Viel flow => Glück!

Gestern wurde ich in unserem Kurs „Philosophie für Senioren“ gefragt, was ich unter Glück verstehe.

Hier aus meinem „Menschenbild„:

Flow

(Gefühl des Fließens, Gefühl des Aufgehens in der Handlung)

  1. Unbekannte Felder betreten, Neues entdecken;
  2. Situationen mit offenem Ausgang, für die man die Verantwortung trägt;
  3. Problem lösen, hohe Anforderungen bewältigen;
  4. Ausschöpfen der eigenen Ressourcen;
  5. Gefühl der Selbstentgrenzung;
  6. Kontrolle über das eigene Handeln und das Umfeld.

Je mehr solche Erlebnisse, desto glücklicher! Daher sollte man für sich und seine Mitmenschen aktiv Strukturen schaffen, in denen man Flow erleben kann. Als Lehrer, Unternehmer, Künstler, Sportler, Projektleiter erlebt man immer wieder intensiv Flows! Allerdings Vorsicht: Flow macht süchtig!

Das kleine Energie-Video. Für Antony Crossley.

Resume Antony Crossley hat mich vor einiger Zeit gebeten, ein kleines Video über meine Auffassung von „Energie“ zu erstellen. Er will es morgen in seiner Veranstaltung zeigen.

1. Anthropologische Voraussetzungen

An anderer Stelle habe ich bereits ausgeführt, dass eine wesentliche Eigenschaft „erfolgreicher Problemlöser“ das explorative Verhalten sei. Exploratives Verhalten ist mit Risiken und Anstrengungen verbunden, man muss Hürden überwinden. Wenn die Aktionen allerdings gelingen, werden wir mit „Kicks“ (Flow) belohnt. Diese Belohnungen müssen sein, denn sonst würden wir in Passivität verharren und bald nicht mehr lebensfähig sein. Um sich aber zum Handeln aufzuraffen, braucht man Energie.

2. Woher beziehe ich meine Energie?

Als ich noch als Hochschullehrer und am Gymnasium aktiv war, wurde ich immer wieder gefragt, woher ich meine Energie beziehe. Und meine Antwort war stets dieselbe: von den Schülern, den Studenten und den sonst an meiner Arbeit Interessierten. Da ich meine Arbeit stets als Projekt strukturierte, war ich auf die Unterstützung der Teilnehmer angewiesen. Wenn sie sich mit meinen Zielen identifizierten, brachten sie mir Zuspruch, intensive Mitarbeit und emotionale Zuwendung. Das waren die Energiebausteine, aus denen ich meine Kraft bezog. Noch mehr: das Ziel, gemeinsam anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen, zwang uns, in uns selbst alle vorhandenen Energien zu mobilisieren um auftretende Schwierigkeiten zu überwinden. Belohnt wurden wir durch permanenten Flow. Heute hole ich sehr viel Energie aus dem Netz. Schon in der Früh, bei meinem ersten Griff zu Twitter, erfahre ich Zuwendung, Motivation und Ansporn. Ich erhalte kleine oder größere Aufträge, wie beispielsweise den, einen Beitrag über „Energie“ für einen Kommunikationspartner zu erstellen.

Fazit  Wenn es mir gelingt, relevante Projektziele auszumachen und einer Gruppe anzubieten, schenken mir die Teilnehmer ihre Energie, damit wir gemeinsam das Ziel erreichen.