War gar nicht so schlecht… (Sat.1, Nov. 2008)

Es rockt weiter…

Sehr geehrter Herr Prof. Martin,

nachdem Sie mich und Herrn Thomas Deiser (incity e.V.) am vorvergangenen Samstag in der Fußgängerzone auf das Fellermeyerhaus angesprochen hatten und sowohl Sie als auch Herr Deiser sich Mitte/Ende letzte Woche schriftlich an den OB bzw. mich gewandt haben, hat Herr Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann Herrn Bürgermeister Albert Wittmann, der für Liegenschaften zuständig ist, gestern gebeten, mit den Eigentümern Kontakt aufzunehmen.

Herr Bürgermeister Albert Wittmann wird dies baldmöglich tun.

Ich stelle diese Information hier ein, da Sie bereits in dieser Gruppe öffentlich mich hierzu angesprochen haben. Ich wurde autorisiert, Ihnen dies mitzuteilen.

Wie Sie wissen, ist es seit Langem das Anliegen der Stadt Ingolstadt, Eigentümer von längere Zeit leerstehenden Innenstadtimmobilien zu beraten und wenn möglich zu unterstützen, um möglichst kurze Leerstände zu haben und Mietinteressenten baldmöglichst eine Chance auf Unternehmenseröffnung in der Innenstadt zu verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lösel

Quelle: Facebook

Und es hat zoom gemacht…

2013-03-06_13.03.04

„Tausend mal berührt, tausend mal ist nix passiert, tausend und eine Nacht, und es hat zoom gemacht!“ (Klaus Lage).

Vor exakt 12 Tagen kam mir im Rahmen einer Forendiskussion die Idee, in dem neben meiner Wohnung stehenden, seit zehn Jahren leeren, großen Haus ein „Internationales Kauf- und Dienstleistungshaus“ (oder was ähnliches) einzurichten. Ich stieß in dem Forum auf viel Zuspruch, erstellte eine extra Face-Book-Gruppe und in kürzester Zeit lag es beim Bürgermeister und die Sache wird in Angriff genommen. Das tausend mal berührte „Fellermeyerhaus“ wird – wenn alles gut geht – aus dem Schlaf geweckt… Und – wenn alles gut geht – der Nutzung zugeführt, die ich mir wünsche: unsere zugewanderten Mitbürger sollen die Möglichkeit bekommen, dort Läden, Restaurants, Reisebüros, Friseure einzurichten… Wenn alles gut geht!:-))

Eudämonie: Strategiewechsel!

Seit frühester Kindheit wollte ich viele Freunde haben, weil es für mich Glück bedeutete. Im Laufe der Jahre beobachtete ich, dass Menschen, die sehr aktiv waren, viele Ideen hatten und diese erfolgreich umsetzten, andere besonders anzogen. Das wollte ich auch. In meinem Umfeld war ich jünger als die anderen und daher insgesamt schwächer, sowohl körperlich (Sport) als auch schulisch und überhaupt… Das war nicht schön! Ich nahm mir vor, zumindest in einem Bereich besondere Leistungen zu erbringen, um meine Attraktivität zu steigern. Das gelang mir erst mit 25 (siehe meine Biographie). Seitdem versuchte ich stets „tolle“ Leistungen zu erzielen, um der Vereinsamung zu entgehen. Diese „tollen“ Leistungen brachten mir auch unzählige „Kicks“ in meinem Leben, so dass ich der Überzeugung war, ich habe den Schlüssel zum Glück entdeckt. Daraus entwickelte ich auch (im wissenschaftlichen Bereich) mein anthropologisches Modell. Nach der Pensionierung wurde das Konzept etwas brüchig. Nach wie vor stand bei mir im Fokus die soziale Anziehung und ich hatte die Idee, Philosophiekurse anzubieten. Obwohl absoluter Laie gelang es mir autodidaktisch doch etwas Schönes auf die Beine zu stellen und konnte zwei Jahren lang mehrere Gruppen an die Philosophie binden. Es war sehr beglückend, aber auch sehr, sehr anstrengend. Eine Art burnout zeichnete sich bald ab.  Mein Dilemma war: wenn ich die Kurse aus Erschöpfung nicht mehr halten kann besteht die Gefahr, dass ich in die Isolation gerate und auf meine Kicks verzichten muss. Mache ich weiter, schaffe ich das kräftemäßig nicht mehr. In beiden Fällen war es aus mit dem Glück. Ich war aber so müde, dass ich keine andere Wahl hatte: ich verzichtete auf die Philosophie. Zu meiner großen Überraschung fühlte ich mich durch diesen Schritt sehr erleichtert, meine Kräfte kamen zurück und mir fielen viele Ideen für neue Projekte ein. Die Vorstellung, man könne nur durch Höchstleistungen und Megakicks das Glück erreichen (bei Sloterdijk: Vertikalität) war irrig. Im Augenblick genieße ich die relative Ruhe, die ich 60 Jahre lang nicht wollte und nicht hatte (Panik vor Langeweile).  Und allein bin ich immer noch nicht…

In Anlehnung an Marcel Proust…

Aus meiner Biographie

„(…) Damals hatte ich bereits einen Sinn für Vernetzungen und wusste, dass, wenn man sich in einem Milieu positionieren will, eine einzige Connection nicht ausreicht. Es genügte also nicht, wenn ich nur über meine damalige Freundin G. als Andockstation für höhere Kreise verfügte. Ich musste in der Lage sein, G. über Menschen zu berichten, die in ihrer Sphäre verkehrten, die ich aber nicht über sie kennengelernt hatte. Da meine Mutter gesellschaftlich sehr ehrgeizig war und eine ganze Reihe hochsituierter Bekannter hatte, mit denen sie seit ihrer Kindheit Kontakt pflegte, konnte ich über sie die Schwestern P. näher kennenlernen. Auch diese Familie war finanziell deutlich abgerutscht, aber sie war aus ihrer Tradition heraus noch fest etabliert in den Rallye-mondains-Kreisen und ich wurde zum Danseur der Schwestern P. Insgesamt waren es fünf, vom Alter her kamen drei in Frage, die mich regelmäßig auf Bälle mitnahmen. Und das alles verdankte ich meinem Aussehen, meiner Kleidung und meiner Tanzkunst. Ergänzend dazu war ich der Tochter des Feinbäckers in der rue d’Auteuil, M.M., nähergekommen, und diese lud mich jeden Sonntag Nachmittag zu einem festen Partytermin bei einer Freundin ein. Insofern war ich Samstag Abend, Sonntag Nachmittag und Donnerstag Nachmittag (bei meinem Nachbarn M.P.) fest gebucht und gesellschaftlich unterwegs. Ich konnte also in jeder Untergruppe davon berichten, was ich alles sonst an Einladungen hatte und was ich dort erlebte. Wenn man in Paris gesellschaftlich ein bisschen herumkommt, lernt man bald auch Leute kennen, die einen bekannten Namen tragen, und man kann davon erzählen. So begegnete ich beispielsweise dem Sohn von Charles Lindbergh oder Just Jaeckin, dem Regisseur von Emmanuelle. Auf das Anschleppen von Prominenten waren besonders die Schwestern P. spezialisiert. (…)“

Wie ich als Schüler dem Mobbing entkam…

Auszug aus meiner Biographie

„(…) Nun verhält es sich so, dass in den unteren Hierarchierängen in einer Gruppe sehr genau differenziert wird. Für denjenigen, der noch jemanden unter sich hat, gibt es Hoffnung. Er beobachtet präzise, wie der noch Niedrigere behandelt wird und wie mit dem umgegangen wird, der direkt über ihm liegt. Das sind die beiden Orientierungsmarken. Das Wohlbefinden hängt davon ab, dass der Untere deutlich mehr leiden muss als man selbst und dass der direkt über einem gar nicht viel besser behandelt wird als man selbst. Und so arbeitet man sich schrittweise hoch. Man nähert sich dem Ranghöheren, indem man sich mit jemandem gutstellt, der über ihm liegt. Das klingt kompliziert, aber diese Strategien bestimmten meinen Alltag. Um den Qualen des Mittags- und Abendessens zu entgehen, bat ich die Aufsicht, mich an einen anderen Tisch zu versetzen. Und ich hatte das Glück, dass ich an den Tisch der Abschlussklasse gesetzt wurde. Dort konnte ich mich mit einigen Rangniedrigen befreunden, die lagen aber gegenüber meinen früheren Tischgenossen hierarchisch viel höher. So kam ich aus der Mobbingphase heraus, die immerhin ein halbes Jahre gedauert hatte. (…)“

Gutes individualisieren, Böses somatisieren

Auszug aus meiner Biographie:

„(…) Prinzipiell habe ich mich daran gewöhnt, wenn eine Person etwas Gutes tut, dies auf ihr individuelles Konto zu legen, dagegen wenn sie was Böses tut, dies dem Bösen im Menschen allgemein zuzurechnen. Beispiel: die Schülerin Anna hat sich sehr hilfreich gezeigt und ich merke mir das, wenn aber die Schülerin Anna sich aggressiv verhält, schiebe ich es dem allgemeinem Triebhaften in ihr und in uns allen zu, das belastet Annas Konto also nicht. Auf diese Weise besteht die Welt um mich herum aus lauter netten Individuen. Das Böse in ihnen wird entindividualisiert, kann also dem einzelnen nicht präzise zugeordnet werden. Das funktioniert zwar nicht immer, aber immer wieder ganz gut. Auch in meinem Text werde ich Personen, die in einem guten Licht dargestellt werden, beim Namen nennen, wenn sie aber Böses tun, wird es dem Bösen (der auch in uns lebt) zugesprochen und sie werden kurzfristig in XY umbenannt. Eine und dieselbe Person kann also einmal als „Fritz Müller“ erscheinen, wenn sie Gutes tut, und ein paar Zeilen später als XY, wenn sie Böses verrichtet. Allerdings kenne ich ein paar Leute, die ich leider immer als XY werde erscheinen lassen. (…)“