Unser TOP 20 der LdL-Begriffe RS Meitingen

Liste der Begriffe, die Isabelle Schuhladen Lebourhis ab Klasse 6 einführt.

(1) Antinomien
Der Mensch ist nie zufrieden mit dem was er hat. Wenn Ordnung herrscht, wünscht er sich Chaos. Wenn es zu ruhig ist, wünscht er sich Action. Wir versuchen die perfekte Mischung zu finden, je nach Bedürfnissen der Klasse.
(2) Bottom up
Wir machen unsere Mitschüler nicht nieder („Das kann nicht sein! Das ist doch falsch! Du wirst es nie kapieren!), sondern puschen sie, wir probieren es immer wieder, wir geben nicht auf à wir sind redundant und geben ihnen Mut
(3) Exploratives Verhalten
Wir probieren vieles aus, ohne wirklich zu wissen, ob es funktioniert wird. Aber wir versuchen es und lernen Einiges dabei! Denn wir wissen ja, Fehler sind erlaubt! No risk, no fun!
(4) Fehlerkultur
Bei uns sind Fehler erlaubt. Wir bauen sogar welche absichtlich ein, sodass unsere Mitschüler stets aufmerksam und konzentriert dran bleiben. ALLE müssen aktiv mit denken! Sie freuen sich, wenn sie die Lehrenden verbessern können! Aus Fehlern lernt man!
(5) Flow
„Wenn man etwas nicht versteht, aber sich dann eben gegenseitig hilft oder alleine auf die Lösung kommt, hat man eine Schwelle übertreten und wenn man dann noch gelobt wird (Anerkennung, Lob), fühlt man sich sehr gut und erlebt Flow.“ Patrizia
(6) Klasse als Gehirn
Unsere Klasse ist ein Gehirn: Jeder Schüler ist ein Neuron! Zwischen den Schülern (oder den Neuronen) entstehen Verbindungen oder Synapsen, denn wir lernen miteinander und voneinander. Jeder bringt sein Wissen ein. Gemeinsam konstruieren wir neues Wissen.
Jeder Neurone ist wichtig! Denn jeder ist eine wertvolle Ressource für die Klasse!
Jean-Pol Martin hat im Rahmen der Methode Lernen durch Lehren das Modell des Gehirns – insbesondere die Funktionsweise von neuronalen Netzen – auf den Unterricht übertragen[1]. Entsprechend wird auch der Klassenraumdiskurs umgestaltet (siehe die genaue Beschreibung in dem Artikel Lernen durch Lehren): Das Arrangement im Klassenzimmer orientiert sich an der Gehirnstruktur. Zwischen den Lernern, die metaphorisch als Neuronen eingesetzt werden, entsteht durch intensive Interaktionen eine Vernetzung mit entsprechenden Netzwerkeffekten (Reaktionsschwelle, Selbstreferenzialität, Resonanz, Redundanz). Im Rahmen dieser Interaktionen werden Informationen zu Wissen veredelt, indem permanent relevante aus irrelevanten Informationen selektiert werden und zur nächsthöheren Instanz zur Bearbeitung weitergeleitet werden (Komplexitätsreduktion). Wie im Gehirn entstehen aus diesen Interaktionen Emergenzen, es wird Wissen kollektiv konstruiert. Während im instruktionistischen Modell man es mit Linearität a priori zu tun hat, entsteht bei LdL Linearität a posteriori. Oberstes Prinzip ist die Ressourcenorientierung, denn die Informationen, die zur Wissenskonstruktion benötigt werden, stammen entweder aus den Lernern selbst, oder aus der Umwelt. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass der Klassenraumdiskurs in großer Konzentration erfolgt, damit alle Informationen erkannt und verarbeitet werden (Aufmerksamkeitsökonomie, Reaktionsschwelle). Wikipedia
(7) Konzeptualisierung
(8) Menschenbild
Wir wissen, dass der Mensch unterschiedliche Bedürfnisse hat (Siehe die Pyramide von Maslow). Unser Ziel ist, viele von diesen Bedürfnissen zu befriedigen.
(9) Neuronenverhalten
(10)Redundant und penetrant sein: Siehe Neuronenverhalten! https://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Jeanpol/Neuron
(11)Ressourcenorientierung
Jeder von uns hat Fähigkeiten. Dank LdL lernen wir die Fähigkeiten (und Talente) von den anderen kennen und schätzen. Jeder hat seine Stärken! Wir docken uns immer an! So entstehen Synapsen, Verbindungen, wir kommen im Lernprozess weiter und zwar viel schneller als alleine!
(12)Selektieren und Komplexitätsreduktion
Wir können nicht alles lernen! Wir sind uns die wichtigsten Infos heraus (bzw. die Infos, die für uns relevant sind >> https://jeanpol.wordpress.com/2009/02/21/relevantes-wissen/ ) und verbinden sie mit dem schon vorhandenen Wissen (Wozu brauche ich es? In welcher Situation?). > Visualisierung
(13)Spermatozoiden-Metapher >>> Der Hit in der 8e!
„Auch wenn keine Reaktion zu sehen ist, speise ich Millionen von Impulsen in das System ein (Spermatozoidenmetapher) in der Hoffnung, das einer das Ziel erreicht und vielleicht etwas Großartiges (Emergenz) entsteht.“ JPM
Wir sind schnell, haben keine Zeit zu verlieren, reagieren sofort (= Neuronen – Wir arbeiten mit Hirn!), wir haben viele Ideen (ein paar kommen an: Genial!)
Wir freuen uns über jeden neuen Impuls und machen „wild“ mit (Wir wollen jetzt ein Treffen mit Macron organisieren). Wir sind sehr spontan und kreativ. Wir werden stets gepuscht: Das macht Spaß!
(14)Synapsen
Verbindung zwischen den Neuronen
Siehe Klasse als Gehirn
(15)Transparenz
= Durchschaubarkeit à Wir wollen die Situation unter Kontrolle haben
(16)Verantwortung
Wir bekommen große Verantwortung von unserer Lehrkraft. Aber das tut gut! Wir haben eine sinnvolle Aufgabe!
(17)Vertrauen
Wir schenken uns gegenseitig Vertrauen! Jeder von uns ist in der Lage eine Stunde zu halten! Wenn wir spüren, dass eine Stunde nicht gut vorankommt, helfen wir mit und geben Tipps!
(18)Visualisierung
Wir verbinden immer das neue Wissen zu dem schon vorhandenen. Es entstehen stets neue Verbindungen oder Synapsen (die Verbindungen werden wirklich nachhaltig, wenn sie mit positiven Emotionen verbunden sind!), die wir anhand einer Zeichnung darstellen. So tun wir uns viel leichter um das Ganze zu wiederholen!
(19)Wissenskonstruktion :
(20)Glück!
Voraussetzung: GFK (Gewaltfreie Kommunikation) und Einführung in der Neurowissenschaft!
Unser TOP 5
_________________________________
Wir komprimieren!
1. Exploratives Verhalten – Fehlerkultur
2. Klasse als Gehirn – gemeinsame Wissenskonstruktion > Flow!
3. Visualisierungen
4. Menschenbild
5. Vertrauen und Transparenz
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