Antinomien? Was ist das?

Systeme (auch Menschen) bewegen sich im Spannungsfeld von Antinomien (Gegensätzen). Beispielsweise von zentripetalen und zentrifugalen Kräften. Um das Gleichgewicht zu halten (Kontrolle), muss permanent für Ausgleich zwischen den beiden Tendenzen aktiv gesorgt werden.

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45 Minuten

15 Minuten: Vorstellung des Konzeptes

15 Minuten: Gespräche in Zweiergruppen: Inwiefern führt diese Erkenntnis zu mehr Kontrolle und mehr Glück?

15 Minuten: Auswertung im Plenum

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1.Antinomien

Kategorie Kontrolle: Top-down – Zentripetale Kräfte

Kategorie Unbestimmtheit: Bottom-up – Zentrifugale Kräfte

Integration: Dialektisches Denken

2.Warum ist die Chance auf Glück größer, wenn man dies erkannt hat?

Materialien:

Mehr zum Thema „Exploratives Verhalten“

Mehr zum Thema Top-down vs. bottom-up

Mehr zum Thema „Dialektisches Denken“

LdL/NMR-Theorie: Gesamtpaket

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Prof.Dr.Jean-Pol Martin
Ludwigstraße 40
D-85049 Ingolstadt

jpm@ldl.de
Tel. +49.841.12816507
http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Pol_Martin
Blog: https://jeanpol.wordpress.com

Neuronenverhalten? Wozu?

Dass exploratives Verhalten günstig für ein gelungenes Leben ist, wissen wir. Durch Exploration dehnt das Individuum seine Kontrolle über sein Lebensumfeld hinaus. Exploratives Verhalten wiederum setzt sich zusammen aus bestimmten Haltungen, die metaphorisch als „Neuronenverhalten“ bezeichnet werden.

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45 Minuten

15 Minuten: Vorstellung des Konzeptes

15 Minuten: Gespräche in Zweiergruppen: Inwiefern führt Neuronenverhalten zu mehr Kontrolle und mehr Glück?

15 Minuten: Auswertung im Plenum

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Wie verhalten sich Neuronen?

1.Neuronen sind offen und transparent

2.Neuronen geben ihr Wissen sofort weiter. Sie wollen nicht als Person bekannt werden und nehmen sich nicht wichtig.

3.Da Neuronen keine Angst haben, Fehler zu machen und sich zu blamieren, feuern sie sehr schnell ab

4.Wenn Neuronen angedockt werden, reagieren sie sofort

5.Neuronen versuchen ständig Kontakt zu anderen Neuronen herzustellen; sie haben keine Angst, penetrant zu wirken

6.Neuronen sind nicht beleidigt

7.Neuronen machen keine Pause; sie nehmen erst dann Urlaub, wenn ihr Projekt abgeschlossen ist

8.Neuronale Netze gehen mit Unschärfen spielerisch um

9.Neuronale Netze haben eine basisdemokratische Einstellung

10.Achtung, hohe Suchtgefahr: das Neuronenverhalten muss kontrolliert und situationsahängig eingesetzt werden!

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Inwiefern führt Neuronenverhalten zu mehr Kontrolle und mehr Glück?

Materialien:

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Mehr zum Thema „Dialektisches Denken“

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Zentripetale vs. zentrifugale Kräfte in einer Gruppe

Systeme bleiben dadurch stabil, dass sich zentripetale und zentrifugale Kräfte im Gleichgewicht halten. Gelingt es nicht, so löst sich das System auf (die zentrifugalen Kräfte sprengen das System) oder es erstickt (die zentripetalen Kräfte verhindern Expansion). Diese Metapher hilft, zahlreiche Phänomene innerhalb von Gruppen zu beschreiben und kontrollierbar zu halten.

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45 Minuten

15 Minuten: Vorstellung des Konzeptes

15 Minuten: Gespräche in Zweiergruppen: 1. Welche Bedürfnisse werden erfüllt? 2. Was muss noch verändert werden?

15 Minuten: Auswertung im Plenum

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1.Antinomien

Wir wollen Ruhe <-> aber auch Bewegung

Wir wollen klare Vorgaben <-> aber auch Freiheit

Wir wollen in einer Gruppe integriert sein <-> aber auch als Individuum autonom sein

Wir wollen Linearität <-> aber auch nicht-Linearität

usw.

Um das Gleichgewicht zu erhalten (Kontrolle), sind wir auf die Integration beider entgegengesetzen Tendenzen angewiesen.

Aus Sicht der Gruppenleitung

-Die Führung hat die Aufgabe, die Ziele der Gruppe im Auge zu behalten und die Aktivitäten der Gruppe so zu gestalten, dass die Ziele erreicht werden.

-Meist ergibt sich, dass die Ziele, die von der Führung verfolgt werden, von denen der einzelnen Gruppenmitglieder abweichen. Dies kann daran liegen, dass die Mitglieder per Zufall in die Gruppe gerieten und von Anfang an den Zielen gegenüber ablehnend oder indifferent standen

-Dies kann auch daran liegen, dass die Ziele der Gruppe, die von der Führung immer wieder an die sich verändernde Situation angepasst wurden, sich allmählich von den Wünschen des Einzelnen entfernt haben. Es entsteht ein Gegenüber von zentripetalen und zentrifugalen Kräften.

-Meist ruft eine Position (These) eine Gegenposition hervor (Antithese). Es bilden sich zentrifugale Kräfte. Der Leitung obliegt die Aufgabe, zentripetale Kräfte zu erzeugen und These und Antithese im Sinne eines Konsenses dialektisch zu integrieren (Synthese).

-In der Regel stößt die Führung, die durch ihre Funktion permanent die Ziele der Gruppe im Fokus behält (Integration), Vorschläge unterbreitet auf Widerstand, weil die Einzelnen ihre partikularen Ziele verfolgen (Ausdifferenzierung), die nur selten völlig konform mit dem Ziel der Gruppe gehen.

-Problem: Top-down/Bottom-up – Blasenbildung

Beispiele

  • Familie
  • Jugendgruppe
  • Unternehmen
  • Föderalistisches System

2. Warum ist es wichtig, das zu wissen, um erfolgreich und glücklich zu sein?

Materialien:

Mehr zum Thema Top-down vs. bottom-up

Mehr zum Thema „Dialektisches Denken“

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NMR-Module

Folgende Modules sind für 45 Minuten-Sessions gedacht. Adressaten sind Menschen, die über ihre Bedürfnisse und die ihrer Mitmenschen nachdenken wollen, beispielsweise weil sie in sozialen Berufen aktiv sind.

1.>>>Was top-down mit uns anstellt.

Bottom-up die Welt verändern! Mehr Kontrolle gewinnen! – Können wir unsere Bedürfnisse in unserer Alltagswelt so befriedigen, dass wir uns glücklich fühlen? Welche Veränderungen müssten wir in unserer Lebenswelt vornehmen, um unsere Situation (noch) zu verbessern?“

2.>>>Warum sollen wir dialektisch denken?

Unsere Handlungen haben nur ein Ziel: die Lebenserhaltung. Und die Lebenserhaltung läuft über die Kontrolle unseres Lebensfeldes. Auch das Denken gehört dazu (kognitive Kontrolle). Dialektisch Denken bedeutet, dass wir die Position des anderen in den Blick nehmen und versuchen, in unsere eigenen Überlegungen miteinzubeziehen, so dass wir unsere kognitive Kontrolle ausweiten. Es hat den Vorteil, dass beide Positionen am Ende auf einer höheren Ebene integriert sind (Kontrolle).

3.>>>Warum sollen wir uns explorativ verhalten?

Davon ausgehend, dass das zentrale, alles einschließende Bedürfnis des Menschen in der Kontrolle seines Lebensfeldes besteht (Lebenserhaltung), so entspricht exploratives Verhalten einer Ausdehnung von Kontrolle.

4.>>>Zentripetale vs zentrifugale Kräfte in einer Gruppe

Systeme bleiben dadurch stabil, dass sich zentripetale und zentrifugale Kräfte im Gleichgewicht halten. Gelingt es nicht, so löst sich das System auf (die zentrifugalen Kräfte sprengen das System) oder es erstickt (die zentripetalen Kräfte verhindern Expansion). Diese Metapher hilft, zahlreiche Phänomene innerhalb von Gruppen zu beschreiben und kontrollierbar zu halten.

5.>>>Neuronenverhalten? Wozu?

Dass exploratives Verhalten günstig für ein gelungenes Leben ist, wissen wir. Durch Exploration dehnt das Individuum seine Kontrolle über sein Lebensumfeld. Exploratives Verhalten wiederum setzt sich zusammen aus bestimmten Haltungen, die metaphorisch als „Neuronenverhalten“ bezeichnet werden.

6. >>>Antinomien? Was ist das?

Systeme (auch Menschen) bewegen sich im Spannungsfeld von Antinomien (Gegensätzen). Beispielsweise von zentripetalen und zentrifugalen Kräften. Um das Gleichgewicht zu halten (Kontrolle), muss permanent für Ausgleich zwischen den beiden Tendenzen aktiv gesorgt werden.

Kärtchen: NMR-Artikel 1 (Recht auf Denken)

Erstellt von Isabelle Schuhladen Le Bourhis

Neue Menschenrechte. Artikel 1. Das Recht auf Denken.

Teil I: Basiskonzepte

Lebenserhaltung als Ziel: Kontrolle

Das Ziel aller Lebewesen ist die Lebenserhaltung (Martin 2018, 346). Die Lebenserhaltung beruht auf einer Reihe von Verhaltensweisen und Handlungen, die Kontrolle über das Lebensfeld sichern. Dazu zählt die Versorgung des Organismus mit Energie, die Abwehr von Konkurrenten um Ressourcen, das Treffen von Entscheidungen, die für das aktuelle und künftige Überleben von Bedeutung sind. Alle Kontrollaktivitäten werden über das Nervensystem und das Gehirn gesteuert und koordiniert. Aufgabe des Gehirns ist es, Informationen zu verarbeiten und zu konzeptualisieren. Also zu denken. Die Qualität unseres Denkens ist entscheidend für die Qualität unseres Lebens.“