Martin-Theorie in zwei Aufsätzen

Die LdL-Woche in Eichstätt hat gezeigt, dass die Theorie, die ich ab 1982 entwickelt und in meiner Dissertation und meiner Habilitationsschrift veröffentlicht habe, sich als Fundament nicht nur für LdL erweist sondern auch für ganz andere Vorhaben, wie das Formulieren von „Neuen Menschenrechten“.
Wer diese Theorie auf knappem Raum zusammengefasst sucht, findet sie in zwei Aufsätzen:

1. 2002 „Weltverbesserungskompetenz“ als Lernziel?  In: „Pädagogisches Handeln – Wissenschaft und Praxis im Dialog“, 6. Jahrgang, 2002, Heft 1, Seite 71-76

2. 2018 Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle. In: Olaf-Axel Burow, Stefan Bornemann (Hrsg.): Das große Handbuch Unterricht & Erziehung in der Schule. Carl Link Verlag, 2018. S. 345–360. ISBN 978-3-556-07336-0.

Miriam Kirchleitners Lernkonzept

 

Miriam Kirchleitner

Wenn ich mir ein zeitgemäßes Lernkonzept stricken dürfte, wären die Zutaten:

– Nachhaltigkeit: Interessensbasiertes Lernen. Nachhaltig ist Lernen nur dort wo es auf den Interessen und Wünschen des Lernenden aufbaut.

– Komplexität: Steigerung der Komplexität des Lernens durch Kombination und Variation intentionalen und akzidentiellen Lernens.

– Varietät: Förderung unwahrscheinlicher Lernpartnerschaften zwischen „Ungleichem“.

– Offenheit: Grenzüberschreitende Lernprozesse, Hybride Lern-Settings und offene Lernlandschaften.

– Soziale Einbettung: Heterogenes Netzwerk an Lernpartnern.

– Relevanz: Lernen muss konkrete Möglichkeiten eröffnen – ökonomisch, qualifikatorisch, politisch-kulturell oder gesellschaftlich.