Interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung

Antrag der Stadtratsfraktion der Ingolstädter Grünen vom 14.02.2012

„Live for Life“ in der Ingolstädter Socialbar!

Aus dem Donau Kurier:

Socialbar: „Weltverbesserer“ vernetzen

Ingolstadt (dk) Initiativen eine Plattform bieten und ihre Macher zusammen bringen – das sind die Ziele der Socialbar Ingolstadt. Am Montag hat die Veranstaltung erstmals stattgefunden. Die Initiativen „Live for Life“, „Künstler an die Schulen“ und die Künstlerkommune Ingolstadt präsentierten sich gut 30 Zuhörern.

Erste Socialbar in Ingolstadt (3:15)

„Hier geht’s ja ums Weltverbessern – da sind die Piraten natürlich dabei“, sagt Benedikt Schmidt. Unrecht hat der Vorsitzende der Piratenpartei in Ingolstadt nicht. Viele der Anwesenden im Café Coffee Fellows an der Donaustraße bezeichnen sich selbst leicht spöttisch als „Weltverbesserer“. Sie sind politisch in verschiedenen Parteien aktiv, zum Beispiel bei den Piraten, in der SPD oder bei den Grünen. Doch alle eint, dass sie sich interessieren für Initiativen und Projekte in und um Ingolstadt.

Socialbar Ingolstadt Christian Hoebusch
Bild: oh Christian Hoebusch, Initiator der Socialbar in Ingolstadt

Initiator der Ingolstädter Socialbar ist Christian Hoebusch, der Kreisvorsitzende der Grünen. Ihm ist wichtig, dass die Socialbar keine parteipolitische Veranstaltung ist. Sein Ziel sei schlicht, „verschiedenen Initiativen in Ingolstadt eine Plattform zu bieten, ihr Projekt darzustellen und ins Gespräch mit anderen Leuten zu kommen.“ So könnten sie Unterstützer und Helfer finden.

Um eines geht es dabei nicht: Geld. Zumindest nicht direkt. So sammelt der von Eichstätter Studenten gegründete Verein „Live for Life“ nicht in erster Linie Spenden, sondern führt Benefiz-Aktionen durch, wie zum Beispiel Volleyball-Turniere, Konzerte oder Ausstellungen. Mit den Einnahmen dieser Aktionen werden dann aber natürlich doch konkrete Hilfsaktionen unterstützt, derzeit der Verein Sonnenenergie für Westafrika, der mit Hilfe von Solartechnik die Lebensbedingungen in Burkina Faso verbessern will.

(…)

Gute Alltagsstrukturen.

Aus  Twitter und Facebook:

(…)

9:15Uhr

  •  

    sehr zufrieden mit alltagsstrukturen: mehrmals in der woche mit diversen gruppen über #glück #tugend #wahrheit #ingolstadt intensiv sprechen

9:00Uhr

8:45Uhr

  • ‎“Die Welt der Wissenschaft ist beileibe nicht so rein, wie sie nun in der Plagiatsaffäre tut“. (Tanjev Schultz in der SZ).

8:00Uhr

  • heute in der sz: sehr guter artikel von t. schultz: „Eitle Exzellenzen“.

(…)

Direkt vor dem Durchbruch!:-))

Resume Im Laufe meines Lebens dachte ich immer wieder, ich stehe „direkt vor dem Durchbruch“!:-) Auch jetzt, seitdem Lanig Garo mein anthropologisches Modell aufgegriffen und durchdrungen hat!

1. Die Historie meines „Menschenkonstruktes“

Das „Lernerkonstrukt“ habe ich 1985 als anthropologisches Fundament für die Methode Lernen durch Lehren entwickelt.  Seitdem – also seit 25 Jahren – habe ich es überall vorgestellt. Alle Studenten und Kollegen, die LdL rezipiert haben, befassten sich mit meinem Menschenkonstrukt und benutzten es als Grundlage für ihre weiteren Überlegungen. Der „Durchbruch“ war es nicht!

2. Und jetzt

Ganz per Zufall traf ich vor ein paar Monaten auf Lanig Garo.  Lanig ist Ingenieur und alles andere als ein Träumer. Wie es seine Art ist, befasste er sich zunächst mit Skepsis aber großer Gründlichkeit mit meinem Modell und fand es als Instrument für die Selbstreflexion und die Planung künftiger Gesellschaftsstrukturen sehr nützlich. Allerdings betonte er, dass man längere Zeit braucht, bevor man den Wert des Modells in seiner Tiefe erkennt. Und die Zeit hatten sich bisher kaum Menschen genommen. Lanig geht systematisch vor und hat schon einmal das Menschenkonstrukt für die Homepage der Ingolstädter Grünen beschrieben. Dann hat er angefangen, einen eigenen Blog (leider auf französisch) zu gestalten und hat gleich das anthropologische Modell vorangestellt.

Parallel dazu wurde ich eingeladen, auf dem Bundestreffen der Piraten in Kassel mein Menschenkonstrukt vorzustellen. Und zu meiner Verblüffung und Freude griffen einige maßgebliche Leute das Modell auf und werden es auf dem Bundesparteitag in Chemnitz für das Präambel vorschlagen.

Fazit Wieder einmal stehe ich direkt vor dem Durchbruch! Wie ein Durchbruch ist, habe ich noch nie erlebt. Ich bin echt gespannt!

Warum ein Menschenbild? (Michaels zentrale Passage)

#10 Michael 2010-10-26 10:22
Ergänzend und vielleicht auch zum Bedenken noch einige Gedanken von mir, warum es so wichtig ist, das Menschenbild in der Politik und Gesellschaft explizit zu diskutieren. Da unser individuelles und kollektives Menschenbild unsere Wahrnehmung und Entscheidungen maßgeblich beeinflusst, ist es integraler Bestandteil des politischen Prozesses. Wir sehen die Auswirkungen des Menschenbildes ja gerade in der Integrationsdebatte. Den Äußerungen der Sarazins, Seehofers und Merkels liegt ein deutlich anderes Menschenbild zu Grunde als den Cohn-Bendits und den Gabriels. In diesem Bereich werden die unterschiedlichen Menschenbilder nicht explizit, sondern implizit verdeutlicht und machen eine sachliche Diskussion schon deswegen so schwer. Der hier vorgestellte bedürfnisorientierte Ansatz kann ein Instrument sein, um diese Differenzen zu veranschaulichen und die Implikationen für die Politik und Gesellschaft deutlich machen.“

Quelle: Menschenbild: neues Werkzeug für die Ingolstädter Grünen

Die Basisdemokratie und die Piraten.

Resume Immer schon dachte ich: wenn man technische Verfahren erfindet, um die Meinung der Bürger bei Entscheidungen einzuholen, werden die basisdemokratisch eingestellten Parteien – wie die Grünen – diese sofort einsetzen. Es kam aber anders…

1. Ausgangspunkt

Bekanntlich waren die Grünen bei ihrem Entstehen am Ende der siebziger Jahre radikal basisdemokratisch eingestellt. Sie wollten das Wissen und die Meinung der Bürger möglichst flächendeckend, permanent und bei jeder Entscheidung einbeziehen. Allerdings fehlten damals die technischen Möglichkeiten und auf basisdemokratische Strukturen – beispielsweise das Rotationsprinzip – wurde schrittweise verzichtet.

2. Die Piraten: von der Technik zur Politik

Verblüffend ist festzustellen, dass am Ende nicht eine Partei die basisdemokratischen Potentiale des Internets erkannt hat, sondern Menschen, die a priori nicht an Politik interessiert waren. Es waren Technikfreaks, die sich als Reaktion auf eine politische Maßnahme politisiert und die Möglichkeiten der ihnen vertrauten Technik für kollektiven Widerstand eingesetzt haben!

3. Aktuelles Beispiel: die Erstellung des piratigen Menschenbildes

Hier wird gerade das (von meinem Menschenbild inspierierten!:-)  Menschenkonstrukt erstellt, das als Präambel in das Grundsatzprogramm der Piraten eingehen soll:

Antrag: Piratiges Verständnis des Menschen – Antrag für das Grundsatzprogramm

Entstehung und Diskussion: Piratenpad: Menschenkonstrukt

Jeder kann mitdiskutieren, auch Nicht-Piraten!

4. Und die Grünen?

Die Grünen schlafen nicht! Sie sind im Gegenteil hellwach und lassen sich aus allen Quellen inspirieren! Eine strenge Trennung zwischen den Parteien wird es auf Dauer sowieso nicht geben. Das Internet führt uns in eine ganz offene Demokratie, wo jeder sich an verschiedenen Quellen bedient und mit unterschiedlichen Gruppen punktuell – projektbezogen – kooperieren kann.

Fazit Uns wird das alles noch viel Spaß machen!

Bürgerpartizipation?

Resume Heute erschien im Donaukurier ein sehr schöner Artikel über mich, als role Model für Senioren. Was mache ich damit?

1. Ausgangspunkt: der DK-Artikel

Ein Netzbürger der ersten Stunde

Bild: Ein Netzbürger der ersten Stunde . Ingolstadt Ingolstadt  (DK) Viele Menschen fallen in ein Loch, wenn sie in den Ruhestand  treten. Manche gehen Angeln oder in den Schützenverein. Nicht so  Jean-Pol Martin. Er ist auch im Ruhestand genauso umtriebig wie zuvor.  Einen großen Teil seiner Zeit verbringt er im Internet.

Ingolstadt (DK) Viele Menschen fallen in ein Loch, wenn sie in den Ruhestand treten. Manche gehen Angeln oder in den Schützenverein. Nicht so Jean-Pol Martin. Er ist auch im Ruhestand genauso umtriebig wie zuvor. Einen großen Teil seiner Zeit verbringt er im Internet.

Foto: Uli Rössle

Jean-Pol Martin, Didaktikprofessor der Universität Eichstätt, wusste, dass er auch nach seiner Pensionierung 2008 seinen beachtlichen Aktivitätslevel zumindest halbwegs halten wollte: „Ruhestand bedeutet, du kannst im Bett bleiben und es passiert nichts. Für Leute, die wie ich ihr ganzes Leben aktiv waren, ist das dramatisch. Ich dachte mir, du machst alles, was geht.“ Denn nach Martins Lebensphilosophie ist ein Mensch glücklich, wenn er sozial sinnvoll aktiv ist, wenn er in dem Feld, auf dem er gut ist, tätig ist und sich neue Felder erschließt.  Fortsetzung der DK-Artikels

2. Cum grano salis

Der Artikel ist wunderbar und es wirkt, wie wenn jede Initiative von mir zum Erfolg führen würde und ich mich vor Aufträgen nicht retten könnte. Das ist nicht der Fall. Zum Beispiel steht im Artikel, dass ich mich bei Bürgerbegehren engagiere. Das ist zwar meine Absicht und ich sammle gelegentlich auch Unterschrifen in der Fussgängerzone, aber mit meinem Vorschlag, einen Blog für die jeweilige Initiative zu erstellen, stoße ich kaum auf Resonanz. Das Motto Partizipation durch Internetnutzung muss sich erst verbreiten und durchsetzen.

3. Heute ab 17:00Uhr im Grünen-Büro

Heute sitze ich ab 17:00Uhr im Grünen Büro und bin sogar mit zwei Bürgern verabredet. Es geht darum, dass HartzIV-Empfängern, die Schwierigkeiten haben, ihr Recht bei der Verwaltung einzuklagen und durchzusetzen, geholfen wird.  Wir werden über diesen Fall einen Blog erstellen. Ich denke solche Aktivitäten sind sinnvoll und zeigen den Weg zu einer intensiveren Bürgerpartizipation mithilfe von neuen Medien.

Fazit Dranbleiben, dranbleiben, dranbleiben. Ein bisschen was geht immer!:-))