Spannender Stoff bei LdL. Für den #ldlmooc Hangout nr.2.

Damit es nicht verloren geht, speichere ich das hier:

von Jean-Pol Martin, Donnerstag, 15. Mai 2014 um 19:32

Die fragen:

1. LdL Lern – Stoff für den Unterricht

2. Wie wichtig ist spannender Lehrstoff für LdL

3. Was ist spannender Lehrstoff

4. In welcher Form gebe ich den Lehrstoff an die Lernenden.

 

Prinzip produktorientierung

Alle unterrichtsaktivitäten sind projektstrukturiert. Am ende des prozesses steht ein produkt im mittelpunkt (z.b. die präsentation des neuen stoffes durch die schüler). Es ist sehr wichtig, dass die ergebnisse der gruppenarbeit (pdodukt) immer sichtbar für alle sind. Der LdL-unterricht schafft eine bühne für die schüler.

Der prozess

Das thema ist eigentlich die kommunikation bei LdL.

Die intensität und qualität der interaktionen (kommunikation) hängt von den inhalten und den aufgaben ab.

1. Vorbereitung des neuen stoffes in kleingruppen (2 maximal 3 schüler):

Die haltung der schüler ist proaktiv. Von anfang an blicken sie auf das ziel, nämlich ihre präsentation im klassenzimmer. Alle schritte, die sie planen, sind immer unter der perspektive: „ich werd vor der klasse stehen, diese inhalte einführen und diese techniken verwenden (klasse fragen, was sie schon wissen -> partnerarbeit, dann präsentation (wiki im internet benutzen), interview durch meinen partner vor der klasse, bild zeigen, pantomime durchführen, lied vorspielen).“ Mit dieser haltung wird der komplexe, neue stoff analysiert und verstanden. Diese vorbereitung erfolgt mit zuhilfenahme des internets (z.b. wikipedia). Der stoff wird reduziert (z.b. lückentext). All das immer mit blick auf die präsentation und einübung mit dem plenum. Die präsentationstexte werden ins netz hochgeladen (wiki).

2. Präsentation vor der klasse:

Die geplante strategie wird angewandt (z.b. gespräch zwischen napoléon und metternich). An die wand werden die wikiinhalte (stoffinhalte) projiziert. Die mitschüler werden gebeten, die inhalte zu wiederholen oder auf fragen zu antworten. Dann füllen sie unter anleitung der Lehrerschüler die lückentexte aus. In dieser phase (präsentation) brauchen die schüler „netzsensibilität“. Sie müssen leute aufrufen, die schon was über das thema wissen, sie müssen merken, wenn jemand was sagen will aber sich nicht traut, sie müssen loben und unterstützen, sie müssen NACHBOHREN UND SICH NICHT MIT EINFACHEN ANTWORTEN ZUFRIEDENGEBEN, das hebt die diskursqualität. Ich nenne das „dranbleiben“. Also „bleib an deinen adressaten dran, bis er alles gesagt hat, was er sagen kann und eigentlich sagen will.“ Wenn nichts spezielles (quizz, diskussion) vorbereitet wurde, kommt

3. die nächste gruppe dran.

Die inhalte

Nun zum stoff selbst: in der lehrbuchphase ist der stoff vorgegeben. Meist sind es gesellschafspolitische themen, die an sich sinnvoll und relevant sind. Aber man muss diese stoffe so bringen, dass sie die schüler auf der ebene ihres alltages ansprechen. Nach einer allgemeinen einführung empfiehlt sich, bestimmte rollen zu verteilen: der asylbewerber, der unternehmer, der polizist und der student. Welche politische position werden sie bezüglich eines konkreten themas (z.b. asylverfahren) einnehmen und warum. Sobald man aber die 10 klasse erreicht hat, habe ich als französischlehrer stets einen überblick über die geschichte von der antike bis zur gegenwart systematisch angeboten und natürlich auch textaufgaben über die aktualität, die sie zu hause anfertigen mussten. Die pyramide von maslow führe ich so früh wie möglich ein, also in der 9. klasse, wenn ich gerade eine habe. Die stoffe können gar nicht so komplex und umfangreich sein, dass ich die schüler wirklich satt kriege. Sie sind in der regel gierig und unersättlich, wenn sie schon mal blutgeleckt haben.
Spannende Inhalte:
1. Präsentation der UNO in der Oberstufe  Film des goethe instituts aus der reihe schule im wandel

2 Antworten

  1. […] zu überlassen. Wie man spannenden Stoff auswählt lässt sich im Blog von Prof. Jean-Pol Matin hier nachlesen. Zeit die Bildung braucht kann man weder verordnen noch planen. Sich die Zeit nehmen […]

  2. […] zu überlassen. Wie man spannenden Stoff auswählt lässt sich im Blog von Prof. Jean-Pol Matin hier nachlesen. Zeit die Bildung braucht kann man weder verordnen noch planen. Sich die Zeit nehmen […]

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