LdL auch in Japan?

 

  • Gisela Doi Ich habe in diesem Wintersemester (gerade mit den Abschlusstests zu Ende gegangen) besonders viel mit LdL gearbeitet und dabei festgestellt, dass natürlich die guten Studierenden davon profitieren, aber auch gerade insbesondere diejenigen, die schon etwas durchhingen und/oder gerade dabei waren, das Deutschlernen aufzugeben… Tolle Methode!
  •  Gisela Doi In der abschliessenden Unterrichtsevaluation wurde dieser Teil des Unterrichts von vielen Studierenden nochmal als besonders positiv und als im Gedaechtnis geblieben hervorgehoben.

LdL aktuell

von Peter Ringeisen.

Aktuelle Hinweise auf Fortbildungen mit LdLMOOC-Teilnehmern & anderen LdL-Aktiven

  • 26.2.2015: LdL-Fortbildung an der Gesamtschule Hollfeld mit Peter Ringeisen und Gabriele Tröster
    Organisation: Dr. Walter Wagner, Uni Bayreuth/Unabhängige Regionalgruppe Bayreuth & Kulmbach von “Schule im Aufbruch”
    LDL_Fortbildung_Hollfeld
  • 5.2.2015: Schulinterne Lehrerfortbildung am Luitpold-Gymnasium, München, mit Jean-Pol Martin, Laura Cau und ihren Schülerinnen (München), Isabelle Schuhladen-Lebourhis mit ihren Schülerinnen (Meitingen)
    Organisation: Laura Cau
    München_LdL-SchiLF_LauraCau_Plakat

Hier geht es weiter…

90 Minuten, um Ingolstadt zu verstehen. Bericht von Michael Olma.

Der in Paris geborene (emeritierte) Professor (Didaktik und Methodik) Jean-Pol Martin (sein Blog) brennt lichterloh für die Dinge, denen er sich annimmt. Zu seinem Abschied von der Universität Eichstätt schrieb der Donaukurier: “Jean-Pol Martin ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten der deutschen Bildungslandschaft“. Jeder der ihn kennt, weiß was ich und die Zeitung meinen.

Jene, denen dieses Vergnügen(!) bisher noch nicht vergönnt war, bedürfen dazu nur wenig. Seit einiger Zeit nämlich, bietet Martin – neben unzähligen anderen Aktivitäten – eine Stadtführung an. Er nennt sie “90 Minuten um Ingolstadt zu verstehen“. Sein leidenschaftliches(!) Augenmerk dabei: Die Ingolstädter Geistesgeschichte.

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Die Führung ist unbezahlbar. Das gilt ein- und zweideutig! Interessenten melden sich einfach per E-Post bei ihm.

Ich garantiere selbst waschechten Schanzern Neuland. Auf dass die Verrückten die Dinge weiter voranbringen! Wir waren am Ende jedenfalls illuminiert… Ein herzliches Dankeschön dafür Jean-Pol!

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Quelle: Blog von Michael Olma

Anitas neues Statement über mein anthropologisches Modell.

Anita ist Wissenschaftlerin und regelmäßige Leserin meiner Blogeinträge.

Hier ihr jüngster Kommentar:

@jeanpol Deine Konzepte bezgl. Informationsverarbeitung, flow, Emergenz, Konzeptualisierung u.a.m. werden wohl ewig Gültigkeit haben. Menschen, die „lernmässig“ (blödes Wort, aber es fällt mir im Moment kein besseres ein), unterwegs sind, und das sind wir ja in einem gewissen Sinne alle, ticken nun mal genau so wie es bei dir nachzulesen ist. Insofern werden diese Konzepte solange Gültigkeit haben, wie es den „heutigen“ Menschen gibt, es sei denn, er verändert sich vielleicht durch eine ungeheure Mutation dermassen, dass du sie neu schreiben müsstest :)) . Also könnten sie gegenwärtig, wenn überhaupt, höchstens eine Ergänzung erfahren.

Und so schau ich einfach gerne immer mal wieder rein.

Permanente Stoffentrümpelung als Aufgabe der Didaktik.

Immer schon war ich der Meinung, die Aufgabe der Didaktik sei nicht, die fachwissenschaftlichen Inhalte für die Schule zu transformieren, sondern die Schule zu schützen, gegen eben diese Zumutung. Herauspicken, was aus den Fachwissenschaften brauchbar für die Lebensbewältigung sei und immer wieder aus den Schulinhalten entfernen, was Belastung, aber keinen Gewinn für die Lebensbewältigung sei. Und, wenn noch dazu Zeit und Energie bleibt, die Bearbeitung von lebensrelevanten Inhalten durch die Wissenschaft einzufordern, falls diese dazu in der Lage ist.

In diesem Sinne gebe ich einen Blogeintrag von Marc Schakinnis wieder, der mir in diese Richtung zu weisen scheint:

(…)

Aber mit dem Zeitbegriff für Bildungsprozesse angestaubten und lebensweltfremden Unterrichtsstoff zu verteidigen ist mir deutlich zu einfach. Wissen vermehrt sich rasant, die Gesellschaft entwickelt sich ständig weiter, entsprechend muss sich auch der Unterrichtsstoff in der Schule entwickeln. Natürlich spiel der Zeitbegriff dabei eine Rolle, denn trotz dieser Expansion des Wissens steht den Schülern ja nicht mehr Zeit zum Lernen zur Verfügung, der Zeitbegriff wächst ja nicht mit. Die Rahmenpläne für Unterrichtsstoff zu entwickeln und die individuelle Stoffauswahl des Unterrichts durch die Lehrenden ist daher heutzutage eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Genau wie die wichtige Aufgabe den Schülern spannenden Lehrstoff anzubieten. Wenn Schüler sich angeregt und motiviert mit dem Ihnen angebotenen Stoff beschäftigen, dann setzen sie Denkprozesse in Gange bei denen sie sich automatisch die Zeit nehmen um Gelerntes auch verarbeiten zu können. Auf keine Fall dürfen wir Langeweile im Unterricht künstlich erzeugen und langweiligen Unterricht auch noch mit dem Hinweis auf Zeit oder gar Privilegien der Schüler apologetisieren.

Durch die sehr großen Klassenverbände wird sich bei einzelnen Schülern automatisch in Phasen immer wieder Langeweile oder Desinteresse einstellen. Diese Schüler gilt es aber wieder in die Diskussion des Unterrichts zurückzuholen und nicht ihrer Langeweile zu überlassen. Wie man spannenden Stoff auswählt lässt sich im Blog von Prof. Jean-Pol Matin hier nachlesen. Zeit die Bildung braucht kann man weder verordnen noch planen. Sich die Zeit nehmen Bildungsprozesse zu verarbeiten bedingt aber vorher ein intensives auseinandersetzen mit den entsprechenden Prozessen. Das kann durch spannenden Unterricht und vor allem durch schüleraktivierenden Unterricht wie der Unterrichtsmethode Lernen durch lehren erreicht werden. (…) Hier der ganze Blogeintrag von Marc Schakinnis.

Lernen mit digitalen Medien nach LdL: Masterarbeit von Oliver Bellstedt (Leipzig).

Titel der Arbeit:

Unterrichtsversuch zum Lernen mit digitalen Medien und mobilen Endgeräten im Politikunterricht nach „Lernen durch Lehren“ gemäß Jean-Pol Martin“ an der Universität Leipzig“

Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

(…)

3 Das Unterrichtskonzept LdL – “Lernen durch Lehren“

3.1 Genese und Vorläufer von LdL

3.2 Das Konzept LdL nach Martin
3.2.1 Anthropologisches Modell
3.2.1.1 Kontrollfähigkeit, explorative Verhaltensweisen und Problemlösefähigkeit
3.2.1.2 Handlungsmotivation und der Flow-Effekt
3.2.2 Grundbedürfnisse und das System Mensch
3.2.2.1 Bedürfnispyramide
3.2.2.2 Antinomische Bedürfnistendenzen
3.3 Konstruktion von Wissen im Unterricht nach LdL
3.3.1 Netzsensibilität
3.3.2 Die Gehirnmetapher als Wissensnetzwerk
3.4 Zielsetzung von LdL
3.5 Planung und Umsetzung einer LdL-Unterrichteinheit
3.5.1 Thematische Planung und Stundenaufteilung
3.5.1.1 Vorbereitungsphase der Sitzungsleitung
3.5.1.2 Sitzungsverlauf
3.5.2 Rolle der Lehrkraft
3.6 Effekte von LdL
3.7 Schwierigkeiten in der Abgrenzung von LdL
3.8 Zusammenfassung und Ausblick

(…)

Die ganze Arbeit (Pdf-Datei):   Dok_OliverBellstedt-1