Anthropologisches Modell: von der Wiege bis zur Bahre

Was braucht der Mensch, um glücklich zu sein?

I. KONTROLLE als übergreifendes Motiv (nach Martin, 1994)

II. Informationsverarbeitung als Kontrollinstrument und Grundbedürfnis (nach Martin, 2009)

III. Grundbedürfnisse als Manifestation des Kontrollmotivs (nach Martin, 1994)

Bedürfnispyramide nach Maslow (1954)

Transzendenz
Selbstverwirklichung
Soziale Anerkennung
Soziale Beziehungen
Sicherheit
Physiologische Bedürfnisse

IV. Kognition als Kontrollinstrument

V. Gegensatzpaare als Instrumente kognitiver Kontrolle (nach Martin, 1994)

Unschärfe Kontrolle
Hilflosigkeit Kontrolle
Chaos Ordnung
Unbestimmtheit Klarheit
Komplexität Einfachheit
Differenzierung Integration
Individuum Gesellschaft
Freiheit Zwang
Konkretion Abstraktion
Emotion Kognition

VI. Empathie (Kontrolle durch Wechsel der Perspektive)

VII. Ausdehnung des Kontrollfeldes: Merkmale erfolgreicher Problemlöser (nach Dörner, 1983)

  • Exploratives Verhalten
  • Reichhaltige kognitive Landkarte
  • Heuristische Kompetenz
  • Selbstsicherheit
  • Exploratives VerhaltenW-Logo.gif
  • usw.

VIII. Flow-Effekt als Belohnung für exploratives Verhalten und Gewinnung von Kontrolle (nach Csikszentmyhalyi, 1999)

(Gefühl des Fließens, Gefühl des Aufgehens in der Handlung)

  1. Unbekannte Felder betreten, Neues entdecken;
  2. Situationen mit offenem Ausgang, für die man die Verantwortung trägt;
  3. Problem lösen, hohe Anforderungen bewältigen;
  4. Ausschöpfen der eigenen Ressourcen;
  5. Gefühl der Selbstentgrenzung;
  6. Kontrolle über das eigene Handeln und das Umfeld.

IX. Glücksstrategien für „Krüppel“, insbesondere für alte Menschen (Martin 2013)

1. Was macht man, wenn ein großer Teil der Grundbedürfnisse nicht befriedigt werden kann?

– Epikur: Um den Durst zu stillen, braucht man Wasser, nicht unbedingt Wein.

– Stoiker: Gefühle sind Ergebnisse von Interpretationen. „Körperliche Schmerzen“ müssen nicht als „Leiden“ interpretiert werden.

2. Die „Krüppeltheorie“: Schmerzen als Stimulanz für Selbstdisziplin, Askese, Übung und „große“ Leistungen

Indem sie es schaffen, die Paradoxien ihrer Daseinsweise zu entfalten, können Behinderte zu überzeugenden Dozenten der conditio humana werden – übende Wesen einer besonderen Kategorie mit einer Botschaft für übende Wesen im allgemeinen. (…) Den Luxus depressiver Stimmungen kann sich der Virtuose des Normalseinkönnens selten leisten. Das Leben im Trotzdem nötigt dem, der zum Erfolg entschlossen ist, die ostentative Lebensfreude auf. Dass es da drinnen zuweilen anders aussieht, geht niemand etwas an. Das Land des Lächelns wird von Krüppel-Artisten bewohnt.” In: Peter Sloterdijk: „Du musst dein Leben ändern„, Suhrkamp: 2011, S.78f.

3 Antworten

  1. […] Zeit war ich der Auffassung, dass ein zentrales Grundbedürfnis über die von Maslow beschriebenen Bedürfnisse hinaus die […]

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