LdL schön in Zitation zusammengefasst 2020

In: Bartsch, K., Ewald, A. & Herzog, D. (2020).Fachwissenschaft und Berufspraxis verbunden durch kollaboratives Peer-Teaching im Studium des Lehramts an Beruflichen Schulen. Journal of Technical Education (JOTED), 8(2), 81–97.

„(…) Das Peer Teaching findet seinen Ursprung in dem Konzept „Lernen durch Lehren“ (LdL), welches Anfang der 80er Jahre von Jean-Pol Martin für den Sprachunterricht an allgemeinbildenden Schulen entwickelt wurde. Zuerst als Methode gedacht, den Lernenden einen höheren Sprechanteil innerhalb einer Lehrstunde zu ermöglichen, indem diese Schritt für Schritt Funktionen der Lehrenden übernehmen, wurde in den Jahren darauf ein umfassender theoretischer Unterbau des Konzepts erarbeitet. Aufbauend auf den Bezugswissenschaften der Bedürfnisforschung, Motivationspsychologie, Organisationspsychologie, Sozialpsychologie und Problemlösepsychologie, besteht das Ziel von LdL in der sukzessiven Stärkung des explorativen Verhaltens, der Kontroll-sowie Problemlösekompetenz der Schüler (vgl. Martin 2000). Eine Basis für die Entwicklung von didaktischen Lehrkonzepten, welche LdL anwenden, besteht dabei in dem Informationsverarbeitungsansatz der Kognitionspsychologie (vgl. Gegner 1994). Dieser beschreibt den dynamischen Zyklus von Informationsinteresse, Informationsaufnahme gefolgt von der Informationsspeicherung, der Reaktivierung der gespeicherten Informationen sowie deren Anwendung. Der Fokus des Lehrenden liegt hierbei auf der Sicherung des Informationsinteresses, um eine beständige Fortführung des Zyklus zu gewährleisten. (…)“

Sammelband: „Neue Menschenrechte?“. Klapptext von Simon Kolbe

Unser Sammelband „Neue Menschenrechte? Bestandsaufnahme eines bedürfnisorientierten Handlungsansatzes“ (Hg. Simon Wilhelm Kolbe, Jean-Pol Martin, Margret Ruep ,2020, Gabriele Schäfer Verlag) erscheint in Kürze.

Klapptext von Simon Kolbe:

Alle Menschen haben das Recht auf Glück

Dieser Band widmet sich dem aus der didaktischen Tradition entstandenen, weltweit rezipierten und als Lebenswerk definierten Ansatz „Lernen durch Lehren“ (LdL) von Jean-Pol Martin und seiner daraus entstandenen bedürfnisorientierten Programmatik. Während der in 1980ern entstandene reziproke Lern-Lehr-Ansatz bereits eine langjährige Prominenz genießt, kann die in diesem Buch vorgestellte und als dessen Konsequenz ermittelte Handlungsprogrammatik „Die Neuen Menschenrechte“ durchaus als junges, provokantes, aber selbstbewusstes, Projekt bezeichnet werden. Was in der oberflächlichen Beurteilung des Titels sowohl auf Ablehnung, aber auch auf Neugier stößt, ist jedoch kein polemisches Konstrukt der Anmaßung, sondern ein wissenschaftliches Ergebnis einer differenzierten Analyse.

Dieses Werk stellt den Versuch dar, die Bedürfnisse des Menschen an vorderste Stelle zu setzen und diesbezüglich Handlungsoptionen in Form von Rechten für Alle zu erarbeiten. Die Relevanz der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist dabei unumstritten und setzt den Maßstab für die vorzufindenden Seiten. Historisch ist dies zwar nicht der erste Versuch seiner Art, jedoch sei hier behauptet, dass es sich hier um einen leicht verständlichen, innovativen, umfassenden und machbaren Weg – auch für das ganz private Glück – handelt. Deshalb ist dieses Buch explizit an eine breite Leserschaft gerichtet und erhebt keineswegs den Anspruch, einer spezifischen Disziplin oder Wissenschaft zugeordnet zu werden oder gar von diesen unkritisch integriert zu werden.