Video: Levent Özkiran rezipiert mein Integrationsmodell.

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Neuronenverhalten und Basisregeln für Internetprojekte.

Wie verhalten sich Neuronen?

1. Neuronen sind offen und transparent

2. Neuronen geben ihr Wissen sofort weiter. Sie wollen nicht als Person bekannt werden und nehmen sich nicht wichtig

3. Da Neuronen keine Angst haben, Fehler zu machen und sich zu blamieren, feuern sie sehr schnell ab

4. Wenn Neuronen angedockt werden, reagieren sie sofort

5. Neuronen versuchen ständig Kontakt zu anderen Neuronen herzustellen; sie haben keine Angst, penetrant zu wirken

6. Neuronen sind nicht beleidigt

7. Neuronen machen keine Pause; sie nehmen erst dann Urlaub, wenn ihr Projekt abgeschlossen ist

8. Neuronale Netze gehen mit Unschärfen spielerisch um

9. Neuronale Netze haben eine basisdemokratische Einstellung

10. ACHTUNG, HOHE SUCHTGEFAHR: das Neuronenverhalten muss kontrolliert und situationsabhängig eingesetzt werden!

Basisregeln für Internet-Projekte

Was ich im Netz suche, sind Mitstreiter, Leute, die ich andocken kann, um mit ihnen langfristige Projekte durchzuführen. Hier zählt also Nachhaltigkeit, Ausdauer und Zähigkeit. Um in der virtuellen Welt Mitstreiter für meine Projekte zu gewinnen, beachte ich folgende Regeln:

  1. Mach dich transparent: liefere in deinem Profil möglichst viele, für den Benutzer spannende Informationen über dich. Je mehr Informationen du über dich gibst, desto größer die Chance, dass jemand einen Ansatzpunkt zur Zusammenarbeit entdeckt. Angst vor Missbrauch der Angaben ist meistens unbegründet. No risk, no fun!
  2. Biete motivierende Projekte an: Was mich persönlich angeht, so stütze ich mich auf die Beschreibung der Grundbedürfnisse von Maslow. Meine Angebote sprechen das Bedürfnis nach sozialer Zugehörigkeit und sozialer Anerkennung, nach Selbstverwirklichung aber vor allem nach Sinn, weil nur dieses langfristig tragfähig ist: wir wollen die Welt verbessern!
  3. Kontaktiere viele Leute: Wenn du Mitstreiter suchst, muss du Leute ansprechen, auch wenn du auf manche penetrant wirken kannst. Wenn du dich nicht rührst, wird dich niemand beachten. Wenn jemand dich penetrant findet, wäre er sowieso kein guter Arbeitspartner für dich.
  4. Wenn jemand auf deine Angebote positiv reagiert, pflege ihn: Zeige ihm, dass du dich für ihn interessierst. Als möglicher Partner besitzt er bestimmt “Ressourcen”, die für die Zusammenarbeit wertvoll sind. Diese Fähigkeiten musst du entdecken.
  5. Antworte stets zügig (Reaktionsgeschwindigkeit), sei präsent und zuverlässig: Enttäusche die Menschen nicht, die Energie und Zeit für dich investieren. Im Netz sind Menschen und Beziehungen sehr volatil, du aber willst mehr mit den Menschen tun! Du hast was mit den Leuten vor! Das müssen sie spüren!
  6. Stelle deine Partner auf eine Bühne und vernetze sie: Wenn du mit Leuten langfristig zusammenarbeiten willst, solltest du sie miteinander verbinden. Zeige, was sie können, führe ihnen Aufmerksamkeitsströme zu, indem du sie in Sammelmails erwähnst und auf ihre Arbeit hinweist.
  7. Überlege dir immer wieder spannende Projektziele und achte darauf, dass diese Ziele auch erreicht werden. Das ist zwar auch im RL wichtig, aber im virtuellen Raum noch viel mehr, weil – wie bereits festgestellt – die Beziehungen im Netz besonders volatil sind. Beteiligungsinitiativen verlangen, dass der Initiator immer wieder Impulse einbringt. Bis zum Schluss.

Diese Verhaltensweisen bilden das, was ich Netzsensibilität nenne. Sie müssen automatisiert werden, wenn man im neuen Paradigma erfolgreich arbeiten will. Wer im traditionellen Wissenschaftssystem sozialisiert wurde, hat dies nicht gelernt.

Kongresshotel: der Kampf geht weiter!

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Augsburger Allgemeine: wenn Meitinger Schüler zu Lehrern werden.

Augsburger Allgemeine

Realschüler aus Meitingen demonstrieren an der Fronhofer-Realschule in Ingolstadt das Prinzip „Lernen durch Lehren“

Schwer beeindruckt haben 22 Schüler der achten bis zehnten Jahrgangsstufe der Realschule Meitingen in Ingolstadt. Die Meitinger waren mit ihrer Französischlehrerin Isabelle Schuhladen zur Fronhofer-Realschule in Ingolstadt gefahren, um dort den Eltern und Lehrern die komplexe Theorie der Unterrichtsmethode „Lernen durch Lehren“ vorzustellen und über ihre Erfahrungen damit zu berichten.

Der Begründer dieser Theorie, Professor Jean-Pol Martin, war ebenfalls anwesend. Ihm ging es besonders darum, dem Publikum vor Augen zu führen, welch großartige Leistung die jungen Leute gerade auf der Bühne darbieten.

Die Meitinger stellten in mehreren Fachvorträgen wichtige Begriffe vor. Dabei zeigten sie eine große Sicherheit auf der Bühne. Nachdem das Publikum auf diese Weise die Theorie kennengelernt und verstanden hatte, erläuterten Schüler die konkrete Umsetzung in der Praxis. Sie zeigten, wie die Schüler Schritt für Schritt lernen, selber eine Unterrichtsstunde zu planen und durchzuführen, und dass sie dabei sehr viel Kreativität zeigten, oft mehr als die Lehrer.

Die anwesenden Lehrer waren teils sehr skeptisch, was sich an unterschiedlichsten Nachfragen aus dem Publikum zeigte, wie zum Beispiel: „Wie kommt ihr als Schüler mit der Aufgabe und auch mit der Verantwortung klar? Seid ihr alle in der Lage, der Klasse fehlerfrei den neuen Stoff zu präsentieren?“ Die Meitinger Schüler entgegneten souverän, dass es durchaus erlaubt sei, Fehler zu machen. Wichtig sei nur, dass sie korrigiert werden – von Mitschülern oder den anwesenden Lehrern. Es soll mit- und voneinander gelernt werden.

Referenten und Zuhörer arbeiten in Gruppen zusammen

Um Eltern und Lehrern möglichst alle offenen Fragen beantworten zu können, die sich im Laufe des Abends angesammelt hatten, wurden Referenten und Zuhörer in Gruppen eingeteilt. Bettina Schaal und Benjamin Zucker, beides Lehrkräfte an der Realschule Meitingen, erklärten anschließend das Prinzip „Lernen durch Lehren“ im Fach Erdkunde.

Am Ende der Veranstaltung bekamen die Schüler ein großes Lob von der Schulleiterin der Realschule in Ingolstadt, Silvia Retzer: „Es ist eine ganz tolle Sache, was die Schüler hier auf die Beine stellen!“ (AL)

LdL: Tribute to Reinhard Kahl!

Schade, dass Leute wie Hüther nie konkrete Methoden nennen. LdL ist inzwischen so bekannt, dass er oder auch andere fernsehpräsente Personen, auf LdL hinweisen könnten. Es ist zwar hilfreich, immer wieder dieselben Forderungen (beispielsweise als Gehirnforscher) zu stellen, aber viel besser wäre es, auf die Methoden hinzuweisen, die diese Forderungen schon lange erfüllen. Der einzige bekannte Publizist, der immer wieder auf LdL hingewiesen hat, ist Reinhard Kahl (es empfiehlt sich auch, die Kommentare zu lesen – es werden alle kritischen Fragen gestellt und beantwortet). Man könnte den Eindruck gewinnen: alles schon mal gewesen!
http://www.zeit.de/online/2008/43/schueler-lehrer

Man lernt am meisten, wenn man sein Wissen anderen erklärt. Warum wird in Schulen kaum danach gehandelt? Vierter Teil einer Spurensuche im Bildungstal.

90 Minuten, um Ingolstadt zu verstehen. Bericht von Michael Olma.

Der in Paris geborene (emeritierte) Professor (Didaktik und Methodik) Jean-Pol Martin (sein Blog) brennt lichterloh für die Dinge, denen er sich annimmt. Zu seinem Abschied von der Universität Eichstätt schrieb der Donaukurier: “Jean-Pol Martin ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten der deutschen Bildungslandschaft“. Jeder der ihn kennt, weiß was ich und die Zeitung meinen.

Jene, denen dieses Vergnügen(!) bisher noch nicht vergönnt war, bedürfen dazu nur wenig. Seit einiger Zeit nämlich, bietet Martin – neben unzähligen anderen Aktivitäten – eine Stadtführung an. Er nennt sie “90 Minuten um Ingolstadt zu verstehen“. Sein leidenschaftliches(!) Augenmerk dabei: Die Ingolstädter Geistesgeschichte.

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Die Führung ist unbezahlbar. Das gilt ein- und zweideutig! Interessenten melden sich einfach per E-Post bei ihm.

Ich garantiere selbst waschechten Schanzern Neuland. Auf dass die Verrückten die Dinge weiter voranbringen! Wir waren am Ende jedenfalls illuminiert… Ein herzliches Dankeschön dafür Jean-Pol!

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Quelle: Blog von Michael Olma

LdL-Basics Dezember 2014

Als Einstieg:

„Was Menschen brauchen, um glücklich zu sein“ (Anthropologische Basis, Video 40 Minuten)

Dann:

Vier Aufsätze (davon zwei kurze Blogeinträge).

Sie klingen zunächst furchtbar kompliziert wegen der Terminologie (=Begriffe), aber wenn man diese Fremdwörter verstanden hat, ist das ganz einfach. Schüler aus der Realschule in Meitingen haben die Artikel verstanden und die Inhalte ihren Lehrern im Rahmen eines LdL-Tages vermittelt (siehe Fotos unten).

Also:

1. Ein absolutes Muss:

„‚Weltverbesserungskompetenz‘ als Lernziel?“ (aufsatz2002-2(2))

2. Nächster Schritt:

„Konzeptualisierung als Glücksquelle“

3. Nächster Schritt (sehr komplizierte Terminologie, einfache Gedanken)

„Klassenraumdiskurs“

4. Für Fortgeschrittene:

„Lernziel Partizipationsfähigkeit und Netzsensibilität“

5. Überblick über die ganze Theorie

Wer sich in meine Theorie eineinbartein will, kann das Glossar durcharbeiten.

Das wär’s!

Und jetzt schön weiterverbreiten nach dem Prinzip LdL! Viel Spaß dabei!!!

Falls jemand eine Übersicht für einen Vortrag braucht, sollte er diese Vorlage verwenden.

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Isabelle Schuhladen Le Bourhis Foto

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