Laura Caus LdL-Artikel in PÄDAGOGIK.

Laura Caus Artikel in der Zeitschrift PÄDAGOGIK 2/15.

Eine hervorragende Beschreibung und Anleitung zum Einsatz der Methode! Laura ist meine ehemalige Schülerin und Studentin (ich bin sehr stolz!).

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8 Antworten

  1. Hallo

    also manchmal dieses Konzept umzusetzen finde ich gut und es ist quasi ja ähnlich zu ‚Kinder führen Kinder‘ ABER: ich selbst hatte dieses Konzept ausschließlich im Physikunterricht der 9. Klasse und die gesamte Klasse fand es nicht gut und hatte durchweg schlechte Noten in dem besagten Schuljahr – ich selber hatte dabei immer das Problem -entweder ich bereitete mich selber vor, dann waren die Vorträge langweilig oder ich hatte mich nicht vorbereitet, dann hatte ich es nicht verstanden durch die Vorträgen, weil Physik der 9. Klassen doch vielen schwer fällt und die Vortragenenden es häufig vermutlich selbst nicht verstanden hatten –
    bei ‚Kinder führen Kinder‘ lief es immer so, dass die Kinder erst etwas zu den Objekten von den Übungsleitern vorgetragenen bekommen, dann selbst noch Dinge dazu erarbeiten und dann das Vortragen auch geübt hatten und den anderen Kinder beim Vortragen zugehört haben
    Ganz normaler Unterericht wird für ausschließlich solchen Unterricht nie die Kapazität besitzen, es gibt aber jede Menge zu lernen, was ich auch gern gelernt hätte in der Schule, sodass nicht unbedingt weniger Stoff hilft – weshalb bestimmt eine gute Mischung aus verschiedenen Konzepten sicherlich ne gute Sache ist – auch Frontalunterricht
    ich denke eines der grundlegensten Probleme der Schulen ist, dass Lehrer falsche Prioritäten im Studium vermittelt bekommen: z.B. dass Unterricht minutiös geplant sein muss- danach werden sie auch im Referendariat bewertet – es gibt nichts langweiligeres für den Vortragenden selbst als minutiös geplanter Unterricht und diese Überdrüssigkeit zu einem Thema/ einer Stunde überträgt sich ja dann ganz leicht auf die motivation der Schüler- so wird dann jeder gutgemeinte Vorschlag wie mehr Intersizipliinarität genauso langweilig wie vorher – Lehrer müssten einfach auch ihr Fachwissen viel interdiziplinärer selbst erlernen und Begeisterung für Ihr Fach und angrenzende Fächer mitbringen
    viele Grüße MINTiKi

  2. Sie haben Recht: Vorträge, wie Sie diese im Physikunterricht erlebt haben, sind extrem langweilig. Aber LdL ist das Gegenteil davon. Die Schüler werden angehalten, den Stoff zu didaktisieren, also eine ganze Palette von Methoden einzusetzen, damit auf keinen Fall Referate oder ähliches enstehen. Hier die Beschreibung der Methode LdL noch einmal: https://de.wikipedia.org/wiki/Lernen_durch_Lehren

  3. Ah, Jean-Pol, du warst schneller🙂 Das mit dem gedanklichen „Setzen“ von Vorträgen ist eine Fehlvorstellung, der ich immer wieder begegne, wenn ich von LdL berichte. An Hochschulen, wo ich unterwegs bin, irritiert mich das gar nicht — Vorträge dominieren dort einfach fast alles. In der Schule finde ich es trotzdem seltsam, wenn LdL von Lehrern und Lehrerinnen mit Vorträgen durch Schüler und Schülerinnen gleichgesetzt wird.

    Ich habe zwar selbst LdL nie in der Schule erlebt, kann aber immerhin Eindrücke von Studierenden zur Diskussion beisteuern. In dem Fall war aber neben Vorträgen „alles“ denkbar.

  4. Entschuldigung für die späte Antwort, ich habe erst jetzt die nachfolgenden Kommentare gelesen
    und ich bin kein Fan, von dem was ich da sehe: Mind-Map – warum?! – ich bin nun doch eher logisch „gestrickt“ – daher meine Frage: was ist an Mind-Maps gewinnbringend? die neurobiologische Begründung ist Unfug (und ich habe da ein klein wenig Ahnung) und meine Efahrung bestätigt, dass es nichts bringt
    eine SWOT-Analyse – uff auch das klingt und sieht danach aus: nach langer Weile pur – also nach viel „Labern“ und zähes Weiterkommen – ich hatte kritisiert, nicht, dass ich einen Vortrag an sich langweilig finde, sondern, dass es wenig bringt, wenn der Lehrende es selber nicht verstanden hat – ein Vortrag kann super spannend sein – ich selber habe über ein Thema in der 12 einen Vortrag Gehalten, zu dem sich Leute bei mir hinterher bedankt haben, die mich nicht leiden konnten und so ruhig wie während meines Vortrags war es in der Klasse auch sonst nie
    Hin und wieder solcher Unterricht – sehr gut durchgeplant & vorbereitet mit straffem, logischem Aufbau: ok, ABER: nur solchen Unterricht zu machen benachteiligt erstens Kinder aus nicht behüteten Elternhäusern massiv und ist nicht sonderlich effizient – und unsere Kultur (also der Technikfortschritt) ist durch die aktive Weitergabe da wo sie ist, nicht durch: „jeder lernt alles selber und macht jeden Fehler auch noch einmal selbst“
    und um ein mündiger Bürger zu sein, braucht man bestimmtes Wissen in unserer Gesellschaft – und leider werden die Lehrpläne in den letzten Jahren immer leerer – und das weiß ich aus dem Vergleich zwischen mir und meinen wesentlich jüngerem Geschwisterkind – die zunehmende Überforderung der Kinder kommt also mit nichten aus zuviel Stoff, wie viele immer behaupten

  5. Eigentlich haben Sie nichts vorgebracht, das LdL in Frage stellt. Natürlich sind gute Vorträge bei LdL möglich und erwünscht. Solange die Adressaten zuhören und verstehen. Wenn es der Fall ist, dann spricht nichts dagegen, ganz im Gegenteil. Aber LdL integriert alle Techniken, auch Vorträge und Frontalunterrichts-Phasen. Ansonsten: „benachteiligt erstens Kinder aus nicht behüteten Elternhäusern massiv und ist nicht sonderlich effizient“. Das müssten Sie belegen. Unsere Erfahrung spricht gegen Ihre Vermutungen.

  6. Die Schüler bei LdL halten im Unterricht keinen Vortrag, sondern wollen der Klasse den neuen Stoff beibringen.Wenn die Lehrer-Gruppe den Stoff nicht richtig verstanden hat, kann sie ihn nicht beibringen. Aber so weit kommt es nicht: 1) Der Lehrer überwacht die Vorbereitungen, ist hier ein Coach, schaut, dass die Schüler alles richtig verstanden haben + Der Lehrer weiß, was die Schüler vorhaben und wie sie es machen wollen 2) Die Kenntnisse, die die Lehrer-Gruppe erklärt, sind noch kein Wissen, das heißt, erst im konstruktiven Gespräch mit der Klasse entsteht ein nachhaltiges Wissen. 3) Der „richtige“ Lehrer ist anwesend während der LdL-Stunde, er interveniert und stellt gezielte Fragen, um das Niveau der Diskussion zu erhöhen, wenn es nötig ist.

    Mind-Map…. sind zum Beispiel beim Vokabeln-Lernen sinnvoll (thematische Sortierung), für Schüler hilfreich

    Visualisierungen sind noch besser! und das schöne daran ist, dass sie uns glücklich machen!
    Siehe: https://jeanpol.wordpress.com/2013/06/02/konzeptualisieren-gluck/

  7. LdL-Theorie und Praxis von Schülern erklärt:

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