Warum ausgerechnet dieses Menschenbild?

Resume Wenn jemand ein Modell als Problemlösung vorschlägt, wird er sofort mit der Frage konfrontiert: „Warum ausgerechnet dieses Modell und nicht ein anderes?“ Das war mit LdL so, und jetzt mit dem Menschenbild.

1. Warum ich dieses Modell vorschlage und nicht ein anderes.

Als ich 1980 LdL entwickelte, war es als Antwort auf das Problem im Fremdsprachenunterricht, dass mit den damals praktizierten Methoden die Schüler passiv waren und kaum sprachen. Das war für den Erwerb der Fremdsprache fatal! Und meist hatte diese Situation auch erhebliche Auswirkungen auf die Disziplin. Mit LdL hatte ich eine Lösung zum Problem. Ich fing an, Fortbildungen durchzuführen für Kollegen, die sich sehr beklagten, dass die Schüler in ihrem Unterricht nicht mitarbeiteten und disziplinär schwierig waren. Ich stellte LdL als Lösung vor, aber die Kollegen reagierten oft mit dem Satz: „Aber es gibt auch ganz andere Methoden“.  Was soll man dazu sagen? Ich war also genötigt, aufzuzeigen, dass LdL besser ist als alles andere, was in der Methodikdiskussion vorgeschlagen wird. Es genügt nicht, LdL als eine Methode vorzustellen, die funktioniert. LdL musste besser sein, als alles andere… Ähnliches gilt für das Menschenbild.

2. Aus dem Diskussions-Wiki zum Menschenbild:

  • Dieses Menschenbild versucht wesentliche Aspekte der humanistischen Pädagogik und Psychologie (u.a. Maslow) zu integrieren und auf den Punkt zu bringen, so dass es operationalisierbar ist. Man kann davon konkrete Preskiptionen für die Alltagsbewältigung ableiten. Ein ähnliches Modell gibt es meines Wissens bisher nicht.–Jeanpol 18:31, 12. Feb. 2012 (CET)

Folgende Ansätze sind u.a. in dem Menschenbild enthalten:

  1. Humanistische Psychologie (Aristoteles, Epikur, Maslow)
  2. Dialektik, Systemtheorie (Heraklit, Hegel, Nietzsche, Luhmann)
  3. Neurobiologie/Informationsverarbeitung (Aristoteles, Portele, Dörner)
  4. Kritischer Rationalismus (Sokrates, Popper, Dörner)
  5. Projektmanagement (Dörner)

Links

Fazit Ich schlage dieses Modell vor, weil es mir seit 32 Jahren geholfen hat, meine beruflichen Aufgaben als Lehrer und Forscher zu erfüllen. Ich möchte es deshalb als Reflexionsbasis anbieten.