Stadtführung: Die Ingolstädter Stadträtin Petra Kleine sagt…

Petra Kleine Ingolstadts Geistesgeschichte im Fokus – en gros und en detail. ganz herzlichen Dank an Dich Jean-Pol Martin – ich hatte ungeheuer großes Lernvergnügen und unerwartet viele Aha- Effekte. Gut ausgewählt und präsentiert und die Zufallsgemeinschaft bei der Führung war höchst vergnüglich für mich. DANKE!

Stadtführung: Der Ingolstädter Stadtrat Christian Lange meint…

Christian Lange Herzlichen Dank an Jean Jean-Pol Martin – es war ein Genuss, ein Erlebnis und ein spannender Einblick in die Zusammenhänge der Epochen Ingolstädter Geschichte. Fazit für mich: die Geisteswissenschaft ist die Klammer dieser Epochen. Sehr viel gelernt !!! Eine sehr empfehlenswerte Führung durch die Stadtgeschichte.

Georgianum: mein Leserbrief für den Donaukurier mit der Bitte um Abdruck!:-)

Ingolstadt Hochburg des Humanismus? Wer weiß das schon?

Jean-Pol Martin

Ich  lebe seit 34 Jahren in Ingolstadt, war beruflich tätig in Eichstätt im Bildungsbereich und habe noch nie gehört, dass unsere Stadt kulturell interessant sei. Erst nach der Pensionierung, als ich bei den Grünen reaktiviert wurde, erfuhr ich vieles über unsere Schätze im Zusammenhang mit der Gießereigelände-Diskussion und mit der Renaturierung des Bayernoil-Areals. Auf diesem Hintergrund entwickelte ich das Modul „Ingolstadt-Expertise“ für Schüler „mit Migrationshintergrund“ mit der Absicht, ihnen die Stadt näherzubringen im Hinblick auf eine noch stärkere Integration. Dabei war mir Herr Dr.Lösel als Integrationsbeauftragter sehr hilfreich.  Was mich allerdings verblüffte, war dass unsere Schüler nach einem kurzen Crashkurs vielmehr über die Stadt wussten als unsere Ur-Ingolstädter. Die Schüler waren begeistert, in einer Stadt zu leben, die seit dem Mittelalter so wichtig für Bayern war! Dass wir sogar Hauptstadt waren, darüber können wir stolz sein!
Nur: wo können wir uns vertraut machen mit dieser beeindruckenden Vergangenheit? Wir waren eine Hochburg des Humanismus! Nicht nur: die Jesuiten hatten Ingolstadt zur zentralen Ausbildungsstätte ihres Nachwuchses in Deutschland gemacht. Von hier aus gingen Astronomen, Kartographen, Mathematiker nach China und waren hochgestellte Persönlichkeiten am Hof! Adam Freiherr von Ickstatt, der Aufklärer und Erneuerer des Hochschulwesens in Bayern wurde nach Ingolstadt geschickt, um von dort aus zu wirken.
Wir brauchen einen Ort, wo wir überschaubar und zügig darüber informiert werden. Natürlich haben wir das hervorragende Stadtmuseum. Aber dort kann der Schwerpunkt nicht ausschließlich auf die Geistesgeschichte gelegt werden! Das Georgianum ist die richtige Stätte. Und dieser Überblick sollte in Verbindung mit der Geschichte des Buchdrucks in Ingolstadt verknüpft werden. Unsere Denker mussten ihr Wissen verbreiten. Die Bücher waren das Instrument dazu! Die Ingolstädter Buchdrucker waren berühmt und Meister ihres Faches. Das ist nicht erstaunlich, denn unsere Universität war die einzige in Bayern bis 1800. Wo sollten unsere Professoren ihre Werke drucken lassen?