Schüler visualisieren die Bedürfnispyramide im Unterricht von Isabelle Schuhladen Le Bourhis!

Isabelle Schuhladen Le Bourhis

„Synergierausch“ habe ich heute im Unterricht wieder erlebt. Bedürfnispyramide wurde als Blume visualisiert, eine Klassengemeinschaft mit LdL als Haus (Stromkabel als Vernetzung, Steine waren die Schüler, Mertel als Symbol für das Wissen —- Wenn allles passt—> Licht brennt! in unserem Haus und dank Vernetzung + Transzendenz haben wir Licht in der ganzen Siedlung). Eine Schülerin war sehr überrascht, dass „Sexualität“ zu den Grundbedürfnissen gehört: „Jetzt weiß ich warum ich nicht 100% glücklich bin!!!

Angelika Mogk: Konstruktion von Wissen in der Wissensgesellschaft.

Teilnahmemotivation am LdLmooc2

Im Zusammenhang mit dem zweiten LdL-MOOC habe ich mich mit dem Unterschied zwischen Informationen und Wissen beschäftigt. Dazu hatte ich folgende Liste von Aufgaben des Lehrers im Kontext von LdL (basierend auf Jean-Pol Martin).

  1. Potentiale von anderen Gruppenmitgliedern erkennen, erschließen und für die Gruppe nutzbar machen.
  2. Kommunikation innerhalb der Gruppe einleiten und aufrecht erhalten.
  3. Transformation von Informationen zu Wissen in der Gruppe anleiten
  4. Relevante externe Ressourcen für die Gruppe aktiv suchen.
  5. Handlungsbedarf erkennen und mobilisieren.
  6. Kommunikation nach außen einleiten und aufrecht erhalten.

Es war eine spontane Idee mir den Punkt herauszupicken, der mich momentan am meisten anspricht (fett) und dazu genauere Überlegungen anzustellen, und hopp schon hatte ich die Absicht dazu als Kommentar kundgetan. Von Jean-Pol kam dann Neuronen abfeuernd, Handlungsbedarf erkennend ein Text als Antwort: “Online-Communities und kollektive Lernprozesse“, den ich sofort zu bearbeiten begann. Eigentlich wollte ich am LdL-MOOC2 außer meinen winzigen Anteil am ersten Hangout nicht weiter aktiv teilnehmen, doch mir einfach einen interessanten Punkt herauszugreifen, dazu zu lesen und zu überlegen, führte dann auch zu der Motivation eine Visualisierung zu erstellen und diese Visualisierung auf der MOOC-Plattform zu posten. Hier geht es weiter

Der Kontext, in dem ich meine LdL-Theorie entwickelte.

Da sich im Augenblick eine ganze Menge hochmotivierter Lehrer und Forscher sich im Rahmen des ‪#‎LdLmooc2‬ mit meiner LdL-Theorie befassen, liefere ich noch aus meiner Autobiographie den Kontext in dem meine Texte entstanden sind:

Hier die entsprechende Passage:

„Hondrich, Luhmann, Portele, Mandel/Huber, Dörner, Csikszentmyhalyi

In Hondrich entdeckte ich die Maslowsche Bedürfnispyramide. So erfuhr ich, welche Bedürfnisse meine Schüler hatten und warum meine Methode bei ihnen mehr Bedürfnisse befriedigte als der Frontalunterricht oder die pure Gruppenarbeit. Bei Luhmann lernte ich, wie Systeme funktionieren und dass Menschen oder Menschengruppen Systeme sind. Hier war die Opposition zwischen Integration und Differenzierung zentral. Portele’s Buch „Lernen und Motivation“ zeigte mir, wie Neurone Impulse aus der Außenwelt aufnehmen und verarbeiten. Vor kurzem ist mir eingefallen, dass Informationsverabeitung ein Grundbedürfnis ist. Mandel/Huber befassten sich mit kognitiver Komplexität. Ich war gut ausgerüstet, um die Optimierungen, die ich im Unterricht nach dem trial and error-Verfahren einleitete, auch von der Theorie her zu verstehen. Und es war mir auch möglich, auf dem Hintergrund der Theorie, neue Optimierungen in der Praxis einzuleiten. Später las ich die Studie von Dietrich Dörner über die fiktive Stadt „Lohhausen“, die aufzeigte, welche Merkmale Menschen besitzen müssen, um „erfolgreiche Problemlöser“ zu sein. Schließlich griff ich den Begriff Flow auf, der aus meiner Sicht eine große Erklärungskraft bezüglich motivationaler Effekte besaß. Aus allen diesen Bausteinen entwickelte ich ein „Lernerkonstrukt“, das folgendermaßen aussieht: Hier geht es weiter

Dazu hat Roma Maria Mukherjee eine wunderbare Visualisierung erstellt:

Birkenkrahe bloggt zum #LdLmooc2

Ich plane bereits seit längerem,  zum Thema „LdLMOOC“ zu bloggen. Jetzt bin ich endlich soweit – unmittelbarer Anlass: das 2. MOOC zur Methode „Lernen durch Lehren“ (LdL) nach Jean-Pol Martin hat nach mehrwöchiger Vorbereitung durch ein Team von Aposteln geleitet von Peter Ringeisen, begonnen! In dieser Woche flackerte der erste Hangout über den Bildschirm: LdL-Theorie (guck ich mir heute noch an).

Am 3.11. gestalte ich gemeinsam mit Sabine Siemsen einen Hangout zu „LdL in der Online-Lehre”. Das ist deshalb im Moment genau mein Thema, weil ich in meinem (kommenden) Forschungssemester einen eigenen MOOC erstellen möchte/muss/werde… Hier geht es weiter

LdL-Theorie in der 8., 9. und 10. Klasse!

Isabelle Schuhladen Le Bourhis sagt:

LdL in der 9.Kl. funktioniert schon gut: Übungen leiten, Mitschüler verbessern und Tipps geben, der „Ton“ ist „spitze“: „Oh Valentin, répète stp! Et bien tu vois, quand on veut, on peut!“ Die Klasse ist hoch motiviert und zeigt schon viel Potenzial.

In der 9., 8. und 10. Kl. fangen wir morgen mit der Theorie an („Weltverbesserungskompetenz als Lernziel“ + „Partizipationsfähigkeit“). Die Aufsätze sind schon laminiert, jede Gruppe muss eine Visualisierung erstellen. bin sehr gespannt! On va bien voir!

Und weiter:

Isabelle Schuhladen Le Bourhis Ja! Ich bin immer noch sooooooooooo begeistert, dass ich mich nicht richtig ausdrucken kann!

  • Isabelle Schuhladen Le Bourhis Also: In der 8.Kl, 9. und 10.Kl. (Realschule) hatten wir heute die ganze Theorie („Weltverbesserungskompetenz“ + „Partizipationsfähigkeit“) vor. Die Schüler haben 2er und 3er Gruppen gebildet, haben einen Teil der Aufsätze bekommenund mussten die Texte verstehen und den Inhalt visualisieren. Dann sollten sie sich Gedanken machen, wie sie den Inhalt der Klasse beibringen. NUR 3 Schüler von 72 haben sofort gesagt „wir verstehen gar nichts, wir schaffen es nicht“. Ich habe nicht aufgegeben, ich habe sie darum gebeten, sich Duden zu holen. Haben sie gemacht und gleich losgelegt. Ja und der Rest: Sie haben sich an die Arbeit gemacht, waren sehr konzentriert. Sofort habe ich festgestellt, dass die Schüler zu reflektieren anfangen (Was hat es für Konzequenzen für den Unterricht, für das Leben, für das Lernen…). Sie haben auf hohes Niveau gearbeitet. In der 10. Kl. haben wir schon mit den Präsentationen angefangen ( wir hatten heute 2 Stunden miteinander, nach der 1. Stunde waren so gut wie alle fertig). Die Klasse ist nächster Woche auf Abschlussfahrt (Segeln, alle auf einem Boot): Sie haben sich bedankt für den Unterricht, hat riesig Spaß gemacht, sind „gewachsen“ und nehmen das neue Wissen auf die APFahrt mit!
    Isabelle Schuhladen Le Bourhis Die Visualisierungen sind SPITZE geworden. Sie haben Ideen!!!!!!!!!!!!!! Ich muss euch die Ergebnisse unbedingt zeigen! Meine Frage wäre jetzt: Bei unserem LdL-Mooc könnten vielleicht auch ein paar Schüler zu Wort kommen….. (LdL-Praxis an der Schule)
    Und schließlich:
    Es ist einfach ein Traum, wie präzise die Schüler in den Gruppen sich unterhalten. Sie versuchen, die Fachbegriffe mit eigenen Worten zu erklären und dann verwenden sie diese Fachbegriffe mit großem Stolz. Wir haben uns heute in den Gruppen wie Forscher unterhalten! Es war wirklich unglaublich! Nach der Stunde waren sie wie „verwandelt“ und haben anderen Lehrern erklärt, was sie vorher im FRZ-Unterricht erlebt haben. Sie waren GEFORDERT und das macht Spaß! Ein Schüler (8.Kl., 13 Jahre alt – Kämpft mit der Uhrzeit im FRZ – ) am Ende der Stunde: „Hat dieser Herr Martin noch andere Aufsätze geschrieben? „. Dieser Schüler und seine Gruppe hatten das Thema „Das Bedürfnis nach Transzendenz als Realisierung des Kontrollmotivs“): Sie waren begeistert!!!!

#LdLmooc2. Erster Hangout: LdL-Theorie

Und hier geht es zur Mixxt-Plattform, auf der im Rahmen des #LdLmooc2 kommuniziert wird:

http://ldlmooc.mixxt.de/

Stadtführung: Die Ingolstädter Stadträtin Petra Kleine sagt…

Petra Kleine Ingolstadts Geistesgeschichte im Fokus – en gros und en detail. ganz herzlichen Dank an Dich Jean-Pol Martin – ich hatte ungeheuer großes Lernvergnügen und unerwartet viele Aha- Effekte. Gut ausgewählt und präsentiert und die Zufallsgemeinschaft bei der Führung war höchst vergnüglich für mich. DANKE!

Stadtführung: Der Ingolstädter Stadtrat Christian Lange meint…

Christian Lange Herzlichen Dank an Jean Jean-Pol Martin – es war ein Genuss, ein Erlebnis und ein spannender Einblick in die Zusammenhänge der Epochen Ingolstädter Geschichte. Fazit für mich: die Geisteswissenschaft ist die Klammer dieser Epochen. Sehr viel gelernt !!! Eine sehr empfehlenswerte Führung durch die Stadtgeschichte.