Débuter avec LdL: lettre d’Isabelle Schuhladen Le Bourhis à un collègue…

Monsieur M…,
Je viens de relire votre mail de ce matin.
Alors, déjà avant de commencer à enseigner la méthode LdL en Cours, je vous conseille que les élèves lisent l´article „Weltverbesserungskompetenz als Lernziel“ en Petits groupes. Moi je fais comme ca: Je donne à chaque groupe une petite partie de l´article (un groupe travaille sur le Sujet „Exploratives Verhalten„, un autre „Kontrolle“, „Flow und Lob“, voir les définitions dans le glossaire).
Chaque groupe doit préparer un schéma pour expliquer le contenu au reste de la classe. Généralement les élèves ont peu de problèmes à comprendre ces textes, et sinon je suis là de toute facon! Je leur demande aussi de réfléchir à la facon dont ils pourraient utiliser cette théorie au quotidien (en famille, Avec les amis, à l´école). Ensuite nous lisons l´article „Klasse als Gehirn + Wie verhalten sich Neuronen? (voir ci-dessous) . Ca ils adorent!!! Et d´ailleurs cette théorie est indispensable! C´est de cette facon qu´ils comprennent le but de LdL et comment fonctionne vraiment cette méthode. Pour moi LdL n´est pas une méthode, mais un principe que nous utilisons tous les jours en Cours, mais pas qu´en Cours, en famille, Avec les amis… Le role de l´élève doit etre rapidement défini, ainsi que celui du prof.
Les élèves doivent également savoir que les fautes sont autorisées ou plutot indispensables!!! Voilà en fait les differentes étapes que je vous conseille avant de commencer Avec la méthode LdL. Je laisse les élèves décider s´ils veulent maintenant travailler de cette facon. Ils en sont toujours convaincus!
Si vous avez des questions, n´hésitez pas! Et si vous êtes dans la région de Augsburg (notre école est à Meitingen), nous serions très heureux de vous accueillir!
A bientot
Isabelle Schuhladen

Documents

Wie man sich als Neuron verhalten soll  (nach Martin, 2011)
  1. Neuronen sind offen und transparent
  2. Neuronen geben ihr Wissen sofort weiter. Sie wollen nicht als Person bekannt werden und nehmen sich nicht wichtig.
  3. Da Neuronen keine Angst haben, Fehler zu machen und sich zu blamieren, feuern sie sehr schnell ab
  4. Wenn Neuronen angedockt werden, reagieren sie sofort
  5. Neuronen versuchen ständig Kontakt zu anderen Neuronen herzustellen; sie haben keine Angst, penetrant zu wirken
  6. Neuronen sind nicht beleidigt
  7. Neuronen machen keine Pause; sie nehmen erst dann Urlaub, wenn ihr Projekt abgeschlossen ist
  8. Neuronale Netze gehen mit Unschärfe spielerisch um
  9. Neuronale Netze haben eine basisdemokratische Einstellung
  10. ACHTUNG, HOHE SUCHTGEFAHR: das Neuronenverhalten muss kontrolliert und situationsabhängig eingesetzt werden

 

Der Weg zum erfolgreichen Lernen
Das Arrangement im Klassenzimmer orientiert sich an der Gehirnstruktur. Zwischen den Lernern, die metaphorisch als Neuronen eingesetzt werden, entsteht durch intensive Interaktionen eine Vernetzung mit entsprechenden Netzwerkeffekten (Reaktionsschwelle, Selbstreferenzialität, Resonanz, Redundanz). Im Rahmen dieser Interaktionen werden Informationen zu Wissen veredelt, indem permanent relevante aus irrelevanten Informationen selektiert werden und zur nächsthöheren Instanz zur Bearbeitung weitergeleitet werden (Komplexitätsreduktion). Wie im Gehirn entstehen aus diesen Interaktionen Emergenzen, es wird Wissen kollektiv konstruiert. Während im instruktionistischen Modell man es mit Linearität a priori zu tun hat, entsteht bei LdL Linearität a posteriori. Oberstes Prinzip ist die Ressourcenorientierung, denn die Informationen, die zur Wissenskonstruktion benötigt werden, stammen entweder aus den Lernern selbst, oder aus der Umwelt. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass der Klassenraumdiskurs in großer Konzentration erfolgt, damit alle Informationen erkannt und verarbeitet werden (Aufmerksamkeitsökonomie, Klassenraumdiskurs).
Unter Klassenraumdiskurs sind Ablauf und Struktur der Interaktionen im Klassenzimmer zu verstehen. Historisch ist eine Entwicklung von der Frontalstruktur bis zu den 1970er Jahren hin zu freien Arrangements (Projektarbeit, Freiarbeit, Stationenlernen) zu beobachten. In letzter Zeit, da im Zuge des Paradigmenwechsels Lernprozesse zu erheblichem Teil aus dem Unterricht ausgelagert werden, gewinnen die Aktivitäten im Klassenzimmer eine neue Bedeutung. Der Klassenraumdiskurs dient nicht mehr der Vermittlung von neuem Wissen sondern der kollektiven Aufarbeitung der aus der Umwelt gesammelten Informationen. Dies führt zu einer genaueren Strukturierung des Klassenraumdiskurses, beispielsweise in der Methode Lernen durch Lehren. Der Präsenzunterricht wird zum Ort, an dem Wissen gemeinsam konstruiert wird.
 Komplexitätsreduktion
= Relevante aus irrelevanten Informationen werden selektiert
à Informationen werden dadurch verarbeitet
à So werden Informationen zu WISSEN
à erfolgreiches und nachhaltiges Lernen
  • sich mit der Theorie auseinandersetzen
  • Visualisierungen erstellen (anschaulich, Vernetzung + Interaktionen werden klarer
  • „Spickzettel“-Theorie
    Isabelle Schuhladen Le Bourhis Dass alle es richtig verstehen: Ich bringe Ihnen diese Komplexitätsreduktion (Methode) bei und DANN machen es die Schüler selbstständig. Erst wenn sie den Prozess SELBER durchführen, lernen sie.
    Jean-Pol Martin Incroyable!
    Isabelle Schuhladen Le Bourhis Morgen bekommen sie die Theorie dazu. Sie werden eine Visualisierung erstellen, aber nicht über die Theorie, sondern über den ganzen Stoff, was bis jetzt gelernt wurde. So werden sie feststellen, was sie noch wiederholen, vertiefen oder lernen müssen und auch überprüfen können, ob sie fit für die SA sind!
    Isabelle Schuhladen Le Bourhis Ich kann es nicht erwarten!
    Jean-Pol Martin Ja, es ist absolut unglaublich!
           
Der Klassenraumdiskurs im Frontalunterricht
Der Frontalunterricht, der sich heute noch großer Beliebtheit erfreut, verläuft nach dem instruktionistischen Muster. Die Schüler sitzen hintereinander im Klassenzimmer. Der Lehrer präsentiert den neuen Stoff und die Schüler bemühen sich, die Inhalte aufzunehmen und zu begreifen.
Allein schon aufgrund der Sitzordnung, die die Blickrichtung der Lerner auf die Tafel und den Lehrer lenkt, kann kaum Interaktion zwischen den Schülern entstehen. Der Klassenraumdiskurs erfolgt zwischen einzelnen Schülern und dem Lehrer. Der Lehrer stellt Fragen, um zu prüfen, ob seine Präsentation verstanden wurde oder um weitere Reflexionen über den Stoff auf Seiten der Schüler anzuregen.
Der Klassenraumdiskurs bei offenen Methoden
Freiarbeit
Bei der Freiarbeit verlaufen die Interaktionen zwischen den Schülern ungesteuert im Rahmen ihrer unterschiedlichen Aktivitäten. Ein organisierter Klassenraumdiskurs erfolgt lediglich im Rahmen von Präsentationen, wenn diese im Unterrichtsarrangement vorgesehen sind.
Stationenlernen
Beim Stationenlernen ist kein strukturierter Klassenraumdiskurs vorgesehen.
Projektarbeit
Wie bei der Freiarbeit verlaufen in der Projektarbeit die Interaktionen zwischen den Schülern ungeplant. Ein organisierter Klassenraumdiskurs findet lediglich im Rahmen der von Schülern am Ende der Projekte durchgeführten Präsentationen statt. Diese Präsentationen können auch nach dem LdL-Verfahren gestaltet werden
Lernen durch Lehren
Jean-Pol Martin hat im Rahmen der Methode Lernen durch Lehren das Modell des Gehirns – insbesondere die Funktionsweise von neuronalen Netzen – auf den Unterricht übertragen[1]. Entsprechend wird auch der Klassenraumdiskurs umgestaltet (siehe die genaue Beschreibung in dem Artikel Lernen durch Lehren):
Das Arrangement im Klassenzimmer orientiert sich an der Gehirnstruktur. Zwischen den Lernern, die metaphorisch als Neuronen eingesetzt werden, entsteht durch intensive Interaktionen eine Vernetzung mit entsprechenden Netzwerkeffekten (Reaktionsschwelle, Selbstreferenzialität, Resonanz, Redundanz). Im Rahmen dieser Interaktionen werden Informationen zu Wissen veredelt, indem permanent relevante aus irrelevanten Informationen selektiert werden und zur nächsthöheren Instanz zur Bearbeitung weitergeleitet werden (Komplexitätsreduktion). Wie im Gehirn entstehen aus diesen Interaktionen Emergenzen, es wird Wissen kollektiv konstruiert. Während im instruktionistischen Modell man es mit Linearität a priori zu tun hat, entsteht bei LdL Linearität a posteriori. Oberstes Prinzip ist die Ressourcenorientierung, denn die Informationen, die zur Wissenskonstruktion benötigt werden, stammen entweder aus den Lernern selbst, oder aus der Umwelt. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass der Klassenraumdiskurs in großer Konzentration erfolgt, damit alle Informationen erkannt und verarbeitet werden (Aufmerksamkeitsökonomie, Reaktionsschwelle).
Reaktionsschwelle).
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