Die Warnung nehme ich ernst.

Resume Unterrichten ist eine sehr komplexe Tätigkeit. Um Prozesse und Abläufe besser begreiflich zu machen ist es nützlich, Bilder aus anderen Bereichen (Metaphern) heranzuziehen. Dieses Vorgehen birgt Gefahren.

1. Rückmeldung eines Kollegen

In meinem letzten Blog-Beitrag habe ich den Entwurf meines Vortrages am nächsten Samstag in Ludwigsburg skizziert.

Daraufhin erhielt ich folgende Warnung:

rip, on May 2nd, 2009 at 9:34 pm Said: (…)Ich möchte davor warnen, Leute mit dem Vokabular zu verschrecken, das für Lehrer (jedenfalls für mich) fremdartig und auch entfremdend und befremdlich wirkt. Ich finde LdL als Methode sehr gut. Aber ich muss mich wirklich dazu zwingen, einen Artikel zu Ende zu lesen, in dem es von “Perturbationen”, “Neuronen” und “Emergenzen” nur so wimmelt.(…)

2. Das Dilemma

Einerseits verstehe ich die Warnung des Kollegen sehr wohl. Andererseits weiß  ich, dass wenn man die terminologische Hürde überwunden hat, Zusammenhänge, die sehr wichtig für das Verständnis von Unterricht sind, auf einmal klar werden. Es sind wenige Begriffe, aber sie reduzieren die Komplexität drastisch und sind dadurch rasch und einfach operationalisierbar. Ich kann auf die Begriffe nicht verzichten.

Fazit Ich werde in meinem Vortag versuchen, die abschreckende Wirkung der etwa fünf bis sechs zentralen Begriffe abzumildern durch relativierende, ironisierende Nebenbemerkungen. Wenn man diese Metaphern beherrscht, macht es nämlich viel Spaß, sie im Alltag als Deutungsinstrumente zu benutzen.