Kommentar von Petra Kleine zu „Ingolstadt: 550 Jahre Innovationen“

Der Kommentar von Petra Kleine trifft exakt meine Intention und führt sie weiter. Daher hebe ich ihn hier als Blogeintrag hervor.

„Als “Fan” von Jean-Pol oder heutiger gesprochen als Follower, ist es wichtig ab und an nicht nur gefällt mir zu clicken, sondern auch zu begründen, warum.

Was also finde ich an diesem Beitrag “550 Jahre Innovation” gut und wichtig?

Jean-Pol bietet uns eine Lesart für Ingolstadt an. Er sieht in die Historie und Gegenwart unserer und erzählt eine Geschichte, die einen ganz bestimmten Aspekt betont: Wissen und Innovation. Man könnte auch eine Geschichte der Eroberung der Auenlandschaften erzählen oder das militärische betonen. Nein, er wählt Innovation und Wissen: das sind Themen, die für unserer Stadt auch in der Zukunft wichtig sein können. Und um hierfür Argumente zu geben und den entsprechenden Spirit zu erzeugen, beschreibt es, welche Ideen und Techniken bisher gewirkt haben und was weiterwirken könnte, um Ingolstadt zukunftsfähig zu entwickeln. Dadurch wird die Vergangenheit wichtig für unserer Zukunft und es wird wichtig für uns, sie zu kennen und lesen zu können.

Dasselbe denken, die gleiche Herangehensweise würde ich mir auch für die Baukultur wünschen. Der Architekt des Stadttheaters, H.W. Hämer hat das mit diesem modernen Bau der 60er Jahre gemacht: er hat die Alte Stadt gelesen: polygon gewachsen, es gibt ein Innen und Außen u.v.a. – Das hat er mit dem Geist der 60er Jahre verbunden: Offenheit, Klarheit, (demokratische) Transparenz – und so eines der jüngsten bayerischen Baudenkmäler geschaffen.

Das Kongress-Hotel ist im Gegensatz dazu ganz anders gedacht und geplant: wieviel Zimmer brauchen wir? Wieviel qm haben wir dafür? Welche Höhe ist wohl maximal vermittelbar? Über die Fassade (Putz, Glas, Ziegel …) hat man dann gesprochen und versucht sie der Alten Stadt anzunähern. Das war’s dann aber auch.

Daher ist es ganz wichtig für neue Idee das Bestehende zu interpretieren und zu erzählen… und daraus weiter zu denken und es mit den zeitgenössischen Ideen und Anforderungen zu verbinden.
Das ist es, warum ich Jean-Pols Beitrag so schätze, weil es mehr ist, als Historie zu erzählen, er interpretiert und liest die Stadt und findet wichtige Gedanken, die darin stecken und uns heute für morgen inspirieren können.

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