Sammlung von Blogs zu LdL.

1. Birgit Rydlewski – Lernen durch Lehren

2. Laura Cau: LdL – Was sonst?

3. Jean-Pol Martin: Alle blogeinträge zu LdL

To be continued

 

Anita again!

Ich habe den ganzen Artikel im Spiegel gelesen. Es kommt selten vor, dass ich so lange Texte am Bildschirm lese.

Ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass wenn man mal anfängt, dir zuzuhören (aktuell Intervews Educamp 14) , sich auf deine Beiträge und Videos zu Themen wie Infoverarbeitung, Flow, Emergenz, Konzeptualisierung Glück und vielem mehr einzulassen , dann kommt man irgendwie nicht mehr zur “Ruhe” und ich erinnere mich stets aufs neue an die Aussage von Kristina Lucius, dass man bei dir geistigen Sprengstoff findet. Ja, den findet man immer wieder neu, vorausgesetzt, man lässt die enthaltenen Informationen zu. Darum geht es mir hier.

Educamp 2014, Intervew mit Christian Spannagel: Wie wird der Mensch glücklich….. Du nennst dabei Informationsverarbeitung als wichtige Voraussetzung, die Menschen glücklich macht rsp. machen kann. Da pflichte ich dir 100 Pro zu. “Informationsverarbeitung” als Einstieg zu einem Prozess, der dann fast zwangsläufig eine Eigendynamik entwickeln muss: Infoverarbeitung – flow – Emergenz – Konzeptualisierung und dem, ich nenn es für mich “in diesem Prozess glücklich unterwegs sein”. Bei dem Begriff Inforverarbeitung bleib ich stets hängen. Für mich gibt es noch ein “Davor”, nämlich das “Zulassen von Information”.

Wenn ich versuche dein Konzept auf unsere Gesellschaft zu übertragen, dann stell ich immer wieder fest, dass ganz viele Leute gar nicht an wichtigen und für alle von uns relevanten Informationen interessiert sind. Beispiel Klimaveränderung, Umweltverschmutzung u.a.m. Dabei ginge es ja nicht nur um das oft dargelegte Horroszenarium aus Boulevardpresse und TV. Oft werden sogar wichtige Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung aufgezeigt. Also hervorragende Informationen/Themen mit hervorragenden Inhalten. Diese erreichen einen Grossteil der Menschen aber gar nicht. Irgendwie hängt man ab, sobald es schwierig oder unbequem wird. In einer Schulklasse, in einer Gruppe, mit der du arbeitest, hast du eine Möglichkeit, die Leute zu erreichen, sie kommen zu deinen Kursen, weil sie Interesse haben. Schüler müssen wenigstens mal ein Examen machen 🙂 Aber das darf ja nicht der einzige Grund sein, sie zur Informationsverarbeitung zu animieren.

Ich erinnere mich an meine Arbeit als Erziehungs- und Familienberaterin. Wir veranstalteten regelmässig kostenlose Abendkurse für Eltern von pubertierenden Jugendlichen. Den Kurs besucht haben Eltern, die sowieso grosse Fähigkeiten hatten zu reflektieren und sich auch ohne Kursbesuch mit dem Thema auseinander setzten. Im Fokus hatten wir jeweils aber genau die anderen, aber die kamen nicht. Na ja, damit muss man zurechtkommen.

Deine Konzepte und LdL, liefern immer wieder guten Gesprächsstoff beim Zusammensein mit Freunden. Dafür hier wieder mal herzlichen Dank.

LdL-Mooc: zentrale Aufsätze.

Die ganze LdL-theorie: 6 aufsätze zwischen 1986 und 2011. Insgesamt nur 53 seiten!

1. Jean-Pol Martin (1986):  Für eine Übernahme von Lehrfunktionen durch Schüler. In: Praxis des neusprachlichen Unterrichts 4/86; S. 395-403  pdf datei

2. Jean-Pol Martin (1988): Schüler in komplexen Lernumwelten. In: Praxis des neusprachlichen Unterrichts; 3/88; S. 294-302 pdf datei

3. Jean-Pol Martin (2002): „Weltverbesserungskompetenz“ als Lernziel? In: „Pädagogisches Handeln – Wissenschaft und Praxis im Dialog“, 6. Jahrgang, 2002, Heft 1, Seite 71-76 pdf datei

4. Jean-Pol Martin (2002): Wissenscontainer: Online-Communities und kollektive Lernprozesse. In: Christiane Neveling (Hrsg.): „Perspektiven für die zukünftige Fremdsprachendidaktik“ (Giessener Beiträge zur Fremdsprachendidaktik), S. 89-102. Gunter Narr Verlag Tübingen.  pdf datei

5. Jean-Pol Martin (2009): Lernziel Partizipationsfähigkeit und Netzsensibilität. In: Guido Öbel (Hg.)(2009): LdL (Lernen durch Lehren) goes global: Paradigmenwechsel in der Fremdsprachendidaktik unter Beruecksichtigung kulturspezifischer Lerntraditionen. ISBN 978-3-8300-4096-5, Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 115-127

6. Jean-Pol Martin (2011): Lange Inkubation, plötzliche Emergenz. In: Lutz Berger, Joachim Grzega, Christian Spannagel (Hrsg.): Lernen durch Lehren im Fokus – Berichte von LdL-Einsteigern und LdL-Experten. Epubli, 2011. S.21-25

Wikipedia: Lernen durch Lehren

Weitere Literatur (Google-Scholar)