Portele (1975) über Informationsverarbeitung.

Warum wir permanent Informationen  verarbeiten und Spaß daran haben (aus G.Portele, Lernen und Motivation, Beltz Verlag, 1975, S.236):

Um das Optimum an Aktivation zu erhalten, muß der Organismus dauernd neue Stimuli aufnehmen, denn die von einem Stimulus ausgelöste Aktivation verringert sich durch Adaptation. Das Überangebot an Information in der Umwelt versucht der Organismus durch Selektion (Filtern, „pigeon-holing“, Kategorisieren) zu reduzieren. Der Dauerzustand, der angestrebt wird, ist der Verarbeitungsprozeß, das dauernde Reduzieren der Abweichung, das Herstellen von immer wieder neuer Konsistenz.

Wozu Ruhm gut sein kann!

Aus Christian Spannagels jüngstem Blogeintrag. Auf die Frage, warum er bloggt, antwortet er (Auszug):

Einen Aspekt stelle ich etwas stärker heraus, den ich gemeinsam mit Jean-Pol Martin in der Diskussion meines letzten Blogbeitrags nochmal deutlich gemacht hatte: Ich blogge auch, um berühmt zu werden. “Oh, uh, welch schlechtes Motiv!” wird der ein oder die andere jetzt denken. Ja, klar, ich hab auch mal “so gedacht”. Interessanterweise hat Jean-Pol vor einigen Jahren mal etwas ähnliches zu mir gesagt, in etwa so: “Letztlich will man berühmt werden.” Und ich habe geantwortet: “Nö, ich will doch nicht berühmt werden. Ich will die Welt retten und gute Dinge tun, aber nicht berühmt werden.” Und gedacht hab ich mir: “Doch, ich will, aber das darf man nicht sagen, weil das kein ehrenvolles Motiv ist.” Es ist natürlich Quatsch: Niemand will die Welt heimlich retten.

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„Ausprobiert: Lernen durch Lehren“ (aus dem Blog von Jörg Krämer)

Nachdem ich im März in dem Geschichtsblog von Daniel Bernsen einen Artikel über das Lernen durch Lehren (LdL) gelesen habe und dabei sogar ein hilfreiches Infoblatt mit den wichtigsten Informationen für die SuS dabei war, habe ich mich dazu entschlossen, dass ich in meiner 7. Klasse einfach das mal probiere. Die Klasse ist sicherlich von der Lernbereitschaft und Disziplin nicht die allerbeste, aber die SuS sind bemüht und ich hatte da einfach mal Lust drauf 😉 Das Thema ist „Die Französische Revolution“. Das Geschichtsbuch versucht immer auf Doppelseiten Themen wie „Frankreich wird Republik“ oder „Terror statt Freiheit“ darzustellen. Links Darstellungstext angereichert mit zeitgenössischen Bildern, rechts ein paar Quellenauszüge und Aufgaben zu dem Darstellungstext und auch Quellen bzw. Bildern. Die Ausgangslage war so für alle SuS gleich.
Jetzt habe ich die Vorbereitungsstunden durchlebt und die ersten Stunden, die von den SuS gestaltet wurden, gesehen und bevor ich alles wieder vergesse, notiere ich mir hier schnell, was mir aufgefallen ist.

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Blog als Buch

Gerade sehe ich, dass mein Blog gleichzeitig ein Buch mit Kapiteln darstellt. So war es auch gedacht, aber ich hatte es vergessen:

Vorlesung 2008-2010

Inhaltsangabe

Band I: Theoretische Grundlegung (Anthropologie, Systemtheorie)

Band II: Protokoll einer unsichtbaren Mutation (Inkubation)

Band III: Von der Inkubation zur Revolution

Band IV: Nachhaltige Projektbeziehungen

Band V: Vom Neuron zum Gehirn

Band VI: Die Rezeption

Band VII:  Und danach…

Band VIII: Horizontal in Kohärenz bringen

Band IX: Zwischen Gier und Stoizismus

Band X: Projekt Philosophie

Band XI: The last one: das Projekt Ingolstadt

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Christian Spannagel und die Ökonomie der Aufmerksamkeit

Christian Spannagel über seine Gothic-Erscheinung:

„(…) Natürlich kokettiere ich auch gerne damit wie beispielsweise hier im Video mit Graf Zahl oder bei einem Video zu unserer MOOC-Bewerbung (Achtung: schon gevoted? Wir brauchen eure Stimme!). Ich nutze die Strangeness für die Gewinnung von Aufmerksamkeit. Ich müsste ja nicht unbedingt das vampirige Zylinderbild im Web verwenden, aber dadurch macht man neugierig, und Menschen treten mit mir in Interaktion. Jean-Pol Martin hatte es mal auf den Punkt gebracht: Durch Aufmerksamkeit erhält man zahlreiche Impulse von außen und man gewinnt Menschen für die punktuelle oder längerfristige Zusammenarbeit an gemeinsamen Zielen. Problematisch daran ist: Die Grenze zur gefälligen Selbstdarstellung ist schnell überschritten. Das passiert mir ab und zu (tut mir leid). Aber ich übe ja auch noch. (…)“

Der ganze Blogartikel

Gesamtwerk: „Kollektive Wissenskonstruktion“

Vielleicht sollte ich darauf hinweisen, dass LdL die “Krone” eines Gesamtwerkes ist, an dem ich 30 Jahre lang gearbeitet habe. LdL liegt ein modernes anthropologisches Modell (insbesondere Maslow) zugrunde und beschreibt am Beispiel des Französischunterrichts alle Phasen eines aktiven Lernprozesses von der Unterstufe (meine Dissertation) über die Mittelstufe bis zur Oberstufe und zur Universität (meine Habilitationsschrift + unzählige Videos). Selbstverständlich wurde seit dessen Aufkommen auch Web20 zentral einbezogen. Das Gesamtwerk könnte den Titel tragen: “Kollektive Wissenskonstruktion von der Wiege bis zur Bahre”.