Wie Isabelle LdL in Online-Fortbildungen einführt.

Es gelingt Isabelle Schuhladen Le Bourhis in ihren Online-Fortbildungen die anspruchsvolle LdL-Theorie, in der sie ihre Welt eingerichtet hat, faszinierend darzustellen. Sie erklärt, dass, wenn sie eine neue Klasse erhält, sie als erstes den sehr komplexen Aufsatz „Weltverbesserungskompetenz als Lernziel?“ in Abschnitten aufteilt und die Schüler*innen bittet, in kleinen Gruppen die Textpassagen zu verstehen und im Anschluss im Plenum der ganzen Klasse zu vermitteln. Dieser Prozess kann eine Woche oder länger dauern. Die Schüler*innen werden auf diese Weise mit der LdL-Theorie vertraut gemacht, die als Referenzbasis für den ganzen Unterricht dient. Zum Abschluss werden die Schüler*innen gefragt, ob sie nach dieser Methode arbeiten wollen.

In der Fortbildung selbst werden die TN also als erstes mit der LdL-Theorie konfrontiert, ohne zu wissen, was LdL genau ist und wie LdL funktioniert. Auf dem Hintegrund der Theorie erklärt Isabelle nun schrittweise, konkret welche Maßnahmen und Techniken LdL ausmachen. Also die Aufteilung des Lernstoffes auf Zweier- maximal Dreiergruppen. Jede Gruppe muss einen Abschnitt vermitteln, wobei der Stoff von den Schüler*innen didaktisiert wird, was LdL deutlich von einem traditionellen Projektunterricht unterscheidet. Die Schüler*innen prüfen, ob der Stoff verstanden und verinnerlicht wurde und verteilen Arbeitsaufträge in der Übungsphase.

Man erfährt auch, dass zu Beginn zwar mit dem Lehrwerk gearbeitet wird, denn es ist die Grundlage für den Wissenserwerb nach dem gültigen Lehrplan, aber dass nach der Lehrwerkphase die Schüler*innen selbst ihre Themen wählen, die Inhalte aus dem Netz heraussuchen und ihren Mitschüler*innen nach der LdL-Methode vermitteln.

Mit diesem Aufbau der Fortbildung lädt Isabelle also die TN ein, über den Weg der Theorie in ihre Alltagspraxis hineinzuschauen! Ein ganz origineller Zugang, der den Umweg über die etablierte „Wissenschaft“ erspart und dennoch zur Wissenschaft führt! Hervorragend!

Learning by teaching

Sehr ausführliche Informationen in: Microsoft academic

Learning by teaching: 402 Publications – 20,205 Citations

Definition

Aus: Wikipedia englisch

„In the field of pedagogy, learning by teaching (German: Lernen durch Lehren, short LdL) is a method of teaching in which students are made to learn material and prepare lessons to teach it to the other students. There is a strong emphasis on acquisition of life skills along with the subject matter. This method was originally defined by Jean-Pol Martin in the 1980s.“

Sehr ausführliche Informationen in: Microsoft academic

Reaktionen auf den Band „Neue Menschenrechte“

  1. Prof.Dr.Lutz Becker: Blogrezension: Die Neuen Menschenrechte?

2. Dr.Isabella Kreim: Podcast-Sendung: Neue Menschenrechte (25 Minuten)

3. Prof.Dr. Paul G.:

„(…) Dein Aufsatz „Neubegründung und Reformulierung der AEMR“ ist philosophiegeschichtlich, anthropologisch und natürlich sowieso, was die aktuellen Theorien (Glücksforschung, Kognitionsforschung, Systemtheorie, …) anbelangt, die Du maßgeblich mit vorangetrieben hast, enorm differenziert und „érudit“ (…) . Schön, wie Du auch dialektisches Denken jetzt einbeziehst, super Deine Dekonstruktion der Naturrechtslehren (125) und des Begriffs der „Würde“ (126f.). Auch die Integration von christlichen Begriffen wie der „Brüderlichkeit“ (130) finde ich überzeugend. Und die Stellungnahmen von Robert Zelyk, Melek Turan und Günther Bah zeigen mir, wie Du auch nach dem Schuldienst weiterhin Deine didaktische Überzeugungskraft einsetzt.“

4. Petra Kleine (3. Bürgermeisterin der Stadt Ingolstadt, Grüne)

„(…) Du hast sehr früh formuliert, dass Politik dazu da ist, die Möglichkeiten des Glücklichseins für die Menschen zu organisieren und hast die jeweilige Programmatik daraufhin betrachtet und das fehlende Menschenbild in den Programmen festgestellt. Jetzt bist Du einen Schritt weiter gegangen und formulierst aktiv die Grundbedürfnisse der Menschen und daraus sechs Menschenrechte. Das ist interessant und bringt eine neue, fundierte Perspektive ein, die jenseits von Staatsformen, Verfassungen und Ideologie für alle gültig sein könnte (…)“

5. Alex S. (Unternehmer):

„Ich war überrascht wie breit angelegt die Einflüsse sind, z.B. Anleihen von Covey darin zu finden, den ich schätze. Das Recht auf Denken sehe ich im Zusammenhang mit New Work/Agile Leadership tatsächlich in der Praxis auf dem Vormarsch, vielleicht weniger als Recht, mehr als Postulat. Alle sollen denken in einem psychisch als sicher empfundenen Raum vs. Taylorismus. Mit dem zentralen Begriff ‚Kontrolle‘ (Kontrollbedürfnis) habe ich Schwierigkeiten. Sicherheitsbedürfnis sehe ich.“

(to be continued)

Dr.Isabella Kreim interviewt Jean-Pol Martin: Kulturkanal Ingolstadt (25 Min.)

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