Zur Entstehung des Wissenscontainers „Seniorenblog“

Resume Vor einigen Jahren hatte ich den Begriff „Wissenscontainer“ eingeführt um Wissensbausteine zu bezeichnen, die in einer konkreten Problemsituation entstehen. Jetzt wird gerade ein Container zum Thema Seniorenblog aufgebaut.

1. Der Wissenscontainer „New York“

Anfang 2000 habe ich einen Wissenscontainer über New York erstellt, und das ging so: ich kannte New York nicht und habe auf einem Forum angekündigt, dass ich dahin fliegen möchte und eine Community suche, um mich zu beraten und unterstützen. Besonders unter dem Impuls von Claudius Konrad kam eine ganze Fülle von Ratschlägen, Tipps und sonstigen Hilfen, die als ganz originelles New-York Führer gesammelt werden konnten. Das war ein „Wissenscontainer“ zu New York.

2. Der Wissenscontainer „Seniorenblog“

Wie im Fall meiner New York Reise, bei der ein Problemraum definiert, kollektiv angegangen und Wissen gesammelt wurde, ist auch hier ein Problemraum definiert worden: wie motiviere ich Senioren, sich einen Blog anzulegen und zu pflegen? Ich musste:

a) eine Gruppe finden

b) die aufkommenden Probleme beschreiben

d) Menschen im Netz ansprechen, die mir Wissen zur Verfügung stellen

e) dieses Wissen horten und als Wissenscontainer zugänglich machen.

Dieses Wissenscontainer lässt sich auf der Basis der Blogeinträge und Kommentare unter: „Jetzt ganz behutsam“ und „Anntheres: was bloggen für Senioren bedeuten kann“ zusammenstellen.

Fazit: Wenn du einen Wissenscontainer erstellen willst, begebe dich in eine Problemsituation, beschreibe die Probleme und bitte um Hilfe. Du wirst Wissen geschenkt bekommen, den du speichern und zur Verfügung stellst.

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Rohstoff Senioren.

Resume Aufgrund meiner Erfahrungen mit meinem Kurs im Rahmen des Seniorenstudiums in Ulm stelle ich fest: „Da ist noch viel Musik drinnen!“

1.Wissensgesellschaft: Seniorenwissen bergen. Wo liegen die Hürden?

Ältere Menschen verfügen, dies festzustellen ist trivial, über enorme Wissens- und Erfahrungsressourcen. Auch dieses Wissen gehört zum „Rohstoff Geist“. Wie kommen wir an dieses Wissen ran? Wo liegen die Hürden? Zunächst meinen ältere Menschen, dass ihre Erfahrungen wertlos sind. Sie erkennen nicht den Nutzen ihres Wissens für die Gesellschaft. Ferner sehen sie nicht, wie sie ihr Wissen verfügbar machen können. Sie kennen zwar das Internet, aber sie glauben, dass die Technik zu kompliziert für sie ist. Schließlich trauen sie sich nicht, forsch nach vorne zu preschen, sondern, da sie in einem autoritätsorientierten Paradigma aufgewachsen sind, wollen sie sich bei Autoritäten immer wieder absichern.

2. Ältere Menschen über kommunikative Tools befreien

Die Aufgabe ist ganz einfach: innerhalb kurzer Zeit sind die Senioren in der Lage, einen Blog zu gestalten. Sie brauchen einen technischen Support, und wenn sie diesen haben, sind sie voller Motivation. Schnell merken sie, dass sie frei sind und völlig selbständig ihr Wissen weltweit zur Verfügung stellen können. Man muss ihnen nur zeigen, wo sie ihre Texte am wirksamsten einspeisen, z.B. in die Wikipedia. Das tun sie dann. Sie brauchen niemanden zu fragen, sie können tun! Exploratives Verhalten, no risk, so fun! Es kann nichts passieren! Das könnte, nein das MUSS zu einer Massenbewegung werden. Liebe Senioren, wir brauchen Sie! Rohstoff Geist! Und: für euch kann es zu einem wichtigen Entwicklungsschritt werden!

Fazit: Der Rohstoff Geist, den Senioren oft unbewusst und unbemerkt mit sich tragen muss erschlossen werden. Nichts geht leichter!

Liebe Ulmer,

heute haben  Sie Ihre Weblogs eingerichtet, um Ihre Gedanken und Texte in einem angemessenen, persönlichen Rahmen vorzustellen. Im Laufe der Zeit werden Sie einen passenden Hintergrund (vielleicht ein eigenes Foto) auswählen und ein paar weitere widgets benutzen, z.B. einen Tag-Cloud. Jeder/jede von Euch wird einen Text hochladen zu einem von ihm/ihr gewählten Thema. Die Entwürfe liegen ja bereits vor: z.B. der Bericht von Christel zur Begegnung in Rumänien, der Beitrag zu Essen + Trinken von Holger und der Eintrag von Barbara zur Reise nach Kursk. Alle diese Texte können vom layout verbessert werden (fette Überschriften, Absätze, Schrägschrift), sie können durch Fotos veranschaulicht und mit Links angereichtert werden. Auch Youtube-Videos kann man ohne großen Aufwand einbauen.

Man kann auch einen Text als Zitat markieren.

Ich werde wie angekündigt am nächsten Montag um 13.00Uhr wieder dabei sein und freue mich darauf, Ihre schönen Blogseiten anzusehen. Wir werden uns natürlich auch intensiver mit den Inhalten befassen.

Bis dann! Und ich hätte gerne von Ihnen (das war ja unsere Übung) einen kleinen Kommentar!

Tiefe Schichten im Menschen ansprechen.

Resume In der Fülle des Angebotes im Netz ist es unabdingbar geworden, schnell die richtige Auswahl zu treffen. Mit wem kann ich eine tiefere, fruchtbare Beziehung eingehen? Es sind drei Schritte.

1. Erster Schritt:  sofort die eigenen essentials offenbaren

Natürlich kommt es darauf an, welche Art von Beziehung man sucht. Wenn man beispielsweise an Austausch über Technik interessiert ist, muss man im Netz nicht gleich seine Philosophie offenbaren. Aber es wäre schade, wenn man twitter und blogs nur dazu benützen würde, kleine Tips auszutauschen. Ich sehe den eigentlichen Vorteil der virtuellen Welt darin, dass man tiefe (Projekt)-Beziehungen mit Menschen eingehen kann, die man real nie hätte treffen können. Nicht nur, weil sie geographisch entfernt sind, sondern auch, weil sie – selbst wenn sie in derselben Stadt leben – in der Hetze des Alltags nie die Zeit hätten, sich mit einem real und in der Tiefe zu befassen. Da ich auf der Suche nach solchen Beziehungen bin, muss ich selbst sofort das, was mein Leben steuert und bestimmt, offenlegen. Nur so habe ich die Chance, die Leute an Land zu ziehen, die für künftige Projekte in Frage kommen. Wer mit meinem Menschenbild und meinen Metaphern nichts anfangen kann, wird das Weite suchen, zu seiner und meiner Entlastung.

2. Zweiter Schritt: sofort existentiell relevante Projekte anbieten

Wenn jemand sich auf mein Menschenbild einlässt und wir eine ausreichende Schnittmenge gefunden haben, können wir gleich Projekte angehen. Im Lehrermilieu ist es naheliegend, dass man sich mit unterrichtsoptimierenden Maßnahmen (Methoden oder Input von Inhalten) befasst und gemeinsam versucht, diese umzusetzen. Da diese Vorhaben stets die tiefste Dimensionen berühren (professionelles Selbstbild, Ethik) entsteht eine Beziehung, die gleich existentiellen Charakter gewinnt. Das bedeutet nicht, dass der/die andere für das eigene Leben von zentraler Bedeutung wäre, denn hier müssten die oberen Wesens-Schichten einbezogen werden (Alltagsleben, Familie, Ferien etc), aber sie sind Ansprechpartner für das, was einen im professionellen Bereich beschäftigt. Und das ist eine Menge.

3. Dritter Schritt: Nachhaltigkeit anstreben

Ist es gelungen, a) Konsens über ein Menschenbild mit entsprechendem Globalziel (z.B. „Weltverbesserung“) und gemeinsamen Metaphern zu erreichen, b) ein existentiell relevantes Projekt anzusteuern, so bleibt nur noch die Frage, wie lange diese Beziehung fortgeführt werden kann. Je länger die gemeinsame Erfahrung, desto größer das Vertrauen und die Effektivität der Zusammenarbeit. Twitter ermöglicht, dass man zahlreiche Menschen erreicht, Blogs ermöglichen, dass man diese Menschen existentiell anspricht. Und dann werden mit Hilfe von Mixxt-Plattformen und Wikis die Projekte durchgeführt. Je nachhaltiger, desto besser für die Stabilität der Beziehungen.

Fazit Viele Menschen ansprechen und gleich die essentials offenlegen, existentiell relevante Projekte anbieten und dann dranbleiben, ein Leben lang!:-)))

Neuer Resonanzraum: die Ingolstädter Grünen

Resume Paradigmenwechsel erfolgen dadurch, dass man von einem kohärenten System zu einem anderen kohärenten System übergeht. Alte Denkstrukturen werden gegen neue ausgetauscht. Dafür braucht man aber einen Resonanzboden.

1. Resonanzboden Universität

Als ich 1981 die Unterrichtsmethode Lernen durch Lehren (LdL) entwickelte, die aus meiner Sicht zahlreiche Probleme des Fremdsprachenunterrichts löste, wollte ich diese Technik in meinem Wirkungskontext, also der Universität, verbreiten. Die strukturellen Voraussetzungen sind nicht schlecht, denn der Resonanzraum ist überschaubar und schön geschlossen (kleine Gruppe von Spezialisten). Damals wusste ich aber nicht, dass in der Universität ganz andere Kräfte wirken. Die Absorbtionskarft, also die Trägheitsmomente des Systems Universität bewirken, dass jede Innovation sofort im Keim erstickt wird (Schwarzes Loch). Das stelle ich ohne jede Häme fest, denn letztlich ist es mir gelungen, LdL doch bekannt zu machen. Aber es gibt niemanden an der Universität, der ein Interesse hat, neue Ideen eines Kollegen (der immer auch ein Konkurrent ist) bekannt zu machen. Im Gegenteil, jeder Kollege ist bemüht, innovative Einfälle eines anderen totzuschweigen oder wenn es nicht geht, kleinzureden. Und ich nehme mich bei dieser Beschreibung nicht aus. Ich verfasste meine Dissertation über LdL und schrieb ein paar Artikel in angesehenen Zeitschriften, aber ohne nennenswerten Erfolg.

2. Das Schulwesen als Resonanzraum

Als nächsten Resonanzboden kam mir die Schule in den Sinn. Ein gewaltiges Vorhaben, denn im Gegensatz zu den kleinen universitären Zirkeln ist es sehr schwer, einen so großen Raum wie das Schulwesen in Resonanz zu bringen. Hier kämpft man gegen starke dissipative Kräfte (Entropie)! Dennoch: im Gegensatz zur Universität waren die Lehrer daran interessiert, meine Ideen zu verbreiten. Sie standen nicht in Konkurrenz zu mir sondern konnten in das Feld „Schule“ neue Konzepte einbringen und auf diese Weise Aufmerksamkeit für sich erreichen. Es gelang uns also, LdL im Kontext der Schule über Fortbildungsveranstaltungen bekannt zu machen. Angesichts der Weite des Resonanzraumes beanspruchte dieser Prozess natürlich sehr viel Zeit, etwa drei Jahrzehnte.

3. Zurück zur Universität: Ludwigsburg als Inputgeber

Im Laufe der Zeit konnte sich die Universität dem von außen einströmenden LdL-Input nicht mehr verschließen. Die Studenten, die im Rahmen von Schulpraktika von LdL gehört hatten, wollten auch an der Universität darüber informiert werden. Eine junge, weniger traditionsbelastete Generation von Didaktikern wuchs heran, die bereit waren, sich auch mit LdL zu befassen. Und seit einigen Monaten scheint es, dass tatsächlich durch die Initiative eines jungen Kollegen, der mit großer Wucht LdL redundant im universitären Kontext einbringt, an diversen Stellen in der Hochschule Resonanz entstehen könnte. Nachdrücklich möchte ich betonen, dass ich auch von Anfang an an der Universität von einzelnen Kollegen kräftigen Beistand erhielt, beispielsweise von Guido Oebel (Japan). Aber zur Erstellung von Resonanz musste eine kritische Menge von Kollegen erreicht werden.

4. Ein neuer Resonanzboden: Grüne Partei Ingolstadt

Einige Resonanzräume reichen nicht aus. Ich muss multipolar vorgehen. Dafür bieten sich politische Gruppen an, wenn sie für meine Ideen empfänglich sind.  Politische Gruppen wollen Aufmerksamkeit erregen und brauchen zündende Ideen und Themen. Im Gegensatz zu den geschlossenen universitären Zirkeln wollen politische Gruppen nach außen wirken. Ich habe Kontakte zur Grün-Alternative Szene in Ingolstadt behalten. Meine Kernbegriffe (Vernetzung, Gehirn, Neuron, Exploratives Verhalten, no risk-no fun, Weltverbesserung, Geschwindigkeit) scheinen gut anzukommen. Nun müssten die Hauptakteure diese Termini a) unter die Grünen selbst redundant einspeisen, bis eine grünen-interne Resonanz erzielt wird und b) redundant in die Bevölkerung einbringen. Da diese Konzepte lustbetont und „sexy“ sind, müsste sehr bald diese Terminologie auf dem Ingolstädter Markt unter Hausfrauen emergieren. Mal sehen…

Fazit Nachdem unsere Ideen die Resonanzräume „Schule“ und „Hochschule“ in Erregung gebracht haben, dürfte es nicht allzuschwer sein, die Resonanzräume „Ingolstädter Grünen“ und „Ingolstädter Politdiskussion“ in Wallung zu bringen.

Das LdL-Gehirn: die erste Wissenskonstruktionsmaschine

Resume Zwar werden die Probleme der Menschheit immer komplexer, aber das Problemlösepotential der Menschheit wächst entsprechend. Man sammelt schnell im Internet ein paar tausend Leute, constituiert sich zum Gehirn und geht das Problem an. Und das geht so:

1. Menschen als Neuronen, Kommunikationsplattformen als Gehirn

An anderen Stellen habe ich ausführlich beschrieben, dass man Menschen metaphorisch als Neuronen betrachten kann, die im Internet interagieren und kollektiv Problemlösungen erarbeiten. Dazu müssen sie bestimmte Verhaltensweisen automatisieren, die beschreibbar sind (siehe Neuronverhalten und Ressourcenorietierung). Damit die Kommunikation verläuft, muss man den Neuronen Tools anbieten, die sich am Nervensystem und am Gehirn orientieren.

2. Twitter, Blogs und Kommunikationsplattformen

Wesentlich für die kollektive Erarbeitung von Problemösungen ist die Vernetzung der Neuronen und die Geschwindigkeit der Interaktionen. Wenn also Menschen zusammenkommen und beschließen, gemeinsam an der Konstruktion von Problemlösewissen zu arbeiten, dann brauchen sie:

  • eine Plattform zu permanenten, stimmungsbetonten Interaktionen, wie es Twitter ermöglicht,
  • einen Ort zur individuellen, vertieften Reflexion, wie dieses in Blogs geschieht und
  • einen Ort der Integration aller Aktivitäten zur Erreichung des gesetzten Ziels, wie es Mixxt-Plattformen bieten.

3. Die LdL-Kommunikationsplattform

  • Wozu ein LdL-Gehirn? Der Paradigmenwechsel in der Gesellschaft verlangt eine völlige Veränderung der Lernformen. Die Methode Lernen durch Lehren bietet ganz neuartige Settings für Schule und Hochschule. Es besteht also einen Bedarf an mehr Wissen über die Methode LdL als Problemlösung für den relevanten Bereich „Bildungssystem“
  • Woher kommen die Neuronen? Die Neuronen wurden weitgehend durch die Aktivitäten des Ludwigsburger Juniorprofessors Christian Spannagel rekrutiert. Ferner haben sich eine ganze Reihe von Personen angemeldet, die teilweise seit mehreren Jahrzehnten mit der Methode LdL verbunden sind, beispielsweise weil sie mit mir von Anfang an an der Entwicklung und Verbreitung von LdL mitgearbeitet haben oder weil sie meine Schüler bzw. Studenten waren.
  • Die LdL-Kommunikationsplattform: sie soll alle aktiven Neuronen so verbinden, dass intensive Wissenskonstruktion ermöglicht wird und umfangreiches neues LdL-Wissen emergiert. Das Motto: Geschwindigkeit und Vernetzung!

Fazit: Am Beispiel der LdL-Kommunikationsplattform wird gezeigt, wie man schnell eine hohe Anzahl von Menschen zusammenführen kann, die Problemlösungswissen erarbeiten. Solche Wissenskonstruktionsmaschinen können ad hoc und je nach Bedarf konstituiert werden, wenn neue Probleme in der Gesellschaft auftreten.

Gemeinsam Wissen konstruieren

Resume Die Probleme, die die Menschenheit zu lösen hat, werden akuter, aber wir können heute viel mehr Menschen zur Problemlösung mobilisieren, als es vor dem Internet der Fall war. Wir verfügen über tools und Arbeitsplattformen, die uns ermöglichen intensiv kollektiv Wissen zu konstruieren.

1. Rekrutierung

Im akademischen Kontext kann die Rekrutierung über Kurse erfolgen. In Schule und Hochschule können Kurse angeboten werden, die explizit die gemeinsame, virtuelle Wissenkonstruktion als Ziel festlegen, so z.B. das Modul „Internet- und Projektkompetenz“ (IPK).  Außerhalb des institutionalisierten Kontextes besteht die Möglichkeit, zur  Rekrutierung darin, Kommunikationsplattformen anzusteueren, die von vielen Menschen besucht werden. Da diese sich nach Interessen aggregieren, findet man relativ schnell eine Community, die bereit ist, bei der Wissenskonstruktion mitzuwirken. Dazu ein Beispiel: die Plattform Twitter erreicht eine sehr hohe Anzahl von Menschen, die permanent über ihre momentane Position berichten („bin aufgestanden: schönes Wetter, freue mich auf meinen ersten Kaffee„,  „sitze gerade vor Frankfurt im Stau“, „Kinder in die Schule gebracht“). Eine anschauliche Beschreibung der Twitterplattform im Leben eines Twitters beschreibt Christian Spannagel in einem Blogeintrag:  „Twitter, Chats, Großraumbüros und Jogginghosen“. Weitere, berufsspezifischere Plattformen findet man beispielsweise im Umfeld von Educamp (Bildungssystem im weiteren Sinne). Rekrutieren bedeutet, dass man aktiv Menschen anspricht und ihnen das Angebot unterbreitet, mit ihnen Wissen zu konstruieren.

2. Kommunikation

Wenn Konsens über die allgemeine Zielsetzung „Gemeinsame Konstruktion relevanten Wissens“ besteht, wobei als oberstes Ziel emphatisch die „Weltverbesserung“ angeboten wird (siehe anthropologische Voraussetzungen), geht es an die Arbeit.  Es müssen Wissensprodukte hergestellt und verbreitet werden. Mit dem Ziel der Wissenskonstruktion wurde in der Folge des Educamps in Ilmenau die Mixxt-Kommunikationsplattform Neuron erstellt.  Mit dem Ziel der Rekrutierung und Verbreitung entstand die Mixxt-Plattform Maschendraht.

3. Die Arbeitsplattformen und die Wissensprodukte

Die zu erstellenden und zu verbreitende Wissensprodukte sind beispielsweise die Unterrichtsmethode „Lernen durch Lehren„, die zwar als Ganzes bereits vorliegt, aber im Hinblick auf eine stärkere Verbreitung in kleine Päckchen heruntergebrochen werden soll. Als Beispiel für solche Produkte sei der in Einzelarbeit angefertigte LdL-Comic von Kathrin Gaißer, einer Studentin aus Ludwigsburg, sowie der LdL-Podcast von Lutz Berger. Kollektive Wissenskonstruktion benötigt aber elaboriertere Tools, also Wikis. Wir haben uns in der Wikiversity eingerichtet. Als Beispiel einer Wissenskonstruktionswerkstatt sei angeführt der Wiki „Informatik/LdL“ von Christian Spannagel und seinen Studenten in Ludwigsburg.  Sehr umfangreiche Wissenskonstruktionsplattformen findet man im Rahmen des IPK-Moduls.

4. Die Mitarbeiterskills

Damit die kollektive Wissenskonstruktion gelingt, müssen die Teilnehmer eine Reihe von Skills automatisieren. Diese Skills lassen sich über die Neuronmetapher und über die Ressourcenorientierung beschreiben.

Fazit Alle Voraussetzungen sind gegeben, damit wir zügig und effektiv an die Konstruktion relevanten Wissens herangehen. Let’s go!