LdL: Bezugswissenschaften (bezogen auf den Artikel Martin, 2018)

Die LdL-Theorie bezieht sich auf eine Reihe von unterschiedlichen Wissenschaften. Der Vorteil: sie ist ganzheitlich. Der Nachteil: sie wird von keiner wissenschaftlichen community rezipiert, weil sie sich außerhalb der bestehenden akademischen Disziplinen und Institutionen bewegt.

Die einzelnen Abschnitte des Artikels: „Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle“  (Martin, 2018)  lassen sich auf folgende Theorien/Wissenschaften beziehen:

1.

2.2. Glück: Grundbedürfnisse, Kontrolle, Flow und LdL

Bezug: Positive Psychologie – Bedürfnisforschung – Glücksforschung

2.

2.2.3:  Informationsverarbeitung und Kontrolle

Bezug: Neurowissenschaften

3.

2.2.4: Exploratives Verhalten und Flow

Bezug: Kognitive Psychologie – Emotionsforschung – Problemlösepsychologie

4.

2.2.5 Instrumente zur kognitiven Kontrolle liefern

Bezug: Systemtheorie

5.

2.2.6 Konzeptualisierung

Bezug: Gehirnforschung – Emotionsforschung – Denkpsychologie

6.

2.3. Denken und Glück aus Sicht der Philosophie

Bezug: Philosophie

7.

2.4. Projekt als glückgenerierende Struktur

Bezug: Glücksforschung

8.

2.5 Die Globalisierung und die Ausdehnung der Konzeptualisierungsräume

Bezug: Netzforschung

9.

2.6. Konzeptualisierung als Grundbedürfnis und Menschenrecht

Bezug: Politische Philosophie – Denkpsychologie – Glücksforschung

Martin 2018

PDF-Download

Jean-Pol Martin: Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle. In: Olaf-Axel Burow, Stefan Bornemann (Hrsg.): Das große Handbuch Unterricht & Erziehung in der Schule. Carl Link Verlag, 2018. S. 345–360. ISBN 978-3-556-07336-0.

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Englische Fassung: „Learning by teaching: Conceptualization as a source of happiness

Französische Fassung: „Enseigner pour apprendre: La conceptualisation comme source de bonheur“

In verständlicher Sprache: „Konzeptualisierung als Glücksquelle. Martin 2018 in verständlicher Sprache“

 

 

LdL in amtlichen Texten (Pdf-Dateien)

1. UNESCO: Bureau international d’éducation – Outils de Formation pour le Développement du Curriculum – Apprentissage Personnalisé, Genève, Juin 2017

2. ISB – LehrplanPLUS – Grundschule (1)

3. ISB – LehrplanPLUS – Grundschule (2)

4. ISB – LehrplanPLUS – GYM-Latein-Methodik

 

JP.Decroix (Lille)

Aus gegebenem Anlass parke ich hier zwei Zeitungsartikel (Lille, 2016):

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LdL in der englischsprachigen Fachliteratur

Wikipedia:

„In professional education, learning by teaching (German: Lernen durch Lehren, short LdL) designates currently the method by Jean-Pol Martin that allows pupils and students to prepare and to teach lessons, or parts of lessons. Learning by teaching should not be confused with presentations or lectures by students, as students not only convey a certain content, but also choose their own methods and didactic approaches in teaching classmates that subject. (…)“

Google Links:  Jean-Pol Martin: Learning by teaching

Isabelle Schuhladen: „Das macht Schule“

Wir bringen dir das Lernen bei!

Wir bringen dir das Lernen bei!
Anhand des Konzepts „Lernen durch Lehren“ von Jean-Pol Martin lernen die Schülerinnen und Schüler, wie das Lernen funktioniert (woher kommt dies, Kenntnisse aus der Neurowissenschaft, anthropologisches Modell, Empathie, Ressourcenorientierung, Flow, exploratives Verhalten…). Als Abschluss erstellen die Schülerinnen und Schüler in GA eine Mappe für die anderen 5Klässlerinnen und 5Klässler der Schule und halten eine Projektpräsentation.

Projektstory

  • Am 20. Juni habe ich mit diesem Projekt in meiner 5. Klasse Realschule im Fach Deutsch angefangen. Das Thema: “ Wir bringen euch das gehirngerechte Lernen bei!“
    Die Schülerinnen und Schüler müssen anhand von Fachbüchern aus den Neurowissenschaften herausfinden, wie das Lernen im Gehirn funktioniert und sich überlegen, welche Konsequenzen dies für den Unterricht hat. Dazu haben sie den Grundaufsatz von Jean-Pol Martin “ Weltverbesserungskompetenz als Lernziel“ und eine Liste mit Links zu Aufsätzen und Videos zu dem Thema bekommen. Das heißt, hier wird Forschungsarbeit gefragt. Natürlich sollen sie ihre persönlichen Erfahrungen (LdL, Klassenrat, Schullandheim…) mit einbauen. Sie müssen zum Beispiel ein Märchen über das Verhalten der Neuronen schreiben, einen Kinder-Lexikoneintrag verfassen, in dem sie das Menschenbild gleichaltrigen Schülern erklären, ein Video drehen (Verhalten der Neuronen), Visualisierungen erstellen…
    Wenn die Schüler alle Aufgaben bearbeitet haben, sollen sie sich selbst einschätzen. In meinem Bewertungsbogen, den ich mit der Klasse erstellt habe, befinden sich 2 Spalten: Selbsteinschätzung und Bewertung durch die Lehrkraft.
  • Bis jetzt läuft es sehr gut! Die Klasse zeigte ihr Organisationstalent, die Schülerinnen und Schüler können sich gut konzentrieren,und zeigen große Motivation, sogar Flow! Dadurch möchte ich zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler, wenn sie Vertrauen und Verantwortung bekommen, tolle Leistungen und vor allem Kreativität zeigen und dass sie durch solche Projekte enorm viel lernen!
  • Von Anfang an wurde die LdL-Theorie von Jean-Pol Martin eingeführt (Die Bedürfnisse des Menschen, die gewaltfreie Kommunikation, Demokratie-Erziehung, Fehlerkultur, Klasse als Gehirn / Schüler und Lehrer als Neuronen). Dadurch haben wir eine sehr konstruktive Klassengemeinschaft erreicht, sodass wir vor Weihnachten den Klassenrat (www.derklassenrat.de) einführen konnten. Dank des LdL-Prinzips und des Klassenrats wurde Partizipationsfähigkeit gefordert.
    Das Projekt hat den Schülern, ihren Eltern und mir große Freude bereitet. Die Präsentationen waren von großer Qualität! Die Schüler haben wertvolle Videos gedreht.
    Da die Präsentationen hervorragend waren (inhaltlich und technisch), luden wir die Eltern zur Schule ein und organisierten einen LdL-Nachmittag für sie an der Schule. Die Klasse wollte aber noch mehr! Deshalb präsentierten sie ihre Ergebnisse ein 3. Mal für die Parallelklassen. Ein großer Erfolg! Dieses Projekt bekam auch bei den Lehrern große Aufmerksamkeit.
    Diese Klasse brachte anschließend den anderen 5. Klassen LdL und den Klassenrat bei!In der 6. Klasse leben wir weiterhin im LdL-Modus. Dank dieser Partizipationskompetenz ( im LdL-Prinzip fest verankert) der Schüler haben sich für uns neue Türe eröffnet:
    – Die Schüler erklären Lehrern das LdL-Prinzip im Rahmen von regionalen Lehrerfortbildungen
    – 8 Schüler waren dieses Jahr am 11. April beim Augsburger Landrat. Hier haben sie ihm LdL vorgestellt, weitere Deutschkurse für unsere Schüler aus Syrien und Afghanistan sowie eine Jugendorganisation für Meitingen beantragt. Ein paar Tage später bekamen wir schon gute Nachrichten vom Landrat.

 

Link: Hier geht es weiter

Joachim Grzega’s Learning by teaching Videos

Learning by teaching – Part 1

Learning by teaching – Part 2

Learning by teaching – Part 3