Vorlagen für meinen Auftritt auf der LdL-Tagung in Münster.

LdL-Tagung in Münster (29.-30.11.2014)

Eröffnungsvortrag

Anthropologisches Konstrukt („Glücksmodell“)

Workshop

1. Konzeptualisierung als Glücksquelle

2. Legitime Selbstreferenzialität (Information zu Wissen transformieren im LdL-Diskurs)

3. Partizipationsfähigkeit und Netzsensibilität

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LdL: wie es nach dem #LdLmooc2 weitergeht:

Nach dem von Peter Ringeisen grandios organisierten Mooc verlagern sich die Aktivitäten geographisch auf Münster, wo Hans-Joachim Jürgens eine zeitlang das Zepter in der Hand hält. Am kommenden Wochenende findet in Münster die LdL-Tagung statt mit zahlreichen Wissenschaftlern und Praktikern. Und im Frühling wird der nächste Mooc (‪#‎LdLmooc3‬) ebenfalls von Hans-Joachim Jürgens organisiert. Wenn das alles nicht zum Durchbruch führt?:-))

#LdLmooc2: Der gesamte Wissenscontainer.

Hier geht es zum Blog

LdL: am Ende der Stunde muss Klarheit herrschen.

Bei LdL werden die Schüler stets mit Unklarheit konfrontiert, sie müssen neue Inhalte selbstständig erschließen, und selbst Klarheit herstellen und Komplexität reduzieren. Wenn es Ihnen aber nicht gelingt, muss der Lehrer am Ende definitiv für Klarheit sorgen, denn das erstrebte Ziel ist die Kontrolle, also das Gefühl, alles im Griff zu haben. Nur die Kontrolle entlässt den Schüler am Ende mit einem positiven Gefühl so dass er bereit ist, sich erneut auf Unbestimmtheit einzulassen. Es wäre unmenschlich oder zumindest unpaedagogisch, ihn am Ende mit seiner Ratlosigkeit allein zu lassen. Denn allein gelassen wird er im Leben genug.

Basisregeln für Internet-Projekte. Wiederentdeckt aber nach wie vor richtig.

Quelle

Was ich im Netz suche, sind Mitstreiter, Leute, die ich andocken kann, um mit ihnen langfristige Projekte durchzuführen. Hier zählt also Nachhaltigkeit, Ausdauer und Zähigkeit. Um in der virtuellen Welt Mitstreiter für meine Projekte zu gewinnen, beachte ich folgende Regeln:

  1. Mach dich transparent: liefere in deinem Profil möglichst viele, für den Benutzer spannende Informationen über dich. Je mehr Informationen du über dich gibst, desto größer die Chance, dass jemand einen Ansatzpunkt zur Zusammenarbeit entdeckt. Angst vor Missbrauch der Angaben ist meistens unbegründet. No risk, no fun!
  2. Biete motivierende Projekte an: Was mich persönlich angeht, so stütze ich mich auf die Beschreibung der Grundbedürfnisse von Maslow. Meine Angebote sprechen das Bedürfnis nach sozialer Zugehörigkeit und sozialer Anerkennung, nach Selbstverwirklichung aber vor allem nach Sinn, weil nur dieses langfristig tragfähig ist: wir wollen die Welt verbessern!
  3. Kontaktiere viele Leute: Wenn du Mitstreiter suchst, muss du Leute ansprechen, auch wenn du auf manche penetrant wirken kannst. Wenn du dich nicht rührst, wird dich niemand beachten. Wenn jemand dich penetrant findet, wäre er sowieso kein guter Arbeitspartner für dich.
  4. Wenn jemand auf deine Angebote positiv reagiert, pflege ihn: Zeige ihm, dass du dich für ihn interessierst. Als möglicher Partner besitzt er bestimmt “Ressourcen”, die für die Zusammenarbeit wertvoll sind. Diese Fähigkeiten musst du entdecken.
  5. Antworte stets zügig (Reaktionsgeschwindigkeit), sei präsent und zuverlässig: Enttäusche die Menschen nicht, die Energie und Zeit für dich investieren. Im Netz sind Menschen und Beziehungen sehr volatil, du aber willst mehr mit den Menschen tun! Du hast was mit den Leuten vor! Das müssen sie spüren!
  6. Stelle deine Partner auf eine Bühne und vernetze sie: Wenn du mit Leuten langfristig zusammenarbeiten willst, solltest du sie miteinander verbinden. Zeige, was sie können, führe ihnen Aufmerksamkeitsströme zu, indem du sie in Sammelmails erwähnst und auf ihre Arbeit hinweist.
  7. Überlege dir immer wieder spannende Projektziele und achte darauf, dass diese Ziele auch erreicht werden. Das ist zwar auch im RL wichtig, aber im virtuellen Raum noch viel mehr, weil – wie bereits festgestellt – die Beziehungen im Netz besonders volatil sind. Beteiligungsinitiativen verlangen, dass der Initiator immer wieder Impulse einbringt. Bis zum Schluss.

Diese Verhaltensweisen bilden das, was ich Netzsensibilität nenne. Sie müssen automatisiert werden, wenn man im neuen Paradigma erfolgreich arbeiten will. Wer im traditionellen Wissenschaftssystem sozialisiert wurde, hat dies nicht gelernt.

5. und letzter Hangout im #LdLmooc2

Marcus Birkenkrahe zum #LdLmooc2

Marcus Birkenkrahe

Dem Gesagten möchte ich mich anschließen: für mich war das eine ganz großartige Erfahrung. Zu der gehörte auch, dass ich zum ersten Mal auch online zwischen TN und Panelist/Dozent hin und herwechselte…ein bisschen wie im invertierten Klassenzimmer, ein bisschen wie bei LdL. Ich fühlte mich eigentlich die ganze Zeit wie ein Studierender, der in einer Studierendengruppe (mit Jeanpol als dem Lehrer im Hinter und manchmal im Vordergrund) den Unterricht macht! Ich glaube, das wird mir bei weiteren Anwendungen sicherlich helfen, wie auch schon meine MOOC Erfahrungen vor diesem tollen MOOC.

Außerdem auch von anderen viel gelernt — Monika Königs konsequente Art der Einbeziehung anderer und ihre Gabe und Fähigkeit, Energiespitzen zu erzeugen, möchte ich hervorheben, und auch Hajo Jürgens angenehme, weil bedächtig-nachdenkliche, von forschenden Gesichtspunkten mit-geleitete Haltung.

Und schließlich gab es eine Gruppe von AktivistInnen hinter und vor dem Vorhang, auf Tiwtter, hier und im Hangout, deren Enthusiasmus die Veranstaltung wirklich getragen hat, genau wie eine Lehrveranstaltung von den Studierenden getragen werden muss, sonst arbeitet man sich „vorne“ doch tot.

Die beiden noch ausstehenden Aktionspunkte bzw Aufgaben werde ich nachholen. Ich hoffe, für einen permanenten LdLMOOC findet sich ein Zuhause. Für Online-LdL stehe ich als Panelist, Blogger usw. auch gerne weiterhin zur Verfügung. Das Ganze hat solchen Spaß gemacht!

Bleibt im Kontakt!