Sandra Neumaier: Warum brauchen wir die Neuen Menschenrechte von Jean-Pol Martin?

Neue Menschenrechte. Schulungsunterlagen.

NM-Basiskurs

NMR-Aufbaukurs

Aufsatz 1 „Weltverbesserungskompetenz“ als Lerziel? (2002)

Aufsatz 2 Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle (2018)

Aufsatz 3 Neubegründung und Reformulierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. (2020)

Aufsatz 4 Neue Menschenrechte. Artikel 1 (das Recht auf Denken). (2022)

100 Notable alumni of University Erlangen-Nürnberg

100 Notable alumni of University of Erlangen Nuremberg

The University of Erlangen Nuremberg is 375th in the world, 126th in Europe, and 22nd in Germany by aggregated alumni prominence. Below is the list of 100 notable alumni from the University of Erlangen Nuremberg sorted by their wiki pages popularity. The directory includes famous graduates and former students along with research and academic staff.

  1. Markus Söder

Born in Germany 1967- (age 54)  1987-1991 graduated with Staatsexamen in jurisprudence politician

Markus Thomas Theodor Söder is a German politician serving as Minister-President of Bavaria since 2018 and Leader of the Christian Social Union in Bavaria (CSU) since 2019.

(…)

76. Jean-Pol Martin

Born in France 1943- (age 78) writer university teacher

Jean-Pol Martin studied teacher education for foreign language teachers in Germany, and developed a teaching method called learning by teaching. He spent most of his career at Catholic University of Eichstätt-Ingolstadt and was an außerplanmäßiger Professor there when he retired in 2008.

Die Neuen Menschenrechte in 90 Minuten

Als Format für eine 90 minütige Präsentation hat sich als optimal erwiesen:

1.Unterlagen: 4 seitiges Papier (siehe unten: „Menschenbild“)

2.Ablauf:
– 30 Minuten: Vorstellung der Seite 1 (Bedürfnisse)
– 15 Minuten: Partnerarbeit zu zweit. Kärtchen (Seite 4 auf dem Papier) gemeinsam lesen mit der Frage: welche Bedürfnisse sind bei dir befriedigt und welche nicht? Wo gibt es Defizite und wie könnte man diese Defizite angehen?
– 15 Minuten: Auswertung der Partnerarbeit und Diskussion im Plenum
– 15 Minuten: Vorstellung und Besprechung der Seiten 2 und 3 (Mindsets)
– 15 Minuten: Video von Sandra Neumaier, sehr wichtig und überzeugend
Glück und die Neuen Menschenrechte. Praxisbeispiele

3. Viel Erfolg und viel Vergnügen!

Jean-Pol


Simon Kolbe: Learning by teaching – a resource orientated approach towards modern inclusive education.

Was Top-down mit uns anstellt.

Bottom-up die Welt verändern! Mehr Kontrolle gewinnen! – Können wir unsere Bedürfnisse in unserer Alltagswelt so befriedigen, dass wir uns glücklich fühlen? Welche Veränderungen müssten wir in unserer Lebenswelt vornehmen, um unsere Situation (noch) zu verbessern?“

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45 Minuten

15 Minuten: Vorstellung des Konzeptes

15 Minuten: Gespräche in Zweiergruppen: 1. Welche Bedürfnisse werden erfüllt? 2. Was muss noch verändert werden?

15 Minuten: Auswertung im Plenum

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1.Woher kommt das Top-down-Modell?

Das Kontrollbedürfnis als übergreifendes Motiv

Top-down

  • Von oben nach unten
  • Hochgradige Selbstreferenzialität
  • Eigene Mindsets und eigene Terminologie
  • Abschottung nach außen und Zugang nur über Insiderkontakte und gruppenkonformen Habitus
  • Hohe Affinität zur Autokratie/Oligarchie

Auswirkungen auf das Verhalten der Akteure

  • In der Partnerschaft
  • Im sozialen Umfeld

Auswirkungen auf die Gefühle der Betroffenen

  • Fremdbestimmung
  • Hiflosigkeit

Auswirkungen auf die Struktur der Gesellschaft

Hierarchie – Entstehung von Machtblasen (Verwaltungen, wissenschaftliche communities, Unternehmen, Parteien, Vereine…)

2. Wir wollen bottom-up

Materialien:

Mehr zum Thema Top-down vs. bottom-up

LdL/NMR-Theorie: Gesamtpaket

Interview mit Nicole Kern

Kontakt

Prof.Dr.Jean-Pol Martin
Ludwigstraße 40
D-85049 Ingolstadt

jpm@ldl.de
Tel. +49.841.12816507
http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Pol_Martin
Blog: https://jeanpol.wordpress.com

Dr.Isabella Kreim interviewt Jean-Pol Martin: Kulturkanal Ingolstadt (25 Min.)

Kulturkanal

Kulturkanal

Kulturkanal

Kulturkanal

Kulturkanal

Kulturkanal

Kulturkanal

Art.2: Recht auf Gesundheit. Christoph Anrichs Fragen an die Teilnehmer*innen

LdL in UNESCO-Texten (2017)

Englisch
UNESCO (2017, pages 37-39)
„Therefore, an excellent way of personalising the learning experience and enhancing metacognitive awareness is by creating environments where the students are the teachers. This has to be done carefully to avoid any state of confusion that might arise if the right steps are not respected. The table below is an example of the learning through teaching(called, in this example, “LdL” from the German)approach developed by the German educator Jean-Pol Martin: (…)“:
Français
UNESCO (2017, pages 40-42):
„Ainsi, une excellente façon de personnaliser l’expérience d’apprentissage et d’augmenter la sensibilité métacognitive consiste à créer des environnements dans lesquels les élèves prennent la place de l’enseignant. Toutefois, cela doit être réalisé avec soin afin d’éviter une éventuelleconfusion générée parle non-respect des étapes appropriées. Le tableau ci-dessous est un exemple de l’approche de l’apprentissage à traversl’enseignement (appelée dans cet exemple «LdL»,d’après l’allemandLernen durch Lehren),élaborée par le pédagogue allemand Jean-Pol Martin.“
Español
UNESC0 (2017, pages 41-43)
„Por estos motivos, una excelente manera de personalizar las experiencias de aprendizaje y aumentar la sensibilidad metacognitiva de los estudiantes es hacerlos desempeñarse como docentes. Sin embargo, tiene que hacerse con cuidado, ya que puede generar cierta confusión si no se toman las medidas adecuadas. El cuadro que figura a continuación es un ejemplo del enfoque denominado «aprender enseñando» —Lernen durch Lerhen(LdL), en alemán—, desarrollado por el educador alemán Jean-Pol Martin.“

Aus dem Blog von Adriano Montefusco: „Kinder lernen (auch) von Kindern“

(…)

8. Kinder lernen (auch) von Kindern

Wenn wir uns anschauen, wie sich Lernen im Alltag vollzieht, stellen wir fest, dass Lernprozesse oft altersübergreifend stattfinden (in beide Richtungen). Es liegt in der Natur der Sache, dass wir Dinge, die wir lernen wollen, häufig von Menschen lernen, die diese Dinge schon können oder zumindest Erfahrungen mit ihnen gesammelt haben. Altersübergreifende Klassen tragen diesem Umstand Rechnung und verunmöglichen von vornherein einen stark ent-individualisierten Unterricht. Damit will ich aber nicht einem falsch verstandenen „Lernen durch Lehren“-Ansatz (LdL) das Wort reden. Wir alle haben schon die Erfahrung gemacht, dass uns unser eigenes Verständnis oder Missverständnis einer Sache erst klar wird, wenn wir den Sachverhalt anderen vermitteln müssen. Auch wenn es um prozedurales Wissen geht, um automatisierte Abläufe oder um umfassende Handlungskompetenzen, machen wir oft erstaunliche Entdeckungen, wenn wir in die Lage kommen, diese Abläufe und Fähigkeiten zur Sprache bringen zu müssen oder sie anderen verständlich vorzeigen zu wollen. So bestechend dieser ‚Lernen durch Lehren‘-Ansatz ist, so problematisch kann seine Umsetzung werden, nämlich dann, wenn das „Lehren“ wieder auf einem überkommenen Verständnis dessen basiert, was Bildung zu sein hat. Wenn Lernende einfach zu kleinen Dozenten werden ist die Chance gross, dass (im besten Fall) nur die Schüler·innen in der Lehrerrolle davon profitieren, etwas vermitteln zu müssen. Überhaupt ist der Anspruch des „Vermittelns“ voraussetzungsreich. Er geht von einem unidirektionalen Verständnis aus, wie sich Lernen vollzieht: von A nach B und selten wechselseitig. In diesem sicherlich falschen Verständnis, das z. B. Jean-Pol Martin, der Begründer des Ansatzes so gerade nicht vertritt, spielt es dann auch keine Rolle, ob eine ausgebildete Lehrperson oder ein Lernender in die Vermittlungsrolle schlüpft. Liest man die neueren Publikationen von Jean-Pol Martin aufmerksam, versteht man, dass es im LdL-Ansatz weniger darum geht, dass Lernende Inhalte präsentieren, dozieren oder eben „vermitteln“, sondern dass jeder Lernende sich als Lernmedium verstehen lernt, anhand dessen andere – beobachtend, imitierend, aber auch ihn übertreffend oder in Abgrenzung von seinen Lösungswegen eigene Handlungsprozeduren entwickelnd – weiterkommen. Zeitgemässer Unterricht schafft Lernumgebungen, in denen sich Lernende gegenseitig beim Lernen beobachten, ergänzen, korrigieren können, in dem sie „quasi-neuronale“ Lernnetzwerke bilden, die auch über den Rahmen der schulischen Veranstaltungen hinaus bedeutsam sein können und kollaborativ (virtuell und real, digital und analog) an Lerngegenständen arbeiten, deren Auswahl sie zumindest mitbestimmen, immer häufiger aber auch selbst bestimmen können. Im LdL-Ansatz liegt der Fokus weniger auf Vermittlungs- als auf Aneingnungsstrategien, die noch dazu ko-konstruktiv und vernetzend erfolgen sollen. Eine solche Lernumgebung hat viel mit den Sozialformen des Lernens zu tun, aber eben auch mit den räumlichen und mitunter technischen Gegebenheiten (was kann Marc von Susanne lernen, wenn er den ganzen Tag nur hinter ihr sitzen muss?).

Der ganz Artikel (11.2019):   Zeit für zeitgemäße Bildung