer sind alle Initiativen gescheitert“, berichtet FW-Stadtrat Gerd Werding aus dem Publikum. „Wie kann das sein? Was ist an uns EU-Bürgern entscheidend anders als an jenen, die in dritter Generation bei uns leben“ Eine Antwort vermag da niemand zu geben – aber Werding hat auch keine erwartet.

Inzwischen gelten 41 Prozent der Ingolstädter als Migranten, berichtet Christian Lösel, der städtische Integrationsbeauftragte. Doch wie viele dieser Bürger bei Kommunalwahlen ihre Stimmen abgeben dürften, sei schwer zu sagen. „Hier ist die Aufschlüsselung sehr kompliziert“, erzählt Lösel. Im Übrigen sei die Frage des Ausländerwahlrechts natürlich keine kommunale Angelegenheit.

Politische Mitbestimmung der Neubürger tue seit langem Not, betont Prof. Jean-Pol Martin. „Wir müssen alle Bürger unserer Stadt in Entscheidungen mit einbeziehen!“ Hier eröffne sich ein „Riesenpotenzial“, auch für die demokratische Kultur. Mehrmals kam der Hinweis auf die Migrantenquote im Ingolstädter Stadtrat von nur zwei Prozent; die repräsentiert Johannes Hörner – ganz allein.

Ein weiteres praxisnahes Beispiel für mangelnde Integrationschancen nennt Irene Ketterer von der Stelle für interkulturelle Arbeit in München: „Migranten gehören in der Verwaltung auf beide Seiten des Schreibtisches.“ Wichtig sei auch „eine Willkommenskultur mitsamt Einbürgerungsfesten“ und die Würdigung des bürgerschaftlichen Engagements von Migranten. Ketterer: „Es geht vor allem um Anerkennung.“

Immerhin: Ingolstadt brauche sich in Bezug auf Integrationsleistung „nicht zu verstecken“, bestätigt der Soziologe Prof. Rainer Greca von der Universität Eichstätt. „Es gibt auch hervorragende Projekte in den Schulen, etwa an der Herschel- und Lessingstraße, wo Kinder aus 28 Ländern unterrichtet werden.“

Wie könne man der Integration dienen, „ohne dass es teuer wird“, fragt Veronika Peters, die Vorsitzende der Freiwilligenagentur und Moderatorin der Runde am Ende. „Bildungspatenschaften übernehmen!“, rät Werding. „Das ist das Intensivste, was man tun kann.“ Behare Dinaj von der Münchner Freiwilligenagentur Tatendrang hat da einen ganz unkomplizierten Vorschlag: „Gehen Sie auf Migranten zu! Dort, wo sie sind.“

<< | 1 | 2 |

Von Christian Silvester

Bookmark and Share

Lernort Ingolstadt: Zum Aufbau von Ingolstadt-Expertise

Unsere Stadt entwickelt sich mit hoher Dynamik! Im Stadtrat werden wichtige Entscheidungen getroffen. Als Bürger, der mitwirken möchte, sollte man in der Lage sein, die Positionen der unterschiedlichen Gruppen nachzuvollziehen und selbst eigene Meinungen einzubringen. In unserem Modul werden die Basics für ein besseres Verständnis der Stadtpolitik vermittelt.

Zielgruppe:

Alle Bürger, insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund

Themen:

1. Geschichte von Ingolstadt

2. Bedeutung und Entwicklung von Audi

3. Bedeutung und Entwicklung der Ölraffinerien

4. Stadtentwicklung: das Gießereigelände

5. Wie man als Bürger an kommunalen Entscheidungen teilhaben kann (konkrete Beispiele, insbesondere Besuch einer Stadtratsitzung)

Zeitaufwand und Organisation:

Das Modul erstreckt sich auf vier Wochen,  jede Woche ein Treffen  von 90 Minuten. Anmeldung: jpm@ldl.de

Zertifikat:

Verantwortlich für das Modul ist Prof.Dr.Jean-Pol Martin, Projektleiter bei der Freiwilligen Agentur Ingolstadt. Nach bestandenem Modul wird das Zertifikat „Ingolstadt-Expertise“ von Dr.Lösel, dem Integrationsbeauftragten der Stadt ausgehändigt.

Vorgeschichte: Weltverbesserung am Beispiel Ingolstadt

Materialien: Wiki

„Live for Life“ in der Ingolstädter Socialbar!

Aus dem Donau Kurier:

Socialbar: „Weltverbesserer“ vernetzen

Ingolstadt (dk) Initiativen eine Plattform bieten und ihre Macher zusammen bringen – das sind die Ziele der Socialbar Ingolstadt. Am Montag hat die Veranstaltung erstmals stattgefunden. Die Initiativen „Live for Life“, „Künstler an die Schulen“ und die Künstlerkommune Ingolstadt präsentierten sich gut 30 Zuhörern.

Erste Socialbar in Ingolstadt (3:15)

„Hier geht’s ja ums Weltverbessern – da sind die Piraten natürlich dabei“, sagt Benedikt Schmidt. Unrecht hat der Vorsitzende der Piratenpartei in Ingolstadt nicht. Viele der Anwesenden im Café Coffee Fellows an der Donaustraße bezeichnen sich selbst leicht spöttisch als „Weltverbesserer“. Sie sind politisch in verschiedenen Parteien aktiv, zum Beispiel bei den Piraten, in der SPD oder bei den Grünen. Doch alle eint, dass sie sich interessieren für Initiativen und Projekte in und um Ingolstadt.

Socialbar Ingolstadt Christian Hoebusch
Bild: oh Christian Hoebusch, Initiator der Socialbar in Ingolstadt

Initiator der Ingolstädter Socialbar ist Christian Hoebusch, der Kreisvorsitzende der Grünen. Ihm ist wichtig, dass die Socialbar keine parteipolitische Veranstaltung ist. Sein Ziel sei schlicht, „verschiedenen Initiativen in Ingolstadt eine Plattform zu bieten, ihr Projekt darzustellen und ins Gespräch mit anderen Leuten zu kommen.“ So könnten sie Unterstützer und Helfer finden.

Um eines geht es dabei nicht: Geld. Zumindest nicht direkt. So sammelt der von Eichstätter Studenten gegründete Verein „Live for Life“ nicht in erster Linie Spenden, sondern führt Benefiz-Aktionen durch, wie zum Beispiel Volleyball-Turniere, Konzerte oder Ausstellungen. Mit den Einnahmen dieser Aktionen werden dann aber natürlich doch konkrete Hilfsaktionen unterstützt, derzeit der Verein Sonnenenergie für Westafrika, der mit Hilfe von Solartechnik die Lebensbedingungen in Burkina Faso verbessern will.

(…)

Wissenskonstruktion in Ingolstadt.

Resume Als Aktionsforscher sehe ich meine Aufgabe darin, das Handlungsfeld, in dem ich mich bewege, zu optimieren. Mein aktuelles Handlungsfeld ist Ingolstadt.

1. Ausgangspunkt

Meine Intention habe ich bereits an anderen Stellen (z.B. hier) beschrieben. Es geht darum, durch Vernetzung von Gruppen, die untereinander gegenwärtig noch wenig Kontakt haben, Potenziale freizulegen, die kollektiv an der Lösung von Problemen arbeiten. Das Modell ist das Gehirn mit seinen Milliarden von Neuronen. Nun gibt es 125.000 Ingolstädter Bürger, keine Milliarden also, aber genug, um gute Problemlösungen zu generieren, wenn sie zusammenarbeiten. Ich unterscheide a) die empirische Ebene, also das Feld, in dem Probleme entstehen, b) die Reflexionsebene, auf der versucht wird, Lösungen (also Wissen) zu erzeugen und c) die Umsetzungsebene, auf der das neue Wissen diffundiert wird.

2. Die empirische Ebene

Die empirische Ebene ist die Stadt in ihrer Ganzheit. Da ich als einzelner keine Evaluation aller Probleme leisten kann, konzentriere ich mich auf ein Segment. Ich versuche in die Problematik von „Migrantenvereinen'“ einzudringen und den anderen Ingolstädter Einwohnern aufzuzeigen. Durch mehr Wissen entsteht mehr Verständnis und mehr Hilfsbereitschaft. Wenn Leiden vorhanden ist, kann es durch entsprechende Haltungen vermindert werden. Das  geschieht im Rahmen des Projektes „Die Ingolstädter Brückenbauer„.  Dabei möchte ich ausdrücklich hervorheben, dass die Arbeit mit Migrantenvereinen nicht problemlastig ist, ganz im Gegenteil! Es macht sehr viel Spaß, mit diesen Vereinen zu arbeiten. Aber wenn es ein „Problem“ bei der Integration gibt, dann soll es erkannt und angegangen werden.

3. Die Reflexionsebene

Per Zufall bin ich auf die Idee gekommen, Philosophiekurse anzubieten. Zwei Kurse an der Volkschochschule, zwei im Bürgerhaus und ich bin auch online in zwei Gruppen unterwegs. Nun offerieren die Philosophen mit ihrer Unmenge an – teilweise ganz absurden – Modellen, einen wunderbaren Fundus an Denkinstrumenten mit denen man auch reale Alltagssituationen angehen kann.  Was ist naheliegender, als die Teilnehmer der Philosophiekurse zu bitten, die Denkmuster, die wir beim Studium der Philosophie erwerben, am Beispiel der aktuellen Kommunalpolitik einzuüben und dabei auch Problemlösungen zu erarbeiten?

4. Die Diffusionsebene

Das Ergebnis dieser Reflexionen versuche ich, bei den Ingolstädter Grünen einzuspeisen. Selbstverständlich sammeln die Grünen selbst auch Denkstoff in ihrer politischen Alltagsarbeit. Auf diese Weise sind die Grünen ein Ort intensiver Reflexion mit der Generierung von Problemlösungen. Meine Aufgabe sehe ich vor allem darin, Stoffe, die den Grünen nicht prioritär präsent sind, mit Nachdruck zur Wissenskonstruktion und -diffundierung zu empfehlen.

Fazit Es wird die Stadt als permanenter Problemlieferant in den Fokus genommen, es wird über die Probleme intensiv reflektiert und die Ergebnisse dieser Reflexion werden diffundiert. Und alle drei Ebenen greifen ineinander.

Türkischer Kultur- und Bildungsverein Ingolstadt.

Resume Im Rahmen meiner Aktivitäten als „Projektleiter“ der Ingolstädter Brückenbauer traf ich gestern den Vorsitzenden des Türkischen Kultur- und Bildungsvereins, Arslan Cakli.

1. Ausgangspunkt

Der Verein heißt noch „Elternverein der deutschen und türkischen Schulen“, wird aber am kommenden Sonntag voraussichtlich den Namen ändern. Er wurde 1978 gegründet mit der Absicht, die schulische Integration der nach Deutschland eingewanderten türkischen Schüler zu fördern. Gegenwärtig sind 60 Mitglieder eingetragen, davon arbeiten 20 aktiv mit.

2. Perspektiven

Vor zwei Monaten wurde ein neuer Vorstand gewählt, der sich vorgenommen hat, die kulturellen Aktivitäten zu forcieren und mit entsprechenden Angeboten stärker in die Öffentlichkeit zu treten. Die betrifft insbesondere die Musik, aber auch Literatur, Theater und sonstige bildungsförderliche Unternehmungen. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der Sprachförderung, sowohl im Bereich der Muttersprache als auch des Deutschen und Englischen. Im Hinblick auf die Öffentlichkeit hat der sehr dynamische, neugewählte Vorstand mit seinem Team intensiv an der Vorbereitung der Veranstaltung „Miteinander International“ am kommenden Freitag in der VHS-Ingolstadt mitgewirkt.  Ferner ist ein internationales Kinderfest am 8.Mai 2011 geplant.

Fazit Eine neue, dynamische Gruppe, die wir nach Kräften unterstützen werden.

Thailändischer Verein Ingolstadt: auf Erfolgskurs.

Resume Der thailändisch-deutsche Familienverein wurde 2009 gegründet. Gestern saß ich bei dem Fest „East meets West“. Viele Gäste waren gekommen, darunter auch Filipinos, Vietnamesen, Chinesen und Mongolen.

1. Ausgangspunkt

In Ingolstadt gibt es eine kleine thailändische Community hauptsächlich aus  Thailänderinnen und ihren deutschen Ehemännern. Wie viele anderen Migrantengruppen haben sie einen Verein gegründet, um sich zu treffen und die aus der Heimat mitgebrachten Bräuche zu pflegen. Natürlich sind Gäste willkommen und sie werden entsprechend der enormen Freundlichkeit dieser Gruppe sehr herzlich behandelt, wie ich bei früheren Einladungen feststellen konnte. Als Brückenbauer möchte ich mich behilflich zeigen und fragte gestern, ob angesichts der tollen Stimmung und des großen Zulaufs überhaupt so etwas wie Probleme vorlägen und Hilfe gewünscht sei.

2. Ein Problem: das Image. Aufklärung tut Not!

Thailändische Frauen und auch ihre Männer leiden darunter, dass das Image ihres Herkunftlandes durch die Sexindustrie geprägt wird. Aufgewachsen in einer Kultur, die dem Einzelnen wenig Raum zur Selbstbehauptung lässt, gehen sie das Image-Problem nicht offensiv an und bleiben lieber zu Hause, als dass sie sich in eine Öffentlichkeit begeben, die sie und ihre Familie in den oben erwähnten Kontext stellen. Thailand ist ein Schwellenland mit vielfältigen Ressourcen und hoher Dynamik, das nicht vedient hat, einseitig mit der Sexindustrie assoziert zu werden. Eine wichtige Aufgabe wäre für uns (Brückenbauer, Parteien, Sozialaktive), die Ingolstädter Bevölkerung auf dieses Phänomen, das viel Leid verursacht, eindringlich hinzuweisen.

3. Die Expansion des Vereins

Dank des bewundernswerten Einsatzes der Vereinsmitglieder, insbesondere der Vorsitzenden Frau Nancy Malich und ihres Mannes, expandiert der Verein derart, dass die Statute verändert werden müssen, denn es gesellen sich weitere Volksgruppen wie Filipinos, Vietnamesen, Chinesen und Mongolen. In Ingolstadt entsteht also ein Verein, der die hiesigen Asiaten integrieren könnte. Auch Inder sind willkommen, aber da die Treffen und Feste eine wichtige kulinarische Komponente enthalten, stellt sich das Problem des Fleischangebotes, denn Inder sind nicht selten Moslems, die bekanntlich kein Schwein essen. Zu den Mongolen: in Ingolstadt leben zwei Mongolenfamilien. Eine habe ich gestern kennengelernt: sie sind Musiker und haben uns in vollem mongolischen Kostüm diverse Stücke aufgeführt, mit Gesang. Hier ihre Homepage. Der Verein bietet ab heute 17:00Uhr Kochkurse an!

Fazit Es lohnt sich, den den Feiern des thailandisch-deutschen Familienvereins zu gehen. Man trifft auf sehr herzliche Menschen und lernt eine Menge dabei!

Gute Alltagsstrukturen.

Aus  Twitter und Facebook:

(…)

9:15Uhr

  •  

    sehr zufrieden mit alltagsstrukturen: mehrmals in der woche mit diversen gruppen über #glück #tugend #wahrheit #ingolstadt intensiv sprechen

9:00Uhr

8:45Uhr

  • ‎“Die Welt der Wissenschaft ist beileibe nicht so rein, wie sie nun in der Plagiatsaffäre tut“. (Tanjev Schultz in der SZ).

8:00Uhr

  • heute in der sz: sehr guter artikel von t. schultz: „Eitle Exzellenzen“.

(…)

Philosophie im Alltag: der Klettergarten.

Resume Natürlich liegt die Aufgabe der Philosophie nicht darin, direkte Handlungsempfehlungen für den Alltag zu liefern. Indirekte aber vielleichst schon.

Im Ingolstädter Stadtrat wird unter anderem die Frage verhandelt, ob ein gewerblicher Klettergarten, der ohne Baugenehmigung von einem Bürger eingerichtet wurde, nachträglich zugelassen werden soll oder nicht. Die Meinungen sind kontrovers, insbesondere wird damit argumentiert, dass an vielen Orten Schwarzbauten unbeanstandet stehen. Es wird auch angeführt, dass der Klettergarten an dieser Stelle das Ingolstädter Freizeitangebot bereichert. Gegen die Beibehaltung des Klettergartens sind die angrenzenden Kleingärtner. Frage ich Sokrates, so muss ich die Einhaltung des Gesetzes einfordern und gegen den Klettergarten plädieren. Frage ich Kant (kategorischer Imperativ), so kann ich nicht wollen, dass die Maxime des Handelns des Klettergartenbetreibers zu einem allgemeinen Gesetz wird, also dass alle zunächst bauen und erst danach, wenn dies beanstandet wird, sich um eine Genehmigung bemühen.

Auf diesem Hintergrund votiere ich gegen den Klettergarten.

Fazit Die Auseinandersetzung mit philosophischen Begriffen und Positionen kann zur Präzisierung des eigenen ethischen Gerüstes führen.

Für die Teilnehmer des VHS-Philosophie-Kurses Mi.16:00Uhr

Resume Das Wissen in unserer Gruppe wächst auf beeindruckende Weise (finde ich). Insbesondere bringen die Teilnehmer ihr Spezialwissen ein, was uns als Gruppe sehr bereichert. Noch eine kleine Anstrengung, und alles mündet in Blogs…:-))

1. Ausgangspunkt

Im letzten Semester haben wir einen „Durchzieher“ durch die Philosophiegeschichte vollzogen, so dass wir die wichtigsten Positionen schön memoriert haben. Wir wissen recht gut, was Platon mit seinem Reich der Ideen meint, was die Rationalisten über Erkenntnis denken und warum Kant „Raum, Zeit, Kausalität“ als Brille bezeichnet. In diesem Semester befassen wir uns mit einzelnen Themen und fragen, was Aristoteles, Augustinus, Stuart Mill und Schopenhauer unter „Glück“ verstehen, oder unter „Freiheit“, „Gerechtigkeit“ und Gleichheit… Bei allen diesen Themen haben Sie sich, liebe Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit großem Engagement sachkundig gemacht und ihr Wissen in die Gruppe eingespeist. Sehr bereichernd ist auch, dass Sie Ihr Spezialwissen  einbringen. So wurden wir detailliert über Body-Modification informiert, aber auch über die Entwicklung des Museums Konkrete Kunst in Ingolstadt und wir werden demnächst mehr über das Konzept der „Identität“ erfahren. Dadurch erweitern wir unser Horizont ganz mächtig.

2. Blogs?

Wenn Sie den Aufbau Ihres Wissens im Rahmen eines Blogs dokumentieren würden, hätte es den großen Vorteil, dass wir als Teilnehmer des Kurses jederzeit auf das zurückgreifen könnten, was Sie uns in einer Sitzung vorgestellt haben. Ich denke beispielsweise an G.F. (:-)), der sich im letzten Semester sehr intensiv mit Augustinus, Hegel, Heidegger befasst hat und in diesem Herbst mit dem Kapitel „Sinn des Lebens“ im Buch von David Precht, neulich mit der Relativitätstheorie und demnächst mit dem Begriff „Freiheit“!  Wenn alle diese Inhalte in einem Blog festgehalten würden, wäre es einen Wissensbank, auf die wir stets zurückgreifen könnten… Würde jeder/jede Teilnehmer/in einen Blog führen, würden wir zum Aufbau gesellschaftlichen Wissens beitragen…

Fazit Das war nur eine Idee…:-)))