„Initiative Georgianum“

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Vortrag Neues Georgianum Stand 23_01

Das Neue Georgianum Handout

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„Das Lehrkonzept LdL hat wieder einmal volle Früchte getragen.“ J.Grzega

EHP-Shakespeare-Tage ein voller Erfolg!

by grzega

Das Lehrkonzept LdL hat wieder einmal volle Früchte getragen. 6 Studierende der Uni Eichstätt haben unter Betreuung von Bea Klüsener und mir Shakespeare-Nachmittag in deutscher und englischer Version im Europäischen Haus Pappenheim (EHP) gestaltet. Studierende konnten dies als Alternative zu einer traditionellen Seminararbeit durchführen. Das Feedback des Publikums, das ich erhalten habe, (auch von Lehrkräften) war ausnahmslos positiv. Hier der Beitrag auf den EH-Webseiten.

Kommentar von Petra Kleine zu „Ingolstadt: 550 Jahre Innovationen“

Der Kommentar von Petra Kleine trifft exakt meine Intention und führt sie weiter. Daher hebe ich ihn hier als Blogeintrag hervor.

„Als “Fan” von Jean-Pol oder heutiger gesprochen als Follower, ist es wichtig ab und an nicht nur gefällt mir zu clicken, sondern auch zu begründen, warum.

Was also finde ich an diesem Beitrag “550 Jahre Innovation” gut und wichtig?

Jean-Pol bietet uns eine Lesart für Ingolstadt an. Er sieht in die Historie und Gegenwart unserer und erzählt eine Geschichte, die einen ganz bestimmten Aspekt betont: Wissen und Innovation. Man könnte auch eine Geschichte der Eroberung der Auenlandschaften erzählen oder das militärische betonen. Nein, er wählt Innovation und Wissen: das sind Themen, die für unserer Stadt auch in der Zukunft wichtig sein können. Und um hierfür Argumente zu geben und den entsprechenden Spirit zu erzeugen, beschreibt es, welche Ideen und Techniken bisher gewirkt haben und was weiterwirken könnte, um Ingolstadt zukunftsfähig zu entwickeln. Dadurch wird die Vergangenheit wichtig für unserer Zukunft und es wird wichtig für uns, sie zu kennen und lesen zu können.

Dasselbe denken, die gleiche Herangehensweise würde ich mir auch für die Baukultur wünschen. Der Architekt des Stadttheaters, H.W. Hämer hat das mit diesem modernen Bau der 60er Jahre gemacht: er hat die Alte Stadt gelesen: polygon gewachsen, es gibt ein Innen und Außen u.v.a. – Das hat er mit dem Geist der 60er Jahre verbunden: Offenheit, Klarheit, (demokratische) Transparenz – und so eines der jüngsten bayerischen Baudenkmäler geschaffen.

Das Kongress-Hotel ist im Gegensatz dazu ganz anders gedacht und geplant: wieviel Zimmer brauchen wir? Wieviel qm haben wir dafür? Welche Höhe ist wohl maximal vermittelbar? Über die Fassade (Putz, Glas, Ziegel …) hat man dann gesprochen und versucht sie der Alten Stadt anzunähern. Das war’s dann aber auch.

Daher ist es ganz wichtig für neue Idee das Bestehende zu interpretieren und zu erzählen… und daraus weiter zu denken und es mit den zeitgenössischen Ideen und Anforderungen zu verbinden.
Das ist es, warum ich Jean-Pols Beitrag so schätze, weil es mehr ist, als Historie zu erzählen, er interpretiert und liest die Stadt und findet wichtige Gedanken, die darin stecken und uns heute für morgen inspirieren können.

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Ingolstadt: 550 Jahre Innovationen

Vorlagen PdF Dateien zum Herunterladen:

Vortrag Neues Georgianum Stand 23_01

Das Neue Georgianum Handout

Das ist mein Beitrag für das Handout zur Veranstaltung am 27.01.2014 im Elisa

Rahmenbedingungen für Innovationen

          Universitäten und andere Forschungseinrichtungen zur Wissensgenerierung

          Bildungssystem (Schulen, Hochschulen)

          Organisationen zur Innovationsförderung (Technologieparks, Inkubatoren, Technologietransferorganisationen etc.)

          Finanzierungssystem (insbes. Risikokapitalgeber, Business Angels)

          Schutz geistigen Eigentums (Patentrecht, Copyrights, Designrechte etc.)

Viele dieser Begriffe kennen wir aus dem modernen Wirtschaftsleben, aber einiges davon

gab es – wenn auch unter anderen Voraussetzungen – zu allen Zeiten.

Beispiel 1 – Der Humanismus

        – Rückgriff auf die Antike

        – Positives Menschenbild

        – Diesseitsorientierung

        – Naturwissenschaften

        – Exploratives Verhalten

Konkrete Inventionen und Innovationen, die im Rahmen des Humanismus in Ingolstadt entstanden:

1473: Ulrich Ellenbog (Medizin): verfasst das erste gewerbehygienische Merkblatt über giftige Dämpfe.

1476: Ulrich Han (Ingolstädter Drucker) in Rom: Für die Herausgabe des ersten Römischen Messbuches erfand er den Notendruck.

1540: Peter Apian: Eine beachtliche druckerische Leistung stellte das Kaiser Karl V. gewidmete „Astronomicum Caesareum“ mit kunstvollen Initialen und astronomischen Drehscheiben und Tafeln dar.

1543: Leonhart Fuchs: Erste deutsche Pflanzenkunde mit Angabe der Standorte, an denen die einzelnen Kräuter vorkommen.

Beispiel 2 – Die Gegenreformation

Johannes Eck

Der Universalgelehrte wandte sich zum Kontroverstheologen. 1525 erschien Ecks Standardwerk, in dem er seine Ablehnung des Protestantismus begründete. Das Buch erreichte 46 Auflagen. Eck mahnte innerkatholisch Reformen an. Diese Forderungen wurden nach seinem Tod auf dem Konzil von Trient aufgegriffen und weitgehend umgesetzt. Eck machte aus Ingolstadt das Zentrum der Gegenreformation im katholischen Süddeutschland. Durch seinen Einfluss scheiterten wiederholt Verhandlungsbemühungen zwischen dem Kaiser Karl V. und den protestantischen Fürsten, was 1546 zum Schmalkaldischen Krieg führte.

Beispiel 3 – Die Jesuiten

Der Orden, der als Kampftruppe im Zusammenbruch der katholischen Fronten gedacht war, passte sich sehr schnell im eigenen Interesse und zur bestmöglichen Ausbildung seines Nachwuchses in psychologischer Menschenführung den Notwendigkeiten der Situationen an. Gerade in der Bildungsarbeit sahen die Jesuiten vielleicht das wirksamste Mittel zu einer grundlegenden Erneuerung des religiösen Lebens und der moralischen Haltung.

1.    Jesuitentheater

Um die Menschen von ihrem geläuterten Glauben zu überzeugen, setzten die Jesuiten die starke Propaganda des Theaters ein. Für das Theater schufen sie eine neue Verbindung von Schulbühne und großem Schulspiel.

2.        Naturwissenschaften: Christoph Scheiner

Scheiner baut um 1613 ein astronomisches Fernrohr. Ferner konnte Scheiner zusammen mit seinem Schüler Johann Baptist Cysat dunkle Flecken auf der Sonne beobachten.

Beispiel 4 – Die Aufklärung

        – Vernunft

        – Optimismus

        – Naturwissenschaft

        – Weltverbesserung

Ickstatt

Nach einer überaus erfolgreichen wissenschaftlichen Karriere wurde Ickstatt mit 44 von Kurfürst Max III Josef nach Ingolstadt versandt, um die Universität zu modernisieren. Mit ihm rückte die Kameralwissenschaft (Wirtschaft) erstmals offiziell in den Lehrplan. Im Jahre 1770 entwickelte Ickstatt seine Gedanken über ein neues geschlossenes Erziehungssystem von der Volksschule über Realschule und Gymnasium bis zum zweijährigen Lyzeum. Für die Handwerker und nicht zuletzt für die Landjugend formulierte Ickstatt ein detailliertes und anspruchsvolles Bildungsprogramm im Sinne des Realismus und des Utilitarismus.

Weishaupt und die Illuminaten

Eine besondere Ausprägung aufklärerischer Aktivitäten entwickelte sich ab 1776 in Ingolstadt auf Initiative von Adam Weishaupt, Professor für Kirchenrecht. Die Anhänger nannten sich Illuminaten (die Erleuchteten), waren streng hierarchisch organisiert und wollten ein Weltreich der Vernunft, der Tugend und der Moral einrichten. In kurzer Zeit verbreitete sich der Geheimbund in ganz Europa und gewann Mitglieder in verantwortungsvollen Positionen in Universitäten und Staat, darunter Goethe, Herder, Klopstock aber auch  Herzog Ernst II von Gotha. Kurfürst Karl-Theodor sah die Gefahr von politischen Umstürzen und verbot die Organisation 1785.

Beispiel 5 – Die Anatomie

Bedeutsam ist, dass der Bau bei dessen Anfertigung 1723 einzigartig in Deutschland war. Nicht der Staat hatte die Maßnahmen finanziert sondern die Initiative ging von den Professoren aus, die zahlreiche Bittbriefe verschickten, Geldsammlungen durchführten und zum Teil auch eigene finanzielle Opfer brachten.

Innovationen nach 1800

Nach 1800 steckte Ingolstadt in einer schwierigen Situation, die zu Innovationen zwang. Im rationalistischen Geist der Aufklärung wurde in einer umfangreichen Aktion das Gebiet südlich der Donau für die landwirtschaftliche Nutzung erschlossen. Ferner wurde Ingolstadt als Landesfestung reaktiviert, was militärische Innovationen und wirtschaftlichen Aufschwung brachte.

Heute und morgen:

        Audi

        CARISSMA

Und wieder Laura Cau! Die LdL-Frontfrau!

Lieber Herr Martin,

ich fahre gerade von den Seminartagen in München nach Hause. Ich hatte die Gelegenheit, ganz viel über ldl zu sprechen und einen kritischen Lehrer von ldl zu überzeugen. In Französisch und italienisch durfte ich von meinen Erfahrungen und über die Theorie berichten, es wurden auch ihre Aufsätze ausgeteilt. Die Lehrer und Referendare sind sehr interessiert, immer wieder bekomme ich anfragen deswegen. S.V., die auch mit mir studiert hat, probiert ldl seit heute aus und lässt sich telefonisch von mir beraten. Mein seminarlehrer hat sich bei mir sogar bedankt dafür, dass er jetzt ein neues Bild von ldl hat. Ich konnte aus den Diskussionen auch neue Ideen gewinnen. In meiner 7. Klasse versuche ich demnächst, den Schülern die Aufgabe zu stellen, die neue Lexik kontextualisiert einzuführen. (…).

Viele Grüße!