Modul (alle Fotos beieinander)

Im Rahmen des Moduls „Ingolstadt-Expertise“ wurden Eduard Klötzl und Senem Doganoglu von Dr. Lehmann, Ingolstadts Oberbürgermeister zu einem Interview empfangen. Thema des Gesprächs waren u.a. die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat und die Zukunftsperspektiven, die sich für junge Ingolstädter in unserer Stadt eröffnen.

Hier das Wiki mit den Fragen und Antworten!

Inge, Paul und Dr.Schönauer

Paul Polman, Dr.Schönauer (Ingolstädter Stadtheimatpfleger) und Ingrid Neureuther nach dem Interview zur Geschichte des Gießereigeländes in Ingolstadt.

Mojgan Hajifaraji und Paul Polman informieren sich im Büro der Ingolstädter Grünen bei Stadträtin Angelika Wegener-Hüssen  über die Entwicklung der Erdölindustrie in Ingolstadt, insbesondere über das Bayernoil-Areal

Ingrid Neureuther und Paul Polman lassen sich von Frau Stadtbaurätin Presslein-Lehle über die Gestaltung des Gießereigeländes informieren.

Ingrid Neureuther und Paul Polman werden von Herbert Lorenz, Geschäftsführer der IFG Ingolstadt über die Entwicklung des Gießereigeländes ausführlich informiert.

Kongresshotel: Brief von Birgit Kraus an die CSU

Brief an die CSU Geschäftsstelle in Ingolstadt

Betreff: Sitzung am Donnerstag zur Verabschiedung des Bebauungsplans für das Gießereigelände

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund der Wahlentscheidung, die ich in der Vergangenheit getroffen habe, ergibt es sich, dass Sie dafür zuständig sind, mich am Donnerstag im Hinblick auf die Entscheidung über das Gießereigelände als Bürgerin der Stadt Ingolstadt zu vertreten. Ich stehe (als im Wesentlichen wertkonservative Wählerin) der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber und kann mich auch für moderne Architektur durchaus begeistern.

Mit dem, was auf dem Gießereigelände geplant ist, bin ich allerdings nicht einverstanden. Ich habe mich im Rahmen der parteiübergreifenden Diskussion zu dem Thema auch im Internet geäußert: Ich bin eine(r) der „Mickymaus-Architekt(inn)en“, die sich als mündige Bürger(innen) einfach einmal Gedanken gemacht haben.

Hotelfassade auf dem Gießereigelände: Vorschlag von Birgit Kraus

Natürlich bin ich selbstkritisch genug und mir dessen voll bewusst, dass das, was ich hier vorschlage, nicht der Weisheit letzter Schluss (und tatsächlich Fiktion) ist. (Ich komme aus dem Bereich der Literatur, und nicht der Architektur). Aber auch die großen Denker unserer Zeit haben (in Kindertagen) einmal mit Mickymaus zu denken angefangen. In diesem Sinne bitte ich Sie herzlich, das, was Sie auf dem Gießereigelände vorhaben, noch einmal kritisch zu überdenken und die Entscheidung über den Bebauungsplan nicht übers Knie zu brechen. Ich denke, vielen Menschen (auch den Anhängern und Stadträten der CSU, wie zuletzt auch mir) ist es bislang nicht gelungen, sich eine Vorstellung davon zu machen, wie monströs das Hotel- und Kongresszentrum tatsächlich werden soll und wie schrecklich es am Ende aussieht. Bei aller Liebe zu Fortschritt und moderner Architektur sticht es dem Bürger, dem an einem verantwortlichen Umgang mit dem kulturellen Erbe und einer qualitätvollen Weiterentwicklung der Stadt Ingolstadt gelegen ist, ins Auge, dass das, was hier an Tatsachen geschaffen werden soll, so nicht sein kann. Ich möchte die Partei, die mich im Stadtrat vertritt, bitten, gedanklich noch einmal neu anzusetzen und sich die Zeit zu nehmen, die nötig ist, um eine verträglichere Lösung zu finden.

Mit freundlichen Grüßen

Birgit Kraus

Ingrid und Paul im Bezirksausschuss Ingolstadt-Mitte

Die Entwürfe für die Fassade des Kongresshotels im Gießereigelände werden im Bezirksausschuss Ingolstadt-Mitte vorgestellt.

Ingolstadt-TV

Hotelfassade Gießereigelände: Vorschlag von Birgit Kraus

Es ließe sich technisch wahrscheinlich umsetzen, dass man in die Fassade einen Spiegeleffekt einbaut, so, dass sich Schloss, Himmel, Baumreihen usw. tatsächlich darin spiegeln; die Frage ist nur, wieviel Wert man auf eine künstlerische Ausgestaltung und Optik legen will. Man könnte (denke ich) tatsächlich die Illusion kreieren, dass die umgebende Fläche, auf der man (dem ursprügnlichen Wunsch vieler Bürger entsprechend) einen Park anlegen könnte, größer sei als das, was tatsächlich noch vorhanden ist, indem man zum Beispiel Baumreihen so positioniert, dass sie sich in der Fassade widerspiegeln und somit die optische Illusion entsteht, die Allee setzte sich ins Unendliche fort – usw. Der Spiegeleffekt darf allerdings nicht nur eine Marketingstrategie sein, um die Fassade besser „verkaufen“  zu können, sondern es muss sichergestellt sein, dass das, was man damit erreichen will bzw. was man dann auf der Fassade sehen will, auch hinreichend sichtbar ist und dass, wenn der Naturzustand schon nicht mehr erhalten werden kann, wenigstens ein künstlerischer Mehrwert entsteht.  Nachdem durch das Hotel- und Kongresszentrum der Blick auf die Ostseite des Neuen Schlosses verstellt wird, könnte man im Ausgleich dafür sorgen, dass sich die Ostseite des Schlosses möglichst komplett in der Westfassade des Hotel- und Kongresszentrums widerspiegelt, damit sie wenigstens gewissermaßen „auf der anderen Seite“ wieder sichtbar wird. Da dem Hotel- und Kongresszentrum ein Stück kulturelles Erbe und Naturraum zum Opfer fällt, wäre es angemessen, wenn der Bürger wenigstens insoweit entschädigt würde, dass das Dach für die Allgemeinheit begehbar und zugänglich gemacht wird. Von dort oben bliebe der unverstellte Blick auf die Ostseite des Schlosses erhalten. Ob es bei einem derart „monolithischen“ Gebäude die Statik sogar zulassen könnte, dort oben eine richtiggehende Parklandschaft mit Bäumen usw. herzustellen, bliebe zu prüfen; eine Blumenwiese, oder ein Wildgarten (wie das etwa auf dem Dach des neuen Eichstätter Freibades sehr schön gelöst wurde, wo im Sommer die Königskerzen gen Himmel wachsen), sollte dort oben aber auf jeden Fall möglich sein. Es wäre darauf zu achten, dass die Fassade ganz schlicht zu halten wäre. Das, was die Fassade im Wesentlichen ausmacht, wäre die Umgebung und die um das Gebäude herum noch zu schaffende Parklandschaft, die sich darin widerspiegelt. Hierfür wäre wohl ganz banal glattes Spiegelglas am besten geeignet, ohne Würfel, perforiertes Blech oder sonstige Verwerfungen. Die Westseite (in der sich die Ostseite des Schlosses widerspiegeln soll) müsste wahrscheinlich leicht geneigt sein, damit das ganze Schloss darauf sichtbar wird. Den nötigen Neigungswinkel sollte ein Architekt genau berechnen können. Ähnlich verhält es sich mit den Baumreihen, die man dort, wo es das Areal erlaubt, aus einiger Entfernung fast frontal minimal schräg auf die Spiegelfläche zulaufen lassen könnte. Auch hier könnte ein Architekt genau berechnen, welcher Zulaufwinkel am besten geeignet ist, damit in der Spiegelung der Eindruck einer sich endlos fortsetzenden Baumreihe entsteht. Durch Positionierung und Art des Spiegelglases sind die verschiedensten Spielereien mit Gestalt und Größe der umgebenden Bäume denkbar, indem man sie zum Beispiel breiter oder länger erscheinen lässt als sie tatsächlich sind – und vieles mehr.

Nachtrag

Ich habe mir gerade die Pläne nochmal angeschaut. Von der Länge des Gebäudes her fehlt nicht viel, dass das ganze Schloss draufgespiegelt  werden kann. Tatsächlich müsste ein leichter Knick in der Fassade sein, um den Winkel ab Rossmühle (mit Rossmühle könnte schwierig werden) bis zum Schlossturm einzufangen – oder eben ein Weitwinkeleffekt. Streng genommen ist der Knick in dem Plan tatsächlich schon drin. Sollten die Planer tatsächlich schon so weit gedacht haben? Ohne Würfel ist aber trotzdem besser, finde ich. Und wegen der Höhe ist’s natürlich dasselbe: leicht schräg nach hinten, würde ich mit meiner laienhaften Vorstellung meinen, es seidenn man verwendet ein Spezialglas, aber das könnte teuer werden.

Ich denke schon, dass es sinnvoll wäre, sich die Mühe einer optisch (wirklich) ansprechenden Ausgestaltung der Fassade zu machen, denn dann kann man das Gebäude irgendwann später (wenn Audi das Hotel- und Kongresszentrum einmal nicht mehr brauchen sollte) auch anderweitig nutzen, sei es, dass man eine Kinderklinik mit angeschlossenem Rehazentrum draus macht – oder etwas in der Art. Eine solche Klientel wüsste die Lage direkt neben dem Schloss wenigstens angemessen zu würdigen …

Learning by teaching (aus: „Treibhäuser der Zukunft“, 2004)

Damit ich einen raschen Zugriff bekomme, parke ich den Auszug „Learning by teaching“ aus „Treibhäuser der Zukunft“ (2004) schon mal hier ein:

Blick auf das Schloss und dann Kongresshotel?

Seitdem die alte Mauer und die Industrieruinen verschwunden sind, bekommt man erstmalig einen Blick auf die Ingolstädter Schlossanlage.  Ich wette, dass die meisten Ingolstädter nicht wissen, wie schön dieser Blick ist. Das könnte man in der Zukunft behalten und die Ankömmlinge in Ingolstadt hätten als ersten Eindruck das imposante Schloss. Braucht man hier wirklich ein Kongresshotel?