Christian Spannagel und die Ökonomie der Aufmerksamkeit

Christian Spannagel über seine Gothic-Erscheinung:

„(…) Natürlich kokettiere ich auch gerne damit wie beispielsweise hier im Video mit Graf Zahl oder bei einem Video zu unserer MOOC-Bewerbung (Achtung: schon gevoted? Wir brauchen eure Stimme!). Ich nutze die Strangeness für die Gewinnung von Aufmerksamkeit. Ich müsste ja nicht unbedingt das vampirige Zylinderbild im Web verwenden, aber dadurch macht man neugierig, und Menschen treten mit mir in Interaktion. Jean-Pol Martin hatte es mal auf den Punkt gebracht: Durch Aufmerksamkeit erhält man zahlreiche Impulse von außen und man gewinnt Menschen für die punktuelle oder längerfristige Zusammenarbeit an gemeinsamen Zielen. Problematisch daran ist: Die Grenze zur gefälligen Selbstdarstellung ist schnell überschritten. Das passiert mir ab und zu (tut mir leid). Aber ich übe ja auch noch. (…)“

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2 Antworten

  1. „Problematisch daran ist: Die Grenze zur gefälligen Selbstdarstellung ist schnell überschritten.“
    Das ist genau mein (persönliches) Problem – im Grunde genommen, macht man dann genau das, was klassische PR- und Marketingstrategien verfolgen.
    Im Zwiespalt zwischen, „ich möchte Menschen erreichen“ und „ich möchte eben NICHT diesen Weg der „Hallo ich bin toll und sowieso der beste, tollste, angesagteste… BITTE KAUFEN“ gehen.
    Ein schmaler Grad – gerade als Freiberufler für mich seit über 10 Jahren eine Herausforderung…
    Aber vermutlich ich das mein ganz Persönliches: Für mich ist der Grad zur Selbstgefälligkeit schnell überschritten, ich mag dieses in den Mittelpunkt stellen einfach nicht…
    Andererseits nutzt es mir auch nichts, wenn „stell dir vor du hast etwas tolles im Angebot und keiner bekommt es mit“ passier!

  2. Alexander: Ja, das ist wirklich ein Dilemma. Man muss auch absolut sicher sein, dass man ein gutes, seriöses, gründlich abgesichertes Angebot hat, bevor man sich in die Öffentlichkeit begibt und dann Aufmerksamkeit erhält: es ist sehr peinlich, wenn am Ende der Eindruck entsteht: „viel Lärm um nichts“.

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