Geistesgeschichtlicher Parcours Ingolstadt: Fotos.

Urheber: Simon Martin

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LdL + Migrantenprojekt + Prezi von Peter Ringeisen: Explosion?

Gegenwärtig erlebe ich dank Peter Ringeisen, Veronika Peters und Akinyi Bittner so etwas wie die Besteigung eines 8 Tausenders:
Das Prezi von Peter Ringeisen liefert die komplette Theorie zur Methode LdL sehr anschaulich und sehr aktuell!
Gleichzeitig aber liefert dieses Modell („Weltverbesserungskompetenz als Lernziel?“) nicht nur die Theorie zu LdL, sondern auch zu allen anderen Lebens- und Projektaufgaben. Beispielsweisie die Förderung und Integration von Asylbewerbern und Migranten über kulturell sehr anspruchsvolle Projekte, wie das Aufstellen und Präsentieren von Stationen über die Ingolstädter Geistesgeschichte.
Und da werde ich massiv von Veronika Peters und Akinyi Bittner unterstützt!

Asyl? Mehr davon!

Habe ich gerade in Facebook gepostet:

Ich freue mich unglaublich darauf: am kommenden Montag werden Zainab Mohammed (20) und ihr Bruder Youssouph (14) (aus dem Irak) die von Paul Polman (ü 70, aus Holland) erstellte Powerpointpräsentation über Ludwig den Gebarteten im Café International Stadttheater Ingolstadt (geleitet von Akinyi Bittner, Kenya) vorstellen. Nur wer seit Jahren an ähnlichen intergenerationellen und interkulturellen Projekten arbeitet, kann ermessen, was dieses Ereignis bedeutet!
Jean-Pol Martin (Frankreich, 73).

Unterforderung der Schüler und jetzt der Asylbewerber.

Andreas Seidl stellt fest:
„Guten Morgen zusammen. Ja es ist unglaublich wie diese zwei Geschwister aus dem Irak gestern Details aus der Ingolstädter Geschichte erzählt haben als würden sie schon immer in Ingolstadt wohnen. Dabei sind sie erst seit 8 Monaten (!!) in Deutschland. Jean-Pol Martin hat es verstanden eine Brücke zwischen sich den Jugendlichen und der Thematik zu finden. Zwei Dinge sind mir aufgefallen die wichtig sind um so ein Erfolgserlebnis beim Lernenden hervorzurufen: a) der Lehrer muss ein Experte auf dem Gebiet sein das er lehrt b) der Lehrer hat ein unglaubliches Vertrauen in das intellektuelle Potential seiner Schüler. Normalerweise würde man denken was macht ein Lehrer mit Menschen die gerade mal 8 Monate in Deutschland sind? Erste einfache Texte lesen oder Vokabelübungen. Jean-Pol macht etwas anderes: Er fordert die Schüler intellektuell so massiv und zeigt Ihnen so seine Wertschätzung . Ganz abgesehen davon haben wir bald mindestens zwei Fremdenführer aus dem Irak, die Bürgern Ingolstädter Geschichte näherbringen können.“

Er bezieht sich darauf:

Asyl: meine Arbeit im Café International

Auch wenn es absurd oder surreal wirkt: gestern habe ich den Inhalt dieser Seite mit Zainab Mohammed, 20 Jahre, aus dem Irak, und ihrem 14 jährigen Bruder eingeübt. Beide finden es sehr interessant und beherrschen es auch. Am kommenden Montag werden sie die weiteren Abschnitte der Ingolstädter Geistesgeschichte verinnerlichen.
Wieder zeigt sich, was ich bereits als Lehrer und Professor erlebt hatte: wir unterfordern unsere Kinder skandalös! Und wir unterfordern auch unsere Asylbewerber intellektuell skandalös. Andreas Seidl war dabei. Er kann es bezeugen! Andreas, kannst du bitte was dazu schreiben? Und du, Marius Müller, warst auch ganz kurz dabei. Kannst du ein paar Worte dazu schreiben?

Jean-Pol Martins Foto.

Martin Tomiak Discobesitzer: Asyl und best practice!

25.01.2016

Im „Amadeus“ feiern wieder alle gemeinsam

Ingolstadt (DK) Kein Zutritt für Flüchtlinge:

 

Was gerade in Freiburger Diskotheken und Klubs abläuft, kennt Wirt Martin Tomiak aus Ingolstadt nur zu gut. Auch er sah sich im April 2015 nach zahlreichen sexuellen Übergriffen gegen Besucherinnen seiner Diskothek „Amadeus“ gezwungen, Flüchtlingen – meist aus afrikanischen Ländern – den Einlass zu verweigern.
Aber damit wollte sich der engagierte Wirt nicht zufriedengeben und rief das Projekt „Disco-Paten“ ins Leben. Der Erfolg stellte sich schon nach kurzer Zeit ein. „Heute haben wir das Thema im Griff“, sagt Tomiak. „Seit Monaten herrscht Ruhe.“
Vor einem Jahr sah das noch ganz anders aus: Ständig gab es Ärger und Rausschmisse im „Amadeus“. Junge Frauen flüchteten weinend aus der Disco, weil sie bedrängt und gegen ihren Willen angefasst wurden. Die Situation eskalierte, als ein Flüchtling zwei Frauen auf die Toilette folgte und versuchte, sie zu vergewaltigen. Der Täter wurde später zu einer Haftstrafe verurteilt.
Die Entscheidung des „Amadeus“-Chefs, daraufhin keine Flüchtlinge mehr in sein Lokal zu lassen, schlug damals hohe Wellen: Der Wirt erhielt vereinzelt Zuspruch, sah sich jedoch hauptsächlich Anfeindungen ausgesetzt. Bundesweit geriet Ingolstadt in die Schlagzeilen – ein regelrechter Shitstorm setzte ein. Dabei wollte Martin Tomiak Flüchtlinge nicht auf Dauer abweisen, sondern das heikle Thema endlich einmal offen und ehrlich ansprechen, den Ursachen auf den Grund gehen und eine Lösung finden. „Wir sind also direkt in die Unterkünfte gegangen und haben über die Deutschkurse Kontakt zu den Leuten aufgenommen.“ Eines war dem Diskothekenbetreiber dabei von Anfang an klar: Alleine würde er die Probleme nicht lösen können, sondern nur mit Unterstützung der „Amadeus-Familie“. Die Idee, die Tomiak aus Rosenheim abgeschaut hatte: „Disco-Paten“ aus Kreisen der Stammgäste sollten gemeinsam mit Flüchtlingen feiern gehen und ihnen so die hierzulande geltenden Spielregeln im Umgang zwischen Mann und Frau erklären. „Wir waren teilweise mit 40 bis 50 Leuten in der Stadt unterwegs – nicht nur in den Kneipen und Klubs, sondern auch auf dem Volksfest oder dem Barthelmarkt“, erinnert sich Tomiak.
Der Begriff „Disco-Paten“ behagt dem „Amadeus“-Chef übrigens gar nicht so sehr. „Es geht nicht darum, die Leute zu belehren, sondern sich mit ihnen zu beschäftigten.“ Auf alle Fälle entwickelte sich aus der Initiative schnell eine richtige Bewegung von Menschen, denen die Willkommenskultur in Ingolstadt am Herzen liegt. „Momentan hat unsere Facebook-Gruppe mehr als 1600 Mitglieder“, berichtet Tomiak.
Heute freut sich der Chef vom „Amadeus“, dass in seiner Disco alle wieder gemeinsam feiern und Spaß haben. „Es gibt keine relevanten Probleme mehr. Ich habe sogar den Eindruck, dass die Situation in der ganzen Stadt besser geworden ist.“ Ab und zu kommt es freilich immer noch vor, dass die Türsteher vom „Amadeus“ einen Gast an die Luft setzen müssen, weil er betrunken ist und sich nicht mehr zu benehmen weiß. Aber Herkunft oder Hautfarbe spielen dabei keine Rolle.Von Suzanne SchattenhoferIngolstadt: Der Ingolstädter Diskothekenbetreiber Martin Tomiak hatte erst viel Ärger mit Flüchtlingen und dann großen Erfolg mit den „Disco-Paten“ – Lesen Sie mehr auf:
http://www.donaukurier.de/nachrichten/panorama/Ingolstadt-Im-Amadeus-feiern-wieder-alle-gemeinsam;art154670,3173498#plx317861830

AK: „Was braucht der Mensch, um glücklich zu sein“: Tagesordnungen und Kurzprotokolle.

Tagesordnung 13.02.2016:
1. Berichte über die Hausaufgaben (Glückspotentiale erkennen und nutzen)
2. Festigung des Glücksmodells und der Terminologie
3. Vorbereitung: Neuronenverhalten – Netzsensibilität
https://jeanpol.wordpress.com/2016/01/30/torsten-larbig-ueber-neuronenverhalten-und-netzsensibilitaet/

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Kurzprotokoll Treffen 30.01.2016
Anwesend: 8 Teilnehmer

1. Berichte über die Hausaufgabe „Schaffung von Glücksstrukturen“. Es wurden ausführliche Aktivitäten entfaltet, insbesondere im familiären Bereich und im beruflichen Umfeld. Der Schwerpunkt lag auf der expliziten Anerkennung von Verhalten und „Leistungen“ von Familienmitgliedern. Ferner wurde vielfach das Glücksmodell direkt im Umfeld als Basis zur Eigenreflexion erläutert und zur Anwendung empfohlen. Darüber hinaus wurde aktiv in konfliktuellen Situationen Deeskalation engestrebt und erreicht. Schließlich wurde über systematisches und wiederholtes exploratives Verhalten berichtet. Aus meiner Sicht beachtliche Erfolge also.
2. Das Glücksmodell wird für die neuen Teilnehmern dargestellt (von Marius Müller) und anhand zalreicher Beispiele veranschaulicht. Die Terminologie wird erneut eingeübt, insbesondere „lange Inkubation, plötzliche Emergenz“, „Exploratives Verhalten“, die Busmetapher, die Gruppe als neuronales Netz. Ferner wurden Ereignisse aus der Stadtpolitik analytisch erörtert.
3. Hausaufgaben: die TN nehmen sich Konkretes vor, sowohl im familiären als auch im beruflichen Kontext. Dabei wird das Glückmodell offensiv nach außen kommuniziert und dessen Nützlichkeit anderen vermittelt.
Nächstes Treffen: 13.02.2016Vorbereitung: „Neuronenverhalten“ – „Netzsensibilität“:

Hervorragende Vorstellung der beiden Konzepte im Rahmen einer Ringvorlesung an der Universität…
jeanpol.wordpress.com

Tagesordnung 30.01.2016:
1. Berichte über die Hausaufgaben:
Ist es mir gelungen, Glückspotentiale in meinem Umfeld zu erkennen und zu nutzen (z.B anderen Anerkennung zukommen zu lassen)? Ist es mir gelungen, Selbstverwirklichungsräume für andere bereitzustellen?
2. Wiederaufgreifen des Glücksmodells: Terminologie festigen und neue Begriffe: „Komplexitätskompression“, „Neuronenmetapher“.
3. Arbeitsgruppen: Fortsetzung der begonnenen Projekte (Unglücksquellen identifizieren und minimieren, Glücksräume erkennen und ausbauen).

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Kurzprotokoll des Treffens am 16.01.2016:
Anwesend: 10 TN
1. Berichte über die Hausaufgabe:
„Erkenne Glückspotentiale in deinem unmittelbaren Umfeld, insbesondere die Möglichkeit, das Bedürfnis nach Anerkennung zu befriedigen.“
Zahlreiche überzeugende, glückbringende Erfahrungen werden beschrieben, insbesondere im familiären Bereich.
2. Wiederaufgreifen und Vertiefung des Glücksmodells. Die Begriffe werden erneut besprochen, insbesondere „Ressourcenorientierung“, „Exploratives Verhalten“, „Antinomien“, „Flow“, „Konzeptualisierung“, „Lange Inkubation, plötzliche Emergenz“, „Spermienmetapher“.
3. Hausaufgaben:
– Weiterausbauen der im Rahmen der letzten Hausaufgabe eröffneten Glücksfelder (z.B. in der Familie).
– Schaffen von Selbstverwirklichungsmöglichkeiten für Personen aus dem unmittelbaren Lebensraum.
4. Bildung von Arbeitsgruppen.
SprecherInnen der Arbeitsgruppen:
Marius Müller: Umfeld Schule
Juliane Martin: Umfeld Familie
Alexander Ens: Umfeld Freunde
Veronika Peters: Umfeld Unternehmen
Weitere Gruppen: Umfeld Kunst – Umfeld Politik – Umfeld Asyl

Nächstes Treffen: 30. Januar, 16-17:30 Uhr in Vroni’s Ratschhaus

Tagesordnung 16.01.2016:
1. Berichte über die Glücks-Schaffungs-Übungen
2. Anwendung der LdL-Terminologie in unterschiedlichen Kontexten (Vertiefung und Automatisierung)
3. Neuer Begriff: „Konzeptualisierung als Glücksquelle“
4. Bildung von Themengruppen: Familie – Arbeitsplatz – Schule – Politik – sonstiges

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Kurzprotokoll des Treffens am 02.01.2016:
1. Wiederholung und Vertiefung des Glücksmodells und der entsprechenden Terminologie. Insbesondere
– Exploratives Verhalten
– Der Mensch im Spannungsfeld antinomischer Bedürfnisse
– Die Liebe als Fixierung auf eine Quelle der Bedürfnisbefriedigung
– Lange Inkubation, plötzliche Emergenz
– Synergierausch
– Spermienmetapher
2. Aufgabe für das nächste Treffen:
Kleine Glücksschaffungsübungen in ausgewählten Lebensräumen (Schraubendrehen): Familie, Arbeitsplatz, Politische Aktionsräumen, Schule
Nächstes Treffen: 16.01.2016

Tagesordnung 02.01.2016:
1. Wiederholung der Zentralbegriffe: Maslow – Antinomien – Exploratives Verhalten – Lange Inkubation, plötzliche Emergenz – Regeln für die Durchführung von Internetprojekten
2. Neue Begriffe: Konzeptualisierung als Glücksquelle – Die Spermatozoidenmetapher
3. Planung der weiteren Schritte:
– LdL am Apian-Gymnasium: Marius Müller
– Geistesgeschichtlicher Parcours im Stadtmuseum: Jean-Pol Martin, Elizabeth Toro, Stephania Lorenz, Marius Müller

https://jeanpol.wordpress.com/2013/06/02/konzeptualisieren-gluck/

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Kurzprotokoll vom 19.12.2015:

1. Wir haben noch einmal definiert, welche Grundbedürfnisse Menschen haben und unter welchen Bedingungen Menschen glücklich sein können.
2. Wir haben konkrete Lebensräume definiert, in denen wir versuchen, glückförderliche Strukturen zu schaffen.
3. Marius Müller nimmt sich vor, das Glücksmodell in seinem Umfeld zu verbreiten und dafür zu kämpfen, dass im Apian-Gymnasium über LdL als Methode gründlich nachgedacht wird.
4. Anwesende, darunter Elizabeth Toro und Stephania Lorenz erklären sich bereit, bei der Gestaltung der geistesgeschichtlichen Parcours im Stadtmuseum mitzuwirken.
5. Das Phänomen „Lange Inkubation, plötzliche Emergenz“ wurde beschrieben und als Interpretationsinstrument verinnerlicht.
6. Die Basisregeln für erfolgreiche Internetprojekte wurden vorgetragen und verinnerlicht.
7. Nächtstes Treffen: 2.01.2016

Auf die Bedeutung von kontinuierlicher Mitarbeit („Dranbleiben“) wurde mehrfach hingewiesen!

Ingolstadt: Geistesgeschichte als Identifikationsangebot.

Fassung: 03.01.2016

Resume: Gegenwärtig erleben wir einen Zustrom an neuen Bürgern in Ingolstadt. Zur Konstruktion der eigenen Identität spielt der Wohnort eine bedeutsame Rolle. Welches Angebot hält Ingolstadt den Ankömmlingen als Baustein bereit? Auf Anhieb fällt Audi ein. In dem Beitrag wird die Geistesgeschichte als weiteres Angebot vorgeschlagen.

1. Die Konstruktion einer stabilen Identität als Grundbedürfnis

Nimmt man ein modernes anthropologisches Konstrukt als Grundlage, so stellt man fest, dass die Kontrolle, also das Gefühl, die eigene Person und das Lebensumfeld „im Griff“ zu haben, das alles überragende Grundbedürfnis des Menschen ist. Das Selbstbild, also die Identität, ist ein Festigkeit verleihendes Gerüst der Person, vorausgesetzt, diese Identität ist stabil. Das Selbstbild setzt sich aus vielen Teilen zusammen, darunter die soziale Herkunft, die Ausbildung, der Beruf, die Familiensituation und auch der Wohnort.

2. Der Wohnort als Teil der Identität

Ich wurde in Paris geboren und dort sozialisiert. Von Kindheit an prägte mich diese Tatsache, die ich dem Zufall verdankte, mein Selbstbild. Pariser sind schnell und lustig und legen Wert auf gute Kleidung. So wurde es mir kommuniziert und so sollte ich auch sein, wenn ich ankommen wollte. Ferner war Paris die Hauptstadt eines „wichtigen“ Landes und Paris hatte eine bedeutsame und weltbekannte Geschichte. Zusätzlich zu meinen individuellen Eigenschaften war ich also Pariser, mit allen den Parisern zugeordneten Merkmalen. Das war meine Identität. Das gab mir Stabilität und Stärke. Was gibt den Ingolstädtern Stabilität und Stärke?

3. Das Ingolstädter Identitätsangebot

„Zeitreise durch die Stadtgeschichte – Historiker Tobias Schönauer und Architekt Joachim Hägel zeigen die Entwicklung Ingolstadts hin zum Industriestandort auf“ Aus: Donaukurier Nr.287, Samstag/Sonntag, 12/13. Dezember 2015, Seite 29

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4. Stolz auf die Universität und die Geistesgeschichte

Natürlich ist Ingolstadt mit seiner rasanten wirtschaftlichen Entwicklung und seiner Stellung in den Rankings ein Ort, der das Selbstwertgefühl der Einwohner stärkt. Wir wohnen in einer aktuell spannenden Stadt und auch die Zukunft verspricht, aufregend zu sein. Weniger bekannt ist unsere Geistesgeschichte und die Tatsache, dass seit 1392 bis heute hervorragende Persönlichkeiten in Ingolstadt gewirkt haben und von da aus in Bayern und weit darüber hinaus starke Impulse gegeben haben. Dass es nicht bekannt ist, ist schade, denn eine intensivere Beschäftigung mit diesen Gestalten und den mit ihnen verbundenen Ereignissen könnten weitere Bausteine zum Aufbau einer positiven Ingolstädter Identität liefern.

5. Acht Abteilungen mit Persönlichkeiten, die zur Identifikation einladen.

Gestützt auf Dieter Dörner (1983) lässt sich über erfolgreiche Problemlöser feststellen, dass sie in hohem Maße exploratives Verhalten aufweisen. Sie sind tatkräftig, innovativ, versuchen, über sich hinauszuwachsen. Sie wissen, wie man andere Menschen begeistern kann, indem man ihnen Möglichkeiten eröffnet, sich selbst zu verwirklichen. Sie sind vernetzungskompetent und netzsensibel. Und sie arbeiten meist sehr hart. In Ingolstadt haben im Laufe der Jahrhunderte viele solcher Persönlichkeiten gelebt. Sie wurden nicht alle positiv von der Nachwelt bewertet, aber eines verbindet sie alle: sie haben die Geschichte der Stadt und des Landes Bayern, teilweise auch Deutschlands geprägt. Man kann sie Epochen zuordnen: dem Mittelalter, der Renaissance (Humanismus, Reformation, Gegenreformation), dem Barock, der Aufklärung.

Abteilung 1:
Landesteilung und die Zeit Ludwigs des Gebarteten

Stephan der Kneissel – Isabeau de Bavière – Ludwig der Bucklige – Münster – Pfründnerhaus

Eigenschaften:
Exploratives Verhalten, überdimensionierter Ehrgeiz, Kreativität, Organisationstalent, Hartnäckigkeit, Arbeitswut, Wunsch, über sich hinauszuwachsen

 

Abteilung 2.
Die Zeit des Humanismus (1)

Universität, Conrad Celtis, Aventin, Peter Apian, Philipp Apian, Albrecht V

Jean-Pol Martins Foto.
Fokus auf   Peter Apian
Eigenschaften:
Naturwissenschaftliches Genie, überdimensionierter Ehrgeiz, Arbeitswut, Griff nach den Sternen

Abteilung 3.
Die Zeit des Humanismus (2)

Buchdruck. Kartographie.

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Fokus auf  Philipp Apian
Eigenschaften:
Arbeitswut, naturwissenschaftliches Genie, moralische Integrität bis zur Selbstaufgabe, Hartnäckigkeit, Exploratives Verhalten

Abteilung 4.
Reformation – Gegenreformation:

Seehofer – Argula von Grumbach – Johannes Eck

Jean-Pol Martins Foto.
Fokus auf Johannes Eck
Eigenschaften:
Arbeitswut, Besessenheit, Verfolgen einer Idee bis zum Äußersten, Rhetorische Begabung

Abteilung 5.
Jesuiten in Ingolstadt:

Petrus Canisius – Missionare – Wissenschaftler – Jesuistentheater – Maximilian I

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Eigenschaften:
Arbeitswut, exploratives Verhalten, Multibegabungen, Altruismus

Abteilung 6:
Aufklärung:
Ickstatt – Weishaupt (Illuminaten)

Jean-Pol Martins Foto.
Fokus auf Ickstatt
Eigenschaften:
Rationales Denken, Organisationstalent, Ausgewogenheit beim Verfolgen seiner Ziele, Hartnäckigkeit

Abteilung 7
Landesfestung:

Streiter, Becker, Leo von Klenze – Kulturleben in der Garnisonstadt

Jean-Pol Martins Foto.
Fokus auf Schafhäutl
Eigenschaften:
Universalgenie, Liebe zu Ingolstadt, Arbeitswut, Altruismus

Abteilung 8.
Tradition und Zukunft

* Hochschulen als Fortsetzung der Universität –
* Audi (Ingenieure/Architekten) als Fortsetzung der Landesfestung (Ingenieure/Architekten)

Jean-Pol Martins Foto.
Fokus auf Peter Schnell
Eigenschaften:
Bürgernähe, hoher Arbeitseinsatz, Durchsetzungskraft, Entscheidungsstark, Vorausschauend
Fazit: Die Geschichte von Ingolstadt bietet eine große Anzahl von herausragenden Persönlichkeiten, die ihren Stempel auch im Stadtbild hinterlassen haben. Sie waren nicht nur für Ingolstadt sondern auch für Bayern und Deutschland von Bedeutung, durch die unterschiedlichen Epochen der Geistesgeschichte durch.  Ein großes Reservoire an Identifikationsfiguren!
Detailliertere Ausführungen zur Ingolstädter Geschichte: