Christian Lange transportiert die „Neuen Menschenrechte“ in die Politik!

Es war wieder einmal ein inspirierender Abend und ich habe eine Menge Impulse für meine diesjährige Haushaltsrede mitgenommen. Vor allen Dingen geht es in Zukunft auch um die Frage wie wir den Menschen in unserer Stadt Beteiligung und Teilhabe schmackhafter machen können. Es geht um zeitgemäße, barrierefreie und einfache Bürgerbeteiligung. Diese muss dann aber auch wirklich Einfluss nehmen auf die politischen Entscheidungen. Da müssen wir in Ingolstadt noch vieles gemeinsam voranbringen. Unser Leitbild Bürgerbeteiligung dümpelt in den Schubladen des Oberbürgermeisters vor sich hin und nichts passiert seit Sommer 2017. das möchte ich auch ändern mit Veronika Peters, Petra Kleine, Raimund Köstler und allen anderen Kolleginnen und Kollegen. Danke Jean-Pol Martin!

 

„Learning by teaching“ with Humanoid Robot?

„Starting in the eighties, Martin, professor in languages didactics, used the approach of „Lernen durch Lehren“ to develop the teaching of the French language to German students. This educational method will then widely spread in France then, during recent years, in educational robotics.“

In: Learning by Teaching with Humanoid Robot: A New Powerful Experimental Tool to Improve Children’s Learning Ability

Journal of Robotics
Volume 2018, Article ID 4578762, 11 pages
https://doi.org/10.1155/2018/4578762

Tobias Illigs Interview: JPM über Lernen, Motivation, Führungskräfte

 

Isabelle Schuhladen Le BourhisSehr schönes Interview, das die Komplexität des LdL-Konzeptes perfekt rüber bringt! Ich bin ein großer Fan von JPM, habe bei ihm in EI studiert, bin jetzt auch Lehrerin und lebe im LdL-Modus. Gestern habe ich ein One Best Thing bei der Tagung #eduswabia in Gersthofen gehalten. Für viele klang es vor ein paar Jahr sehr verrückt, heute aber haben viele erkannt, dass dies der richtige Weg ist: Komplexität suchen, konzeptualisieren, neue Lösungen entwickeln und dann: diesen Menschen eine Bühne anbieten, wo sie ihr neues Wissen, das sie gemeinsam konstruiert haben, zu präsentieren. Dadurch bekommen sie die Möglichkeit, sich zu vernetzen, neue unbekannte Felder zu entdecken und so geht es weiter! Explorativ sein!“
Die Theorie dazu (2018, nur 15 Seiten)

Basistext: PdF-Download

Jean-Pol Martin: Lernen durch Lehren: Konzeptualisierung als Glücksquelle. In: Olaf-Axel Burow, Stefan Bornemann (Hrsg.): Das große Handbuch Unterricht & Erziehung in der Schule. Carl Link Verlag, 2018. S. 345–360. ISBN 978-3-556-07336-0.

 

Gemeinwohlmatrix

GWOE_Gemeinwohl-Matrix-5.0

Andreas Broszio zu „meinen“ Menschenrechten

Andreas Broszio Es ist wichtig festzuszellen, dass es sich da in meinem Verständnis nicht um ein Modell handelt. Modelle vereinfachen Wirklichkeit. Hier handelt es sich um theoretisch\begrifflich und empirisch fundierte Gestaltungsperspektiven. Streng genommen daher sogar um eine Steigerung von Komplexität. Und die ist auch dringend erforderlich in vielen Bereichen.

 

Simon Wilhelm Kolbe zu „meinen“ Menschenrechten

Ausgangspunkt: Ein Menschenbild für das 21.Jh.

Uli Sager meint:
„Jeder von uns könnte die Menschenrechte neu formulieren, aber das wird uns nicht weiterbringen. Es gibt eine UN-Agenda 2030 und die sollte gestärkt werden, damit sich die Staaten daran halten. Einige Städte verwenden diese Agenda als Vorlage. Das sollten wir unterstützen. Wenn jeder seinen eigenen Kram macht, dann kommen wir zu nichts.“

 

Was meinst du, Simon Wilhelm Kolbe?

Simon Wilhelm Kolbe, danke für die Frage:

Ich sehe deine Ausarbeitungen zu den „neuen Menschenrechten“ als ein wissenschaftlich fundiertes und humanistisch motiviertes Ansinnen die menschlichen Bedürfnisse in einem Format von „Menschenrechten“ zu verbreiten. Nach meinem Verständnis handelt es sich dabei aber nicht um eine fragwürdige Neufassung oder einen zu vernachlässigenden Individualweg. Sondern hier entsteht ein Angebot, dass Individuen, Institutionen und Organisationen mit Hilfe unterschiedlicher theoretischer Begründungen und Bezügen die Möglichkeit bietet, die eigene Agenda konkret optimieren zu können. Vor allem bietet die Komplexitätsreduzierung in Verbindung mit klaren Theorie- und Menschenrechtsbezügen eine Niederschwelligkeit an, die durch eine leichte Verständlichkeit charakterisiert ist. Das steht in keinem Widerspruch zu notwendigen globalen Maßnahmen, Diskursen, den Menschenrechten und anderen Formaten (e.g. Salamanca Erklärung, Bonner Erklärung oder Behindertenrechtskonvention). Diese sind, wie viele andere Gesetze und Verordnungen juristischer Natur und daher für viele nicht fassbar und umsetzbar. Die Bedürfnisdomänen von Martin sind jedoch klar benannt und haben eine Richtlinienfunktion. Die Existenz vieler anderer Erklärungsansätze ist ein Indiz für die Notwendigkeit von neueren Modellen. Also ist Martin im Recht, wenn er mit seiner Expertise versucht ein Modell zu zeigen, dass für alle gedacht ist, das verstanden werden kann, das reflektiertes Handeln ermöglicht und das individuelles und gesellschaftliches Streben nach Lebenszufriedenheit mit der Bearbeitung von Bedürfnisdomänen beantwortet sieht.

 

Ein weiteres Statement von Simon Wilhelm Kolbe am 13.12.2018

„Tatsächlich sind die „neuen Menschenrechte“ in meinen Augen ein sehr wichtiger Teil in der sozialpädagogischen Handlungsorientierung. Wir können an diesem Modell sehr schnell erkennen wo bei unseren Klienten*innen Bedürfnisse strukturell oder individuell nicht berücksichtigt oder vernachlässigt werden. Dann kann man in den einzelnen Settings gemeinsam mit den Betroffenen überlegen und daran arbeiten, diese Lücken bestmöglich zu schließen. Dabei spielt die Expertise der Betroffenen eine elemtare Rolle, sie können ihre Bedürfnisse äußern und die Sozialpädagogen haben die Aufgabe, die strukturellen Bedingungen zu erläutern und gemeinsam mit allen Beteiligten Handlungsoptionen zu entwickeln. Dabei vermitteln sie zwischen den Perspektiven der Behörden, Gesetzgebern, Klienten*innen, Anwälten, Medizin und Gesellschaft (uvm) . Diese haben dabei wiederum bestimmte eigene Bedürfnisausprägungen, die wir mit dem Modell nach Jean-Pol Martin genauso erarbeiten können. Damit kann man sehr gut auf einer gleichwertigen Verständnisebene kommunizieren und zusammenarbeiten.“